Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 36 – Ein Beitrag von H.G. Tudor via narcsite.com ‚Meghan Markle, a very royal narcissist‘

Armer Harry – er konnte es nicht wissen

 

https://www.google.de/amp/s/narcsite.com/2018/05/17/a-very-royal-narcissist/amp/

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Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 30 – Ein Leben in Würde Teil II

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Logische Verkettung

Zunächst: die Übersetzung eines verbreiteten Stereotyps

Wir alle sollen uns selbst lieben. Dieser Satz steht in kryptischer Form sogar in der Bibel, – ‚liebe deinen Nächsten, wie dich selbst‘. Er ist nicht nur die Basis aller esoterischen Bewegungen, auch einiger philosophischer  Ansätze wie zum Beispiel dem hinduistischen, – er verkörpert die Kern-Botschaft sämtlicher psycho-therapeutischer Ansätze, ist Bestandteil in Partner-Therapien und ein Aspekt in erziehungswissenschaftlichen Ratgebern, – dabei geht es um funktionale Grenzsetzung auch seinen Kindern gegenüber. Die Liste ließe sich auf viele andere Bereiche ausweiten.

Ich nehme zwar hier Abstand von allen diesen Kategorien, möchte aber trotzdem erwähnen, dass ich selbst als Hoch-Sensitive ein holistisches Weltbild habe und mich täglich mit Energien und Intuitionen auseinandersetze, denen wir alle zweifelsfrei ausgesetzt sind, beziehungsweise die wir fühlen. Wir alle erleben Fremdenergien und unsere variierenden eigenen Energien, je nachdem, was uns passiert oder wie wir uns verhalten. Aber was genau hat das mit pathologischen Narzissten und ihrer Wirkung, ihren Attacken oder schleichenden, verdeckten Angriffen auf uns, zu tun? Darauf komme ich später noch einmal zurück.

 

Wir sollen uns also selbst lieben, heißt es, aber was bedeutet das eigentlich?

Selbstliebe ist eigentlich der zweite Schritt, wenn es darum geht, sich zu einem POWERHOUSE zu entwickeln. Zuerst muss etwas anderes passieren. Das ruft im Normalfall die Betrachtung der Zeit als Kind, innerhalb seiner Ursprungsfamilie, auf den Plan.

Denn wir müssen uns selbst genau kennen. Wir müssen in den langen Jahren des Aufwachsens, mit substanzieller Unterstützung unserer Familie, erfahren haben dürfen, wer wir überhaupt sind und welche Besonderheiten uns ausmachen, bevor wir im Optimalfall gestärkt, mit diesen essentiellen Informationen, in die Welt hinaus ziehen, uns ausprobieren und sukzessive immer mehr dazu lernen. Als Kind und Heranwachsender braucht man die Spiegelung im liebevollen Außen, ohne sie bleibt man orientierungslos und gefährdet gegenüber Individuen und Systemen, die aus dieser Orientierunglosigkeit ihren Vorteil ziehen.

Wir können nur bewahren und beschützen, was wir kennen. Alles andere wäre zu diffus. Und deshalb angreifbar. Also bedeutet der Satz, sich selbst zu lieben eigentlich, dass man das, was einen im Speziellen ausmacht, im Wesentlichen die ureigenen, tiefsten Gefühle (die eigene emotionale Identität, sozusagen der seelische Fingerabdruck oder das seelisch-geistige Alleinstellungsmerkmal), bewahrt, verteidigt, kultiviert, zur persönlichen Weiterentwicklung nutzt, zur Verbindung mit anderen einsetzt, andere heilt und deshalb liebevoll beschützt. So wie man, im Normalfall, sein eigenes Kind kennt und beschützt, so sollte man natürlich auch sein tiefstes Inneres, seine einzigartige Identität, verteidigen. Und deshalb: man soll sich lieben. Sich als Synonym für alles, was man über sich selbst weiß.

Ich möchte zwar nicht abschweifen, aber an dieser Stelle ist es sinnvoll, auf diejenigen meiner anderen Texte hinzuweisen, die sich inhaltlich mit fehlgeleiteten elterlichen Verhaltensweisen gegenüber ihrem Kind, während der Kindheits- und Juvenilphase, befassen. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich die Schwierigkeiten vorzustellen, die einen Menschen ein Leben lang besetzen, hat er sich nie selbst kennen lernen dürfen. Es bleibt einem nur demjenigen bei der Aufarbeitung seines Schicksals viel Kraft und viel Erfolg zu wünschen.

 

Hat man diese Grundvoraussetzung verstanden …

Wenn man weiß, was man gar nicht, mittelmäßig gut, gut, verhältnismäßig gut oder sogar hervorragend gut kann, dann hat man die Basis für etwas geschaffen, was einen in die eigene, persönliche Kraft setzt. 

Zusätzlich muss man wissen, wie die eigene Emotionalität sich herausgebildet hat. Viele können gar nicht beschreiben, was sie überhaupt fühlen. Das nennt man ‚emotional illiteracy‘, sie sind sozusagen emotionale Analphabeten. 

Sich freiwillig oft mit dem zu befassen, was man nicht gut kann und deshalb auch nicht gern tut, wäre nicht klug. Es wäre kontraproduktiv und fällt in die Kategorie ‚Selbstsabotage‘. Warum sollte man sich immer und immer wieder mit Buchführung beschäftigen, wenn Zahlen eine eher narkotisierende Wirkung auf einen haben. Man spürt es doch ganz deutlich, wie sehr die fehlende Resonanz mit diesen Schriftzeichen einen anstrengt.

