‚Female Malignant Narcissism‘ – Manipulationstechniken nach Textbuch – Johnny Depp vs Amber Heard Part II

Foto: Johnny Depp on facebook/ Instagram

Meinung/ Britta Heusinger von Waldegg

Crucial: Cross-examination of the Narcissist

Die Bedeutung des Kreuzverhörs in der Anhörung Amber Heards

Es bleiben nur noch drei Wochen, bis der Prozess in Fairfax County, Virginia, abgeschlossen sein wird.

Inzwischen ist es an Amber Heard, der Jury ihre Performance vorzutragen. Es war mit einstudierten Szenen zu rechnen, aber dass ihre schauspielerischen Möglichkeiten wirklich so limitiert sind, damit hat wahrscheinlich niemand gerechnet. Es ist schwer, sich nicht abzuwenden.

Dieser Artikel nimmt Bezug auf den im Jahr 2020 erschienen ersten Teil, über seinen Prozess in London, den Johnny Depp gegen „The Sun“ geführt und verloren hatte. Ihn als „Frauenschläger“ zu bezeichnen wurde dem britischen Boulevard-Blatt 2020 ausdrücklich erlaubt. Das hat sich inzwischen geändert.

Johnny Depp sei besessen von der Wahrheit, heißt es. Er wolle sich rehabilitieren, – zum einen um seine Karriere fortführen zu können und zum anderen um seine Würde wieder herzustellen. Seine Kinder spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle.

Im ersten Teil wurden Beispiele narzisstischer Manipulationstechniken am Verhalten Amber Heards aufgezählt und erklärt. Wenn man mit typischen Verhaltensweisen maligner Narzissten vertraut ist, ist ihre Programmatik leicht zu durchschauen.

Oft muss man dann nur abwarten. Narzissten überschätzen sich.

Die Basis ihres Handelns bildet ihr krankhafter Zwang zu lügen. Man darf nichts glauben, was von ihnen behauptet wird. Jedem Detail, jeder ihrer Informationen muss man mit größter Skepsis entgegen treten.

Wie die Strategie der Law-Firm Johnny Depps‘, die Taktik von Benjamin Chew und seinen Kollegen aussehen könnte, möchte ich in diesem Beitrag kurz ausführen. Das Kreuzverhör in der Anhörung Amber Heards wird die entscheidende Phase in diesem Prozess darstellen. Es wird für die Meinungsbildung der Jury von zentraler Bedeutung sein.

Expertenmeinung über typisches Verhalten von Lügenden

Eine Körpersprache-Expertin analysiert Amber Heard

Die renommierte Körpersprache-Expertin Janine Driver spricht über typische Indizien beim ’story-making‘.

Zeige, statt zu beschreiben – Regieanweisungen

Jetzt hat Amber Heard endlich ihre weibliche Hauptrolle in einem Film von Johnny Depp.

Und von ihrer Psychologin Dr. Dawn Hughes, der Frau mit den kalten Augen, hat sie umfassende Informationen erhalten, wie sich weibliche Opfer Häuslicher Gewalt fühlen und wie sie auftreten, – sozusagen als Regieanweisung.

Eine absurde Geschichte reiht sich an die andere. Untermalt von blumigen Filmszenen. Man kommt ja schließlich aus diesem Business. Zeige, statt zu erklären heißt es in Schriftstellerkreisen und sicher auch bei Regisseuren. AH’s Atem an einer Scheibe oder der dreckige, filzige Teppich war ihr erst aufgefallen, nachdem JD sie geschlagen habe und sie auf ihm gelandet sei, – so ungefähr. Viele, viele Bilder.

Johnny Depp habe einer Flugbegleiterin auf einem Flug nach Europa Drogen verabreicht, diese habe AH am Arm berührt, worauf JD in rasende Eifersucht geraten sei und sie körperlich angegriffen habe.

Man habe im Flugzeug eine Stecknadel fallen hören können, sagt das Script. Schwer vorstellbar, denn selbst wenn ein Flugzeug sich keinen Meter bewegt, gibt es eine erhebliche Geräuschkulisse. Sei es durch Aircondition, Hydraulik, das Öffnen und Schließen von Containertüren, Stimmen von Abfertigungspersonal oder Sonstiges. Und während des Fluges arbeiten die Triebwerke mit enormer Lautstärke. Also ganz schlecht recherchiert!

Diese und weitere Behauptungen stellen den Rahmen von AH’s Lügenkonstrukten dar.

Abgesehen davon, dass man sich nicht vorstellen möchte, was die Federal Aviation Administration FAA mit einer Drogen konsumierenden Flugbegleiterin machen würde, gibt es weitere Unglaubwürdigkeiten. Natürlich sei sie hinter ihrem Vorhang verschwunden und könne Depp’s Gewaltausbruch nicht bezeugen, wie auch alle anderen angeblichen tätlichen Angriffe, einschließlich Leibesvisitationen auf der Suche nach Kokain-Päckchen oder Penetrationen mit Flaschen, obwohl Johnny Depp so betrunken gewesen sein soll, dass er nicht gerade gehen konnte, von niemandem bezeugt werden können. AH stellt Behauptungen auf und versucht, wie bei einem Casting für einen Film, ihre beste schauspielerische Leistung abzurufen. Dass Frau Heard das nicht gelungen ist, dürfte offensichtlich sein.

Wir alle sind doch irgendwie Experten für Körpersprache. Wir spüren innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, dass das Gesagte nicht mit der Mimik des Sprechenden übereinstimmt. Bei Lügenden gibt keine Kongruenz zwischen feinsten Kontraktionen der mimischen Gesichtsmuskulatur und dem, was sie behaupten. Psychopathen sind sich dieses Zusammenhanges bewusst. Sie trainieren täglich und tragen ein bewegungsloses Gesicht während sie lügen, aber selbst das verrät sie.

Wie schon oft in vorhergehenden Texten beschrieben, sind Narzissten überheblich und sich der Feinheiten innerhalb sozialer Interaktionen nicht bewusst. Deshalb machen sie Fehler. Menschen mit funktionierenden Gehirnregionen, die für Empathie zuständig sind, verarbeiten diese zwischenmenschlichen Informationen blitzschnell. Das hat natürlich Gründe. Sie sind tief in der menschlichen Biologie verankert.

Narzissten sind dazu nicht imstande. Hier auch ein kurzer Hinweis auf die verheerenden Folgen für Kinder: „Erziehung durch eine narzisstische Mutter“. Eine narzisstische Mutter sieht ihrem Kind nicht an, dass es beispielsweise traurig ist, Angst hat oder sich unwohl fühlt. Sie kann es daher erstens nicht spiegeln und zweitens nicht auf die Emotionen ihres Kindes eingehen.

In narzisstischen Konzepten, andere zu übervorteilen und die eigene Agenda durchzusetzen, kommen Feinheiten selten vor. So auch hier. AH bildet sich ein, man nähme ihr ihre grob gestrickten Geschichten ab. Grandiositätsfantasien.

In diesem Zusammenhang: Immer wieder muss man sich über Rechtsanwälte wundern, die um die Verteidigung eines Lügners herum ein einfallsreiches Konzept bauen, – sogar eine Art kreativen Prozess daraus machen.

Cross-Examination: Die Möglichkeiten für Johnny Depp’s Team um Benjamin Chew

Abgesehen von professionellen Verhörmethoden muss man bei der Entlarvung narzisstischer lügnerischer Darbietungen vor Gericht noch weiteres, entscheidendes Hintergrundwissen mit einbeziehen.

Der strukturelle Rahmen

Dem Verhalten Amber Heards liegt unumstritten eine Theorie zugrunde. Die stützenden Informationen hat sie freundlicherweise schon innerhalb ihrer ersten Sätze selbst geliefert.

Die kleine Amber wollte nichts mehr, als aus ihrer texanischen Kleinstadt in die große weite Welt ziehen und registriert werden. Am liebsten berühmt.

Sie sei in Los Angeles von Casting-Termin zu Casting-Termin und habe in der letzten Sitzreihe der öffentlichen Busse, mit denen sie zu diesen Terminen unterwegs gewesen sei, ihre Tank Tops gewechselt. Keine Anstrengung war ihr zu viel, kein Job zu unwürdig und ganz nebenbei habe sie sich auch immer, innerhalb sozialer Projekte, für Benachteiligte eingesetzt. In der Anti-Narzissmus Community spricht man hier von fassade-management – der Konstruktion und Pflege eines bestimmten Images.

Wie sie selbst aussagte, sei es immer nur zu kleineren Rollen gekommen.

Die Chance der Zusammenarbeit mit Johnny Depp in Hunter Thompson’s Buchverfilmung „The Rum Diary“ eröffnete ihr plötzlich ganz ungeahnte neue Möglichkeiten. Auf verschiedenen Ebenen.

