Destruktive Beziehungen zu Narzissten 4 – Es geht nicht immer um Sex …

… Narzissten depersonalisieren andere aus vielen unterschiedlichen Gründen

Eines haben alle Fälle emotionalen Missbrauchs gemeinsam: die eingeschüchterten Zielpersonen werden in eine Hierarchie gedrückt, aus der sie sich, aus komplizierten psychologischen Gründen, nur selten selbst befreien können. Sie werden angelogen, erpresst und im Falle des sich wehrens demontiert, ihr Ruf wird geschädigt, sie werden erniedrigt, ruiniert und vieles mehr. Die betreffenden Narzissten oder Psychopathen werden von ihrem Kartell geschützt und abgeschirmt. Was zur Zeit in Hollywood passiert, ist eine Revolution. Und dabei handelt es sich nur um eines der vielen narzisstischen Systeme, die weltweit langsam aufgedeckt werden. Es bleibt zu wünschen, dass auch innerhalb narzisstischer Familiensysteme, durch breite Aufklärung, manipulativen Mitgliedern die Möglichkeit genommen wird, ihre Zielpersonen zu sabotieren …

Die Methoden männlicher und weiblicher Narzissten unterscheiden sich deutlich. Sowohl geschädigte Frauen, als auch Männer, die Opfer schwerer narzisstischer Manipulationen geworden sind, sind sich oft erst viele Jahre später ihrer Traumata bewusst.

In der Hoffnung, dass das emotional missbrauchte Individuum sich nicht wehrt, Angst hat, ihm keiner glaubt, es zu geschwächt ist etc. fahren Narzissten mit ihren perfiden Methoden fort, um ihre Bedürfnisse erfüllt zu wissen. Es kann, außer um Sex, auch um Diebstahl gehen und dabei um Enteignung in verschiedener Hinsicht, um verdeckte Wirtschaftskriminalität, um die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, um Wohnmöglichkeiten, um Transportmittel, um Urlaubsgelegenheiten, um Erledigungen zeitraubender Arbeiten, um enorme Aufmerksamkeit und Bewunderung, um unmäßige Inanspruchnahme der Empathie ihrer Zielpersonen, um Kinderbetreuung, um Informationen, um als Stress-Katalysator zu fungieren, um Lustgewinn durch puren Sadismus und so weiter. Manchmal schädigen sie andere perfiderweise auch einfach nur aus Langeweile. Sie beuten aus. Sie sind parasitär. Sie haben kein Gewissen.

Begriffe aus diesem Kontext (USA,UK):

social engineering

psychopathic positioning

shortcoming of social reciprocity

(Quelle: Dr. Kathleen Ware on youtube, her channel ‚peace and harmony‘)

Als Basislektüre unverzichtbar:

https://www.amazon.de/Die-Masken-Niedertracht-Seelische-dagegen/dp/342336288X

Ein heute erschienener, sehr lesenswerter Beitrag aus der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sexismus-warum-sexuelle-belaestigung-spaet-angezeigt-wird-15281711.html

Der aktuell bekannteste Fall in Deutschland: Peter Stadtmann, Apotheker aus Bottrop

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-die-Reporter/Der-Krebsapotheker/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049192&documentId=47416742

Ebenfalls ein besonders aufsehenerrender Fall, schweren Narzissmusses: Oskar Pistorius

https://narcsite.com/2017/11/2

Advertisements

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 3 – Pathologische Lügen, Heimtücke und Verschlagenheit

Narzissten agieren aus dem Hinterhalt

Das ganze Thema verdeckter, maligner Narzissmus ist sehr abstrakt. Einige namhafte Schriftsteller haben sich daran versucht. Die künstlerische Aufbereitung gestaltet sich äußerst schwierig. Man kann etwas Abstraktes nicht auch noch abstrahieren. So funktioniert es nicht. Es funktioniert genau deshalb nicht, weil emotionaler Missbrauch durch das narzisstische Individuum über non verbale Methoden, in Kombination mit undefinierter, nebulöser Sprache geschieht. Gefühle des betroffenen Empathen darzustellen, ist ebenfalls kompliziert. Die manipulative Behandlung durch den Narzissten findet über einen sehr langen Zeitraum statt, sodass das geschädigte Individuum seinem eigenen Weltbild, sich selbst nicht mehr vertraut und sein ‚Ich‘ verliert, quasi mental von einem Parasiten, von einem Virus besetzt wird und am Ende nur noch im Sinne des Aggressors funktioniert. Wie ein ferngesteuerter Roboter. Das Ausmaß, der immense seelische Schaden, der den Betroffenen zugefügt wird, ist sozusagen der schleichende Tod ihrer Individualität. Diese Vorgänge sind sehr schwer künstlerisch und somit eindrücklich darzustellen. Film und Theater sind hier vielleicht noch die am besten geeigneten Ausdrucksmittel, um diesem hoch komplexen Thema Konturen zu verleihen und damit Aufmerksamkeit zu erregen.

Mimik, feinste Details in Bewegungsabläufen, das Auslassen wichtiger Sätze,  kleine, subtil abwertende Bemerkungen über Jahre und Kombinationen daraus, kann man schwer literarisieren. Ich selbst bin zur Zeit dabei, es trotzdem zu versuchen, –  innerhalb eines Buchprojektes. Deshalb habe ich jahrelang recherchiert und befasse mich damit, die komplizierten Verhaltensweisen sowohl der Narzissten selbst, als auch ihrer ‚Beute‘-Personen, präzise zu analysieren.

