Emotionale Vernachlässigung

Inzwischen gibt es kompakte Literaturlisten über Bücher, die sich mit einer traumatisierten Generation in Deutschland befassen: Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges geboren wurden. Sie sind Mitte siebzig oder älter und sprechen zum Teil immer noch nur in Fragmenten über das, was sie erlebt haben.

Diese Generation konnte verständlicherweise Emotionalität nur bedingt oder gar nicht an ihre Kinder weitergeben, je nachdem, was ihnen widerfahren ist. Die komplexen Auswirkungen für die nachkommende Generation wurden noch nicht so häufig öffentlich thematisiert. In vielen Fällen haben diese Menschen (heute Anfang bis Mitte 50) selbst Traumata erfahren und zwar durch extrem autoritäre, erfolgsorientierte und/oder desinteressierte Eltern, die in vielen Fällen über die Gefühle ihrer Kinder hinweg gegangen sind und sie über einen langen Zeitraum emotional vernachlässigt haben.

Die emotionale Vernachlässigung eines Kinder zählt zu der Kategorie ‚emotionaler, psychischer Missbrauch‘ und ist in jedem Fall auch klar so zu benennen. Kinder, die nicht genug wärmende Unterstützung, nicht genug Interesse an ihrer individuellen Persönlichkeit erfahren haben, werden langfristig traumatisiert. Ihr emotionales Erleben ist geschädigt, was sich u.a. auf ihre Entscheidungsfindungen auswirkt. Sie leben in einem ‚falschen‘ Leben. Ein enorm wichtiges Thema, was sich sicher in naher Zukunft in den öffentlichen Focus bewegen wird. Mit einem Auszug aus Pete Walker’s ‚Cptsd – Complex Posttraumatic Stress Disorder‘ möchte ich zumindest einen Anfang machen, Aufmerksamkeit dafür zu erregen.

http://www.pete-walker.com/pdf/emotionalNeglectComplexPTSD.pdf

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