Um es kurz zu machen. Johnny wurde während der Dreharbeiten von ihr ‚gehooked‘ oder ’seduced‘, ein Mann in den besten Jahren, die Zukunftsperspektive schlechthin, und mit ein bisschen Geduld entwickelte sich daraus tatsächlich eine Liebesgeschichte, – wenn auch anfangs verdeckt, aber alles hat eben seinen, wenn auch manchmal unwürdigen, Preis.

Benjamin Chew und seine Kollegen spielten schon einige Male auf Heard’s „Gold- und Fame-Digger“ – Agenda an, auf das Muster, das klar als Motivation für ihr kalkuliertes Verhalten zugrunde lag.

Es vergingen allerdings einige, nach ihren Erzählungen gruselige, Jahre, geprägt von Drogen- und Alkoholexzessen Johnny’s oder seinen Entzugsphasen, bevor sie heirateten.

Die zeitliche Abfolge bietet genug Stoff für Spekulationen. Auch aggressive Reaktionen von AH auf den Vorschlag, einen Ehevertrag aufzusetzen, der dann nie zustande kam, sprechen Bände. Und als es um einen sogenannten Postnub-Vertrag (nach Eheschließung), und JD seine Anwälte bat, AH entsprechende Vorschläge zu machen, kam es in Australien zum Eklat, – zu dem bekannten brutalen Höhepunkt dieser Mesalliance.

Um den Todestag seiner Mutter herum sagte JD seiner Frau, er wolle sich von ihr trennen. Es folgte eine AH-Inszenierung im gemeinsamen Penthouse des Eastern Columbia Buildings, in der sie aus dem Nichts plötzlich schrie: “don’t do that again“, was von Zeugen, ihre nebenan platzierten Freunde, gehört werden sollte (ein erfundener tätlicher Angriff von JD). Dummerweise standen seine bodyguards im Nebenzimmer und können bezeugen, dass sich JD gar nicht in AH’s unmittelbarer Nähe aufgehalten hatte. Ärgerlich. Am nächsten Morgen: Heards Fäkalien-Aktion.

Amber Heard sah ihre Felle wegschwimmen.

Dann: Exakt an dem Tag, als JD sich mit den Hollywood Vampires auf eine Europa-Tournée begab, also das Land verließ, reichte AH die Scheidung ein und zeigte ihn wegen Häuslicher Gewalt an. JD konnte vor Ort nicht reagieren. In Europa hatte er vertragliche Konzert- Verpflichtungen zu erfüllen.

Wie im aktuellen Gerichtsverfahren ausgiebig erläutert folgten außergerichtliche Vereinbarungen, die auch eine Abfindung Heards bedeuteten. Auf sieben Millionen Dollar hatte man sich geeinigt, die Heard zu gleichen Teilen einem Kinderkrankenhaus und einer Wohltätigkeitsorganisation spenden wollte. Das allerdings ist bis heute nicht, so wie versprochen, passiert.

Den Mangel beweisen

Entgegen der Theorie des Klägers, AH sei nur bei JD geblieben um ihren Gewinn noch weiter zu maximieren, behaupten Rottenborn und Bredehoft, sie habe sich nicht trennen können, weil sie versucht habe, Johnny ‚zu retten‘. Also aus angeblich überbordendem Empathievermögen. Und aus Co-Abhängigkeit. Beides kann ausgeschlossen werden. Warum?

Dazu gibt es einen klaren Widerspruch: AH hat durch ihre zahlreichen aufgezeichneten Audio-Aufnahmen bewiesen, dass sie über einen langen Zeitraum versucht hat, illegal Beweise für Johnny Depp’s angebliche Häusliche Gewalt zu sammeln. Vergeblich und: Ein krimineller Akt, denn in Californien ist die Zustimmung beider Personen für solche Mitschnitte erforderlich.

Deadpan – Ausdruckslos

AH ist zu Empathie nicht imstande. Genau das sollte den Mitgliedern der Jury demonstriert werden.

Die oberflächlichen Schilderungen ihrer angeblichen tiefen Gefühle für Johnny Depp machen es deutlich. Ginge man ihren vermeintlichen Emotionen detailliert auf den Grund, würde sie sich verraten. Man kann zu einem gewissen Grad Empathie vortäuschen, indem man sich vorstellt, was in sozialen Interaktionen typischerweise an emotionaler Unterstützung für einen anderen angebracht wäre. Aber dieser Prozess, die kognitive Erschließung der Situation, die Herstellung dieses ‚Produktes Kognitive Empathie‘ dauert zeitlich gemessen länger, als das schnelle, das sofortige, starke Mitgefühl einer emotional normal entwickelten Persönlichkeit, – quasi deren unmittelbare Identifikation mit einem Betroffenen.

Kurze Zwischenbemerkung: Empathieloses narzisstisches Verhalten stellt daher klar eine Abweichung von der Norm dar.

Authentische Empathie, echtes Mitfühlen kann von einem Narzissten weder glaubhaft vorgespielt, beispielsweise vor Gericht, noch im Nachhinein erlernt werden. Auch nicht im Rahmen einer Verhaltenstherapie. Es würde immer bei kognitiver, erlernter Empathie bleiben.

Man könnte AH vor den Mitgliedern der Jury testen. Ein Narzisst ist nicht in der Lage, eine andere Person zu lieben.

Zu natürlichem, tiefen Mitgefühl fehlen dem Narzissten die gehirn-anatomischen Möglichkeiten. Sie existieren bei ihm nicht. Diese Regionen im Gehirn des Narzissten sind fehlerhaft, – sie weisen einen Mangel an neuronalen Verbindungen auf. Hirnscans zeigen: Es gibt dort keine Aktivität.

Noch einmal: Das ist der Grund, warum ein Narzisst nicht therapierbar ist. Er kann niemals zu einem Empathen werden.

Zwei sich widersprechende Motivations-Konzepte

Es müssen also zwei sich widersprechende Motivations-Konzepte herausgestellt werden.

Dass AH sich nicht schon vor der Eheschließung von Johnny Depp getrennt hat lag nicht etwa an ihrer Unfähigkeit, ihr Mitgefühl zu stoppen oder an einem Trauma-Bond. Im Gegenteil. Die Verachtung für ihn setzte schon nach wenigen Jahren, wenn nicht sogar nach Monaten, ihrer Beziehung ein.

Sie entwickelte für sich eine Strategie, einen Plan, sich möglichst gewinnbringend aus dieser Verbindung zu lösen. Das lässt sich sogar durch eine Aussage ihrer gemeinsamen Beziehungs-Therapeutin Dr. L. Andersson belegen.

Und wenn schon die Ausbeute der Scheidung nur sieben Millionen bedeutete, so konnte man wenigstens, im Nachgang, weitere Millionen generieren. Nämlich indem man sich in #MeToo-Zeiten heroisch als Freiheitskämpferin und Verbündete sämtlicher misshandelter Ehefrauen dieser Welt inszenierte.

Obwohl sie selbst ein paar Jahre zuvor von ihrer Ex-Ehefrau der Häuslichen Gewalt bezichtigt und festgenommen wurde, wollte sich AH nun zur Gallionsfigur geschlagener Frauen erheben.

Geschehen in Form eines Op-Eds, – das Corpus Delicti: Der von ihr verfasste Artikel in der Washington Post, um den es in diesem Verleumdungsprozess geht, – als textgewordener Höhepunkt ihrer Hypokrisie.

Einen Tag vor der Premiere ihres Filmes „Aquaman“ wurde er veröffentlicht.

Ganz nebenbei hat sie damit ihren Ex-Ehemann bestraft. Bestraft durch die typischen narzisstischen Werkzeuge der ’falschen Anschuldigung’ und der ’Degradierung’. So grandios kann man Biografien zerstören. Selbst die eines Weltstars, – wenn man schon selbst keiner ist und auch nie einer werden wird.

Auch typisch: Narzissten hinterlassen ‘verbrannte Erde‘. Sie wollen denjenigen, der sie verstoßen hat, zerstören. Er soll den größtmöglichen Schaden erleben. Ihre ‘narcissistic rage‘, die aus der Ego-Verletzung entstandene Wut, ist grenzenlos.

Wie wir alle wissen schien der Plan zunächst aufzugehen.

Warum Rottenborns Antrag auf Abweisung der Klage von Richterin Penny Azcarate abgelehnt wurde

Im Wortlaut:

In this matter there is evidence in the case that the jury can weigh:

That the statements were made by the defendant

That the statements were about the plaintiff

That the statement was published

That the statement is false

The defendant made it so recklessly as to the amount to a willful disregard for the truth.

The weight of that evidence is up to the factfinders so the ‚motion to strike‘ is denied.

