Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 35 – Wo fängt Gewalt eigentlich an?

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Konkret oder abstrakt – Gewalt und Grenzüberschreitungen fangen viel früher an, als es den meisten bewusst ist


Letztens fand ich mich im XX. Polizeirevier der Stadt Frankfurt am Main wieder. Dort hatte ich ein nettes Gespräch mit einer sympathischen und sehr interessierten Oberkommissarin, die mich über meine rechtlichen Möglichkeiten aufklärte.

Ich sah mich gezwungen, eine Anzeige wegen schwerer Beleidigungen zu erstatten. Die beschuldigte Person hatte mir den Gefallen getan, diese schön geordnet und sich im Grad der Ehrverletzung fanatasievoll steigernd, über den Zeitraum einer Woche, täglich per E-Mail an mich zu versenden. Die Beweislast ist also erdrückend. Dem Ganzen musste man Einhalt gebieten. Was war passiert?

 

Meine Antennen funktionieren also

Anhand einiger weniger Koordinaten, ungefähr fünf (bei Interesse, bitte eine Mail schreiben), wurde ich erst langsam etwas unruhig und wachte dann, eines Morgens, drei Tage vor einem ersten geplanten Treffen mit dieser Person, aufgelöst und mitten in einer Angst-Attacke auf. Endlich, endlich, endlich nehme ich Warnhinweise meines Körpers ernst. Auch wenn diese Person nicht zu der Gruppe der High Grader (narcsite.com) unter den Narzissten zählt, mit Verlaub, so war die Identifikation dennoch nicht so leicht. Das letzte Telefonat, die letzten arglos und unvorsichtig dahingeworfenen Sätze, hatte die Person demaskiert. Ich kombinierte und sollte tatsächlich Recht haben.

Das geplante Treffen hatte ich freundlich abgesagt. Eine normale, gesunde Reaktion wäre gewesen, dieses vielleicht schade zu finden, die Glückwünsche zu erwidern und zum Alltag zurück zu kehren.
Statt dessen hatte ich bei der betreffenden Person eine schwere narzisstische Kränkung ausgelöst.

Die kurzen Texte, die mich daraufhin erreichten, zeugen  meiner Meinung nach von einem psychiatrisch interessanten Fall. Nach § 185 fallen sie unter Beleidigungen und stellen klar eine Straftat dar. Es gibt in solchen Fällen eine polizeiliche Vorladung, danach evt. sogar eine kleine Einladung beim Staatsanwalt und natürlich Schmerzensgeld, denn es handelt sich klar um verbale Gewalt.

Es kennt sich ja nicht jeder beim Thema Narzissmus aus, – eine eher zart besaitete Person könnte nach diesen verbalen Entgleisungen auch traumatisiert sein, insofern hat Schmerzensgeld wegen Ehrverletzung und Herabsetzung natürlich seinen Grund.

Zeitgleich mit meinem Aktenzeichen, das ich heute von der Polizei erhielt, kam ein Entschuldigungsschreiben seitens der Beklagten, der juristische Fachausdruck sowohl für männliche, als auch weibliche Beschuldigte (die Person). Als wäre nichts geschehen. Keine wirkliche Reue. Kein Bewusstsein über die Tat. Ein Übergang zur Tagesordnung. Man könne sich vielleicht doch einmal treffen, wie wär’s?

Den nächsten Schritt wird mein Anwalt für mich gehen, indem er zur Unterlassung jeglichen Kontaktes mahnt. Ansonsten droht Bußgeld. Ich werde wohl in Zukunft lieber den Hinterausgang benutzen.

 

O.K. das war leicht – aber wo fangen abstrakte Grenzüberschreitungen an?

Wenn ich dann Ende Oktober endlich dazu komme, meine Textreihe über ‚Erfülltes Leben nach eigener Bestimmung‘ oder über ‚Your own best Interest‘ fortzusetzen, wird es eine Verbindung zu diesem Artikel geben. Gewalt ist nicht immer offensichtlich. Jeder darf sie für sich individuell definieren. Die Standards werden jeweils in der eigenen Ursprungsfamilie gesetzt. Unterlassung ist auch eine Form von Gewalt, das Negativ dazu. In der Kinderschutzgesetzgebung läuft sogar das Unterlassen von adäquater Anregung für das Kind schon unter Gewalt.

Im Beziehungskontext könnte man formulieren, dass sämtliche Verhaltensweisen einer Person, die (wissentlich) die andere Person an ihrer persönlichen Entfaltung hindern oder sie hemmen, schon als gewalttätig einzustufen ist.

Und da offen gewalttätiges Verhalten strafbar ist und ein pathologischer Narzisst nicht über die nötigen emotionalen Fähigkeiten verfügt, seine Bedürfnisse und Vorhaben sozialverträglich durchzusetzen, bedient er sich der Manipulation. Je nachdem wie gerissen und intelligent er sich verhält, desto undurchsichtiger sind seine Manöver.

Will man Narzissten nachhaltig aus seinem Umfeld exkludieren und erfolgreich antizipieren können, muss man sich eindringlich mit ihren Methoden auseinandersetzen. Im Laufe der Zeit gelingt es einem, sich umzuprogrammieren. Plötzlich erkennt man die Merkmale nach kürzester Zeit.

Gerade klingelt das Telefon. Es soll mir ein Blumenstrauß geliefert werden, ob ich denn zu Hause sei. Vielen Dank, ich möchte keine Blumen.
(Foto: pixabay)

Kleinste Kreise

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Johannesburg, 1. Oktober 2018

… und dann geht nur äußerst selten ein Bild hinein

‚Hei Lise, ser fram til å snakke med deg snart, beste hilsen‘, schreibt sie und schickt die Mail sofort los. Einiges an Korrespondenz hatte sich angestaut.

Es ist sieben nach elf und sie sitzt im weißen Bademantel am Schreibtisch, sich darüber im Klaren, dass es fast blasphemisch ist, nicht mit den anderen auf Safari zu gehen. Aber inzwischen ist sie ganz und lieber bei sich. Selbst an diesem besonderen Ort. Die Zeit, die sie für sich allein hat, kann unter gewissen Umständen Ideen hervorbringen, die sich im Geschnatter oberflächlicher Zusammenkünfte mit anderen gar nicht erst auch nur ansatzweise entwickelten. Gespräche mit sich selbst, Reflexionen über das Gewaltige alles bisher Erlebten, kurze Aufzeichnungen, kleine Theoriekonstrukte, angedachte Theaterstücke, zarte Visionen oder kühne Pläne, – dafür braucht sie Raum. Das Hyatt stellt ihn ihr bereitwillig zur Verfügung.

Es gibt nur einen einzigen seltenen Grund, dieser Überzeugung eine Art Antithese entgegen zu setzen. Aber genau der fällt in die Kategorie der vorsichtigen, zarten Visionen.