Aber es gibt Menschen, die bringt die Beschäftigung mit Steuerrecht, Buchführung und ähnlichem auf eine höhere Frequenz. Sie blühen regelrecht auf, wenn es darum geht, Ordnung und Kategorien in einen Tsunami an unüberschaubaren Zahlenbergen zu bringen. Sie fangen einfach an und arbeiten sich in Mini-Schritten vor, bis sie zu einem Ergebnis gekommen sind. Für mich unvorstellbar. Bei der Vorstellung fange ich an zu hyperventilieren. Diese Beschäftigung beflügelt diese Personen, – sie macht sie gesund und glücklich. Und am Ende stolz, es geschafft zu haben. Der zu erwartende Dopamin-Ausstoß hält sicher tagelang, wenn nicht noch länger, an und gibt ihnen Motivation für einen vielleicht noch größeren Zahlenberg.

Das ist das Prinzip.

 

Finden Sie es heraus

Finden Sie heraus, was Sie auf Ihre höchste Frequenz bringt, – neben der Liebe an sich und natürlich Ihrer Sexualität.

Finden Sie heraus, welche Beschäftigung Sie so hingebungsvoll bindet und regelrecht in Vibration versetzt, dass Sie Tag und Nacht vergessen, ebenso wie etwas zu trinken oder zu essen. Sie verlieren, während sie von ihr ‚positiv gefangen genommen’ worden sind, jegliches Gefühl für Zeit und Raum. Es ist, wie ich behaupte, bei jedem nur eine einzige Sache (manche behaupten, sie hätten Verschiedenes), die zu identifizieren ist.

In meinen Beratungen werde ich oft gefragt, wie man denn herausfindet was diese eine Sache ist. Diese Frage ist natürlich vielsagend, denn früher oder später sollten wir alle gespürt haben, was uns so sehr erfüllt, dass wir nichts und niemanden brauchen, sondern ganz allein in Hochfrequenz zu einem glücklichen, strahlenden Kraftwerk werden.

Diejenigen, die es noch nicht wissen, haben nur eine schwache oder eine gestörte  Verbindung zu sich selbst. Warum das so ist, würde mehrere neue Textseiten füllen. Zu einem Grund, nämlich der gezielten Sabotage durch einen pathologischen Narzissten, komme ich gleich noch.

 

Wie spürt man, was einen in Hochfrequenz versetzt?

Ich rate jedem, der nicht länger unter seinen Möglichkeiten bleiben will, einmal ganz allein und ohne Verbindung (auch keine digitale) nach außen, für ein paar Tage in der Natur zu bleiben. Gehen Sie in ein Haus am Meer, auf eine Almhütte oder in den Wald. Dort können Sie nicht anders, als Ihren inneren Gesprächen zuzuhören. Nach einiger Zeit des Zur-Ruhe-Kommens werden Sie erfahren, was genau es ist. Das, was Sie ausmacht, was Sie immer schon am liebsten ausschließlich getan hätten, besonders gut können und deshalb leidenschaftlich gern machen möchten. Die Angelegenheit, mit der Sie die Gemeinschaft bereichern, mit der Sie ‚contributen‘ können. Sie werden es spüren.

Nehmen Sie ein Diktaphon mit und sprechen Sie sofort nach dem Aufwachen Ihre Gedanken hinein. Vielleicht hatten Sie am Abend vorher Fragen an sich selbst. Sie werden morgens Antworten bekommen. Der Zustand direkt nach dem Aufwachen ist deshalb interessant, weil die Gedanken noch stark mit dem Unterbewusstsein verbunden sind. Zeiten mit sich allein sind enorm wertvoll. Aber das wissen Sie vielleicht schon längst. Holen Sie das Meiste aus der Situation für sich heraus.

Natürlich spielt, ganzheitlich betrachtet, auch die Ernährung in dieser Alleinzeit, Verzicht auf Giftstoffe und der tiefe Wunsch, etwas über sich zu erfahren, eine Rolle. Unser Gehirn sollte sich, wenn es um Klarheit geht, in einer hormonellen Homöostase befinden. Wenn Sie sich dann auch noch ein bisschen bewegen, – Sie werden die Kraft dazu haben (denn es gibt ja keine Fremdenergien), werden Sie sehr tief schlafen können. Sie werden auf gedankliche Ebenen kommen, die im Alltag und durch permanente Attacken unangefragter Informationen sonst unerreichbar sind.

Nicht umsonst gibt es bei Vielen den Wunsch, für begrenzte Zeit in ein Kloster zu gehen oder sogar ein Dark-Retreat zu erleben. Ich selbst bevorzuge in diesen Situationen auch die absolute Stille und keinerlei Kontakte zu anderen Menschen, was zweifellos mit meiner Hochsensibilität zu tun hat. Also kann ich auch nur diese Form der Kontemplation empfehlen.

 

Nur ungern zerstöre ich das hier entstandene Bild der reinen Verbindung zu sich selbst mit unserem Hauptthema

Aber es muss sein. Es ist sogar essentiell. Denn genau diese Verbindung zu sich selbst, diese Hauptschlagader oder diese Starkstromleitung zu sich selbst und zu seinem Wissen über sich selbst und über die eigenen Möglichkeiten, – diese Verbindung wird durch narzisstische Angriffe gekappt oder modifiziert, zerstört oder um- und fehlgeleitet. Fehlgeleitet deshalb, weil Opfer von Narzissten in einer Beziehung zu ihnen noch lange hoch in ihrer Kraft stehen und wie ein Kraftwerk arbeiten und perfekt funktionieren, Tag und Nacht.

Der Unterschied ist:  sie tun es nicht für sich. Der pathologische Narzisst hat es geschafft, dass die empathische Person ausschließlich für ihn arbeitet und seine Bedürfnisse bedient. Sie ist so manipuliert, dass sie es noch nicht einmal merkt. Alles im Namen der Liebe.