Janine Driver, Body Language expert, u.a. für FBI und CIA, janinedriver.com

Bewertungen und Prognosen zum Verhalten Putins – Wissenschaftler äußern sich im podcast der faz

Jenseits des Minutentaktes

Vom Internationalen Strafrecht über Psychologische Kriegsführung bis zur Geschichte der Ukraine

https://m.faz.net/podcasts/f-a-z-einspruch-podcast/krieg-in-der-ukraine-muss-putin-vor-den-strafgerichtshof-17835227.html

https://m.faz.net/aktuell/wenn-putin-stuerzt-stuerzt-die-welt-mit-aussichten-in-einer-aussichtslosen-situation-17841012.html

Karim Kahn startet Ermittlungsverfahren

https://www.icc-cpi.int/Pages/item.aspx?name=20220228-prosecutor-statement-ukraine

Vorstellung eines brillanten Kanals – Introduction of a brilliant channel

Im Kontrast zu vielen Kanälen mit stark vereinfachten Erklärungsversuchen und aggressiver Rhetorik hier die Analysen von Ian aus UK.

Ian über Verdeckten Narzissmus – Ian about Covert Narcissism
Eine Analogie, die mich sprachlos macht – An analogy that leaves me speechless

Der Modus Procendendi des Novak Djokovic

Sein Projekt Australian Open 2022

Meinung

Nach 43 Artikeln dachte ich, die Geschichten um das Thema Maligner Narzissmus seien langsam auserzählt.

Dazu kam, dass Mitglieder meiner Familie sich wohl einig waren, meine Texte seien vollkommen unverständlich. Natürlich wandte sich niemand direkt an mich. Haben wir doch letztens noch so nett zusammen gesessen. Bei der Gelegenheit hätte ich sehr gern sämtliche Fragen umgehend beantwortet …

Dass mir nun ausgerechnet Novak Djokovic aus der Bredouille helfen würde, finde ich fast ein bisschen ironisch. Ist doch derjenige aus meiner Familie, der sich besonders negativ über meine Blogeinträge geäußert hat, ein riesengroßer Tennisfan.

Ich werde im Folgenden interpretieren, was sich Down Under und in Novak Djokovics umtriebigen Wochen zuvor so alles zugetragen hat.

Die meisten meiner Texte sind Erörterungen oder “Übersetzungen“ typischer Verhaltensweisen von Personen mit mutmaßlicher NP (Narzisstischer Persönlichkeitsstörung), die natürlich ausschließlich von Psychologen und Psychiatern diagnostiziert werden darf.

Meine Beurteilungen basieren auf jahrelanger Recherche und Sichtungen internationalen Materials.

Unauthentisch

Dass ich Nole, wie er ja von seinen Fans liebevoll genannt wird, immer schon für einen großen Schauspieler gehalten habe, fand, bis zur aktuellen Situation, seinen verstörenden Höhepunkt im Finale der US Open 2021.

Es war für mich fast unerträglich mit ansehen zu müssen, wie er auf die Demütigung, die Medvedev ihm zufügte, mit Weinen reagierte. Er schluchzte unter seinem weißen Handtuch wie ein kleines Kind. Der ganzen Tennis-Welt stockte der Atem. Ich musste sowieso noch schnell in die Küche, dachte ich, die Spülmaschine ausräumen. Jedenfalls war dieses Match die letzte Bestätigung, die ich brauchte, um gedanklich an einem Artikel wie diesem zu arbeiten.

Zu seiner Erklärung, warum er denn geweint habe, später mehr. Tränen der Rührung, weil das Publikum ihn am Ende doch unterstützt habe, also etwas nie Dagewesenes sei geschehen, waren es jedenfalls nicht.

Dass es noch schlimmer kommen würde, ließ sich erahnen, denn Maligne Narzissten machen Fehler. Man kann sich sicher sein. Irgendwann. Das ist programmiert.

Im Kontrast

Immer wenn ich die drei Champions vor Augen habe wird ganz schnell klar, warum sie dem, der bis vor ein paar Tagen am meisten um die ganz große Anerkennung gerungen hat, bisher verwehrt geblieben ist.

Roger Federer, der hoch talentierte und elegante Tennis-Intellektuelle, und Rafael Nadal, diszipliniert bis in die Haarspitzen und moralisches Vorbild der weltweiten Tenniscommunity, demonstrieren einem in jedem ihrer Interviews Beweise ihres hohen Niveaus, ihrer Authentizität und ihrer Integrität.

Nicht so der serbische Weltranglistenerste.

Er zerhackt gern mal seinen Schläger, – gut, da ist er nicht der Einzige, aber die außergewöhnlich aggressive Art, in der er es tut, und sein dabei irrer Gesichtsausdruck lassen einen schon frösteln. In der ersten Reihe möchte ich in diesen Situationen jedenfalls nicht sitzen. Eine Linienrichterin musste nach einem seiner Wutausbrüche, überspitzt ausgedrückt, beinahe wiederbelebt werden. Wir erinnern uns.

Flying Monkeys bilden eine loyale Entourage

Djokovics Umfeld

Spätestens seit Australiens Behörden seinen Jesus fast gekreuzigt haben, aber auch schon lange vorher, hat sich Srdjan Djokovic, Novaks Vater, in das Bewusstsein der Tennisfans gedrängt. Egal, wie daneben sich sein Sohn benommen hatte, Schuld waren immer die anderen. Das „die-anderen-sind-immer-Schuld-Prinzip“, ist ein Kernelement narzisstischer Denkweise.

Auch aktuell sind ausschließlich Border Control Officer, australische Politiker und Behörden oder aber auch, so Novak selbst, seine eigenen Agenten Schuld an seiner Misere. Sie sollen doch tatsächlich aus Versehen seine Einreiseformulare falsch ausgefüllt haben.

Familie Djokovic ist prinzipiell in der Opferrolle. Grundsätzlich sind es die anderen, die unter Realitätsverzerrung leiden. Man nennt das gaslighting. Die australischen Behörden sollten sich gefälligst fragen, was an ihren Einreiseverfahren nicht stimmt.

Seine Mutter versucht auf die passiv toxische Art zu manipulieren. Ihr Sohn sei schließlich kein Mörder. Er will doch nur spielen. Tennis spielen. Und was soll da der ganze lästige Einreisebestimmungs-Schnickschnack?

Seine wundervolle Frau Jelena dagegen, die in Dokumentationen offen über ihre Verbindung mit Novak und über große Probleme gesprochen hatte, versendet über social media Liebes-Mantras. Schließlich feiert man am 6.1. Serbische Weihnachten. Frieden und Menschlichkeit hätten oberste Priorität. Und ihr Mann muss im schlimmsten Quarantäne Hotel der Welt die Zeit totschlagen.

Man nennt sie flying monkeys, die Gehilfen, die Möglichmacher, die Gehirngewaschenen, die ihren Narzissten immernoch idealisieren, auch wenn alle Indizien gegen ihn sprechen.

Lieber Herr Becker

Und in diesem Zusammenhang kommen, wenn auch hoch und trocken in London sitzend, kontinuierlich Kommentare von Boris Becker. Er wird anscheinend niemals müde, aus den noch so peinlichen Entgleisungen seines ehemaligen Schülers ein kleines bisschen Verständnis herauszuquetschen. Novak lebe in einer anderen Welt, seine Philosophie sei besonders, alles an ihm sei speziell. Ein Kult. Boris Becker glaubt auch immer alles, was Novak behauptet. Und genau da liegt der Fehler.

Dieses Mal, bei allem Respekt, liegen Sie falsch. Warum, das werde ich gleich auseinander falten.

Die Australian Open und ihre Teilnahmebedingungen

Novak, Sascha und das Virus

Dass der sich vegan und glutenfrei ernährende Spitzenspieler nichts von Impfungen hält, ist allgemein bekannt. Auch nahm er von Anfang der Pandemie an das Virus nicht besonders ernst, startete er doch trotzig zu Hause in Belgrad sein eigenes Turnier, während andere sich in Quarantäne befanden. Prompt steckte er sich an. Man konnte nur den Kopf schütteln.

Damals hatte sich Novak in Monaco mit Zverev fraternisiert, ein narzisstischer Schachzug, – so hatte er einen Komplizen in Sachen Corona-Verstößen. Er missbrauchte seinen Tennis Kollegen sozusagen. Noch nicht so gefestigt wie jetzt, war Sascha Zverev leicht zu manipulieren. Im Gegensatz zu Djokovic bereute er später öffentlich seine Quarantäne-Verstöße und zeigte glaubhaft ein schlechtes Gewissen. Die enge Verbindung zu Djokovic gehört inzwischen der Vergangenheit an.

Ich hatte immer ein merkwürdiges Gefühl bei den beiden. Wahrscheinlich war Djokovic klar, dass Zverev einer der wenigen echten Rivalen aus der neuen Generation war. Verbrüdert ein Narzisst sich mit seinem Gegner, könnte das in spielentscheidenden Situationen von Vorteil sein. Er selbst, vollkommen empathie- und emotionslos, hat nicht die geringsten Skrupel gegenüber seinem jungen respektvollen Gegenüber.

