Sehr geehrter Herr Olsson

Sehr geehrter Herr Olsson,

Edmund und ich haben uns in intensiven Gesprächen mit der Frage auseinandergesetzt, ob er seine Therapie fortsetzen, respektive eine neue Art der Therapie beginnen sollte. Wir sind aus mehreren Gründen zu dem Entschluss gekommen, dass Edmund an dieser Stelle nicht weitermachen wird.

Beide bedanken wir uns für Ihr Verständnis und Ihre grosse Kompetenz, Edmunds Hochsensibilitäts- und Hochbegabungs- Besonderheiten betreffend. Ich hatte nach all den vielen schlechten Erfahrungen nicht zu hoffen gewagt, dass wir so ein Glück haben würden.

Da ich ja in beiden Fällen (Hochsensibilität und Hochbegabung) selbst betroffen bin, weiss ich genau, wie Edmund sich fühlt. Der einzige Unterschied zwischen ihm und mir ist eine 50 Jahre dauernde, zum Teil äusserst schmerzhafte Anpassungsleistung meinerseits. Er wird seine eigene Technik entwickeln, mit seinem jeweils speziellen Umfeld zurecht zu kommen. Ein Leben wie ich es bis jetzt führen musste wünsche ich ihm nicht. Es grenzte in hohem Maß an Selbstverleugnung.

Eine Störung bei ihm zu diagnostizieren, halte ich für falsch.

Da er zunehmend über sich selbst reflektiert und sich dabei nicht schont, habe ich große Zuversicht, dass er erfolgreich seinen Weg gehen wird.

Ich grüße Sie herzlich und wünsche Ihnen alles Gute,

Claire   M. d. V.

Paris am 5. Januar 2016

 

 

 

 

 

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