‚Wissen Sie, es müsste in meinem ‚Fall‘ schon sehr vieles zusammenpassen, und dann gibt es vielleicht eine ganz kleine, winzig kleine Chance …‘ , hieß es in einem Brief an das exklusive Institut, das sie mit der Suche nach eben einer solchen Antithese ein paar Monate zuvor beauftragt hatte. Ein allerletzter Versuch. Die Besitzerin des besagten Institutes reagierte ziemlich gereizt auf diese Formulierung und antwortete etwas patzig, dass sie öfter als nur ‚gelegentlich‘ Erfolg mit ihren Vorschlägen hätte. Wirklich?

Wie so oft fühlte sie sich nicht komplett verstanden, hatte sich aber schon so sehr an das standardmäßige Unverständnis von außen gewöhnt, dass sie sich, etwas ermüdet, jeden weiteren Erklärungsversuch sparte. Tausend Stäbe.

Und scheiterte dieser letzte Versuch, hätte sie sogar eine Art hämische Gewissheit darüber, dass es eben wirklich niemanden gibt, der mit ihren teils widersprüchlichen Eigenschaften in Resonanz gehen könnte. Dann würde sie sich nur bestätigt fühlen und könnte sich dem Absoluten hingeben, sich abzuschotten und ausschließlich zu schreiben. Ein Paradox. Und wenn sie der einzige Mensch auf der Welt wäre, fast trotzig, der niemanden brauchte. Sie schiebt ihren Stuhl nach hinten, lehnt sich zurück und atmet tief und entspannend durch.

‚Als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt‘. Man muss kein Panther in einem Pariser Zoo sein, um sich im ‚allerkleinsten Kreis‘ zu drehen.

Auf ihrem ursprünglich adrett zurecht gemachten Frühstückstablett hatte sich eine Verwüstung an Croissantfragmenten, klebriger Erdbeermarmelade und Butter entwickelt. Der restliche Kaffee in der hübschen Schnabelkanne war inzwischen kalt geworden. Sie steht auf und stellt das Tablett links auf den kleinen Beistelltisch, der zusammen mit einem riesigen, ethnogemusterten Ohrensessel vor dem Fenster ein Ensemble bildet und vor den noch geschlossenen Vorhängen einen geschmackvollen Kontrast darstellt. Auf dem Gang kommt es regelmäßig zu dumpfen Schlägen zufallender Zimmertüren. Heiteres Geschäftige rund um den täglichen Betrieb eines Fünf-Sterne Hotels lässt eine hohe Auslastung erahnen. Aber sie ist froh niemanden sehen zu müssen und lässt sich ein heißes Bad ein.

Die Landung auf einem Hochplateau, ebenso übrigens auf dem von Addis oder auch Mexico City, birgt für sie immer die Gefahr einer Migräne. Sie weiß das und stellt sich dann jedes Mal tot, bis die ersten Anzeichen verschwunden sind. So auch am Tag zuvor. Die Bettdecke bis an die Ohren gezogen, das Zimmer abgedunkelt und auch ansonsten bitte keine Reize. Und mitten in dieses Totstell-Prozedere platzte der erfrischende Text eines Mannes, der nicht zuletzt, oder vielleicht gerade wegen ihnen, mit seinen Sätzen nun auf dem besten Weg ist, ihr Interesse auf denkbar unterhaltsamste Art zu provozieren.

Das Ärgerliche ist nur, Frau R. hatte ihn vorgeschlagen. Sie muss lachen. Sollte das jetzt etwa ein Zugeständnis bedeuten? Nach einer Reihe skurriler Anti-Vorschläge, die nicht im geringsten das verkörperten, was sie sich bei Vertragsunterzeichnung in einem dieser Frankfurter eleganten Hochhaus-Komplexe gewünscht und erhofft hatte, sehnte sie sich nun regelrecht den Ablauf der vereinbarten Zeitperiode herbei. Das alles schien ihr absurd und nicht adäquat. Es hatte sie eher abwechselnd gestresst oder gelangweilt. Ein Fehlversuch eben, aber immerhin ein Versuch. Man will sich ja nicht vorwerfen lassen, nicht wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt zu haben.

Und jetzt das. Der Laserpunkt ins Zentrum ihres Innersten, – ein textgewordener Trigger der Schaltstelle ihrer Lebensenergie. Zugegeben, ein sehr gelungener Auslöser, der einzig vorstellbare, wirksame, um sie auf Frequenz zu bringen. Als die Mail sie erreichte und die ersten Zeilen ihre Aufmerksamkeit weckten, schob sie die tadellos gemangelte, blütenweiße Bettdecke zur Seite, nahm ihre grauen Ohrenstöpsel heraus und setzte sich aufrecht, alle vier XXL-Kissen hinter sich ungeduldig in den Rücken gequetscht. Das gibt‘s doch gar nicht, dachte sie vor sich hin lächelnd und las weiter.

Das Fenster ist geöffnet, eine Alternative zur Air-Condition, die absolut ernsthaft in Erwägung zu ziehen ist in unserem von uns selbst so oft entfernten, modernen Leben. Merkwürdige Geräusche angestoßener und deshalb schallender Stahlrohre lassen sie aufhorchen. Sie reißt die dunkelbraunen Vorhänge auf und steht direkt vor einem Südafrikaner in kobaltblauem Einteiler, fest eingehängt und eingezurrt in orange-beiges Bergsteigergeschirr inklusive Helms. Der Fensterputzer. Sie ist immernoch im Bademantel. Er ist sichtlich erschrocken. Mittlerweile ist es zwölf Uhr neunzehn. Er schaut sie irritiert an und bekommt von ihr erst einmal ein Glas stilles Louisenquelle aus Deutschland angeboten, was er dankend annimmt, sie erst mit dem Weiß seiner Augäpfel anstrahlt und es dann hastig in einem Zug herunterkippt.

Man könne doch zusammen ins Literaturhaus gehen, hatte der Verfasser des inspirierenden Textes während ihres ersten Telefonates, ein paar Tage zuvor, angeregt. Gern, dachte sie, auch wenn ihr der Kunstbetrieb zuweilen zuwider ist. Zu absolut, der bisweilen akademisch arrogante Anspruch auf Deutungshoheit. Kant äußerte sich seinerzeit genial zum Thema ‚Von der Kunst überhaupt‘ (Kritik der Urteilskraft, 1790), darüber, was ein Schriftsteller oder Künstler an sich überhaupt beabsichtigt und woher er ‚das’ nimmt. Unerreicht sein Gedankenkonstrukt dazu.