Novak Djokovic gab sich nach außen oft betont mitfühlend. Es ist eine gespielte Rolle. Man nennt das Kognitive Empathie, also funktionales, geschauspieltes Mitgefühl, wenn die ganze Arena plus sämtlicher TV Stationen zusieht. Ein Narzisst, self-absorbed sagt man, kann nicht authentisch mit anderen mitfühlen. Er ist störungsbedingt dazu nicht in der Lage.

An dieser Stelle kommen oft diejenigen Leser nicht mehr mit, die sich den Mangel an Empathie, an Mitgefühl im weitesten Sinn, nicht vorstellen können. Ein Mensch, der keine Fantasie, kein Bewusstsein darüber entwickeln kann, wie sich sein Gegenüber fühlen könnte, lebt nicht das gleiche Leben, wie eine emotional normal entwickelte Person. Er oder sie hat auch komplett andere Ziele. Oft geht es um Materielles und um Ruhm.

Vorbereitungen und ’Was ist denn nun mit seinem Impfstatus‘

Australien, bekannt für sein hartes Corona Regime, gab sehr frühzeitig bekannt, dass die Teilnehmer der Australian Open 2022 geimpft sein müssen, wollen sie an seinem Gute-Laune-Grand Slam teilnehmen.

Ausnahmegenehmigungen beziehen sich klar auf medizinische Sonderfälle, die der Bewerber schlüssig nachweisen muss. Widersprüchliche Angaben über angebliche Covid-Infektionen in zufällig genau dem richtigen Zeitfenster vor Einreise nach Australien gehören sicher nicht in diese Kategorie.

Djokovic wurde während der ausklingenden Saison 2021 bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Journalisten nach seiner Meinung zum Impfen befragt. Er blieb oft diffus. Dann: Ob man sich impfen lasse, das sei eine höchst persönliche Entscheidung. Ende des Interviews.

Die Spannung stieg.

Ich dachte, er würde absagen.

Die Agenda des Narzissten

Widerstände

Es ist davon auszugehen, dass Djokovic und seine Rechtsexperten monatelang an einer Strategie gebastelt haben, die ihm die Einreise nach Australien ermöglichen sollte. Und das selbstverständlich ohne die dafür notwendigen Impfbescheinigungen vorlegen zu müssen.

Narzissten fühlen sich berechtigt, entitled, Regularien umgehen zu können. Sie amüsieren sich im Stillen über die Naivität der anderen. Ein Kardinalmerkmal narzisstischen Denkens: Die Überzeugung, eine Ausnahmepersönlichkeit zu sein und dass das, was für andere gilt, für den Narzissten selbst irrelevant ist. Er oder sie lebt in einer eigenen Realität. Sie sind fokussiert auf das, was sie um jeden Preis durchsetzen wollen.

Es handelt sich um Überheblichkeit und um den klaren Anspruch auf Sonderbehandlung, gepaart mit fehlendem Bewusstsein über die Bedürfnisse der anderen Seite.

Diese Bedürfnisse werden aktuell durch nichts Geringeres definiert, als die Fürsorgepflicht des Australischen Staates gegenüber seinen Bürgern. Sie sind durch den weltweit längsten Lockdown gegangen, mit dem Ziel, den Status No Covid erhalten zu wollen. Bis Omikron sich dann über diese Planungen locker hinweggesetzt hat.

Teil seiner Strategie war, und auch das ist ein Symptom für eine Narzissten-Agenda, die Border Control Officer zu überraschen. Die Behörde war offensichtlich überfordert, denn die von Tennis Australia angeführten Gründe für die Ausnahmegenehmigung, ohne Impfung antreten zu dürfen, scheinen sich nicht mit den gesetzlichen Einreisebestimmungen der Border Control zu decken.


Könnte es sich um Betrug handeln

Um die Unverfrorenheit zu besitzen, sich nonchalant über die Australische Einreisebehörde hinwegsetzen zu wollen, bedarf es schon eines hohen Maßes an Arroganz. Da ist jemand extrem überzeugt von sich selbst. Wer sonst hätte sich das getraut?

Bei der Sache mit dem angeblich positiven Corona Test stimmt etwas nicht. Es gibt Widersprüche bei den Seriennummern der Testergebnisse.

Für mich spielt, nach den von “Der Spiegel“ aufgedeckten Inkonsistenzen im Zusammenhang mit seiner angeblichen Covid-Infektion, auch das Thema “Kriminelle Energie“ eine Rolle.

Spanien und Serbien untersuchen ebenfalls zur Zeit Einreisebestimmungs-Verletzungen von Djokovic vom Dezember 2021. Er ist ohne die erforderlichen Impfnachweise jeweils illegal eingereist.

Maligne Narzissten sind miese kleine Betrüger. Sie setzen sich mit ausgeklügelten Tricks über Regeln und Gesetze hinweg. Und ja, Tsitsipas (der, für den die ATP jetzt eine neue Toilettenpausen-Regel eingeführt hat) hat vollkommen Recht: Novak Djokovic verhöhnt die restliche Tenniswelt mit seinem respektlosen und skrupellosen Verhalten.

Kurzer Zwischenstand

Wir fassen zusammen: Im Vorfeld der Australien Open hat der beste Tennisspieler der Welt die Einreisebestimmungen mehrerer europäischer Länder umgangen, ist in den 14 Tagen vor Einreise nach Australien hin- und hergereist, hat dieses im Einreiseformular verneint, obwohl Falschangaben unter hoher Strafe stehen, – bei den digitalen Dokumenten seiner angeblichen PCR-Tests gibt es den Verdacht auf Manipulation, er lächelt das alles weg und behauptet, da seien Flüchtigkeitsfehler passiert.

Seine Familie und Teammitglieder tragen nicht nur die Situation mit, nein, sie beschimpfen die Australischen Offiziellen und verunglimpfen alle Entscheidungsträger, die mit der Sache etwas zu tun haben.

Lediglich ein Formfehler der Border Force führte zur ersten Annullierung der Visa-Verweigerung durch Richter Kelly.

Heute wollten die Australischen Behörden Djokovic festnehmen, nachdem Einwanderungsminister Hawke ihm das Visum ein zweites Mal entzogen hat.

Das passiert allerdings erst morgen um 8:00 local time, wie Richter Kelly entschied. Den würden Djokovics Anwälte gern behalten, statt zum High Court weitergereicht zu werden. Das ist nachvollziehbar.

Wird sein Kalkül aufgehen

Imageschaden – egal

Nach wie vor könnte Djokovic laserscharf abgrenzen, was ihn interessiert, würde man ihn danach fragen.

Er will ungeimpft diese Australian Open spielen, alles andere spielt für ihn keine Rolle. Seine ganze Energie, und auch Geld ist eine Form dessen, fließt in sein Vorhaben.

Pathologische Narzissten genießen jede Form von Aufruhr, den sie verursachen, sei es ein gewonnener Titel oder ein vor der Weltöffentlichkeit ausgetragener Kampf gegen die Gesetze eines Staates. Der Freiheitskampf eines stolzen Serben gegen das böse Australien. Zur Not müssen seine Anwälte eben die Einreisebestimmungen eines ganzen Kontinentes und dessen Souveränität in Frage stellen. Man kann es zumindest mal versuchen.

Mit so viel Dreistigkeit kann ja wirklich keiner rechnen. Und erst recht nicht die überaus liebenswürdigen Australier.

Alle anderen Spitzenspieler trainieren unterdessen in seinem großen und im Schatten von Melbourne oder absolvieren Vorbereitungsturniere, von denen fast unbemerkt der sympathische Rafael Nadal eines gewonnen hat.

Alle Aufmerksamkeit gilt einem, der glaubt, so sein früherer Arzt, seine Glutenunverträglichkeit könne ihn komplett ruinieren, ließe er sich die Covid-Impfung verpassen. Was auch immer in diesem Impfstoff in wahrscheinlich homöopathischen Dosen mit Gluten zu tun haben mag.

Einspruch einstimmig abgelehnt

Dann eben nicht

Alle drei Richter des High Courts in Melbourne haben die Entscheidung des Ministers für Migrationsdienste Hawke unterstrichen.

Vorweg: Sollte sich, nach dieser grandiosen Niederlage, jemand Sorgen um die mentale Verfassung des gescheiterten Novak Djokovic machen, denjenigen kann ich beruhigen. Es gibt nämlich bereits die ersten Mitleidsbekundungen und es sind Stimmen zu hören, die sagen, Djokovic täte ihnen leid und er habe ein Vakuum hinterlassen. Das tun Menschen mit NP. Man könnte es auch „verbrannte Erde“ nennen.

Narzissten können das Ausmaß, das ihr Verhalten verursacht, nicht spüren. Er wird sich nicht vorstellen können, wie sehr das Ganze sein Ansehen in der Welt beschädigt hat. Genauso wenig, wie er sich im Vorfeld seiner Einreise die emotionale Wirkung hat vorstellen können, die seine Überheblichkeit auf die australische Bevölkerung haben würde.