 

 

 

 

 

(Foto: pixabay)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 30 – Ein Leben in Würde Teil II

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Wie man sich langsam aber kontinuierlich zu einem POWERHOUSE entwickelt

In Kürze hier auf schonausprinzip.com

Pappa

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Für immer Dein Vorschoter

Im Norwegischen schreibt man Papa mit zwei P. Und ich finde, mit zwei P hört sich Papa auch viel mehr nach Pappa an. In dieser Betonung des P liegt eine andere Dimension, – die beiden Konsonanten zusammen bedeuten eine stärkere Erdung. Zumindest fühlt es sich für mich so an. Und das macht mich glücklich, Pappa.

In ein paar Tagen hast Du wieder einmal Geburtstag. Ich weiß nicht warum, aber schon seit Wochen bin ich sehr emotional und ich werde den Gedanken nicht los, dass ich noch so viel mit Dir erleben und Dir noch so viel zeigen möchte. Vielleicht ist es so, weil es mich mit tiefer Scham erfüllt, dass ich im letzten Jahr nicht bei Dir war, als es Dir so schlecht ging.

Aber nun haben wir uns ja wieder und ich plane nicht, das jemals wieder zu ändern. Würde es Dich sehr belasten, mir noch einmal ganz genau die Geschichten von früher zu erzählen, als Du klein warst und diese für uns heute unvorstellbaren Dinge um Dich herum passiert sind? Ich möchte sie gern alle notieren und später veröffentlichen.

Zum Beispiel die Geschichte mit der Leica, die Dein Opa vor den Amerikanern für Dich retten wollte und im Hof vergrub und dann, vor Angst, doch herausrückte? Es muss schrecklich gewesen sein, – sicher fürchterlich beängstigend.

Oder die Erlebnisse mit Benno, dem schlitzohrigen Dobermann, der dann von Bob abgelöst wurde, dem Anti-Typen eines Deutschen Schäferhundes, der keinem Einbrecher jemals etwas hätte zuleide tun können, schwanzwedelnderweise? Stell Dir vor, ich kann mich noch an ihn erinnern, – er lief neben mir her, hatte dunkles Fell und überragte mich. Aber ich hatte keine Angst, nicht die Spur, was wohl an Deiner sonoren Stimme lag. Du sagtest ihm, er solle mich beschützen. Ich bin heute noch froh, dass er das nicht musste…

 

Du weißt immer alles

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Du jemals das Wort gegen mich erhoben hättest, geschweige denn Deine Hand. Du hast sowieso, und wenigstens das habe ich Dir regelmäßig gesagt, die schönsten Hände der Welt, auch wenn sie inzwischen von Deinen vielen Stunden an Deck sonnengegerbt sind.

Ob mit Dir an Bord, wo Du sorgfältig Dein Tauwerk sortierst, oder immer, wenn ich in einem Deiner beiden museumsartigen Zimmer jeweils am Tisch Dir gegenüber sitze, bist Du hoch konzentriert, reparierst irgendetwas winzig Kleines und schraubst und klebst, schreibst oder setzt zusammen und ich starre jedes Mal wie gebannt auf Deine perfekt manikürten, gebräunten Hände, die mir, als ich ein kleines Mädchen war, soviel bedeutet haben. Es ist heute noch so.

Du hättest allerdings oft etwas beherzter zugreifen können, wenn wir nebeneinander hergegangen sind und ich nach oben zu Dir hoch sah, Deine Hand suchte und griff. Ich habe mir doch immer Mühe gegeben, möglichst alles richtig zu machen. Mir ist bewusst, dass Du ein sehr junger Vater warst und durch mich Deine Freiheit beschnitten sahst. Ihr wart beide zu jung und hattet den ‚Mehrwert‘ durch die Bereicherung eines Kindes noch nicht im Blick. Alles das weiß ich.

Ihr seid immernoch nicht ganz im Bilde darüber, wie stolz ich Euch unter gewissen anderen Umständen hätte machen können, aber nun habe ich mich damit arrangiert. Eure Generation war stumm, wenn es um Anerkennung und Emotionen ging. Kein Wunder, nach 45.

 

Professor Pappa

Von Dir habe ich diese bedingungslose Weltoffenheit. An jedem Sonntag Vormittag schaltetest Du den Kultursender ein und oft hörten wir dann beim Frühstück, das Du liebevoll vorbereitet hattest, Folklore der peruanischen oder bolivianischen Hochebenen. Du erzähltest mir dann von der Bevölkerung dort, welche Züge sie tragen und welche Gewänder. In meinen Augen wusstest Du und weißt heute noch alles. Wie früher Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt. Warum bist Du nicht Professor für Angewandte Kulturwissenschaften oder warum hast Du keinen Lehrstuhl an der Hochschule für Nautik und ich könnte hier unzählige Themenfelder anführen? Ich habe Dir immer problemlos alles zugetraut. Alles.

Ach ja, Dein Vater und noch jemand, sie haben alles dafür getan, dass Du nicht… Are we History repeating?

 

Pläne

Mein Gott, es wäre doch so einfach gewesen, mit Dir überall hinzufliegen. Warum habe ich es nicht einfach gemacht? Vor allen Dingen nach Peru, in die Anden, – dahin, wohin wir uns an diesen für mich unvergesslichen frühen, sonntäglichen Morgenstunden überall hingeträumt haben. Oder nach Sibirien oder in die Mongolei. Heute lässt Dein Rücken diese Reisen nicht mehr zu.

Aber trotzdem habe ich Pläne. Es gibt Gegenden, die wird Dein Rücken zulassen müssen, ob er will oder nicht. Du wirst Menschen treffen, die Dich schon lange kennen lernen möchten und Du wirst begeistert sein. Ich freue mich darauf.