 

Der Kardinalfehler seiner Zielpersonen hier im Kontext ‚Paarbeziehungen‘

Dieser Sachverhalt ist vergleichsweise leicht auf den Punkt zu bringen. Die Zielpersonen von Narzissten machen genau das, was eigentlich gesellschaftlicher Konsens ist. Sie glauben, was ihnen gesagt wird. Das ist der größte Fehler, den sie begehen. Eine Gesellschaft funktioniert bekanntlich nur dann, wenn wir einander glauben und uns ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen entgegen bringen. Man stelle sich vor, sämtliche Informationen, die man anfragte und bekäme, sei es bei der Telefonauskunft, bei Banken, bei Informationsschaltern an Bahnhöfen und am Flughafen, beim Arzt, Steuerberater und Rechtsanwalt, im Einzelhandel oder bei Online-Anbietern und untereinander, basierten auf der Verbreitung von Unwahrheiten (es ist mir bewusst, dass man hierzu kritische Bemerkungen machen könnte). Was passierte, wenn wir bewusst in die Irre geführt würden? Wenn wir uns auf Universitätsabschlüsse vorbereiten wollten, man uns aber bewusst falsch unterrichtet hätte, im wahrsten Sinne des Wortes? Wir wären völlig verwirrt und wüssten nach kürzester Zeit nicht mehr, worauf wir uns wirklich verlassen könnten. Desinformation zu streuen und unklar zu kommunizieren: das ist die grundlegende Methode von Narzissten.

Die Zielgruppe offener und verdeckter Narzissten ist das Komplementär ihrer selbst. Es handelt sich um höchst empathische, sehr sozial denkende, überaus kreative und sensible Charaktere, die in allem das Gute sehen, sich für alles verantwortlich fühlen und altruistisch leben. Das geht sogar soweit, dass sie Psychopathen verteidigen, mit dem Argument, derjenige sei schließlich auch nur das Produkt seines Umfeldes etc. Empathen stellen oft das Verständnis für andere über ihr eigenes Wohlergehen. Sie schützen ihre Grenzen nicht genug und das spürt ein Narzisst. Er oder sie erkennen diesen Typus ‚Objekt‘ sofort und nach einigen Tests, nämlich nach subtilen Grenzverletzungen und der genauer Beobachtung, wie das ausgesuchte Objekt darauf reagiert, gewinnen sie an Gewissheit, dass sich höchstwahrscheinlich der volle Einsatz ihres Manipulationsspektrums, mit voraussichtlich maximalem Profit, lohnen wird.

 

Fehler Nummer Zwei

Das Zielobjekt des Narzissten lässt sich zunächst einwickeln. Es lässt sich betören und hält den Schauspieler für authentisch. Selten hat ein anderer Mensch sie so sehr umgarnt, beschenkt und ihnen genau die Zukunft in Aussicht gestellt, von der das arme Opfer immer schon geträumt hatte. Endlich ist er oder sie da. Endlich hat der Sehnsüchtige auch einmal Glück. Endlich ist da jemand, zu dem er aufschauen kann, der voller Energie ist, ein Macher, oder eine Macherin. Charismatisch, durchsetzungsfähig, oberflächlich betrachtet bei allen beliebt, erfolgreich, planvoll und führungsstark, – die Liste ließe sich beliebig fortführen. So ist das gängige Muster. Dieser Zustand kann in seltenen Fällen sogar über Jahre anhalten. Er hält an, bis sich die ersten kleinen Widersprüche ergeben. Man erkennt sie nicht sofort. Es sind minimale, schwächende Gefühle, die aus dem Bereich des Solarplexus kommen. Der Manipulierte spürt sie, geht aber über sie hinweg, denn sie trüben das Bild von seiner intakten, seriösen Beziehung, die er glaubt, zu haben. Er verdrängt diese Intuition. Vielleicht hat er nie gelernt, auf sie zu hören und sie in seine Entscheidungen mit einzubeziehen.

Der Narzisst selbst triumphiert über seinen Erfolg, das Opfer verunsichert zu haben, und fährt mit seinem perfiden Vorhaben fort. Klar ist, der Narzisst hat von Anfang an keinen Respekt vor Objekten seiner Zielpersonengruppe und wird ihn niemals haben. Es geht ihm nicht um den Menschen selbst. Im Gegenteil. Er belächelt sein Gegenüber und hält es für schwach. Das ‚dumme Naivchen‘ (ob männlich oder weiblich) fällt auf ihn herein. Entscheidend ist für ihn nur, ob seine Beeinflussungen funktionieren, oder nicht. Die Basis für eine seriöse Paarbeziehung ist hier nicht gegeben. Jeder Kennenlernprozess zwischen zwei Personen sollte sich mindestens über einen Zeitraum von drei Monaten hinziehen. Mit dem Bewusstsein über die Existenz Cluster B gestörter Persönlichkeiten, deren Merkmale und ihre destruktiven Methoden, ist die Chance groß, durch höchste Aufmerksamkeit Widersprüche im Verhalten des Narzissten zu entlarven und so früh genug gewarnt zu sein.