Er hat nie begriffen, beziehungsweise hat es ihn in seiner Selbstzentriertheit nie interessiert, was in Australien im Lockdown passiert ist. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich ständig wiederhole, aber ein pathologischer Narzisst ist ausschließlich auf die brachiale Durchsetzung seiner eigenen Ideen fokussiert.

Narzissten haken Misserfolge sehr schnell ab und widmen sich neuer Vorhaben. Fast, als wäre gar nichts passiert.

So wird es auch der Weltranglistenerste tun.

„Novak hat einen wunderbaren Charakter“, sagte Boris Becker am 14.1.2022 in einem Interview mit der FAZ

Warum pathologische Narzissten oft nicht auffallen

Sie tragen eine Maske. Auch wenn dieses Bild sehr überstrapaziert wird beschreibt es gut, wie man sich jemanden vorstellen kann, der jeden Tag so tun muss, als sei er normal: Als denke er normal, als fühle er normal und als handelte er normal. Die Rolle strengt ihn extrem an und setzt ihn permanent unter Druck. Nicht immer kann er oder sie diesem Druck stand halten.

Je intelligenter ein pathologischer Narzisst ist, desto besser kann er sich tarnen. Trotzdem fehlt ihm, und das ist der entscheidende Punkt, Empathie, um sich in den Kreis der emotional normal Entwickelten integrieren zu können. Er oder sie kann seinen/ ihren Auftritt intellektuell noch so perfekt vorbereiten, irgendwann kommt der Punkt, an dem er überfordert ist. Genau das ist in Australien passiert.

Wie ist „normal“ definiert?

Ob man eine emotional normal entwickelte Persönlichkeit hat, hängt unter anderem von Gehirnstrukturen ab. Es würde natürlich an dieser Stelle zu weit führen, wollte man dieses genauer erklären. Ich verweise auf Studien der Charité Berlin zum Thema Pathologischer Narzissmus.

Klar ist aber doch, dass wir als Gesellschaft nicht zusammen leben könnten, wäre jeder einzelne nur auf sich selbst fixiert. Gegenseitiges Verständnis und moralisches Handeln sind die Basis des Zusammenlebens und des zusammen Arbeitens einer großen Gemeinschaft. Alles andere ist Anti-Soziales Verhalten.

Man braucht einen inneren Kompass, ein Gewissen, um zu wissen, was erlaubt ist und was nicht. Wir spüren, sind wir psychisch gesund, die feinen Linien, die nicht übertreten werden sollten. Ein Narzisst spürt sie nicht. Er oder sie verfügt nicht über diesen Kompass.

Antworten

Das Publikum hat immer gefühlt, dass bei Novak Djokovic Authentizität fehlt. Es war während der Matches weniger positive Energie im Raum, als bei den anderen beiden Spitzenspielern. Da fehlte etwas. Vielleicht Anmut.

Die Zuschauer haben ihm seine vorgespielten Emotionen nicht abgenommen. Deshalb waren sie meistens auf Seiten seiner oft sympathischeren Gegner. Den Beifall für den anderen Spieler hat Novak jedes Mal als Narzisstische Kränkung empfunden, so sehr ist er auf Anerkennung angewiesen.

Besonders sind seine Wutausbrüche. Man nennt diese extreme Form von Entladung Narcissistic Rage.

Sein Hang zum Okkultismus: Narzissten sind innerlich orientierungslos. Sie wissen nicht, wer sie eigentlich sind und was ihre Essenz ist. An Erfolgen, die ihnen Bestätigung liefern, können sie sich orientieren. Dem ordnen sie dann alles unter. Oder sie sind verführbar für Übersinnliches oder für Verschwörungstheorien, – auf intensiver Suche nach sich selbst. Sie werden oft zu Anhängern zweifelhafter Ideologien.

Mangels innerer Stabilität und Intuition fehlt ihnen die Möglichkeit zu eigener rationaler Entscheidungsfindung. Sie werden zu unkritischen, leicht beeinflussbaren Mitläufern von Gruppierung, die für sie das Argumentieren übernehmen.

Das Bedauerliche: Ein pathologischer Narzisst ist nicht verantwortlich für seine Störung. Die Gründe, warum sich bei einer Person eine NP entwickelt, kann die Medizin bis jetzt nicht klar bestimmen. Liegen sie in der Genetik oder spielt das Umfeld die größere Rolle?

Im Finale der US Open 2021 weinte er nicht aus Freude über die Zuneigung der Zuschauer, sondern aus Scham. Weil er die ultimative Demütigung durchleben musste. Er reagierte nicht reflektiert, wie es ein Erwachsener normalerweise tun würde.

Und diese unvorhersehbare Situation schockte die Tenniswelt. Medvedev hatte ihn in einer Art und Weise geschlagen, wie es bis dahin für Djokovic selbst und den Rest der Welt nicht vorstellbar war. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem er gute Chancen hatte, alle vier Grand Slams zu gewinnen, – auf verzweifelter Mission, sich unsterblich machen zu wollen.

Australien zeigt Haltung

Stellvertretend für die gesamte vernünftige Weltgemeinschaft hat Australien entschieden, dass sie jeder Art von Virus stand halten werden. Im Kampf gegen die Pandemie werden sie sich nicht ablenken lassen und ihre Erfolge möchten sie bestätigt sehen. Die Gemeinschaft der Australier hat kein Verständnis für die singulären Interessen eines Weltklasse-Sportlers aus Übersee, der das große Ganze nicht verstanden zu haben scheint.

Es nicht verstehen konnte.

(Es gibt auch im Spitzen-Damentennis einen Fall, – das weibliche Pendant zu ND, der außerhalb des Courts sehr viel Aufmerksamkeit auf sich lenkt.)

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 43 –

Quintessenziell

Richard Grannon hat Ausschnitte seines Belgrader Seminars veröffentlicht. Über Jahrzehnte hat er sich mit der Thematik „Krankhafter Narzissmus und Co-Abhängigkeit (codependency)“ auseinandergesetzt und anderen geholfen. Das spartanlifecoach-Projekt schließt er in diesen Tagen ab.

Seinen eigenen Heilungsprozess bringt Grannon in diesen Wochen auf eine andere Ebene und lässt, wie immer, seine Abonnenten daran teilhaben. Vielleicht zeigt dieser Mitschnitt das Ergebnis einer finalen Analyse, den Durchbruch, für ihn und andere ‚safe in the cave – Bewohner‘, die seit langem daran arbeiten, befreit und authentisch zu leben. Man muss es sich nur selbst erlauben. Eine Jury existiert nicht.

Quintessenz – Richard Grannon in Belgrad

Impfung ja/nein

Vielleicht eine Entscheidungshilfe für Unentschlossene – Biontech-Impfstoff basiert auf 30 Jahren Forschung

Mainzer Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin

(Foto: SWR Aktuell)

Meinung

Am 10. Dezember 2021 überarbeitet

Mainz ist tatsächlich eine erfrischend positive Stadt voller gut gelaunter Studenten, die zu allen Tageszeiten auf der riesigen Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein nach Kastel und zurück Richtung Landtag rennen, egal wie das Wetter ist. Sie lächeln, freuen und unterhalten sich. Ansteckend wirkt das.

Es wundert mich nicht, dass an diesem energiegeladenen Standort das Ehepaar Türeci und Sahin so erfolgreich werden konnte. Mainz pulsiert. Dass dort Innovationen vorangetrieben werden, spürt man.

Ihre Strahlkraft, ihre Empathie, die sanfte und doch bestimmte Art, mit der sie auftreten, hat mich neugierig werden lassen. Sie sind anders. An ihren Sätzen bleibt man hängen. Sie gehen über das hinaus, was man sonst an steriler Wissensvermittlung aus der Medizin kennt. Hinweise auf Statusdenken sucht man vergeblich. Das Gegenteil ist der Fall. Sahin und Türeci betrachten ihre Arbeit ausschließlich als humanitären Dienst an der Weltgesellschaft. Sie selbst haben sich erst impfen lassen, als sie an der Reihe waren.

Den beiden „Wissenschaftler(n), – durch und durch“, wie sie über sich sagen, wurde in diesem Jahr im nordspanischen Oviedo der renommierte Prinzessin-von-Asturien Award verliehen, der „Spanische Nobelpreis“. Anlässlich der Preisverleihung hat euronews dieses prägnante Interview mit ihnen geführt.

Ugur Sahin und Özlem Türeci über ihre langjährige wissenschaftliche Arbeit als Immunologen

Textversion

https://www.google.de/amp/s/www.euronews.com/amp/2021/10/26/the-couple-behind-biontech-s-covid-19-vaccine-win-a-princess-of-asturias-award

Übersetzung in Auszügen

Was sagen Sie zu denjenigen, die noch zögern, sich impfen zu lassen?