Ihr letztes Erlebnis im Literaturhaus war nicht zuletzt deshalb ein kleines Desaster. Sie war allein dort hingegangen. Das Ganze liegt ungefähr drei Jahre zurück. Nein, es war nicht etwa ein Geltungsbedürfnis, das sie dazu gebracht hatte, sich am Ende der Veranstaltung heftig mit einem der flapsigen Literaturkritiker anzulegen. Schuld war eher das eine Glas Grauburgunder. Er hatte frech und überheblich behauptet, Murakami könne nicht schreiben. Sie dagegen, unzählige Male in Japan gewesen, brachte die Frage nach kongruenter Übersetzung ins Spiel und die eklatante und mit nichts zu vergleichende Andersartigkeit der japanischen Kultur. Ja, natürlich kann man sich seitenweise über die Textur, Muster und Farbe japanischen Bastes auslassen, ein Schriftsteller darf das. Was bildet sich ein dahergelaufener deutscher Literaturkritiker eigentlich ein, der möglicherweise noch nie einen Fuß auf japanischen Boden gesetzt hatte. Hat Kunstbewertung nicht schon so viel Blödsinn und Hochstilisiertes hervorgebracht. Absurde Auslegungen in stundenlangen, ermüdenden Vorträgen, nach und vor eitler Zusammentreffen und klingender Champagnergläser.

Es fällt ihr ein, dass sie diese Erwägungen nun vielleicht nicht mehr länger mit sich selbst diskutieren muss. Der Hauch von Hoffnung besteht, dass sich eine wohltuende Synthese entwickeln könnte.

Ihr Badewasser ist sicher inzwischen genauso kalt wie der Kaffee, vierzehn Uhr neun. Sie steht vom Schreibtisch auf und geht Richtung Badezimmer …

(Foto: pixabay)

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 33 – Crash-Kurs in Sachen typischer Schmierenkampagnen – How smear campaigns typically work.  The social ingeneering case Kavanaugh

Das narzisstische Tool der Demontage – basierend auf Hypokrisie


Obwohl ich Ihnen noch die Fortsetzungen des Artikels 31 zum Thema Selbstmanagement schulde, möchte ich aus aktuellem Anlass ein anderes Thema zwischenschieben.

Ich selbst habe solche Kampagnen gleich zwei Mal durchleben müssen, – sie passieren täglich, werden allgegenwärtig eingesetzt und laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Die betroffenen Personen, die demontiert werden sollen, sehen sich massiver falscher Anschuldigungen ausgesetzt und laufen dem ‚Auftraggeber‘, also entweder einem einzelnen Narzissten oder einer narzisstisch arbeitenden Gruppe oder Organisation, unvorbereitet und direkt ins offene Messer.



Nichts, als ein kalkuliertes, perfides Manöver – nothing but a  calculated, perfidious maneuver



Mit ihrem (natürlich) berechtigten, vehementen Protest, mit dem sie sich gegen falsche Anschuldigungen, Verunglimpfungen und Verleumdungen wehren, sollen sie sich coram publico wirksam selbst diskreditieren. Meistens funktioniert diese Vorgehensweise hervorragend und der jeweilige Narzisst, respective die narzisstische Gruppe kommt zu seinem/ ihrem Ziel, nämlich den Betroffenen demontiert und isoliert zu haben. Narzissten arbeiten innerhalb von Schmierenkampagnen immer nach dem gleichen Prinzip.

Auch politische Organisationen, wie zum Beispiel aktuell die Demokraten in den USA, versuchen mit dieser Methode ihr Ziel zu erreichen, bei den midterm elections, den im November stattfindenden Wahlen der Senatoren, die ins Capitol einziehen, die Mehrheit zu erzielen. Die midterms finden alle zwei Jahre, also zu und genau zwischen zwei Präsidentschaftswahlen statt und sind strategisch fast wichtiger, als die eigentlichen Präsidentschaftswahlen.

Zur Zeit haben die Republikaner, die GOP (Grand Old Party), eine hauchdünne Mehrheit und können weitgehend ungehindert im Capitol Beschlüsse durchsetzen. Trump hat es somit leichter, seine Vorhaben durchzubringen. Das wollen die Demokraten natürlich ändern und dazu ist ihnen, wie man in den Medien verfolgen kann, jedes Mittel Recht.

Geradezu lächerlich: heute konnte man in der WELT einen Artikel gegen die gesamte konservative Republikanerschaft und Brett Kavanaugh lesen, dem konservativen Richter, der von Trump für den Supreme Court nominiert wurde und dessen Wahl nun, sehr knapp vor den midterms, von den Demokraten angefochten und somit instrumentalisiert wird. Seit seiner Nominierung sieht er sich einer gewaltigen, sämtliche Grenzen des guten Geschmacks übertretenden, Schmieren-Kampagne ausgesetzt. Und nun fühlen sich zu allem Überfluss auch noch deutsche Journalisten berufen, den Demokraten in dieser Angelegenheit loyal zur Seite zu stehen.

Die absurden Auswüchse einer sich weltweit durchsetzenden Identitätspolitik nehmen ungeahnt widerliche Ausmaße an.

 

Was passiert typischerweise während einer solchen Kampagne und wie konzertiert gehen die Demokraten vor?

Ich möchte an dieser Stelle kurz und kompakt den typischen Ablauf dieser manipulativen Methode erläutern.

Allen Anfang macht üblicherweise die Hypokrisie

Ob im privaten Umfeld oder politisch, im aktuellen Fall ist es das angebliche Mitgefühl für eine von Kavanaugh angeblich sexuell missbrauchte Psychologie-Professorin, derer sich die Demokraten angenommen haben. Angeblich war ihr Brief an die im Senat leitende demokratische Senatorin Dianne Feinstein anonym und sollte genauso angeblich nicht zu einer öffentlichen Erklärung der angeblich missbrauchten Professorin führen. Diese sollte dann
doch, nach einem angeblichen Hin- und Her (Feinstein hielt Informationen gezielt zurück – withdrawal), vor dem juristischen Ausschuss  des Senates aussagen und ihre schweren Anschuldigungen gegen Kavanaugh, der seitens des ‚liberalen’ Lagers um jeden Preis verhindert werden soll, unter Eid bekräftigen.

Was bisher noch wenig erwähnt wurde ist die Tatsache, dass diese Frau eben eine Psychologie-Professorin ist und sich somit mit Missbrauchsopfern und deren Aussagen auskennt. Ebenfalls kennt sie sich bestens mit Aussagen aus, die unter Einsatz eines Lügendetektors gemacht werden. Auch sie kann man manipulieren (pathologische Lügen – pathological lies). Unter Eid sagte sie der leitenden Staatsanwältin, vor aller Ohren des Senats-Ausschusses, sie habe nie professionell mit dem Thema Polygraph (Lügendetektor) zu tun gehabt. Dazu gibt es inzwischen eine ebenfalls unter Eid entstandene Gegendarstellung eines Ex-Freundes dieser Professorin.