Ich vermisse die Zeiten, in denen Du so oft bei uns warst und auf Thure aufgepasst hast. Diese Gespräche mit Dir, besonders die politischen, so glasklar ist Dein Verstand, sind unerreicht. Und was haben wir gelacht. Du bist einzigartig und neben Thure der liebenswürdigste Mensch, den ich kenne. Du bist einfach so wahnsinnig witzig und schnell, trotz Deines fortgeschrittenen Alters. Niemand ist so witzig, wie Du!

Bitte bleib noch ein bisschen bei mir, Pappa.

Deine Klara

(Foto:pixabay)

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 35 – Wo fängt Gewalt eigentlich an?

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Konkret oder abstrakt – Gewalt und Grenzüberschreitungen fangen viel früher an, als es den meisten bewusst ist


Letztens fand ich mich im XX. Polizeirevier der Stadt Frankfurt am Main wieder. Dort hatte ich ein nettes Gespräch mit einer sympathischen und sehr interessierten Oberkommissarin, die mich über meine rechtlichen Möglichkeiten aufklärte.

Ich sah mich gezwungen, eine Anzeige wegen schwerer Beleidigungen zu erstatten. Die beschuldigte Person hatte mir den Gefallen getan, diese schön geordnet und sich im Grad der Ehrverletzung fanatasievoll steigernd, über den Zeitraum einer Woche, täglich per E-Mail an mich zu versenden. Die Beweislast ist also erdrückend. Dem Ganzen musste man Einhalt gebieten. Was war passiert?

 

Meine Antennen funktionieren also

Anhand einiger weniger Koordinaten, ungefähr fünf (bei Interesse, bitte eine Mail schreiben), wurde ich erst langsam etwas unruhig und wachte dann, eines Morgens, drei Tage vor einem ersten geplanten Treffen mit dieser Person, aufgelöst und mitten in einer Angst-Attacke auf. Endlich, endlich, endlich nehme ich Warnhinweise meines Körpers ernst. Auch wenn diese Person nicht zu der Gruppe der High Grader (narcsite.com) unter den Narzissten zählt, mit Verlaub, so war die Identifikation dennoch nicht so leicht. Das letzte Telefonat, die letzten arglos und unvorsichtig dahingeworfenen Sätze, hatte die Person demaskiert. Ich kombinierte und sollte tatsächlich Recht haben.

Das geplante Treffen hatte ich freundlich abgesagt. Eine normale, gesunde Reaktion wäre gewesen, dieses vielleicht schade zu finden, die Glückwünsche zu erwidern und zum Alltag zurück zu kehren.
Statt dessen hatte ich bei der betreffenden Person eine schwere narzisstische Kränkung ausgelöst.

Die kurzen Texte, die mich daraufhin erreichten, zeugen  meiner Meinung nach von einem psychiatrisch interessanten Fall. Nach § 185 fallen sie unter Beleidigungen und stellen klar eine Straftat dar. Es gibt in solchen Fällen eine polizeiliche Vorladung, danach evt. sogar eine kleine Einladung beim Staatsanwalt und natürlich Schmerzensgeld, denn es handelt sich klar um verbale Gewalt.

Es kennt sich ja nicht jeder beim Thema Narzissmus aus, – eine eher zart besaitete Person könnte nach diesen verbalen Entgleisungen auch traumatisiert sein, insofern hat Schmerzensgeld wegen Ehrverletzung und Herabsetzung natürlich seinen Grund.

Zeitgleich mit meinem Aktenzeichen, das ich heute von der Polizei erhielt, kam ein Entschuldigungsschreiben seitens der Beklagten, der juristische Fachausdruck sowohl für männliche, als auch weibliche Beschuldigte (die Person). Als wäre nichts geschehen. Keine wirkliche Reue. Kein Bewusstsein über die Tat. Ein Übergang zur Tagesordnung. Man könne sich vielleicht doch einmal treffen, wie wär’s?

Den nächsten Schritt wird mein Anwalt für mich gehen, indem er zur Unterlassung jeglichen Kontaktes mahnt. Ansonsten droht Bußgeld. Ich werde wohl in Zukunft lieber den Hinterausgang benutzen.

 

O.K. das war leicht – aber wo fangen abstrakte Grenzüberschreitungen an?

Wenn ich dann Ende Oktober endlich dazu komme, meine Textreihe über ‚Erfülltes Leben nach eigener Bestimmung‘ oder über ‚Your own best Interest‘ fortzusetzen, wird es eine Verbindung zu diesem Artikel geben. Gewalt ist nicht immer offensichtlich. Jeder darf sie für sich individuell definieren. Die Standards werden jeweils in der eigenen Ursprungsfamilie gesetzt. Unterlassung ist auch eine Form von Gewalt, das Negativ dazu. In der Kinderschutzgesetzgebung läuft sogar das Unterlassen von adäquater Anregung für das Kind schon unter Gewalt.

Im Beziehungskontext könnte man formulieren, dass sämtliche Verhaltensweisen einer Person, die (wissentlich) die andere Person an ihrer persönlichen Entfaltung hindern oder sie hemmen, schon als gewalttätig einzustufen ist.

Und da offen gewalttätiges Verhalten strafbar ist und ein pathologischer Narzisst nicht über die nötigen emotionalen Fähigkeiten verfügt, seine Bedürfnisse und Vorhaben sozialverträglich durchzusetzen, bedient er sich der Manipulation. Je nachdem wie gerissen und intelligent er sich verhält, desto undurchsichtiger sind seine Manöver.

