Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 21 – Raus aus dem ‚Täter Schutz Programm‘ und Wo bleibt eigentlich der Schwarm?!

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Wenn Betroffenen verdeckter psychischer Gewalt eingeredet wird, sie hätten ja nur handeln müssen – ein schwerwiegender und teurer Systemfehler


Ich wünschte, auch der Schwarm hätte sich dieser Sache bereits angenommen

‚Dann hättest Du ihn/ sie eben früher verlassen müssen’oder ‚also ich bin mit 17 ausgezogen‘. Diese Sätze fallen nur zu oft, erzählen Betroffene in ihren Geschichten. Innerhalb einer Therapie bekommen sie oft die Diagnose ‚Anpassungsstörung‘, was ihnen ebenfalls suggeriert, sie hätten anders, besser auf eine Situation reagieren können. Meiner Meinung nach sind diese Diagnosen, in unserem speziellen Zusammenhang hier, schlicht falsch.

Schwere verdeckte, psychische Gewalt und jahrelanger emotionaler Missbrauch, von malignen Narzissten durchgeführt, nach vorausgegangener systematischer Manipulation ihrer Ziel-Personen, haben ihre Opfer nachhaltig handlungsunfähig gemacht. Das Muster ist überall gleich. Wie eine Schablone kann man die typische Vorgehensweise von Narzissten und die daraus folgenden gesundheitlichen Konsequenzen für ihre Opferpersonen auf die einzelnen Fälle legen. Die Prozesse laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Das dürfte doch eigentlich der Wissenschaft nicht entgangen sein? Ein Skandal?

 

Ich biete Beratungen an

Inzwischen biete ich persönliche Beratungen an. Gern können sie mich über die Kommentarfunktion, telefonisch oder per e-Mail kontaktieren. In einigen Fällen besteht dringender Handlungsbedarf. Vielleicht findet sich auch in Ihrem Umfeld eine betroffene, stark manipulierte Person, die sich ihre Situation nicht erklären kann, schon zu kraftlos ist oder sich zu sehr schämt, über sich zu sprechen. Es geht um bedrohte Biographien, die wir wieder in einen positiven, lebensbejahenden Bereich zurückführen können.

 

Wo bleibt psychologische Aufklärung und Hilfe?

Lange hatte ich dafür keine Erklärung. Ich wunderte mich nur, aus eigener Erfahrung, dass Psychologen ‚meine‘ Narzissten sogar in Schutz genommen hatten. Man kenne ja ihre genauen Motive nicht und vieles bliebe im Bereich der Spekulation. Ich sage dazu nur, dass die ganz offensichtlichen gesundheitlichen Schäden (z.B. CPTSD), die Narzissten bei anderen hervorrufen, alles andere als in einen spekulativen Bereich fallen. Es sind konkrete Krankheitsbilder, immer wieder die gleichen Symptome, und beleuchtete man die private Situation des Erschöpften näher und kombinierte man sie mit seinen Symptomen, könnte man, rein wissenschaftlich betrachtet, hervorragend aussagekräftige Statistiken anfertigen. Man müsste es nur tun! Immerhin hat die Charité in Berlin angefangen, die Persönlichkeitsstörung von Narzissten näher zu untersuchen. Ich hoffe, sie forschen auch zeitnah im Bereich der Konsequenzen für Opferpersonen.

Es gäbe Signifikanzen und Korrelationen, – so erwiesen und dargestellt in den Untersuchungen der US-Amerikanischen Ärztin Nadine Burke Harris. Sie behandelt, vor dem Hintergrund einer ebenfalls US-Amerikanischen Studie zum Zusammenhang zwischen emotionaler Vernachlässigung resp. emotionalem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und deren später auftretende organische und psychische Erkrankungen, ihre Patienten entsprechend. Die Missbraucher sind meiner Meinung nach ganz klar Täter, im kriminalistischen Sinn. Nichts an der Deutung ihres grenzüberschreitenden Verhaltens ist diskutabel und relativierbar. Sie schädigen ganz eindeutig und massiv eine andere Person. Ich fordere die Gleichsetzung emotionaler Vernachlässigung und psychischer Gewalt mit physischer Gewalt. Und ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ich selbst halte Manipulation und psychische Gewalt für das noch brutalere Delikt. Der Missbrauchte verliert während dessen seinen Verstand. 

 

Vermeidung einer Bewertung unmoralischen, anti-sozialen und destruktiven Verhaltens durch  Psychologen

Dazu fand ich bei dem britischen Psychologen Richard Grannon etwas. In meinem vorhergehenden Text habe ich Aussagen eines seiner Videos zitiert. In eben diesem Video beschreibt er plausibel, warum Psychologen bei dem Thema Maligner Narzissmus so zurückhaltend reagieren, statt narzisstische Propaganda als solche auch zu benennen und als gefährlich einzustufen.