Fest steht, am Tag ihrer weltweit publizierten Aussage, sie sei von Kavanaugh fast vergewaltigt und fast umgebracht worden, war ihr das Mitleid der ganzen interessierten Zuschauerschaft sicher. Prof. Blasey Ford schwamm ganz oben auf der #MeToo Welle anscheinend zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Selbst die Konservativen konnten sichtlich ihre Besorgnis und ihr Mitgefühl, während der tränenerstickten Schilderung ihrer Missbrauchsvorwürfe, nicht zurückhalten. Ein in einem Aufzug von journalistischen Vertreterinnen der #MeToo Bewegung bedrängter Republikaner des Ausschusses sorgte letztendlich mit seiner Forderung nach FBI-Untersuchung des Falles zu einer Verzögerung des Nominierungsprozesses Kavanaughs und somit für einen augenscheinlichen Vorteil der Demokraten.

 

Das Epi-Zentrum einer Schmierenkampagne

Hier passiert nichts zufällig. Zeitpunkt und Art der falschen Anschuldigungen (false accusations) kommen für die zu demontierende Person zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt (kurz vor der Verabschiedung zur Nominierung für den Supreme Court und ebenso kurz vor den midterms) und es trifft sie in einer Härte, – die betroffene Person kann deshalb gar nicht reflektiert, juristisch gut aufgeklärt und besonnen reagieren. Es ist unmöglich.

Massive Vorwürfe, falsche Anschuldigungen und Verleumdungen sind das bestimmende Tool, das entscheidende Merkmal einer Schmierenkampagne. Das Opfer wird extrem provoziert und herabgesetzt, reagiert verständlicherweise mit allen Emotionen, die ihm zur Verfügung stehen, mit Wut, Trauer, Empörung, Verzweiflung, Sarkasmus etc. Die zu demontierende Person wird, vollkommen nachvollziehbar, aggressiv und wehrt sich. Das ist gewollt. Es ist sozusagen die key-Verhaltensweise, an der die gesamte Argumentation der Schmieren-Initiatoren hängt: der ‚Angeklagte‘ habe sich nicht im Griff.

Genau das ist die gewünschte Reaktion der Gegenseite, die nun behaupten kann, der Beschuldigte habe sich nicht unter Kontrolle, sei psychisch instabil. Glauben Sie es mir, es ist eine fürchterliche Situation, – man wird bloßgestellt und öffentlich für nicht zurechnungsfähig erklärt. Nur ziemlich intelligente, kritisch denkende Freunde halten in einer solchen  Situation noch zu einem. Ich hatte glücklicherweise welche und ich habe sie immernoch.

Was auf privater Ebene zunächst verdeckt geschieht, narzisstisch falsche Anschuldigungen und Provokationen hinter verschlossener, die aggressive Gegenwehr dann bei geöffneter Tür, ist noch wesentlich wirkungsvoller, als das, was zur Zeit mit Kavanaugh passiert. Im privaten Fall hat das Opfer keine Lobby. Am Ende denkt fast jeder, der Narzisst hat vielleicht doch Recht mit seinen Anschuldigungen.

Im schreckliche Fall Kavanaugh, der vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet, zweifelt eine immer größer werdende Mehrheit inzwischen an der Seriosität der Aussagen Blasey Fords. Ihre Erinnerungen und Aussagen dazu sind inkonsistent und ganz USA weiß, dass sie innerhalb eines regulären Verfahrens den Staatsanwälten nicht stand halten würden. Nur sind es hier nicht Staatsanwälte, die über die Nominierung von Kavanaugh entscheiden, sondern der gesamte Senat, dessen republikanische Wackelkandidaten eventuell nicht stark genug sind, um die demokratische Doppel-Standard (double standards) Gehirnwäschestrategie gefestigt auszuhalten. Man wird sehen. Es ist nicht nur CNN, es sind sämtliche ‚liberale‘ Medien weltweit (gibt es andere?), die in einem Abwasch alles diffamieren, was nur annähernd konservativ ist und speziell, was mit Trump zu tun hat. Aber das ist wieder ein ganz anderes und ebenfalls sehr interessantes Thema.

Das Gute, Narzissten sowie narzisstische Systeme diskreditieren sich am Ende selbst.

 

An ihrer Doppelmoral sind sie zu erkennen

Moral wird hier ganz offen instrumentalisiert. Aber für Narzissten selbst gilt sie offenbar nicht. Es wird sich angeblich authentisch für Minderheiten oder Benachteiligte eingesetzt, in Wirklichkeit steckt etwas ganz anderes dahinter. Auch in diesem fürchterlichen Fall. Ein Leben, eine Familie und eine Karriere werden zerstört oder stehen auf dem Spiel. Die Art und Weise, wie vorgegangen wird, spottet jeder Beschreibung. Und das vor der gesamten Weltöffentlichkeit. Hier gilt das Recht auf Respekt und fairen Umgang ganz offensichtlich nicht. Auch vielleicht gut: narzisstische Vorgehensweisen werden den Menschen langsam bewusst.

Der Mensch ist des Menschen Wolf.

 

 

Nachtrag    5.10.2018

Ein paar Stunden nach Veröffentlichung meines Textes wurde seitens des FBI kommuniziert, dass es keine Hinweise auf ‚sexual misconduct‘ seitens Kavanaugh gibt.

Die Demokraten zweifeln an der Methode des FBI.

Der Report ist für alle Senatoren in einem Sicherheitstrakt, ein paar Stockwerke unter dem großen Kuppel-Saal, einsehbar. Es dürfen keine Datenträger mit in diesen Bereich genommen werden.

Quer durch unsere deutschen Online-Tagespresse Medien suchte ich bis jetzt vergeblich nach einem Artikel, der Kavanaugh klar entlastet, ohne erneut sein Verhalten zu kritisieren. Was ist diese Identitätspolitik nur für ein Rückschritt in erschreckend simplifizierten, wenig förderlichen Umgang miteinander.

Ich hoffe, mit dem Kavanaugh Skandal ist jetzt ein Peak erreicht. Die Menschen in den USA, meiner Erfahrung nach im Durchschnitt wesentlich empathischer als bei uns, lassen sich nun wahrscheinlich nicht länger von infantilen Pseudo-Benachteiligungsdebatten blenden.

Kavanaugh ist jedenfalls rehabilitiert. Ich hoffe, er und seine Familie erholen sich jetzt von den Geschehnissen der letzten Wochen.

 Zum ersten Mal überhaupt habe ich nun den Ursprung, das Wesen und die Notwendigkeit einer Unschuldsvermutung verstanden. Ein wichtiges Abstrakt nicht nur auf juristischer Ebene.

 

(Foto: Pixabay, no copyright)

Destructive Relationships With Pathological Narcissists  31 – Interview with Sam Vaknin 

Sam Vaknin is the author of ‚Malignant Self – Love. Narcissism revisited‘. 

He plays an important role in the research-field of Pathological Narcissism/ Psychopathy and is supporting, for more than 20 years now, Universities all over the world with his expertise. 

He categorises himself as a highly gifted (IQ several times confirmed as over 180) Psychopath. Einstein had 160.

Sam Vaknin developed also controversal theories about therapeutic possibilities, compared to the scientific results the WHO is referring to and had published.
In his latest video-serie he is interviewed by Richard Grannon, a well known and highly appreciated British Psychologist and NLP specialist. 