Will man Narzissten nachhaltig aus seinem Umfeld exkludieren und erfolgreich antizipieren können, muss man sich eindringlich mit ihren Methoden auseinandersetzen. Im Laufe der Zeit gelingt es einem, sich umzuprogrammieren. Plötzlich erkennt man die Merkmale nach kürzester Zeit.

Gerade klingelt das Telefon. Es soll mir ein Blumenstrauß geliefert werden, ob ich denn zu Hause sei. Vielen Dank, ich möchte keine Blumen.
(Foto: pixabay)

Kleinste Kreise

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Johannesburg, 1. Oktober 2018

… und dann geht nur äußerst selten ein Bild hinein

‚Hei Lise, ser fram til å snakke med deg snart, beste hilsen‘, schreibt sie und schickt die Mail sofort los. Einiges an Korrespondenz hatte sich angestaut.

Es ist sieben nach elf und sie sitzt im weißen Bademantel am Schreibtisch, sich darüber im Klaren, dass es fast blasphemisch ist, nicht mit den anderen auf Safari zu gehen. Aber inzwischen ist sie ganz und lieber bei sich. Selbst an diesem besonderen Ort. Die Zeit, die sie für sich allein hat, kann unter gewissen Umständen Ideen hervorbringen, die sich im Geschnatter oberflächlicher Zusammenkünfte mit anderen gar nicht erst auch nur ansatzweise entwickelten. Gespräche mit sich selbst, Reflexionen über das Gewaltige alles bisher Erlebten, kurze Aufzeichnungen, kleine Theoriekonstrukte, angedachte Theaterstücke, zarte Visionen oder kühne Pläne, – dafür braucht sie Raum. Das Hyatt stellt ihn ihr bereitwillig zur Verfügung.

Es gibt nur einen einzigen seltenen Grund, dieser Überzeugung eine Art Antithese entgegen zu setzen. Aber genau der fällt in die Kategorie der vorsichtigen, zarten Visionen.

‚Wissen Sie, es müsste in meinem ‚Fall‘ schon sehr vieles zusammenpassen, und dann gibt es vielleicht eine ganz kleine, winzig kleine Chance …‘ , hieß es in einem Brief an das exklusive Institut, das sie mit der Suche nach eben einer solchen Antithese ein paar Monate zuvor beauftragt hatte. Ein allerletzter Versuch. Die Besitzerin des besagten Institutes reagierte ziemlich gereizt auf diese Formulierung und antwortete etwas patzig, dass sie öfter als nur ‚gelegentlich‘ Erfolg mit ihren Vorschlägen hätte. Wirklich?

Wie so oft fühlte sie sich nicht komplett verstanden, hatte sich aber schon so sehr an das standardmäßige Unverständnis von außen gewöhnt, dass sie sich, etwas ermüdet, jeden weiteren Erklärungsversuch sparte. Tausend Stäbe.

Und scheiterte dieser letzte Versuch, hätte sie sogar eine Art hämische Gewissheit darüber, dass es eben wirklich niemanden gibt, der mit ihren teils widersprüchlichen Eigenschaften in Resonanz gehen könnte. Dann würde sie sich nur bestätigt fühlen und könnte sich dem Absoluten hingeben, sich abzuschotten und ausschließlich zu schreiben. Ein Paradox. Und wenn sie der einzige Mensch auf der Welt wäre, fast trotzig, der niemanden brauchte. Sie schiebt ihren Stuhl nach hinten, lehnt sich zurück und atmet tief und entspannend durch.

‚Als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt‘. Man muss kein Panther in einem Pariser Zoo sein, um sich im ‚allerkleinsten Kreis‘ zu drehen.

Auf ihrem ursprünglich adrett zurecht gemachten Frühstückstablett hatte sich eine Verwüstung an Croissantfragmenten, klebriger Erdbeermarmelade und Butter entwickelt. Der restliche Kaffee in der hübschen Schnabelkanne war inzwischen kalt geworden. Sie steht auf und stellt das Tablett links auf den kleinen Beistelltisch, der zusammen mit einem riesigen, ethnogemusterten Ohrensessel vor dem Fenster ein Ensemble bildet und vor den noch geschlossenen Vorhängen einen geschmackvollen Kontrast darstellt. Auf dem Gang kommt es regelmäßig zu dumpfen Schlägen zufallender Zimmertüren. Heiteres Geschäftige rund um den täglichen Betrieb eines Fünf-Sterne Hotels lässt eine hohe Auslastung erahnen. Aber sie ist froh niemanden sehen zu müssen und lässt sich ein heißes Bad ein.

Die Landung auf einem Hochplateau, ebenso übrigens auf dem von Addis oder auch Mexico City, birgt für sie immer die Gefahr einer Migräne. Sie weiß das und stellt sich dann jedes Mal tot, bis die ersten Anzeichen verschwunden sind. So auch am Tag zuvor. Die Bettdecke bis an die Ohren gezogen, das Zimmer abgedunkelt und auch ansonsten bitte keine Reize. Und mitten in dieses Totstell-Prozedere platzte der erfrischende Text eines Mannes, der nicht zuletzt, oder vielleicht gerade wegen ihnen, mit seinen Sätzen nun auf dem besten Weg ist, ihr Interesse auf denkbar unterhaltsamste Art zu provozieren.

Das Ärgerliche ist nur, Frau R. hatte ihn vorgeschlagen. Sie muss lachen. Sollte das jetzt etwa ein Zugeständnis bedeuten? Nach einer Reihe skurriler Anti-Vorschläge, die nicht im geringsten das verkörperten, was sie sich bei Vertragsunterzeichnung in einem dieser Frankfurter eleganten Hochhaus-Komplexe gewünscht und erhofft hatte, sehnte sie sich nun regelrecht den Ablauf der vereinbarten Zeitperiode herbei. Das alles schien ihr absurd und nicht adäquat. Es hatte sie eher abwechselnd gestresst oder gelangweilt. Ein Fehlversuch eben, aber immerhin ein Versuch. Man will sich ja nicht vorwerfen lassen, nicht wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt zu haben.

