Impfung ja/nein

Vielleicht eine Entscheidungshilfe für Unentschlossene – Biontech-Impfstoff basiert auf 30 Jahren Forschung

Mainzer Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin

(Foto: SWR Aktuell)

Mainz ist tatsächlich eine erfrischend positive Stadt voller gut gelaunter Studenten, die zu allen Tageszeiten auf der riesigen Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein nach Kastel und zurück Richtung Landtag rennen, egal wie das Wetter ist. Sie lächeln, freuen und unterhalten sich. Ansteckend wirkt das.

Es wundert mich nicht, dass an diesem energiegeladenen Standort Mainz das Ehepaar Türeci und Sahin so erfolgreich werden konnte. Mainz pulsiert. Dass dort Innovationen vorangetrieben werden, spürt man.

Ihre Strahlkraft, ihre Empathie, die sanfte und doch bestimmte Art, mit der sie auftreten, hat mich neugierig werden lassen. Sie sind anders. An ihren Sätzen bleibt man hängen. Sie gehen über das hinaus, was man sonst an steriler Wissensvermittlung aus der Medizin kennt. Hinweise auf Statusdenken sucht man vergeblich. Das Gegenteil ist der Fall. Sahin und Türeci betrachten ihre Arbeit ausschließlich als humanitären Dienst an der Weltgesellschaft. Sie selbst haben sich erst impfen lassen, als sie an der Reihe waren.

Den beiden „Wissenschaftler(n), – durch und durch“, wie sie über sich sagen, wurde in diesem Jahr im nordspanischen Oviedo der renommierte Prinzessin-von-Asturien Award verliehen, der „Spanische Nobelpreis“. Anlässlich der Preisverleihung hat euronews dieses prägnante Interview mit ihnen geführt.

Ugur Sahin und Özlem Türeci über ihre langjährige wissenschaftliche Arbeit als Immunologen

Textversion

https://www.google.de/amp/s/www.euronews.com/amp/2021/10/26/the-couple-behind-biontech-s-covid-19-vaccine-win-a-princess-of-asturias-award

Übersetzung in Auszügen

Was sagen Sie zu denjenigen, die noch zögern, sich impfen zu lassen?

Ugur Sahin:

„Ich denke, auf der einen Seite müssen wir uns die Bedenken anhören, denn es kursieren viele Falschinformationen und die Menschen wissen nicht, wem sie vertrauen können. Deshalb ist es unsere Aufgabe, zu informieren. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, jedes einzelnen, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Ich denke, es ist wirklich sehr wichtig, dass jeder, der sich hat impfen lassen und es gut vertragen hat, dieses auch kommuniziert. Wir müssen als Gesellschaft zusammenstehen und vermeiden, dass wir in verschiedenen bubbles, verschiedenen Realitäten enden.“

Am Anfang hieß es, vor mehr als einem Jahr, dass es unmöglich sei, in so einer Rekordzeit einen Impfstoff herzustellen und doch haben Sie es geschafft. Können Sie daher die Angst und die Zurückhaltung verstehen?

Özlem Türeci:

„Ja, absolut. Wir verstehen das. Es beschränkt sich nicht nicht nur auf den Impfstoff. Generell möchten die Menschen zuerst verstehen, was genau passiert, da sind so viele Informationen, es ist schwierig, sie zu sortieren. Wir sind ausgebildete Ärzte. Wir haben zum Beispiel Krebspatienten behandelt. Und in jedem einzelnen Fall haben die Patienten die selben Fragen gestellt. Was bedeutet die Behandlung für mich? Wird sie schmerzhaft sein? Die Menschen möchten darüber informiert werden, was mit ihnen und ihrem Körper passieren wird. Das ist etwas sehr Natürliches.“

Ugur Sahin:

„Was auch wichtig ist, zu verstehen, der Impfstoff ist nicht innerhalb eines Jahres entwickelt worden. Der Impfstoff wurde in einem Zeitraum von drei Jahrzehnten erforscht. Er ist wie ein Sprinter, der sein Leben lang für diesen einen Moment trainiert hat, in der kürzest möglichen Zeit das Rennen gegen diese Pandemie zu gewinnen … .“

„Luft habe ich immer bekommen“

Was würden Sie anderen Impfgegnern raten? Der Risikopatient: “Weitermachen“

Ein nach eigenen Angaben nicht übergewichtiger Wirtschafts
-Professor möchte kein “Versuchskaninchen“ sein

Und wenn die Aufmerksamkeitsspanne es noch zulässt …

… Doc Moder hat gebastelt und erklärt schön

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