If you have any questions, don‘t hesitate and just write. 

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 30 – ‚Ein Leben in Würde‘ Teil I

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The New Normal

Kurz zusammengefasst

Endlich angekommen. Wenn man, als emotionaler Mensch, das narzisstische Konzept erst verstanden und verinnerlicht hat, bleibt einem nur noch die Rolle des stillen Beobachters, was sehr beruhigt. Fast ausschließlich mit anderen Eingeweihten ist es möglich, sich über die komplizierte Thematik zu unterhalten. Es werden glücklicherweise täglich mehr.

Irgendwann möchte man sich gar nicht mehr an die Zeit erinnern, in der man sich nicht deutlich hat abgrenzen können und deshalb von Personen emotional missbraucht wurde, die zu authentischer Empathie nicht in der Lage sind und ausschließlich an ihren eigenen Vorteil denken. Es ist ihr Charakter. Das fehlende Wissen über die Existenz pathologischer Narzissten/ Psychopathen hat viele an den Rand des Ertragbaren gebracht, oder schlimmer, und bringt es noch, täglich und überall.

Einige wenige Wissende in Deutschland nehmen sich der Sache ernsthaft an und setzen sich über unzureichend aufgeklärte Psychologen und Ärzte hinweg. Das Leben derer, die aufgrund malignen Einflusses pathologischer Narzissten nachhaltig massiv aus der Balance geraten ist, scheint die Medizin noch nicht zu interessieren. Ein fataler Fehler. Es wird gern und oft die psychologische Diagnose ‚Anpassungsstörung‘ gestellt, die dem Betroffenen wieder suggeriert, für seine Situation selbst verantwortlich zu sein, – es ist exakt das Prinzip der narzisstischen Methode des Gaslightings selbst. Das ist Ironie.

Für viele zutreffend; streiche Anpassungsstörung, setze CPTSD(R) – Complex Posttraumatic Stress Disorder(Response). Der oder die Betroffene war einer lang andauernden Extrem-Stress Situation ausgesetzt, Angst und Unsicherheit basiert, aufgrund von Manipulation und emotionalen Missbrauchs.

Nein. Es gibt keine Selbstverantwortung in diesem Zusammenhang. Aus vielschichtigen Gründen war ein heranwachsender Mensch nicht in der Lage, ein stabiles Schutz- und Verteidigungssystem aufzubauen. Wenn er später manipuliert wird, sich ein Narzisst gekonnt in exakt diesen perforierten Stellen seines inkompletten Selbstschutzes einloggt, trägt der Betroffene keine Schuld. Nein, es gibt keinen Eigenanteil.

Warum ein Mensch zu einem Narzissten wird, ist noch nicht ganz klar. An dieser Stelle gibt es verschiedene wissenschaftliche Ansätze. Man ist wohl noch ganz am Anfang.

Keiner sieht ihnen das Maligne an, im Gegenteil, sie sind oft sogar von berauschender Attraktivität. Nur ihr Blick ist ein anderer als der eines Empathen, aber selbst der scheint inzwischen, unter Einsatz bemerkenswerter Schauspielkunst, variabel, je nachdem ob die Situation es erfordert. In Überraschungsmomenten entgleist ihnen dann ihr trainierter Ausdruck und man sieht in ihren Augen die Leere, die Gefühllosigkeit, das Diabolische, als ob man direkten Einblick in den Teil ihres Gehirnes hätte, der für die perfiden, ausbeuterischen  Pläne und ihr kriminelles Vorgehen ‚zuständig‘ ist.

Was ist neu? Wie fühlt sich Normalität an? Wie lebt man im Bewusstsein über sein erstarktes Selbst?

Es geht um Selbstwirksamkeit, Selbstgewissheit, ‚radiating‘ und Kreativität. Es geht um ‚contribution‘ und das Wissen um die eigenen Kompetenzen und emotionalen Merkmale.

Man entwickelt sich regelrecht zu einem Powerhouse.


Bald mehr

(Foto: pixabay, no copyright)

Destruktive Beziehung zu Narzissten 29 – Die  Deutschen haben eine Menge Qualitäten, – kritisches Denken gehört nicht dazu

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Traditionell glauben sie (fast) alles, was man ihnen sagt und nur zu bereitwillig nehmen sie ihren (untergeordneten) Platz in einer ihnen auferlegten Hierarchie ein – aus Angst vor Bestrafung

Das hatte schon Napoleon seinerzeit über uns berichtet

Ich liebe die Möglichkeiten, die das Internet mir bietet. Ich als Studienabbrecher darf einfach ins Netz hinausstreuen, was mir gerade einfällt. Keine Redaktionsleitung kann es mir verbieten. Keiner Direktive muss ich folgen. Kein Narrativ gilt für mich, – im Gegenteil. Ich öffne mich täglich für meine holistische Sichtweise der Dinge, interdisziplinär, und das ist vielleicht genau der Grund dafür, Zusammenhänge erkennen zu können, auf die man so nicht käme, wäre man einer einzigen Fakultät verpflichtet.

Durch meine zahlreichen Fremdsprachen, die ich zwar nicht alle fließend einsetzen kann, sie aber annähernd zu 100% verstehe, sehe ich weit in die Welt hinaus und beobachte natürlich mit Spannung, was sich in Sachen Narzisstischer Systeme entwickelt. Die meisten derartig geprägten politischen Strukturen werden von einem offen narzisstischen Protagonisten geführt. Und man hat den Eindruck, es werden immer mehr. Es gibt aber auch Varianten.

Fassen wir kurz die Kernkriterien zusammen

Im Kleinen wie im Großen ist ein Hauptkriterium narzisstischer Systeme die subtile und die grobe Manipulation. Es werden Unwahrheiten verbreitet, es wird großzügig versprochen ohne einzuhalten, es wird Propaganda betrieben, es wird gedroht, erpresst und sanktioniert, verschwiegen und drakonisch bestraft, ‚gebullied‘ und unter die Gürtellinie geschossen. Es wird, was läge näher, sogar einfach per Auftragsmord derjenige aus dem Weg geschafft, der andere auf dumme Ideen bringen könnte. Alles das, um großflächig politische Forderungen durchzusetzen und um im großen Stil Gehirnwäsche zu betreiben. Wer sich zur Zeit auf grobere, eher primitive Art eine immer größer werdende Zuhörerschaft zu verschaffen gedenkt, ist leicht zu identifizieren. Da gibt es sogar inzwischen einige.

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Aber was ist eigentlich in Deutschland los?

Traditionell bestehen wir nicht gerade aus einer Gesellschaft einzelner Freigeister. Für Rebellionen und Revolutionen sind wir nicht bekannt, sehen wir von einzelnen Genies wie Goethe ab, der ja nun auch unserer Mainstream- Primitivität anheim gefallen ist. Und dabei wäre er sicher einer gewesen, den die Millenials geliebt hätten, weil er eben so anders, so unkonventionell war, selbst ein Sprayer seiner Zeit. Für meinen Geschmack ist die Auswahl seines Namens in besagtem Kinofilm vollkommen deplatziert. Zurück zum Thema.