 

Ihre gewissenlose Arroganz unterscheidet sie von gesund fühlenden Personen

Sie fühlen sich überlegen und sie belächeln ihre Zielpersonen. Narzissten haben vollkommen andere Vorstellungen von einer erfolgreichen Lebensgestaltung. Meistens sind sie extrem materialistisch eingestellt, da Besitz als solcher für sie Substanz darstellt. Eine materielle Substanz, die den Mangel an emotionaler Substanz und Freude über Abstraktes ersetzen soll. Analog kann das übrigens auch auf ganze Gesellschaften übertragen werden. Die narzisstisch Gestörten ziehen Erfolgsgefühle, Dopaminschübe, aus ihrer vermeintlichen Kontrolle über andere. Sie fühlen sich berechtigt, andere zu unterminieren und sich durch sie Vorteile zu verschaffen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Jeder, der im Zusammenhang mit einem erfüllten Leben vor allem Emotionen, Harmonie und Freude in Verbindung mit sozialen Erlebnissen sieht, wird von ihnen abgewertet und als schwach kategorisiert. Sie müssen die Oberhand behalten, dirigieren und die Stimmung beeinflussen. Es ist für mich unverständlich, dass die Existenz dieser Personengruppe mit klar narzisstischer Störung gesellschaftlich nicht viel deutlicher thematisiert wird, als es im Moment der Fall ist. Nur durch Unwissenheit über die Gefahr, die von diesen Menschen aus geht, passieren innerfamiliäre Dramen, entstehen Süchte, Suizide und verdrehte, verquere Lebensgestaltungen, die ohne den Einfluss dieser Menschen nicht stattfinden würden. Eine schlimme Konsequenz aus jahrelangem emotionalen Missbrauch durch diese Personengruppe ist CPTSD, Complex Post-traumatic Stress Disorder (Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung). Dadurch, dass Lebenspartner und Partnerinnen über Jahre ihres eigenen Selbst, durch verachtenswürdige Methoden ihrer Selbstbestimmung beraubt werden, können erfolgreiche, glückliche und erfüllende Biographien sabotiert und vereitelt werden.

 

Vorsichtiges Verhalten gegenüber Cluster B Persönlichkeiten

Um es auch hier kurz auf den Punkt zu bringen: Personen mit narzisstischer und antisozialer Störung kann man nur mit einer Null Toleranz Einstellung begegnen. Die erste Lüge, die erste verdeckte Verhaltensweise, die zu einem Vorteil für diese Person führt, der erste Hinterhalt, seine oder ihre heimtückischen Pläne, die die empathische Person vor vollendete Tatsachen stellen und Manipulationen aller Art sollten zu einem radikalen Kontaktabbruch führen. Diese Menschen sind nicht therapierbar. Sie haben die anatomischen Voraussetzungen dafür nicht. Ihnen fehlen neuronale Verbindungen, die sie meta-kognitiv denken lassen könnten. Sie reflektieren nicht über ihr Handeln und haben kein Gewissen. Sie sind nicht gesund. Bevor man als gesund fühlender und moralisch denkender Mensch größeren Schaden nimmt, muss man handeln, sich abwenden und sich damit schützen.

 

Dringender Hinweis

Da ich, wie in meinen beiden vorhergehenden Artikeln ‚Destruktive Beziehungen zu Narzissten 1 und 2‘  bereits erwähnt, weder Ärztin, Psychologin oder Therapeutin bin, sondern aufgrund meiner Recherche aufklärenden Handlungsbedarf sehe und deshalb über das Thema Narzissmus schreibe, empfehle ich an dieser Stelle allen betroffenen Lesern den Kontakt zu spezialisierten Vertretern der oben genannten Berufsgruppen. Nehmen Sie professionelle Unterstützung in Anspruch und lernen Sie, Narzissten im Alltag schneller zu identifizieren, um sich vorzeitig zu schützen. Für Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jeder Zeit zur Verfügung.

 

 

amongst other sources inspired by: Dr. Kathleen Ware, New England, and her professional youtube channel ‚peace and harmony‘

Brief an R.

Mein lieber R.,

da Du zu den treuen Lesern, wenn auch nicht zu den Abonennten, meiner Aufsätze gehörst, schreibe ich heute einmal öffentlich über die Gründe, die mich zu meinem erneuten Rückzug aus unseren Korrespondenzen und der Reihe gelegentlicher Treffen bewogen haben.

Die Gründe sind identisch zu denen, die ich vor ein paar Jahren schon einmal spürte und anführte, – unsere vielen Erinnerungen aus  H.  in Ehren. Von Deiner Beharrlichkeit ließ ich mich jedoch eines Tages wieder umstimmen. Man ist schließlich nicht immer konsistent in seinem Tun. Selbst ich, der sich ’schon aus Prinzip‘ auf seine Fahnen geschrieben hat.

Meine Argumente sind, wie ich finde, stark und von Bedeutung. Nicht nur für Menschen, die schreiben und ohnehin die selbst gewählte Isolation Zusammenkünften aller Art vorziehen. Sucht man im Netz die genaue Bedeutung eines Wortes und landet man beim Duden, dann sieht man schnell, dass einige Begriffe das Label ’stark‘ verliehen bekommen haben. Meistens handelt es sich dabei um Verben. Bei mir sind es heute meine Prinzipien, die stark sind und mich einmal mehr leiten. Was sonst sollte mich dirigieren, nach dieser komplexen und teils verworrenen Polyphonie meiner eigenen Geschichte? Ich brauche mehr denn je Klarheit und Struktur.