Ugur Sahin:

„Ich denke, auf der einen Seite müssen wir uns die Bedenken anhören, denn es kursieren viele Falschinformationen und die Menschen wissen nicht, wem sie vertrauen können. Deshalb ist es unsere Aufgabe, zu informieren. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, jedes einzelnen, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Ich denke, es ist wirklich sehr wichtig, dass jeder, der sich hat impfen lassen und es gut vertragen hat, dieses auch kommuniziert. Wir müssen als Gesellschaft zusammenstehen und vermeiden, dass wir in verschiedenen bubbles, verschiedenen Realitäten enden.“

Am Anfang hieß es, vor mehr als einem Jahr, dass es unmöglich sei, in so einer Rekordzeit einen Impfstoff herzustellen und doch haben Sie es geschafft. Können Sie daher die Angst und die Zurückhaltung verstehen?

Özlem Türeci:

„Ja, absolut. Wir verstehen das. Es beschränkt sich nicht nicht nur auf den Impfstoff. Generell möchten die Menschen zuerst verstehen, was genau passiert, da sind so viele Informationen, es ist schwierig, sie zu sortieren. Wir sind ausgebildete Ärzte. Wir haben zum Beispiel Krebspatienten behandelt. Und in jedem einzelnen Fall haben die Patienten die selben Fragen gestellt. Was bedeutet die Behandlung für mich? Wird sie schmerzhaft sein? Die Menschen möchten darüber informiert werden, was mit ihnen und ihrem Körper passieren wird. Das ist etwas sehr Natürliches.“

Ugur Sahin:

„Was auch wichtig ist, zu verstehen, der Impfstoff ist nicht innerhalb eines Jahres entwickelt worden. Der Impfstoff wurde in einem Zeitraum von drei Jahrzehnten erforscht. Er ist wie ein Sprinter, der sein Leben lang für diesen einen Moment trainiert hat, in der kürzest möglichen Zeit das Rennen gegen diese Pandemie zu gewinnen … .“

„Luft habe ich immer bekommen“

Was würden Sie anderen Impfgegnern raten? Der Risikopatient: “Weitermachen“

Ein nach eigenen Angaben nicht übergewichtiger Wirtschafts
-Professor möchte kein “Versuchskaninchen“ sein

Und wenn die Aufmerksamkeitsspanne es noch zulässt …

… Doc Moder hat gebastelt und erklärt schön

Trotzig in der ehemaligen DDR

Ich versuche das große Ganze zu verstehen und warum in einigen Ländern, mehr als in anderen, ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung so trotzig auf Impfangebote reagiert. Es ist auffällig, dass es sich vorwiegend um den deutschsprachigen Raum handelt. Man kommt auf die Idee, dass es in diesen Gesellschaften eine Tendenz gibt, besonders anfällig für manipulative Strukturen zu sein, – was sich durch die Geschichte Deutschlands leicht belegen lässt. Youtube wird zum Problem.

„Nie wieder Diktatur!“ Und diese Verweigerungshaltung gibt dem Einzelnen vermeintlich eine gewisse Signifikanz. Er blockiert, wird seitens des Staates dringend um Eigeninitiative gebeten, kann aber (noch) nicht zur Impfung verpflichtet werden.

Intellektuelle Trennschärfe sucht man vergeblich. Es ist erschreckend, wie wenig differenziert die Äußerungen vieler Demonstranten sind, die auf Reporterfragen reagieren.

Realitätsverweigerung existiert auch in den USA
Stephanie, ungeimpft, St. Charles Hospital in Bend, Oregon, USA

Zum Verständnis

Ich denke weiter nach.

Deutschlands Informationspolitik müsste sich ändern und Österreichs parallel dazu. Die besten PR-Agenturen sollten neue Strategien entwickeln. Keinen Stereotype mehr. Nicht immer repetitive Bilder. Statt zum Ziel zu führen, haben sie Abstumpfungsprozesse in Gang gesetzt. Ein Blick auf Covid-Präventions-Kampagnen anderer Länder könnte sich lohnen. Warum passiert hier nichts?

„ Impfen ja oder nein, … ich kann Ihnen versichern, es ist viel schwieriger, … zu entscheiden, wie man die Beerdigung seines Partners arrangieren soll.“

Und: Es sieht so aus, als hätten Vorträge von Wissenschaftlern per se eine abschreckende Wirkung. Jedenfalls auf den bildungsfernen Teil der sich verweigernden Bevölkerung. Es findet keine Identifizierung mit Universitätsprofessoren und Politikern statt. Schon aus Prinzip nicht. Zu groß die Diskrepanzen zwischen Sendern und Empfängern.

Der Protest der Uneinsichtigen setzt sich vermutlich aus vielen unterschiedlichen Emotionen zusammen, die nicht alle direkt etwas mit dem Thema „ich lasse mich nicht impfen, weil …“ zu tun haben. Tiefe Unsicherheit und die Genugtuung über eine Chance, sich den Eliten zu widersetzen, sind nur zwei Beispiele.

Gesellschaftliche Posttraumatische Belastungsstörung im Osten

Was mit einer Person nach langem emotionalen Missbrauch passiert, lässt sich vielleicht auf gesellschaftliche Gruppen übertragen. Fremdbestimmung löst bei ihnen Trigger aus.

Auch wenn es sich um vollkommen andere Zusammenhänge handelt und die Faktenlage eindeutig ist, sind große Teile der Bevölkerung anhaltend misstrauisch. Sie unterscheiden nicht.

„Die Menschen denken in Blöcken“, sagte mein Sohn vor vielen Jahren. Wie Recht er hat.

Wer sind wir

Noch Jahrzehnte später sind beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Thüringen die Auswirkungen des autoritären Regimes spürbar.

Viele Menschen in ostdeutschen Regionen haben offensichtlich noch keine eigene, gesunde Identität entwickelt. Immernoch gibt es Vorbehalte gegenüber Westdeutschen. Oft auch Neid. Ich habe das selbst erlebt. Spielt dieser Minderwertigkeitskomplex vielleicht auch innerhalb der Impfdebatte eine Rolle? Man könnte darauf kommen.

Besonders deutlich kann man diese fehlende innere Orientierung am immernoch hohen Grad an ideologischer Verführbarkeit erkennen. Es gibt eine Anfälligkeit. SED, Die Linke, AFD und jetzt Querdenker hatten oder haben es in einer lange vernachlässigten Gegend Deutschlands zu leicht. Eine CDU konnte offensichtlich die Sehnsucht dieser Menschen nach Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit nur begrenzt erfüllen.

Reichsbürger wünschen sich aktuell die Monarchie zurück. Frauen sollen sich ausschließlich um Familie kümmern und früher, ja früher, hat das Gehalt des Mannes noch für alle gereicht. Das sind Gedanken von Menschen, die rationale Argumente ablehnen, Dokumentationen über totkranke Covid-Patienten ignorieren und behaupten, diese Szenen wären gestellt und Bill Gates wolle uns alle mit dem Impfstoff Nano-Chips injizieren.

Als sich Laschet auf aberwitzige Weise selbst inthronisierte, haben sich viele im Osten abgekoppelt. Mit ihm waren sie klar nicht einverstanden. Dann wenigstens Söder, – jedenfalls hätten sie eine überzeugende politische Autorität gebraucht. Er hätte unmissverständliche Anweisungen gegeben. Ihm wären sie gefolgt.

Zur Zeit befinden sich die Unbelehrbaren mit ihrer Anti-Vax Ideologie im freien Fall. Ich bin gespannt, was Scholz dem entgegenzusetzen hat. Er macht auf mich den Eindruck, sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen zu wollen.

Mittlerweile bin ich nicht mehr vorsichtig in meinem Urteil und es wundert mich umso mehr, dass Frau Dr. Türeci und Herr Professor Sahin so gleichmütig und geduldig bleiben, wenn sie von Impfskeptikern sprechen, denen man zuhören müsse.

New York Times

Mandarinenzeit

und hinter mir liegt das Jahr, in dem ich ausschließlich staunte und dabei langsam mit meiner Couch verschmolz

Alles ist gerade liquid oder fluid. Ob es sich dabei um Demokratie oder Sexualität handelt, vieles wird diesen beiden Adjektiven angehängt. Ich mache das jetzt einfach auch, denn wie für die meisten Personen der westlichen Welt ist für mich in diesen Tagen noch einiges zu erledigen.

Wann immer es zeitlich möglich ist werde ich diesen Jahresrückblick ,sich entwickeln‘ lassen.

Be careful what you wish for

Hoffentlich werde ich nicht mit Grandiositäts- oder Allmachtsfantasien gelabelt, aber es war mir in den letzten Jahren fast überall zu voll. Menschenansammlungen vermied ich wann immer es ging. Einkäufe erledigte ich in Randzeiten oder gar nicht, Ausflüge machte ich nie am Wochenende und auf Urlaub verzichtete ich komplett, was allerdings nicht schlimm ist, wenn man in Frankreich wohnt.