Ja, wir waren einmal ein Volk von Dichtern und Denkern. In unseren kulturellen Hochzeiten. Ich könnte schreien, wenn ich genauer über die Entwicklung der letzten Jahrzehnte nachdenke und da insbesondere über die fehlende innerhalb unseres Bildungssystems. Es gab einfach keine Entwicklung, außer der ursprünglich wohl zum Zweck der  Bruttosozial-Produktivitätssteigerung generierten G8-Zwangskomprimierung gymnasialen Lernstoffes. Gescheitert ist sie, glücklicherweise, am Menschen. Das Projekt, Schüler objektifizieren zu wollen, ist somit untergegangen. Ich bin froh.

Alles wird dem Profitmaximierungs- Konzept untergeordnet. Es verdrängt die nährende Verbindung des Menschen zu sich selbst und zu anderen. Wenn man sich abwendet, einfach nicht mitspielt und sich statt dessen wieder mit spirituellen, emotionalen Inhalten und Phänomenen beschäftigt, dann merkt man doch schnell, was  ein Mensch an Materiellem alles nicht benötigt. Allein das Bewusstsein darüber gibt sofort Energie. 

Was unsere Kinder betrifft: als ob man geradezu verhindern, sabotieren wolle geistige Hochentwicklung hervor zu bringen, werden Schüler in ihrer Individualität derartig vernachlässigt, ein immenser Druck wird ausgeübt, der in einigen Fällen sogar zu Schüler-Suiziden führte und noch führt. Was ist das für eine Gesellschaft? Das Beschriebene ist allerdings nur ein Aspekt dessen, was in diesem politisch narzisstischen Kontext zur Zeit passiert, – Unterlassung und eine Objektifizierung von Menschen, als prominentestes Kriterium.

Nachrichten

Und dann die Medien. Sie haben einen komplexen Auftrag. Die Verantwortlichen glauben aber doch hoffentlich nicht ernsthaft, dass die Bevölkerung so simpel ist und den Zusammenhang zwischen entsprechenden Politikern und diesem Auftrag nicht erkennt? Der weitgehend erfolgreich in der Gesellschaft installierte Moralismus (von vorherrschender Doppelmoral ganz zu schweigen) ist das Ergebnis. Eine realitätsferne, manipulative und am Thema vorbeigehende Deutung der aktuellen Situation wird kritiklos hingenommen. Mittlerweile hat sich hier, sicher nicht nur in meinem Umfeld, eine gewisse Diskussionsmüdigkeit eingestellt, was bestimmt auch zum Kalkül-Programm der Verantwortlichen gehört.

Offene und verdeckte narzisstische Methoden von Politikern

Alle sprechen über Trump. Man habe Angst in den USA, kann gelesen werden. Der kollektive Stress-Hormonspiegel sei stark erhöht, weil man nie wisse, was als nächstes passieren wird. Ich behaupte, es wird nichts passieren, jedenfalls nichts Dramatisches. Schon seit Beginn seiner Präsidentschafts-Wahlkampagne war er, von allen Seiten kommend, einem Tsunami an Verspottung und Beschimpfung ausgesetzt. Zwei monumentale Fernsehsender bekriegen sich 24/7. Mit journalistischem Ethos, sich mit einer Sache nicht gemein zu machen, hat das nichts mehr zu tun. Offen narzisstisch und emotional auf dem Stand eines kleinen Kindes kämpft der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika täglich mit seinen überbordenden Impulsen, die er auch nach zwei Jahren noch nicht unter Kontrolle zu bringen gelernt hat. Das ist das Hauptproblem, was Trump angeht. Für verschlagen und gefährlich halte ich ihn nicht. Und: wenn nicht die Amerikaner, wer sonst hätte sicher den perfekten Plan für eine, durch ihn, außer Kontrolle geratende, politisch gefährliche Situation?

Overt narcissists, also offene Narzissten, sind vergleichsweise harmlos. Ihr unvorhersehbares, spontanes Handeln macht sie in gewisser Weise auch wieder vorhersehbar. Alles Durchsetzen ihrer Vorgaben spielt sich in einem bestimmten Rahmen ab, – ebenfalls ihre Zurück-ruder- Aktionen.

Wesentlich gefährlicher sind verdeckt narzisstische, politische Protagonisten. Sie werden nicht als solche erkannt, weil sie sich hinter pseudo-sozialen Maßnahmen verstecken, damit wollen sie einen mitfühlenden, fürsorglichen Eindruck machen, während sie im Stillen andere Projekte planen. Zur Erinnerung:  destruktiv handeln verdeckte Narzissten durch Unterlassungen, – durch das, was sie nicht tun. Jeden, der sie wegen ihres nebulösen Vorgehens kritisiert, können sie einen Verschwörungstheoretiker o.ä. nennen. Aber sie selbst müssen sich meistens nicht öffentlich erklären. Diese Arbeiten werden gern durch ihre infiltrierte Entourage übernommen. Verdeckte Narzissten ziehen sich somit lautlos aus der Affäre …

Gaslighting im politischen Kontext

Augenscheinlich funktioniert unsere Gesellschaft. Sieht man genauer hin, erkennt man deutlich ausbeuterische, parasitäre Strukturen. Man erkennt Zwangsabgaben, astronomische Steuersätze, sich gefühlt jährlich anpassende Renteneintritts-Altersgrenzen (von der der russischen Bevölkerung können wir nur träumen), trotz enormer Überschüsse, die dank der EZB-Politik vor sich hinschmilzen. Von privatem Vermögen ganz zu schweigen. Aktien sollen wir kaufen, rät die Presse, klar. Keiner rebelliert. Wie meistens in Deutschland. Arbeitnehmer arbeiten intensiv, oft und lange. Manchmal reichen zwei Gehälter gerade so aus, um die Miete zu bezahlen. Offene, lachende und glückliche Gesichter findet man auf den Straßen nur noch selten. Muss das so sein?

Es wird sich gern geduckt und wenn überhaupt, hinter vorgehaltener Hand über das geflüstert, was eigentlich vollkommen offensichtlich ist. Immernoch! Immernoch funktioniert die soziale Kontrolle bestens,- dank unseres stoischen, sich sämtlichen offenen Fragen elegant oder stur entziehenden politischen Führungspersonals.

Sich einer offenen Kommunikation zu verwehren, ist ebenfalls ein wichtiges Merkmal manipulativer, narzisstischer Machenschaften. Im Umkehrschluss:  Entscheidungen innerhalb demokratischer Bedingungen zu treffen bedeutet, Zugang zu allen Informationen zu erhalten und auf Basis derer offen darüber  diskutieren können zu müssen. Stehen nicht alle Informationen zur Verfügung und darf vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Entscheidungsfindung nicht offen diskutiert werden, handelt es sich nicht um transparente, demokratische Verhältnisse. 
Und jetzt kommt die perfideste aller narzisstischen Methoden ins Spiel, – das Gaslighting.