Und jetzt das. Der Laserpunkt ins Zentrum ihres Innersten, – ein textgewordener Trigger der Schaltstelle ihrer Lebensenergie. Zugegeben, ein sehr gelungener Auslöser, der einzig vorstellbare, wirksame, um sie auf Frequenz zu bringen. Als die Mail sie erreichte und die ersten Zeilen ihre Aufmerksamkeit weckten, schob sie die tadellos gemangelte, blütenweiße Bettdecke zur Seite, nahm ihre grauen Ohrenstöpsel heraus und setzte sich aufrecht, alle vier XXL-Kissen hinter sich ungeduldig in den Rücken gequetscht. Das gibt‘s doch gar nicht, dachte sie vor sich hin lächelnd und las weiter.

Das Fenster ist geöffnet, eine Alternative zur Air-Condition, die absolut ernsthaft in Erwägung zu ziehen ist in unserem von uns selbst so oft entfernten, modernen Leben. Merkwürdige Geräusche angestoßener und deshalb schallender Stahlrohre lassen sie aufhorchen. Sie reißt die dunkelbraunen Vorhänge auf und steht direkt vor einem Südafrikaner in kobaltblauem Einteiler, fest eingehängt und eingezurrt in orange-beiges Bergsteigergeschirr inklusive Helms. Der Fensterputzer. Sie ist immernoch im Bademantel. Er ist sichtlich erschrocken. Mittlerweile ist es zwölf Uhr neunzehn. Er schaut sie irritiert an und bekommt von ihr erst einmal ein Glas stilles Louisenquelle aus Deutschland angeboten, was er dankend annimmt, sie erst mit dem Weiß seiner Augäpfel anstrahlt und es dann hastig in einem Zug herunterkippt.

Man könne doch zusammen ins Literaturhaus gehen, hatte der Verfasser des inspirierenden Textes während ihres ersten Telefonates, ein paar Tage zuvor, angeregt. Gern, dachte sie, auch wenn ihr der Kunstbetrieb zuweilen zuwider ist. Zu absolut, der bisweilen akademisch arrogante Anspruch auf Deutungshoheit. Kant äußerte sich seinerzeit genial zum Thema ‚Von der Kunst überhaupt‘ (Kritik der Urteilskraft, 1790), darüber, was ein Schriftsteller oder Künstler an sich überhaupt beabsichtigt und woher er ‚das’ nimmt. Unerreicht sein Gedankenkonstrukt dazu.

Ihr letztes Erlebnis im Literaturhaus war nicht zuletzt deshalb ein kleines Desaster. Sie war allein dort hingegangen. Das Ganze liegt ungefähr drei Jahre zurück. Nein, es war nicht etwa ein Geltungsbedürfnis, das sie dazu gebracht hatte, sich am Ende der Veranstaltung heftig mit einem der flapsigen Literaturkritiker anzulegen. Schuld war eher das eine Glas Grauburgunder. Er hatte frech und überheblich behauptet, Murakami könne nicht schreiben. Sie dagegen, unzählige Male in Japan gewesen, brachte die Frage nach kongruenter Übersetzung ins Spiel und die eklatante und mit nichts zu vergleichende Andersartigkeit der japanischen Kultur. Ja, natürlich kann man sich seitenweise über die Textur, Muster und Farbe japanischen Bastes auslassen, ein Schriftsteller darf das. Was bildet sich ein dahergelaufener deutscher Literaturkritiker eigentlich ein, der möglicherweise noch nie einen Fuß auf japanischen Boden gesetzt hatte. Hat Kunstbewertung nicht schon so viel Blödsinn und Hochstilisiertes hervorgebracht. Absurde Auslegungen in stundenlangen, ermüdenden Vorträgen, nach und vor eitler Zusammentreffen und klingender Champagnergläser.

Es fällt ihr ein, dass sie diese Erwägungen nun vielleicht nicht mehr länger mit sich selbst diskutieren muss. Der Hauch von Hoffnung besteht, dass sich eine wohltuende Synthese entwickeln könnte.

Ihr Badewasser ist sicher inzwischen genauso kalt wie der Kaffee, vierzehn Uhr neun. Sie steht vom Schreibtisch auf und geht Richtung Badezimmer …

(Foto: pixabay)

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 33 – Crash-Kurs in Sachen typischer Schmierenkampagnen – How smear campaigns typically work.  The social ingeneering case Kavanaugh

Das narzisstische Tool der Demontage – basierend auf Hypokrisie


Obwohl ich Ihnen noch die Fortsetzungen des Artikels 30 zum Thema Selbstmanagement schulde, möchte ich aus aktuellem Anlass ein anderes Thema zwischenschieben.

Ich selbst habe solche Kampagnen gleich zwei Mal durchleben müssen, – sie passieren täglich, werden allgegenwärtig eingesetzt und laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Die betroffenen Personen, die demontiert werden sollen, sehen sich massiver falscher Anschuldigungen ausgesetzt und laufen dem ‚Auftraggeber‘, also entweder einem einzelnen Narzissten oder einer narzisstisch arbeitenden Gruppe oder Organisation, unvorbereitet und direkt ins offene Messer.