Plötzlich war es überall menschenleer.

Die Franzosen verhielten sich am Anfang noch ziemlich lässig. Sie schienen wenig beeindruckt von den Berichten aus Asien und den näher kommenden Infektions-Clustern. Das sollte sich dann schnell ändern als regierungsseitig ein autoritärer Ton angeschlagen wurde. Es gab engmaschige Verhaltensregeln, die einen bei Nichteinhaltung ab 135€ aufwärts hätten kosten können. Überall auf den Straßen kontrollierten Polizisten Genehmigungspapiere, die jeder mitzuführen hatte, der sich von seinem Domizil wegbewegen wollte. Die französische Bevölkerung stellte die Existenz des Virus nicht in Frage, anders als es in Deutschland seit einigen Monaten der Fall ist.

Wahrscheinlich ging es nicht nur mir so – ich dachte zunächst, das Ganze wird sich nach überschaubarer Zeit beherrschen lassen. Schließlich haben es die Chinesen (angeblich) auch geschafft. Ohnehin bin ich bis heute eher irritiert als beängstigt. Als Beobachter-Typ fallen mir zuerst gesellschaftliche Phänomene auf, anstatt mir Gedanken über mein oder das Schicksal meiner Familie zu machen. Irritiert bin ich immer noch und ich versuche zu verstehen, was das alles langfristig bedeutet. Es verbietet sich, wilden Spekulationen über Verschwörungen zu viel Raum zu geben. Schon angesichts der vielen Todesfälle geht es erst einmal nur um Fakten. Die wissenschaftliche Seite rund um das allzu evolutionsfreudige Virus, das trickreiche und skrupellose, bietet genug faktischen Stoff, über den man sich Gedanken machen müsste.

Wie und wo genau das Virus entstanden ist, beziehungsweise sich auf den Menschen übertragen hat, bleibt offen. Alles ist möglich.

Was mich beunruhigt ist die Tatsache, dass fast die gesamte Weltbevölkerung, offensichtlich mit Ausnahme der Brasilianer, in einen permanenten Angst-Modus versetzt wurde und wir als Weltgesellschaft unfrei und damit unkreativ geworden sind. Dieser Zustand kommt einer Vergiftung, einer gesellschaftlichen Nervenschädigung gleich. Wir befinden uns gezwungenermaßen in Dauer-Reaktivität.

Aber nach dem Motto, es müsse erst schlechter werden bevor es besser wird, bringt diese Zeit vielleicht sogar Verbesserungen in Bereichen wie beispielsweise unserem Schulsystem, nämlich durch die Initialisierung eigenmotivierten digitalen Lernens. Und frei nach Darwin‘s ‚survival of the fittest‘ werden die Flexibleren sogar Vorteile generieren. Die Umstellung auf universitäres Lernen wird flacher.

Es wurden auch vereinzelt wieder Spuren emotionalerer Verhaltensweisen im Zwischenmenschlichen beobachtet. Gut gelaunte Rentner, die einen an der Kasse vorbeilassen oder ähnlich Überraschendes. Gestern stand ich in einer Parkbucht vor einem Briefkasten und war gerade dabei auszusteigen, da klopfte eine ältere Dame an mein Beifahrer-Fenster und bot mir freundlich lächelnd an, den Briefumschlag für mich einzuwerfen. Und das hier in Deutschland. Man spricht wieder miteinander. So etwas Verrücktes kannte ich in den letzten Jahren nur aus anderen europäischen Ländern oder aus USA.

Apropos

Die Bevölkerung Chinas wird aktuell mit ca. 1,44 Milliarden beziffert. Eine Milliarde bestehen aus tausend Millionen, das nur zur Erinnerung.

898 Millionen Menschen weltweit sprechen Mandarin. Aus diesem Dialekt, genauer aus dem Peking-Dialekt des Mandarin, hat sich das Hochchinesisch oder offiziell das Moderne Standardchinesisch entwickelt. Nur ein Bruchteil der chinesischen Bevölkerung, vorwiegend die Jüngeren, sprechen diese moderne Variante.

Zum Vergleich. Es gibt nur 328,2 Millionen Amerikaner, 83,02 Millionen Deutsche, 126,5 Millionen Japaner und 144,5 Millionen Russen. Da ist man doch fast erleichtert zu lesen, dass es immerhin 1,353 Milliarden Inder gibt. Indien, das Land der Yogis und Vegetarier, mit immensem intellektuellen Potenzial. Indien und USA haben sich in der letzten Zeit angenähert. Interessant.

Die Republik Indien entwickelt sich schnell und expandiert wirtschaftlich aus sich selbst heraus. Hingegen, die Notwendigkeit, sich mit Hindi auf die Zukunft vorzubereiten, sehe ich nicht. Dann vielleicht doch lieber …

Aber nicht nur unsere gekämmten Medien sahen in den letzten Jahren und besonders in diesem ganz klar die allergrößte Gefahr für die Welt ausschließlich von einer einzigen Person ausgehend und zwar von Donald J. Trump. Ein Narrativ. Unkonventionalität wird selten belohnt. Und was ist dagegen schon die aggressive Propaganda der Führung eines kommunistischen 1,44 Milliarden Volkes, das sich, fast unbemerkt, zahlreiche Länder eines ganzen Kontinentes einverleibt? China ist im Begriff Afrika aufzukaufen.

Und das ist ja nur ein kleines Beispiel aus Chinas Spektrum an Strategien, andere Länder zu unterwandern. Sie sind überwältigend, und das in alle Richtungen. In USA wurde gerade ein Spionage-Skandal aufgedeckt. Ein demokratischer Kongress-Abgeordneter hatte mindestens zwei längere Beziehungen mit chinesischen Spioninnen.

Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, sich einmal mit dem Thema Moral etwas genauer auseinanderzusetzen. Moralphilosophie. Was ist das genau und wie unterscheidet sie sich bezogen auf einzelne Kulturen.

Immerhin hat die deutsche Politik endlich Maßnahmen eingeleitet, die sowohl Industriespionage erschweren, als auch chinesische Großeinkäufe deutscher Firmen stoppen sollen. Ansonsten wird sich Kritisches Richtung Peking stark in Grenzen halten.

Daimler kommt in China gerade ganz groß raus. Es gibt 917 444 000 Menschen mehr in China, als in Deutschland. Das bedeutet, wir decken gerade einmal 5,8% aller Chinesen ab. Und die stehen ja nicht alle nur auf Reisfeldern herum. Die Vereinten Nationen gehen von insgesamt 6 Megastädten (zehn Millionen oder mehr) Chinas aus. Wenn nur ein Bruchteil von Ihnen demnächst … Sie wissen schon.

Und jetzt fantasiere ich: dann können wir uns bequem über Daimlers Bordcomputer für die ganze Spionage revanchieren. Wussten Sie, dass Ihr Nicht-Retro-Fahrzeug Daten über Sie weitergibt und Sie, algorithmisch gesteuert, gezielt nur die Werbungen aufgespielt bekommen, die mit Ihren Gesprächen und Verhaltensweisen in Ihrem Fahrzeug korrespondieren?

Soetwas lernt man in 2020, während man langsam die Form seiner Couch annimmt.

Ein weiteres Narrativ in 2020

Ebenso gekoppelt an Unkonventionalität ist das angeblich rücksichslose und exzentrische Vorgehen von Boris Johnson. Qualitäten einer solchen Persönlichkeit werden, wie so oft, nicht öffentlich besprochen. Die breite Konsumenten-Masse, dauerbeschallt von leicht zugänglichen Informationsquellen, hat wenig Verständnis für eine Britische Absage an Europa. Bei den meisten Korrespondenten schwingt ein bis heute unprofessionell verächtlicher Ton mit, wenn sie von Brexit-Verhandlungen berichten.

Es echauffieren sich immer diejenigen, die für sich selbst Nachteile erwarten, klar. Nur ein Beispiel. Wenn man sich einmal genauer ansieht, was der Austritt der Briten an zusätzlicher Mehrbelastung in Sachen Mitgliederbeiträgen für andere Mitgliedsstaaten bedeutet, dann wird schnell deutlich, warum der Austritt verurteilt wurde.

Eine Nation, die sich auf sich selbst besinnt sei ein Anachronismus, heißt es. Aber die Briten, mit ihrer ganz eigenen Mentalität, waren nie mit anderen europäischen Ländern vergleichbar. Und wer kann schon mit Sicherheit voraussehen, wie sich UK entwickeln wird? Welche Verträge und Abkommen sie aushandeln werden und was ihre geldpolitischen Optionen sind? Das weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand. Ich persönlich glaube, dass es diesbezüglich noch interessante Überraschungen geben wird.