Das kann einen schon verrückt machen. Wir kennen es alle aus privaten Situationen. Eine Person stellt sich quer, will nicht zuhören, will nicht verstehen, will nicht handeln. Man verzweifelt fast daran und wird wütend. Aber genau das sollte man lieber vermeiden.

Aufgestaute Wut, das Unverständnis über fehlende klare Kommunikation und mangelnde Transparenz, Ungerechtigkeit und Unterlassungen, führen leider oft zu impulsiven Handlungen und einer meist undifferenzierten Rhetorik.

Hat man seine Impulse, die natürlich ihre Berechtigung haben, denn sie entspringen den ungerechten und widerlichen Provokationen des Narzissten, nicht unter Kontrolle, kann dieses Fehlverhalten seitens des Narzissten gegen einen verwendet werden. Derjenige, der aufgrund grober Ungerechtigkeiten rebelliert und das Wort ergreift, wird jetzt selbst beschimpft und vom Narzissten und seinen Flying Monkeys verurteilt und öffentlich für verrückt erklärt, – als eine Persona non grata dargestellt. So die klassische Vorgehenweise;  Blameshifting. Es passiert im Privaten, wie in Unternehmen und Politischen Systemen, – also im Kleinen wie im Großen. Ich kann es nicht oft genug beschreiben. Diese Methode macht einen fassungslos. Und sich dagegen zu wehren ist fast unmöglich.

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 28 – Detaching ist die Lösung oder Wie Sie sich emotional entkoppeln

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Legen Sie den Schalter um – Klicken Sie sich weg – Klinken Sie sich emotional aus

Es war wohl doch zu kalt in Buenos Aires, nach der Hitze hier in Frankfurt, – mein Immunsystem ist vorübergehend in die Knie gegangen. Im Anschluss an meinen frühen Termin in der attraktiven HNO- Praxis am Steigenberger sitze ich bei Croissant und Café Crème im Coffee Fellows. Aus aktuellem Anlass hatte ich in Argentinien einmal mehr über das Thema Narzissmus referiert. Zwischen Lomo, Palmenherzen und Malbec diskutierten wir bis spät in die südamerikanische, kalte Nacht hinein.

Es schlägt mir jedes Mal immenses Interesse entgegen und fast jeder meiner Kollegen kennt mindestens einen Fall oder jemanden, der jemanden kennt, der die typischen Muster durchleben musste oder muss, ohne sich ihrer bewusst zu sein:

Umgarnung – Tests durch Grenzüberschreitung – immer voluminösere Forderungen – sie fühlen sich berechtigt – Triangulation/ Isolation der Zielperson – Flying Monkeys als loyales Publikum ihrer Schmierenkampagne – Massive Schwächung des vermeintlich Unterlegenen und in der Konsequenz die brutale und durchkalkulierte Durchsetzung ihrer Vorhaben

 

 

Das bedeutet übersetzt…

Immer das gleiche Schema. Und: man muss es einmal selbst erlebt haben. Nur die Begriffe zu lesen steht in keinem Verhältnis zu dem, was Betroffene während dieses Prozesses durchleben müssen. Sie werden im tiefsten Kern ihres Selbst getroffen. Die jeweilige Zielperson wird in ihrer verletzlichste Stelle erdolcht und danach unter den Bus geworfen, – das Ganze von einem ihr emotional Nahestehenden. Und nur sie spürt dieses Schmierentheater, das auf subtilste Weise stattfindet. Oder auch: wie mit einem Laser wird ihre empfindlichste Stelle genaustens lokalisiert, dann wird ihr an exakt diesem Punkt ein Stromschlag versetzt, der sie zumindest erst einmal für die nächsten Tage und Wochen außer Gefecht setzt. Dafür reicht oft schon ein einziger Satz. Diese Attacken bringen einen emotionalen Menschen zu Fall. Sie werden seitens des Narzissten minutiös geplant und mit Unterstützung ihrer vorher in Stimmung gebrachten Entourage vollzogen.

Und noch immer muss es für einen Unbeteiligten zu abstrakt klingen. Wahrscheinlich fragt er sich, wie es überhaupt zu einer derartigen Perversion zwischenmenschlichen Miteinanders kommen kann, projeziert er doch an dieser Stelle seine eigenen Ansprüche und Erfahrungen.

Die Erklärung liegt in der grundsätzlich positiven Haltung emotionaler Personen im direkten Kontakt zu anderen Menschen. Sie geben Vertrauensvorschüsse. Ist der Emotionale nicht besonders eng mit der jeweils anderen Person verstrickt, kann innerhalb des Trial and Error- Prinzips dieser Vertrauensvorschuss jederzeit zurückgefahren werden. Ganz anders sieht es aus, wenn der Emotionale in einer engeren Verbindung zum narzisstisch Gestörten steht, dessen ‚Besonderheit‘ ihm nicht klar ist.

 

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Detachment – emotionale Entkoppelung

Die einzige Möglichkeit, sich nachhaltig vor narzisstischen Übergriffen, ihrem parasitären, Ansprüche erhebenden Verhalten und energieraubenden Auftreten zu schützen, ist eine konsequente emotionale Abkoppelung von dieser Person.

Kappen Sie innerlich die Leitung, wenn es im Außen nicht geht. Das funktioniert. Hören Sie auf, die Verbindung zwischen Ihnen und der dunklen Materie mit narzisstischem Supply zu füttern. Das heißt, alles was von Ihnen aus in Richtung des Narzissten fließt, alle diese Energie, versorgt ihn nicht nur mit ‚fuel‘ sondern auch mit Möglichkeiten, aus dieser Kontaktaufnahme erneut Profit zu schlagen.

Warum das?

Bleiben Sie nach innen gestülpt und drehen Sie sich weg, denn jedes Sich Öffnen, jede Hinwendung, jedes Lächeln, jeder noch so kleine Dienst, alles Erledigen für diese Person, wirklich jede Tätigkeit in seine Richtung interpretiert der Narzisst als devoten Akt, als Zugeständnis ihm gegenüber und könnte in dem Moment, überraschend für Sie, eine erneute Plattform bieten, Sie wieder zu ‚hoovern‘, Sie wieder zu manipulieren.

Narzissten arbeiten stark mit Überrumplungstaktiken.

 

 

Zeigen Sie nach außen nur Ihr gefestigtes und selbst-verantwortungsvolles Ich

Die Voraussetzung für Ihre neue, abgrenzende Strategie ist selbstverständlich Ihre lückenlose Kenntnis über Ihre eigene Persönlichkeit. Wenn Sie contouriert und neutral auftreten wollen, müssen Sie sich in gewisser Weise selbst genügen. Ich denke, das ist ohnehin das Ziel unserer langen Reise während wir als Mensch existieren.