Nichts, als ein kalkuliertes, perfides Manöver – nothing but a  calculated, perfidious maneuver



Mit ihrem (natürlich) berechtigten, vehementen Protest, mit dem sie sich gegen falsche Anschuldigungen, Verunglimpfungen und Verleumdungen wehren, sollen sie sich coram publico wirksam selbst diskreditieren. Meistens funktioniert diese Vorgehensweise hervorragend und der jeweilige Narzisst, respective die narzisstische Gruppe kommt zu seinem/ ihrem Ziel, nämlich den Betroffenen demontiert und isoliert zu haben. Narzissten arbeiten innerhalb von Schmierenkampagnen immer nach dem gleichen Prinzip.

Auch politische Organisationen, wie zum Beispiel aktuell die Demokraten in den USA, versuchen mit dieser Methode ihr Ziel zu erreichen, bei den midterm elections, den im November stattfindenden Wahlen der Senatoren, die ins Capitol einziehen, die Mehrheit zu erzielen. Die midterms finden alle zwei Jahre, also zu und genau zwischen zwei Präsidentschaftswahlen statt und sind strategisch fast wichtiger, als die eigentlichen Präsidentschaftswahlen.

Zur Zeit haben die Republikaner, die GOP (Grand Old Party), eine hauchdünne Mehrheit und können weitgehend ungehindert im Capitol Beschlüsse durchsetzen. Trump hat es somit leichter, seine Vorhaben durchzubringen. Das wollen die Demokraten natürlich ändern und dazu ist ihnen, wie man in den Medien verfolgen kann, jedes Mittel Recht.

Geradezu lächerlich: heute konnte man in der WELT einen Artikel gegen die gesamte konservative Republikanerschaft und Brett Kavanaugh lesen, dem konservativen Richter, der von Trump für den Supreme Court nominiert wurde und dessen Wahl nun, sehr knapp vor den midterms, von den Demokraten angefochten und somit instrumentalisiert wird. Seit seiner Nominierung sieht er sich einer gewaltigen, sämtliche Grenzen des guten Geschmacks übertretenden, Schmieren-Kampagne ausgesetzt. Und nun fühlen sich zu allem Überfluss auch noch deutsche Journalisten berufen, den Demokraten in dieser Angelegenheit loyal zur Seite zu stehen.

Die absurden Auswüchse einer sich weltweit durchsetzenden Identitätspolitik nehmen ungeahnt widerliche Ausmaße an.

 

Was passiert typischerweise während einer solchen Kampagne und wie konzertiert gehen die Demokraten vor?

Ich möchte an dieser Stelle kurz und kompakt den typischen Ablauf dieser manipulativen Methode erläutern.

Allen Anfang macht üblicherweise die Hypokrisie

Ob im privaten Umfeld oder politisch, im aktuellen Fall ist es das angebliche Mitgefühl für eine von Kavanaugh angeblich sexuell missbrauchte Psychologie-Professorin, derer sich die Demokraten angenommen haben. Angeblich war ihr Brief an die im Senat leitende demokratische Senatorin Dianne Feinstein anonym und sollte genauso angeblich nicht zu einer öffentlichen Erklärung der angeblich missbrauchten Professorin führen. Diese sollte dann
doch, nach einem angeblichen Hin- und Her (Feinstein hielt Informationen gezielt zurück – withdrawal), vor dem juristischen Ausschuss  des Senates aussagen und ihre schweren Anschuldigungen gegen Kavanaugh, der seitens des ‚liberalen’ Lagers um jeden Preis verhindert werden soll, unter Eid bekräftigen.

Was bisher noch wenig erwähnt wurde ist die Tatsache, dass diese Frau eben eine Psychologie-Professorin ist und sich somit mit Missbrauchsopfern und deren Aussagen auskennt. Ebenfalls kennt sie sich bestens mit Aussagen aus, die unter Einsatz eines Lügendetektors gemacht werden. Auch sie kann man manipulieren (pathologische Lügen – pathological lies). Unter Eid sagte sie der leitenden Staatsanwältin, vor aller Ohren des Senats-Ausschusses, sie habe nie professionell mit dem Thema Polygraph (Lügendetektor) zu tun gehabt. Dazu gibt es inzwischen eine ebenfalls unter Eid entstandene Gegendarstellung eines Ex-Freundes dieser Professorin.

Fest steht, am Tag ihrer weltweit publizierten Aussage, sie sei von Kavanaugh fast vergewaltigt und fast umgebracht worden, war ihr das Mitleid der ganzen interessierten Zuschauerschaft sicher. Prof. Blasey Ford schwamm ganz oben auf der #MeToo Welle anscheinend zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Selbst die Konservativen konnten sichtlich ihre Besorgnis und ihr Mitgefühl, während der tränenerstickten Schilderung ihrer Missbrauchsvorwürfe, nicht zurückhalten. Ein in einem Aufzug von journalistischen Vertreterinnen der #MeToo Bewegung bedrängter Republikaner des Ausschusses sorgte letztendlich mit seiner Forderung nach FBI-Untersuchung des Falles zu einer Verzögerung des Nominierungsprozesses Kavanaughs und somit für einen augenscheinlichen Vorteil der Demokraten.

 

Das Epi-Zentrum einer Schmierenkampagne

Hier passiert nichts zufällig. Zeitpunkt und Art der falschen Anschuldigungen (false accusations) kommen für die zu demontierende Person zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt (kurz vor der Verabschiedung zur Nominierung für den Supreme Court und ebenso kurz vor den midterms) und es trifft sie in einer Härte, – die betroffene Person kann deshalb gar nicht reflektiert, juristisch gut aufgeklärt und besonnen reagieren. Es ist unmöglich.

Massive Vorwürfe, falsche Anschuldigungen und Verleumdungen sind das bestimmende Tool, das entscheidende Merkmal einer Schmierenkampagne. Das Opfer wird extrem provoziert und herabgesetzt, reagiert verständlicherweise mit allen Emotionen, die ihm zur Verfügung stehen, mit Wut, Trauer, Empörung, Verzweiflung, Sarkasmus etc. Die zu demontierende Person wird, vollkommen nachvollziehbar, aggressiv und wehrt sich. Das ist gewollt. Es ist sozusagen die key-Verhaltensweise, an der die gesamte Argumentation der Schmieren-Initiatoren hängt: der ‚Angeklagte‘ habe sich nicht im Griff.