Nein, lieber R., mit den von mir so oft thematisierten Narzissten hast Du wirklich rein gar nichts zu tun. Nur zufällig fiel die Veröffentlichung des letzten Textes in die Zeit meines Entschlusses, mich zurück zu ziehen. Narzissten können, aus Mangel an Emotionen, nicht kreativ sein. Und Du bist es. Du bist auch empathisch, was einem Narzissten nicht möglich ist (er spielt es anderen nur vor, – er hat es sich durch das Studium empathischer Persönlichkeiten angeeignet), wenn auch auf Deine trockene, naturwissenschaftliche Art. Ich muss gestehen, ich könnte Dir stundenlang zuhören, wenn Du von Deinen Arbeiten in Chemie, Deiner Promotion (konsequent immer nur auf meine hartnäckige Anfrage) erzählst und allgemein über neueste Forschungsergebnisse berichtest, besonders auch aus der Medizin.

Zurück zu meinen Prinzipien, die leider keine Ausnahmeregelungen zulassen.

Meine Prinzipien haben viel mit hohen moralischen Grundsätzen zu tun. Du weißt, ich bin Mitglied dieses Vereins, dessen Mitglieder Menschen sind, die alle, und das ist bei jedem einzelnen von uns gutachterlich, also wissenschaftlich abgesichert, über ein bestimmtes Merkmal verfügen. Früher habe ich immer gedacht, wenn man Mathematik nicht versteht, dann kann man unmöglich zu dieser Gruppe gehören. Heute weiß ich mehr. Man kann doch. Es gibt nur eben verschiedene Ausprägungen dieses Merkmals, heißt verschiedene Abstraktions- respektive Extrembereiche. Aber was ich eigentlich sagen wollte: egal in welche Richtung diese Ausprägung läuft, – wir haben fast alle die höchsten moralischen Ansprüche an andere und selbsterklärend auch an uns selbst. Gut, es gibt Ausnahmen, aber die fallen einmal mehr in den narzisstischen, ausbeuterischen Bereich. – Bei der Gelegenheit fällt mir übrigens schon wieder Kant ein.

Eines meiner (wenn nicht sogar das wichtigste) Prinzipien ist, anderen nichts anzutun, was ich nicht selbst, mir gegenüber, billigen würde. In aller Deutlichkeit: ich kann nicht eine sehr gute Freundin, eine Vertraute vielleicht sogar, eines Mannes sein, der seit Jahrzehnten höchst zufrieden mit einem Menschen verheiratet ist, der ihn liebt und für den er alles bedeutet. Das kann ich nicht, lieber R., und das würde ich selbst, wäre ich betroffen, niemals akzeptieren. Aus genau diesem Grund ist damals meine eigene ‚Verbindung‘ gescheitert, setzen wir einmal voraus, ich wurde ausschließlich über die Wahrheit in Kenntnis gesetzt …

Nein, es ist nicht fair. Das macht man nicht. Selbst wenn es eine gewisse Parität gäbe, Du weißt, was ich meine, – selbst dann kann ein Mann, kann eine Frau sich nicht so verhalten. Das geht schlicht zu weit.

Ein bisschen komme ich mir gerade vor, wie sowohl eine Sprach-, als auch Moralkonserve aus dem späten 19. Jahrhundert. Haben wir nicht alle Geheimnisse voreinander, könnte man anführen? Leben nicht Beziehungen sogar von einigen mysteriösen Kräften, die unausgesprochen unter dem Sichtbaren wabern und uns helfen, unsere Identität zu bewahren, könnte man sich fragen? Das geht erheblich in den Bereich der Psychologie und ebenfalls in Richtung Philosophie.

Gut, nehmen wir an, letzteres verhielte sich genau so, also wir alle brauchten verdeckte Einflüsse zur Inspiration, dann bitte, möge jeder Einzelne das für sich entscheiden.

Ich selbst brauche es nicht. Jedenfalls nicht auf diese Art. Ich habe das große Glück, jegliche Inspiration der Literatur und den Biographien Literaturschaffender entnehmen zu können. Ebenfalls aus dem gesellschaftlichen und politischen Geschehen, dringt es erst zu mir durch. Vielleicht bin ich selbst sogar ‚minder sozial‘. Wirklich! Ich gehe nicht gern unter Menschen. Dass es etwas mit schlechter Erfahrung zu tun hat, überlegst Du vielleicht jetzt (ich kann es förmlich hören), nein – das glaube ich nicht. Zumal ich eine ganz wunderbare Freundin hier in Frankfurt habe, Magda aus Budapest, die ich am Vortag der Buchmesse endlich einmal wieder hier in einem Frankfurter Café treffen und sprechen werde, dann Tania aus der Toscana und, Du kennst die Geschichten, meine seelische und geistige Entsprechung bei meinen Freunden in Norwegen finde. Im Zusammensein mit diesen Menschen sind sämtliche Erklärungen vollkommen überflüssig. Sie spiegeln mich zu einhundert Prozent und ich sie. Auch pflegen wir die gleichen hohen moralischen Werte.

Und ständen wir, Du und ich, uns tatsächlich in Parität gegenüber, also hätte ich seit Jahrzehnten diesen einen Menschen an meiner Seite, dem ich über alles vertraute und er mir, dann, mein lieber R., ständen oder säßen wir uns nicht allein gegenüber, sondern er wäre an meiner Seite. So denke ich. So bin ich eingestellt.

Zum Schluss lass mich kurz einen anderen Grund erwähnen, der mich mich immer wieder zurecht rütteln lässt, als vergäße ich ihn ständig und als müsse er an meine Vernunft appellieren, dieses eine große Ziel vor Augen zu haben und absolut keine Zeit im Überfluss. Leider.