Wir lernen täglich ein Stück dazu, vorausgesetzt wir sind diesem Lernprozess gegenüber offen, immer weniger Dinge zu brauchen, dafür aber uns die Freiheit zu nehmen, so sein zu dürfen, wie wir sind. Wir kommen an dieser Stelle nicht darum herum, ein bisschen spirituell zu werden. Alles ist Energie. Alle Energie will fließen und sich verströmen. Allerdings nicht in Richtung eines parasitären Energie- Absaugers, sondern während sie in die für uns richtigen Kanäle fließt, bringen wir uns immer weiter auf ein höheres Frequenzlevel. Sind wir frei in unserem Energiefluss, sind wir glückliche, gesunde, jugendlich wirkende, scharfsinnige und positive Entitäten (bei dem Begriff bekommen Esoteriker bestimmt Schnappatmung) mit Talent zum Erfolg. Das können wir uns nicht nehmen lassen wollen. Wir sollten uns nur denjenigen zuwenden, die das Gesetz der Reziprozität respektieren, – für die ein ausgeglichener Energie(Zuwendungs-)-Austausch selbstverständlich ist.

Narzissten haben keine Contouren, weshalb sie selbst auch ständig Grenzen übertreten und mit ihrem hoch energischen Ego überall einfallen. Sie haben keine Kenntnis über sich selbst, über ihr Ich und ihre seelischen Besonderheiten. Es gibt keine Introspektive.

Was sie haben, ist einen extremen Hunger nach Anerkennung und Kontrolle, alles aus diesem Defizit ihrer mangelhaften, nicht gesund entwickelten Emotionalität heraus. Sie können sich nicht nach innen stülpen, – das hielten sie nicht aus. Sie müssen etwas spüren, indem sie andere kontrollieren und beeinträchtigen. In ihnen findet nichts Feines, nichts Filigranes statt. Sie spüren nur Vibrationen, die im Außen stattfinden und am besten die, die sich durch Manipulation und Ausbeutung anderer ergeben.

Ich habe gestern zufällig entdeckt, dass im österreichischen TV einer meiner Lieblingsfilme ‚Fried Green Tomatoes‘ laufen würde und habe ihn mir zum bestimmt 20sten Mal angesehen. Es geht im Großen und Ganzen um Empathie. Dieser Film ist voller subtiler Hinweise darauf, wie wenig man im Leben braucht, dafür aber unbedingt bedingungslose Zuwendung. Er zeigt eindringlich, dass die einem von einer anderen Person entgegengebrachte Loyalität, ein authentisches Interesse, Fürsorge und Wohlwollen alles Materielle an die Wand spielen. Diese abstrakten Essenzen des Lebens berühren uns Empathische doch zutiefst.

Ein Narzisst kann diese Begriffe nicht mit emotionalem Inhalt füllen. Er fühlt nichts, wenn er sie hört. Das wäre mittels Hirnscans eindeutig messbar.

 

 

Abschließend kann ich Ihnen das unten verlinkte Video von Melanie Evans nur empfehlen. Ich werde es auszugsweise übersetzen, sobald ich dazu komme. Ihr australischer Akzent ist etwas gewöhnungsbedürftig, – ihre Inhalte sind essentiell.

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 27 – Danke und weitere Pläne

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Vielen Dank für die große Unterstützung

Bevor es weitergeht, möchte ich mich für die Resonanz und die vielen eingegangenen Spenden bedanken, die mich erreicht haben. Auch wenn sie oft Symbolcharakter haben, so zeigen Sie mir dennoch Ihre Wertschätzung und geben mir wichtige Bestätigung, dass meine Arbeit für viele Leser von großer Relevanz ist.

Gleichzeitig motivieren Sie mich natürlich weiterzumachen und Inhalte immer mehr aufzusplitten, immer weiter zu differenzieren und zunehmend auch konkrete Hilfestellungen zu liefern.

Genaugenommen könnte man täglich über Narzissten schreiben. Das Interesse der Öffentlichkeit steigt zur Zeit sprunghaft an. Viele kommen in Therapien nicht weiter, wenn Sie es überhaupt dahin geschafft haben.

Ein Psychologe/ Psychotherapeut, der nicht selbst einmal unter den Auswirkungen zutiefst bösartiger, toxischer Strategien von Narzissten gelitten hat, kann niemals das Thema griffig und zufriedenstellend bearbeiten, behaupte ich. Und damit bin ich nicht allein.

Eventuell werde ich zukünftig eher kürzere Artikel mit noch stärker komprimierten Inhalten verfassen, dafür dann aber ein breiteres Spektrum anbieten.

Ich habe vor, auch Audio-Dateien zu veröffentlichen. Manchmal muss man sich Teile komplizierter Zusammenhänge narzisstischen Missbrauchs mehrfach hintereinander anhören, um sie ins eigene Bewusstsein zu bringen und um dann gegen sie individuelle Schutzmechanismen zu entwickeln.


Auch ich werde beraten

Ein ganz besonderer Dank geht nach Hamburg. Unsere sehr besonderen, tiefgehenden, berührenden Gespräche helfen mir substanziell.

Danke nach Nürnberg, liebe C., für die Feuerwerke an neuen Aspekten, die wir gemeinsam abfeiern, und neuerdings auch nach NRW, – für Ihre schonungslose Klarheit.

Vielen Dank auch nach Österreich und in die Schweiz für Ihr kontinuierliches Interesse, Ihre Mails und Ihre Fragen, die mich bestärken.

Ich spreche ausschließlich mit Persönlichkeiten, die mich stark beeindrucken, nicht nur wegen ihrer Intelligenz und Eloquenz, nein, sie schaffen es, eine wohltuende Wärme und Empathie zu verbreiten, die ich so vorher selten erlebt habe.


Beratung via Skype

Es wird bald, allerdings dann gegen Honorar, Beratungen via Skype geben. Der persönliche Austausch, im direkten Gespräch, kann einfach noch viel mehr bewirken. Dazu bald mehr.

Aktuell

Geplant ist für heute die Veröffentlichung von ‚Destruktive(n) Beziehungen zu Narzissten 28 – Detaching oder Entkoppeln Sie sich emotional‘.

Ich werde ein Video einfügen, dessen Moderatorin zwar wegen ihres australischen Akzentes schwer zu verstehen ist, ihre Aussagen sind allerdings entscheidend für  den eigenen Heilungsprozess. Im Laufe der Zeit werde ich wichtige Passagen dann auszugsweise übersetzen.

Spenden

Unter ‚Destruktive Beziehungen zu Narzissten 24‘ finden Sie eine Verlinkung zu meinem Paypal Account, wenn auch Sie daran interessiert sind, mich in der Entwicklung weiterer Inhalte zu unterstützen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Beitrag dazu leisten könnte, dass es Ihnen bald besser geht und Sie sich komplett von toxischem Einfluss manipulativer Persönlichkeiten aus ihrem näheren Umfeld befreien könnten.