Genau das ist die gewünschte Reaktion der Gegenseite, die nun behaupten kann, der Beschuldigte habe sich nicht unter Kontrolle, sei psychisch instabil. Glauben Sie es mir, es ist eine fürchterliche Situation, – man wird bloßgestellt und öffentlich für nicht zurechnungsfähig erklärt. Nur ziemlich intelligente, kritisch denkende Freunde halten in einer solchen  Situation noch zu einem. Ich hatte glücklicherweise welche und ich habe sie immernoch.

Was auf privater Ebene zunächst verdeckt geschieht, narzisstisch falsche Anschuldigungen und Provokationen hinter verschlossener, die aggressive Gegenwehr dann bei geöffneter Tür, ist noch wesentlich wirkungsvoller, als das, was zur Zeit mit Kavanaugh passiert. Im privaten Fall hat das Opfer keine Lobby. Am Ende denkt fast jeder, der Narzisst hat vielleicht doch Recht mit seinen Anschuldigungen.

Im schreckliche Fall Kavanaugh, der vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet, zweifelt eine immer größer werdende Mehrheit inzwischen an der Seriosität der Aussagen Blasey Fords. Ihre Erinnerungen und Aussagen dazu sind inkonsistent und ganz USA weiß, dass sie innerhalb eines regulären Verfahrens den Staatsanwälten nicht stand halten würden. Nur sind es hier nicht Staatsanwälte, die über die Nominierung von Kavanaugh entscheiden, sondern der gesamte Senat, dessen republikanische Wackelkandidaten eventuell nicht stark genug sind, um die demokratische Doppel-Standard (double standards) Gehirnwäschestrategie gefestigt auszuhalten. Man wird sehen. Es ist nicht nur CNN, es sind sämtliche ‚liberale‘ Medien weltweit (gibt es andere?), die in einem Abwasch alles diffamieren, was nur annähernd konservativ ist und speziell, was mit Trump zu tun hat. Aber das ist wieder ein ganz anderes und ebenfalls sehr interessantes Thema.

Das Gute, Narzissten sowie narzisstische Systeme diskreditieren sich am Ende selbst.

 

An ihrer Doppelmoral sind sie zu erkennen

Moral wird hier ganz offen instrumentalisiert. Aber für Narzissten selbst gilt sie offenbar nicht. Es wird sich angeblich authentisch für Minderheiten oder Benachteiligte eingesetzt, in Wirklichkeit steckt etwas ganz anderes dahinter. Auch in diesem fürchterlichen Fall. Ein Leben, eine Familie und eine Karriere werden zerstört oder stehen auf dem Spiel. Die Art und Weise, wie vorgegangen wird, spottet jeder Beschreibung. Und das vor der gesamten Weltöffentlichkeit. Hier gilt das Recht auf Respekt und fairen Umgang ganz offensichtlich nicht. Auch vielleicht gut: narzisstische Vorgehensweisen werden den Menschen langsam bewusst.

Der Mensch ist des Menschen Wolf.

 

 

Nachtrag    5.10.2018

Ein paar Stunden nach Veröffentlichung meines Textes wurde seitens des FBI kommuniziert, dass es keine Hinweise auf ‚sexual misconduct‘ seitens Kavanaugh gibt.

Die Demokraten zweifeln an der Methode des FBI.

Der Report ist für alle Senatoren in einem Sicherheitstrakt, ein paar Stockwerke unter dem großen Kuppel-Saal, einsehbar. Es dürfen keine Datenträger mit in diesen Bereich genommen werden.

Quer durch unsere deutschen Online-Tagespresse Medien suchte ich bis jetzt vergeblich nach einem Artikel, der Kavanaugh klar entlastet, ohne erneut sein Verhalten zu kritisieren. Was ist diese Identitätspolitik nur für ein Rückschritt in erschreckend simplifizierten, wenig förderlichen Umgang miteinander.

Ich hoffe, mit dem Kavanaugh Skandal ist jetzt ein Peak erreicht. Die Menschen in den USA, meiner Erfahrung nach im Durchschnitt wesentlich empathischer als bei uns, lassen sich nun wahrscheinlich nicht länger von infantilen Pseudo-Benachteiligungsdebatten blenden.

Kavanaugh ist jedenfalls rehabilitiert. Ich hoffe, er und seine Familie erholen sich jetzt von den Geschehnissen der letzten Wochen.

 Zum ersten Mal überhaupt habe ich nun den Ursprung, das Wesen und die Notwendigkeit einer Unschuldsvermutung verstanden. Ein wichtiges Abstrakt nicht nur auf juristischer Ebene.

 

(Foto: Pixabay, no copyright)

Destructive Relationships With Pathological Narcissists  31 – Interview with Sam Vaknin 

Sam Vaknin is the author of ‚Malignant Self – Love. Narcissism revisited‘. 

He plays an important role in the research-field of Pathological Narcissism/ Psychopathy and is supporting, for more than 20 years now, Universities all over the world with his expertise. 

He categorises himself as a highly gifted (IQ several times confirmed as over 180) Psychopath. Einstein had 160.

Sam Vaknin developed also controversal theories about therapeutic possibilities, compared to the scientific results the WHO is referring to and had published.
In his latest video-serie he is interviewed by Richard Grannon, a well known and highly appreciated British Psychologist and NLP specialist. 

If you have any questions, don‘t hesitate and just write.