Ich bin am besten, wenn ich keine Informationen von außen bekomme. Die Informationen, die ich für mein Schreiben benötige, recherchiere ich gezielt und konsequent nur die. Ich bin dann verkapselt und in diesem Zustand zutiefst glücklich. Nichts kommt an diese Sphären heran, nichts aus der jüngeren Vergangenheit. Diese vielen unangefragten, auf mich einströmenden Vorgänge, von denen ich Dir erzählt hatte, empfinde ich als dermaßen unangenehm und störend, ich kann es kaum ausdrücken. Vor allen Dingen diejenigen Bescheide, die auch nur im entferntesten etwas mit ‚Geld‘ zu tun haben, ich, als ausgewiesener Antimaterialist.

Was glaubst Du? Wie realistisch ist das ungestörte Schreiben in meinem Fall; meine Company fordert mich meistens nachts, Friedrich an der Fernakademie, Friedrich in enger Verbundenheit mit seiner E., was ausschließlich bei uns seine Realisierung erfährt, mein Haushalt, uninteressante, aber penetrante Papierberge etc. ? Na? Ist es nicht äußerst verständlich, dass ich, will ich ernsthaft mein falsches System verlassen, dazu jeden stillen Moment vehement verteidige? Ich muss alle Kraft zusammennehmen.

Ich will nicht larmoyant klingen. Nichts liegt mir ferner. Und was ich noch weniger will, sind regelmäßige Erinnerungen an früher. Das ist der unbewusste, aber vielleicht deshalb sogar existentiell ausschlaggebende Grund meines Verhaltens und meiner neuen, nachhaltigen Radikalität.

Mein lieber R., ich gebe gern das Kompliment zurück. Auch Du hast mich mit Deinen Naturbildern so oft inspiriert und mit Deinem Sachverstand und Deinen Perspektiven. Vielleicht wäre ich sogar ohne Dich gar nicht auf Norwegen gekommen? Nicht auszudenken.

Ich bin übrigens dabei, die Idee mit der Pseudonymisierung zu kippen. Was das heißt, muss ich Dir nicht erklären.

Pass bitte weiterhin gut auf Dich und Deine geliebten Menschen auf. Du bist ein wahrer und seltener Glückspilz. Hättest Du Erfahrungen gemacht, die meinen ähnlich wären, Du würdest Dein perfektes Leben jeden Tag anbeten, vor Dankbarkeit und Demut. Ich erlaube mir diese leicht pathetische Bemerkung genauso abschließend, wie mahnend …

Dei

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 2 – Going No Contact  Zu einem Kontaktabbruch gibt es keine Alternative …

… bei verdecktem malignem Narzissmus im engsten Umfeld

Ab und zu erlebe ich sogenannte Flashbacks. Dann mischen sich Emotionen unter die grausamen Erinnerungen, die ich an die Narzissten habe, die mein Leben über eine lange Zeit
entscheidend beeinflusst haben. Es hat lange gedauert, bis ich erkannte, dass diese Emotionen nur die genetisch festgelegte Reaktion auf Personen sind, die mir qua ihrer Funktion innerhalb meines Lebens sehr nahe standen.

Diese Menschen verhielten sich mir gegenüber leider ganz anders, als man es eigentlich von engsten Familienmitgliedern erwarten würde. Ich erkannte das nicht, denn ich hatte keine Vergleichsmöglichkeiten. Es fehlte mir an Referenz. Dieses ‚anders‘ fand in verdeckter, in manipulativer Form statt und das über Jahrzehnte. Ich war nicht imstande, ihre Methoden zu durchschauen. Es zeigte sich an dieser Stelle, also im Ausbleiben meines rationalen Beurteilungsvermögens, eine Art psychischer Systemfehler. Ich löste mich nicht aus diesen Verbindungen, obwohl sie mir schadeten.

 

Was heißt das genau?

Grundsätzliches und bekannt: wir alle haben naturgemäß engste Bindungen zu sowohl Mitgliedern der Ursprungsfamilie, als auch zu den Partnern, die wir uns unbewusst zwecks Familiengründung augesucht haben, – genauso wie zu unseren Kindern. Alle diese Bindungen sind funktionell. Die Partnerauswahl ist zudem entscheidend von der Qualität geprägt, die die Bindung zu unseren beiden Elternteilen hatte. Wir planen, bei ihnen zu bleiben, bis dass ‚der Tod uns scheidet‘.  Zu welchem Prozentsatz kulturelle Einflüsse, beispielsweise Normen aus dem Christentum, eine Rolle spielen, kann ich nicht beurteilen. Aber sicher haben auch sie einen starken Einfluss auf unser Verhalten, – siehe hier die Zehn Gebote. Moral wird im Familien-/ Gesellschaftskontext gelernt, so wie wir Sprache lernen. Zumindest gibt es dazu anerkannte Theorien (Quine).

Es wird gesellschaftlich geächtet, Beziehungen zu Familienangehörigen oder Partnern einfach abzubrechen. Das ist fatal.

Personen mit einer Persönlichkeitsstörung aus dem Cluster B, einer Kategorie aus der Psychologie, weisen alle das Charakteristikum auf, manipulativ zu handeln und andere Personen für ihre eigenen Zwecke emotional zu missbrauchen.