Durch ihr neues, altes Selbstverständnis können vielleicht wieder Kräfte mobilisiert werden, die sich als Teil des Europäischen Länderverbundes nicht entfalten würden. Die Vorgaben aus Brüssel waren den Briten einfach zu eng. Es hatte nie richtig gepasst. Eine politische Integration Großbritanniens in die EU war undenkbar, wie es ja bekanntlich Frau Thatcher schon wusste und aggressiv vertrat.

Und was Covid betrifft, so war es in 2020 nicht schwer, als Regierung gravierende Fehler zu machen. Schweden hat, gegenläufig zum Vorgehen der anderen, experimentiert. Das hat auch nicht funktioniert. Und im Kontrast dazu; die möglichen wirtschaftlichen Folgen eines zu starren Konzeptes können einen ganz schwindelig werden lassen. Als Nicht-EU Mitglied war es dem Britischen Premierminister jedenfalls möglich, schneller an Impfdosen zu kommen.

Meiner Meinung nach hätte Boris Johnson allerdings in einer Angelegenheit anders agieren, beziehungsweise überhaupt agieren müssen. Und zwar im Fall Dominic Cummings. Ich interpretierte diese Verbindung immer als ‚Think Tank – Gleiche unter Gleichen‘. Da Johnson es gewohnt ist, selbst als provokativ und exzentrisch klassifiziert zu werden und dieses Image schon allein durch seine Frisur täglich aufrecht zu erhalten versucht, konnte er sich gut mit Cummings identifizieren. Diesen Mann fand er höchstintelligent und somit spannend. Cummings mit der diabolischen Aura einer Literaturfigur. Johnson war lange davon überzeugt, dass Cummings‘ Konzepte ebenso zielführend, wie ungewöhnlich waren. Man werde schon sehen.

Einige seiner Beratungsinhalte waren strategisch äußerst gewagt, teilweise skandalös und ‚zwangen’ Johnsonson über Grenzen zu gehen, manchmal auch weit über die Grenzen des guten Geschmacks. Das alles trug Johnson zu lange mit. Die Menschen in seinem Land waren empört. Am Ende blieben nur noch leere Provokationen und was dazu kam, hinter seinem Rücken rotteten sich Cummings und weitere Mitglieder seines Beraterstabes zusammen, um gegen Johnsons Verlobte, Carrie Symonds, zu intrigieren. Symonds, ehemalige Kommunikationschefin der Tories, hatte Johnson schon seit längerem geraten, sich von Cummings zu trennen.(Quelle: The Guardian)

Jetzt sind die Brexit-Verhandlungen abgeschlossen. Aufatmen ist angesagt. Johnson wurde wieder belächelt, wie sich das für einen ordentlichen Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört, und die Britischen Fischer dürfen die meisten ihrer vielen Fische nun wieder selber fischen. Hämisch, schadenfroh und ein bisschen patzig wurde darauf hingewiesen, welche Konsumenten-Massen den Briten zukünftig durch die Lappen gehen und dass für sie nur alles teurer wird. Also ich persönlich kaufe gern ‚aus der Region‘, wie es so schön heißt, und ich bin mir sicher, dass es sowohl für ihre vielen Fische oder Lämmer, oder, oder, oder, bald einen passenden Absatzmarkt geben wird.

M.Z. und seine ominösen funds – Die Wahlen in den USA

Hier ein paar interessante Informationen zur US-Wahl, die in Europa kaum jemand kennt. Wenn man sich seit fünf Jahren intensiv mit dem Thema Manipulation beschäftigt, kommt man an diesem Wahl-Desaster nicht vorbei. Ich fasse mich kurz.

Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben mit ihren zahlreichen funds, die insgesamt $400 Millionen umfassten, bestimmte Wahlbezirke unterstützt (Quelle: AP).

Angeblich halfen sie damit denjenigen Städten und Counties, die besonders von Corona betroffen und für eine ‚ordnungsgemäße‘ Durchführung der Präsidentschaftswahlen auf finanzielle Unterstützung angewiesen waren, was, so Zuckerberg, eigentlich Aufgabe der Republikaner gewesen wäre (Quelle: AP). Empörtes Blaming ist eine typische Vorgehensweise, um von seiner Agenda abzulenken.

Laut Philip Kline (Director Amistad Project) sah die Sache aber wohl aus, wie folgt:

im Vorfeld der Wahlen wurden, mit Unterstützung des facebook CEOs, in den „Core-Cities“ und Counties der Swing States einige, den Ausgang der Wahlen beeinflussende, Maßnahmen getroffen. Diese Vorgänge seien zwar auf den ersten Blick nicht als kriminell zu bezeichnen, verstießen aber gegen das Gleichheitsprinzip, das im Bezug auf Wahlen innerhalb einzelner Staaten, konstitutionell festgelegt ist. Das FBI sei dabei zu ermitteln.

Zuckerberg habe mit seinem dark money die Anzahl der Satelliten-Wahl-Lokale gesteuert, besagte Dominion-Wahlcomputer eingekauft und in demokratischen Counties so viele Drop Boxen (Briefkasten für Stimmzettel), auch Zucker Boxes genannt, hingestellt, dass die Wähler spätestens alle zwei Meilen die Möglichkeit hatten, ihren Zettel einzuwerfen, also in „walking distance“.

In denjenigen Counties, in denen traditionell republikanisch gewählt wurde, gab es das dagegen nicht. Man bediente sich dort also des Briefwahlsystems per Post, was in den USA eine besorgniserregend unseriöse Angelegenheit darstellt. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema. Es würde hier den Rahmen sprengen.

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass eventuell der ein oder andere State Offizielle und seine Frau oder ein paar demokratisch orientierte Richter nicht gezaudert haben, Ideen für die Unterbringung der großzügigen Zuckerberg-Spenden zu entwickeln.

Auch gab es einen plötzlichen tödlichen Auto-Unfall im engeren Familienkreis eines republikanischen Swing-State Governors. Stände der Unfall tatsächlich im Zusammenhang mit Einschüchterung und Erpressung, wäre das eine Methode derjenigen Organisation, auf die ich gleich noch zu sprechen komme.

Es gibt haarsträubende Geschichten von Zeugen, die alle unter Eid und Androhung von Gefängnisstrafen, über Unregelmäßigkeiten und Verstöße während der Wahlen ausgesagt haben. Aber diese Informationen schafften es nicht in die Berichterstattungen der internationalen Tagespresse.

Selbst Republikaner, hier ganz auffällig in Georgia, zeigten sich desinteressiert an einer vernünftigen Aufklärung. Richter ließen Anhörungen erst gar nicht zu oder wiesen Klagen ab. In Pennsylvania haben State Officials Ungenauigkeiten durchgewunken, die bei einer vorherigen Wahl zu einer sofortigen Ungültigkeit des Stimmzettels geführt hatten. Eine groß angelegte konzertierte Aktion?

In Frankreich gab es zahlreiche interessante Berichte über den Deep State der USA und wer dahinterstecke. Darauf kommt man nicht so ohne weiteres. – Vielleicht wurden an entscheidenden Stellen, à la Vito Corleone, ein paar Angebote gemacht, die man nicht ablehnen konnte?

In Summe zeigen unzählige unterschiedliche unseriöse Aktionen das Gegenteil einer ordentlichen Präsidentschaftswahl. Allerdings; nichts davon wird seitens der Judikative anerkannt. Trumps Anwalt Giuliani rennt gegen Wände. Selbst der Supreme Court reagierte bisher nicht wunschgemäß, aus Trumps Sicht. Hatte er ihn doch im Vorfeld sorgfältig konservativ besetzt. Eine skurrile Sache. Man kann nur staunen. Trump hätte sicher Recht mit seinem Kommentar, die ganze Welt lache sich tot über America. Nur, was er nicht ahnt, Dank der internationalen Medien kriegt so gut wie niemand aus „der ganzen Welt“ etwas von diesen Unregelmäßigkeiten mit.

Einige führende US-Mathematiker haben berechnet, die Wahrscheinlichkeit, dass Biden in den Swing States Trump auf den letzten Metern überholt habe, ginge gegen null.

Die erste Impfung

Heute, am 26.12.2020, ist eine 101Jährige geimpft worden. Sie war die Erste, die in Deutschland eine Impfung von Biontech erhielt.

So werden unplausible Misskonzepte in den USA geregelt – zügig, nachvollziehbar und beispielhaft

Covid-Restriktionen: Warum müssen in Deutschland ausgerechnet Museen und Restaurants schließen ?

vollständiger Text unter http://www.supremecourt.gov 🔍 Roman Catholic Diocese v. Cuomo

Der Supreme Court sieht keinen Unterschied zwischen Menschengruppen in Supermärkten und Gruppen von Menschen in Gottesdiensten. Und er beruft und stützt sich auf das verfassungsgemäße Recht auf freie Religionsausübung.