Auch Richard sagt sinngemäß folgendes zum Ausbleiben konkreten Schutzes für die Opferpersonen:

…weil es sich um ein moralisches Thema handelt. Im Verborgenen tyrannisiert und malträtiert Person A Person B. Es gibt keine bis wenige Zeugen. Fehlende Moral zu bewerten ist in den Augen der Psychologen nicht seriös, übrigens auch im Bezug auf verschiedene kulturelle Hintergründe. Man will liberal bleiben. Wieder ein Gebiet, in dem Täter allerhöchste Toleranz und Betroffene inakzeptable und destruktive Behandlungen erfahren. Und das von akademischer Seite. Shame on you.

 

Warum betroffene Erkrankte nicht zur Verantwortung zu ziehen sind

Nein, man konnte sich vor seinem Narzissten im Vorfeld nicht schützen, – er oder sie hat schlicht gelogen, betrogen und sich ausbeuterisch verhalten. Die betroffenen Opfer waren ja gerade in der Anfangsphase von übereinstimmenden und lupenreinen Moralempfindungen ausgegangen und hätten zu diesem Zeitpunkt, vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Informationen (besser Desinformationen), die beiden abstrakten Bereiche Liebe und Ausbeutung/ Betrug niemals zusammengebracht. Die empathischen Personen haben gefühlt und vertraut, – und im Nebenzimmer haben Narzissten in genau derselben Zeit eiskalt gerechnet und bilanziert. Die Welt feiner Empfindung steht ihnen, wie wir wissen, nicht zur Verfügung und sie interessiert sie auch nicht.

Auch an dieser Stelle wieder der Hinweis, – Ähnlichkeiten zu politischen Systemen sind nicht rein zufällig.

Abschließend

‚Papa trügt‘, – so der Satz eines kleinen Jungen, der damit seiner Mutter die Realität erklärte. Aufgrund dieses Satzes hat sie sich Jahre später von ihrem Mann getrennt und ein neues, freies und geschütztes Leben angefangen…

5 Kommentare zu „Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 21 – Raus aus dem ‚Täter Schutz Programm‘ und Wo bleibt eigentlich der Schwarm?!