Um sich vor diesem Missbrauch zu schützen, der gravierende gesundheitliche Konsequenzen für das Missbrauchsopfer haben kann, muss es sich aber von dem Gestörten radikal abwenden. Selbst wenn es sich dabei um den eigenen Vater, die Mutter, Bruder oder Schwester, das eigene Kind, sog. Freunde und so weiter handelt. Das schließt selbstverständlich ebenfalls den eigenen ‚Ehe- oder Lebenspartner‘ ein. Diese Maßnahme ist die einzige Methode, um die eigene psychische Unversehrtheit zu gewährleisten bzw. schon entstandene Beeinträchtigungen zu begrenzen, um sie in einem weiteren Schritt professionell therapeutisch behandeln zu lassen. Die Schwierigkeit liegt in der Radikalität dieses Kontaktabbruchs. Der Missbrauchende setzt alles daran, sein Objekt zu behalten. Er braucht es als externe Energiequelle.  Das Opfer verharrt zu oft in dieser Verbindung, in der Hoffnung, die Situation verbessere sich eines Tages. Glaubenssätze und ein Abhängigkeitszustand  (langjährigen Beziehungen zu malignen Narzissten liegt eine regelrechte Sucht zugrunde) hindern die Missbrauchsopfer daran, den absolut notwendigen, finalen Schritt der Auflösung dieser für sie schädlichen Beziehung zu vollziehen.

 

Sachliche Beurteilung von Verhalten vs. Gewissen – die moralische Keule

Sie schwappen herüber, einmal mehr von Westen (USA, Canada und UK) nach Osten, die ersten Aufklärungskampagnen darüber, das Verhalten von Eltern gegenüber ihren Kindern genauer zu beleuchten, gravierende Fehler aufzudecken und diese offen anzusprechen. Unterlassungen werden erstmals den aggressiven oder verdeckten Erziehungsfehlern gleichgesetzt. Endlich. Für stark durchstrukturierte Gesellschaften, in denen individuelles Kindesverhalten oft dem zweifelhaft überhöhten Wert unreflektiert geforderter Disziplin unterworfen wird, kann diese Aufklärung eine rettende Entwicklung darstellen. Es muss deutlich werden, wann sie genau anfängt: die Objektifizierung eines Kindes. Das objektifizierte Kind, aus dysfunktionalen Familien stammend, gibt sich später oft erneut in eine Hierarchie.

 

Die verdeckte ‚Entmündigung‘ eines objektifizierten Kindes

Hiermit fängt das große Dilemma an. Das Kind weiß natürlich nicht, dass es im Verhältnis zu seiner Mutter oder zu seinem Vater, oder im schlimmsten Fall zu beiden (Narzisst und Komplementärnarzisst), gerade im Begriff ist, ausschließlich deren Zwecke zu erfüllen. Es fungiert als Außenstelle, als Satellit, des narzisstisch gestörten Elternteils und hat kaum Handlungsspielräume. Sein Verhalten wird streng kontrolliert und seine Persönlichkeit, nach strenger Vorgabe des kranken Elternteils, geformt. Jeder Versuch, seine eigene Individualität zu leben, wird entweder nicht beachtet (was schon verhängnisvoll ist), im Keim erstickt, oder vielleicht sogar drakonisch bestraft. Sein Vertrauen wird missbraucht. Dieser Vertrauensmissbrauch verunsichert das Kind und es traut sich selbst und seinen Gefühlen nicht mehr. Es liebt trotzdem seine Mutter und seinen Vater, auch wenn beide noch so ignorant handeln, noch so subtil beeinflussen, noch so sehr wüten, manipulieren oder es vernachlässigen. Es hat keine Referenz. Es weiß nicht, dass in der Wohnung nebenan ein anderes Kind in seinem Alter ermutigt wird, z.B. auf seinen noch so exotisch klingenden Berufswunsch hinzuarbeiten, Stück für Stück. Dass Kinder emotional getragen werden müssen, genährt, so lange, bis sie sich selbst in ihrem Leben orientieren und zurecht finden können.

Es weiß nicht, wie angstfrei und unterstützend die Atmosphäre in einer Familie sein kann. Es weiß nur, was garantiert funktioniert, um die mögliche Eskalation eines Familienkonfliktes zu verhindern, bzw. was es dazu beitragen kann, damit es seinem Vater und seiner Mutter einigermaßen gut geht. Es kennt keine Entspannung und wird von Stresshormonen dauergeflutet. Es kennt das wohlige Gefühl nicht, beschützt zu sein, oder danach gefragt zu werden, wie es ihm geht, oder dass sein Wohl einmal im Vordergrund steht. Es weiß nicht, dass es auch Fehler machen darf, ohne dass seine Mutter oder sein Vater tagelang nicht mit ihm sprechen. Es kennt ein Gefühl der Freiheit nicht und auch nicht, wie es ist, wenn es die Fülle aller Möglichkeiten eines glücklichen Lebens spürt. Es liebt seine Eltern trotzdem. Naturgemäß.

Wird es älter und fängt es an, sich abzuwenden, weil es die Pubertät so will, wird seine Rebellion schwer geahndet. Diese Entwicklung wird von seinen narzisstischen Eltern einer Ablehnung gleichgesetzt, was selbstverständlich fehlinterpretiert ist. Sollte man als Tochter sogar solche Qualitäten entwickeln, die die eigene Mutter in eine Neid- und Konkurrenzproblematik treiben, werden deren narzisstische Maßnahmen, je nach Schweregrad der Persönlichkeitsstörung, immer heimtückischer und perfider. Das gleiche gilt selbstverständlich analog für das Verhältnis zwischen narzisstischem Vater und seinem Sohn. Wobei dort die Methoden eher andere sind.

Immernoch mangelt es dem jetzt fast erwachsenen Kind an Referenz, – es spürt zwar unterschwellig, dass seine Persönlichkeit unterdrückt wird, aber Konsequenzen aus dieser Situation zu ziehen, mit anderen Worten, sich von seinen Eltern zu trennen, das schaffen die wenigsten. Narzisstische Eltern erreichen weiterhin, oft unter Zurhilfenahme auch erpresserischer oder anderer manipulativer Methoden, dass das Kind die Bindung nicht auflöst und ihnen weiterhin als Quelle ihrer Ego-Zufütterung dient. Und hier liegt das Problem.

Nicht nur, dass das Kind narzisstischer Eltern, mangels solider Basis für ein stabiles Selbstwertgefühl (inklusive funktionierender Intuitionen), in seinem Leben oft falsche Entscheidungen trifft, es schlittert unweigerlich in die nächsten dysfunktionalen zwischenmenschlichen Beziehungen hinein. Woher soll es wissen, wie sich gesunde, auf Anerkennung, Offenheit und Vertrauen basierende Beziehungen anfühlen? Das mittlerweile erwachsene Kind, kämpft wieder verzweifelt um Anerkennung seiner Individualität und gibt sich oft mit viel zu wenig Anerkennung oder mit komplett fehlender authentischer Zuwendung zufrieden. So war es immer. Das kommt ihm bekannt vor. Es kommt noch nicht einmal auf die Idee, sich zu fragen, was genau in seinem Leben falsch läuft, – wo es ansetzen muss. Anspannung ist ihm vertrauter, als Entspannung. Es ist tief traumatisiert. Ein radikaler Schritt wäre der Anfang einer Lösung!


Erst wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist

Und nun komme ich zu meinem oben beschriebenen Systemfehler. Psychologen könnten mir an dieser Stelle sicher genau auseinanderlegen, warum es sich nicht um einen Fehler, sondern um logisch nachvollziehbare Lernprozesse innerhalb menschlichen Erlebens und Verhaltens handelt, – um Prägungen und Konditionierungen, die, werden sie normal gelebt, für das Individuum überlebenswichtig sind.

Ich bleibe trotzdem bei meinem Begriff. Wir sind stark an diejenigen gebunden, die uns manchmal sogar massiv schaden. An unsere Eltern. An unsere Kinder. An unseren Partner. Aufgrund neurobiologischer Prozesse. Dieser Zusammenhang scheint uns beurteilungsunfähig zu machen und das auf lange Sicht. Die Betroffenen wissen nicht, wie sich ein unabhängiges Leben anfühlt. Sie haben ihren eigenen Wert nie kennenlernen dürfen. Was sie von sich selbst wissen, ist nur diffus. Angst und Unsicherheit, fehlende Selbstgewissheit und ein Mangel an Courage verhindern ihre persönliche Weiterentwicklung. Nur mit Unterstützung, durch positive Resonanz, kann man eigene Ziele herausarbeiten und erreichen. Wenn man als Kind, sozusagen als Basiserfahrung, diese Zustimmung erhalten hat, ist man für sein ganzes Leben gestärkt, selbstsicher und zentriert. Man kennt sich selbst. Man kennt seine Stärken. Man weiß, wie persönliche Erfolge sich anfühlen.

Narzisstische Eltern bewirken das Gegenteil. Der Betroffene selbst weiß von diesen komplexen Zusammenhängen nichts. Er kann seine diffusen Gefühle nicht einmal benennen. Er ist ein Analphabet in Sachen Emotionen.

Die in der Ursprungsfamilie offen autoritär oder subtil verdeckt geforderte Hierarchie, die dem Individuum Kind zur Entfaltung seiner Persönlichkeit keine Chance gelassen hatte, ist der Grund, warum es sich in späteren Paarbeziehungen unbewusst nur zu bereitwillig erneut in eine Hierarchie pressen lässt, – sich unbewusst unterordnet und seinem neuen Narzissten bald ohne Gegenwehr das Feld überlässt. Es hat gelernt, dass Konflikte mit dem Predator, mit dem Ziel, paritätische Verhältnisse herstellen zu wollen, aussichtslos sind und lediglich weitere Demütigungen und Degradierungen nach sich ziehen. Der Prozess ist schleichend. Über Jahre und Jahrzehnte verlieren die Betroffenen das eigene ‚ich‘. Es löst sich im Dunstkreis des Aggressors langsam auf.

Das ist für gesunde Persönlichkeiten unvorstellbar. Sie kennen sich selbst genau, wissen alles über ihre Stärken und Schwächen, ihre Ziele und was sie am liebsten tun, kennen die Quellen ihrer Glücksmomente und die Möglichkeiten, wie sie ihre Energien mit Freude einsetzen können. Die Gestaltung ihres eigenen Lebens würden sie niemals jemand anderem überlassen.