  1. Hallo, ich selbst bin in meiner Kindheit missbraucht worden, das erwähne ich hier aber nur, weil ich damit aufzeigen möchte das die folgende Schilderung nicht die einzige Erfahrung ist, die ich mit einem Cluster B Gestörten Menschen mache. Aktuell geht es um meinen Sohn und meiner fast 3 jährigen Enkeltochter. Meine Schwiegertochter in Spe ist Narzisstin und wahrscheinlich auch mit mehreren Komorbiditäten. Die beiden sind 2014 zusammen gekommen, ich habe meine Schwiegertochter in Spe erst einmal angenommen und das auch ziemlich lange Zeit. Doch zwecks ihrer manipulativen Isolierungstaktiken musste ich auch vieles ertragen. So hatte ich die ersten zwei Jahre zwar schon oft ein komisches Bauchgefühl, aber war ahnungslos, obschon es viele Ungereimtheiten gab. Nachdem ich über und nach 2 Jahren gezielte Wutattcken abbekam, merkte ich: Da stimmt was nicht. Und ich fing an zu recherchieren. Langsam aber sicher begriff ich die Pathologie. Aber ich war bei weitem noch nicht so weit, dass ich für mich dort einen Haken setzen konnte, es machte mir Angst und natürlich wollte ich auch den Kontakt zu meinem Sohn und meinem Enkelkind nicht verlieren. Deshalb beging ich die drauffolgenden 2 Jahre Täterschutz, ich wusste einfach noch nicht genug. Ich fing auch so ein Blödsinn an zu glauben, wie mein Sohn ist ein Co Narzisst (leider ist diese Form der Opferbeschuldigung weit verbreitet). Ich glaubte ich hätte ihn vielleicht zu sehr verwöhnt, denn ich verstand auch seine veränderten Verhaltensweisen nicht, es sollte noch einige Zeit vergehen, bevor ich begriff, dass das die Auswirkungen des Stockholm Syndroms sind. Nachdem ich viele Entwertungen und Wutattacken abbekommen hatte, war das Fass im Sept. 18 einfach voll. Ich brach den Kontakt zu meiner Schwiegertochter ab. Jetzt gestaltete sich der Kontakt zu meinem Sohn und meiner Enkelin natürlich mehr als schwierig… inzwischen ist es sehr sehr wenig. Aber, als ich den Kontaktabbruch vollzogen habe, nahm ich mir vor diese Pathologie regelrecht zu studieren, ich wollte alles genau Wissen und informierte mich. Allmählich kam ich dann zu diversen Manipulationstaktiken und auch den Folgen daraus. Ich lernte etwas über die Cluster B’s etc, etc. Heute weiß ich das meine Schwiegertochter primär an einem malignen Narzissmus leidet mit Komorbiditäten zur Borderline PS und Soziopathischen PS sowie auch dem ADHSyndrom. Ich lernte auch, dass mein Sohn kein Co Narzisst ist, heute ist mir der Begriff der Victimologie ein wesentlicher Bestandteil meiner Erkenntnisse und auch wenn Sie den in Ihrem Artikel nicht erwähnen, so sagen Sie genau das aus, was ich seit einiger Zeit denke und glaube. Ich zitiere Sie: Ich fordere die Gleichsetzung emotionaler Vernachlässigung und psychischer Gewalt mit physischer Gewalt. Und ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ich selbst halte Manipulation und psychische Gewalt für das noch brutalere Delikt. Der Missbrauchte verliert während dessen seinen Verstand. Zitat Ende. Inzwischen denke ich absolut identisch und so war es mir eine Freude jemanden wie Sie zu finden. Nachdem nun mein Wissen ziemlich Fortgeschritten ist wollte ich – zumindest auch aufklären und so habe ich vor drei Wochen eine fb Gruppe eröffnet und lehne den Ansatz der Gruppe an, an die Victimologie. Auf diesem Wege erlebe ich auch viele Erfahrungsberichte und versuche die Menschen, die meisten noch in ihren Tramata gefangen, aufzuklären. Doch bei vielen ist auch deutlich, dass das ihr Denken einschränkt und sie bekommen einfach manche Zusammenhänge nicht hin. Des weiteren wehre ich mich auch dagegen, das die Überzahl der Pathologien Männer betreffen … nach meinen ganzen Recherchen und den eigenen Erfahrungen, glaube ich nicht daran, vielmehr glaube ich, dass es genaus viele Frauen gibt die eine Cluster B Störung aufweisen wie Männer. Wenn man sich z.B. die Vielzahl derer anschaut, die eine missbräuchliche Kindheit durch ihre Mutter durchgemacht haben, dann liegt das in der Logik begründet, dass der Vater auch missbraucht wurde. Die Frauen bewegen sich nur noch mehr wie die Männer in der Dunkelziffer, als Mutter und Ehefrau (die meine Schwiegertochter glücklicherweise noch nicht ist) haben sie einen viel größeren „Schutzraum“, der auf die Konditionierungen und dem Wegschauen der Gesellschaft basiert. Sollten Sie irgendwie das Interesse haben in Kommunkation dazu mit mir in einen Austausch zu gehen, dann schreiben Sie mich gerne an. Wir, die wir dieses Gedankengut hegen brauchen einander um vielleicht und um vielleicht hoffentlich etwas zu bewegen … für unsere Kinder und für unsere Enkelkinder… So wünsche ich Ihnen und mir und allen Betroffenen, dass diese Täter auch als Täter behandelt werden. Meine Forderung wäre: Ein Schmerzensgeld an die Opfer und eine Inhaftierung der Täter ohne Bewährung … denn diese Pathologien und das daraus resultierende Verhalten wird sich bei denen nicht ändern. Mit freundlichen Grüßen, Frau Gruf

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  2. Gedicht:
    Leerer Mensch

    Du bist verletzt tief in deiner Seele
    trägst und schützt deine innere Leere

    um sie – die Leere – für dich zu füllen
    stürzt du dich auf Menschen mit Gefühlen
    verbindest dich auf einer Ebene der Macht
    einseitig für dich – nur für dich die positive Energie und Kraft
    die in dir das angebliche Leben wieder erschafft.

    Verschmilz mit deinem Geber – wirst eins und glaubst tatsächlich – dieses Leben ist nun auch deins
    Willst darüber bestimmen und denkst es gibt kein entrinnen – für deinen ausgesuchten Wirt –
    der aber unterbewusst durchaus das Unbehagen spürt.

    Kein Entrinnen auf beiden Seiten
    bis der Schmerz der Nähe anfängt massiv zu streiten
    Streiten um ein selbstbestimmtes Leben
    das Freiheit und Glück bedeutet – eben.

    Doch nun hast du – ja du Leerer – gekostet von meinem positiven Nektar
    süß und verführerisch wird er dich fesseln
    dich faszinieren bis in alle Poren – vernebeln wird er alle deine Sinne

    Dies ist meine Zeit zum wachsen – mich zu finden und mich selbst wieder zu achten
    Deine Waffen werden nun zu meinen – nur um nicht zu weinen

    Ich werde dich spiegeln und mit dir tanzen auf Augenhöhe und niemals darunter
    die Verbindung zu dir wird sich lösen und platzen – meine Welt wird bunter

    im Gegensatz zu deiner – wird meine Seele heilen und ich kann das Glück mit anderen teilen.

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