Die Gesunden wissen nicht, dass es neben ihnen noch ganz andere Daseinsformen gibt; empathielose Maschinen, die aussehen, wie wir und die sich mit eiskalten, technischen Methoden (social engineering) über diejenigen hinwegsetzen, die sie für ihre eigenen Vorteile ausnutzen wollen. Sie haben die unterschiedlichsten Gründe, sich Vorteile durch andere zu verschaffen: Aufmerksamkeit, Zeit, Geld, Sex, Reputation, Informationen, Unterhaltung, attraktive Lebensumstände, gesicherte Umstände im allgemeinen, Bewunderung etc. Es sind Hüllen, die sich geschickt tarnen, damit nicht auffällt, dass sie selbst über keinerlei Glücksempfinden verfügen. Entwickeln können sie Gefühle wie Neid, Hass, das bittere Gefühl, ständig zu kurz zu kommen, nicht genug beachtet zu werden, Triumph und Macht über andere zu haben, Wut und Aggressivität, sie verfügen über enorme sexuelle Energie, Schadenfreude, Genugtuung bei materieller Übervorteilung anderer etc. Diese Regungen lösen bei ihnen einen Dopaminausstoß aus, der sie kurzzeitig aus ihrer Inhaltsleere und aus ihrer Langeweile herausholt. Was den energiehungrigen Narzissten auf hohe Frequenz bringt und ihm einen besonders starken Dopaminboost verschafft; ein vorher sorgfältig ausgesuchtes Opfer erfolgreich und gewinnbringend manipuliert zu haben.

 

Sehen wir es bitte ganz klar: es gibt keine Alternative zu einem rigorosen Kontaktabbruch zwischen dem Narzissten und uns, wenn wir endlich unser selbstbestimmtes und produktives Leben leben möchten. Ein Leben, das Spaß macht, in dem wir ein liebevolles Verhältnis zu uns selbst und zu anderen entwickeln, in dem wir wachsen und täglich das  breite  Spektrum neuer Möglichkeiten sehen und unsere Energie erfolgreich einsetzen können.


Cluster B Gestörte nutzen ausnahmslos jede Form einer erneuten Kontaktaufnahme zur Sabotage des glücklichen und freien Lebens ihres ‚Opfers‘. Sie neiden es ihm. Sie beziehen ihre Genugtuung und ihre Dopaminschübe daraus, einen anderen fallen zu sehen, – ihn zu unterminieren. So pathetisch es klingen mag. Ich gebe zu, es ist nicht leicht, die komplizierten Zusammenhänge innerhalb des Verhaltens von Personen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung zu erkennen und zu verstehen. Ich selbst habe ungefähr acht Jahre gebraucht, um diese ‚Existenzform‘ (denn leider ist es nicht mehr, als das) rational und emotional zu begreifen. Es handelt sich bei Menschen mit dieser Störung nicht um gesund entwickelte Persönlichkeiten. Sie existieren maschinell, ohne Empathiefähigkeit, ohne das Wertvollste, was gesunde Menschen ausmacht: die Fähigkeit, aus sich selbst heraus Glücksgefühle, Kreativität und Inspirationen zu entwickeln und zu vermitteln. Sie sind Behälter eines Vakuums, angewiesen auf verachtenswürdige Methoden, Energie von außen, durch andere, zu beziehen. Gelingt ihnen das nicht permanent, laufen sie Gefahr, vor Depressionen in sich zusammenzusinken.  Wären diese menschlichen Maschinen nicht so gefährlich, könnten sie einem leid tun.

 

Quellen

Allen meinen Lesern, die sich ein fundiertes und breites Wissen über das Thema Narzissmus aneignen möchten, oder die ‚ihren Narzissten‘ endlich überwinden möchten und substanzielle Hilfe benötigen, empfehle ich entweder spezialisierte Psychotherapeuten und/ oder den folgenden, exzellenten englischsprachigen youtube-Kanal der US-amerikanischen Ärztin Dr. Kathleen Ware. Hier der Link:

https://m.youtube.com/channel/UCC_iKgK3fghn3K5fHoWQv7Q

Anmerkung: meine oben genannten Verhaltensbeispiele narzisstischer Persönlichkeiten bezog ich aus eigenem Erleben mit ihnen. Ich selbst bin zwar weder Ärztin, noch Psychologin oder Therapeutin, habe aber enge Kontakte zu Personen aus diesen Bereichen. Sie unterstützen mich fachlich.

Zusätzlich führe ich laufend zahlreiche interessante Gesprächen mit betroffenen Angehörigen oder ehemaligen Partnern von Narzissten, die mir umfangreiche Inhalte für meine Texte zur Verfügung stellen.

 

 

 

 

Neues zum Thema Hochbegabung auf dem Filmmarkt 

Ein weiterer Versuch, die Welt der Hoch- und Höchstbegabten zu erklären …

denkendürfen

Eine ansprechende Aufbereitung – wie zu erwarten war, kommt sie aus USA

Schön ist, dass der Film mit zwei Klischees aufräumt:

1. Vorwiegend Jungen sind hoch- oder höchstbegabt

2. Mädchen sind sprachlich oder musisch begabt

Ich wünsche mir, dass es Hochbegabte in Deutschland in Zukunft leichter haben, gefördert zu werden. Immernoch sind viele Hochbegabte verzweifelt, fühlen sich nicht gesehen, unverstanden und allein gelassen.

Zuerst müssen Familie, Kindergarten und Grundschule verstehen, akzeptieren und anerkennen.

Danach mussdie weiterführende Schule gezielt fördern oder nach einer alternativen Fördermöglichkeit suchen.

Wie kann es sein, dass viele hochbegabte Kinder in unseren Schulen immernoch nicht klar identifiziert werden?

Warum sind, wie in vielen Fällen, unsere Schuldirektoren und Lehrer nicht offen für und nicht gut genug über Erkennungsmerkmale Hochbegabter informiert?

Warum ging über Jahre ein Gymnasium in der Schleswig-Holsteinischen Provinz professioneller und respektvoller mit seinen Höchstbegabten um, als auch nur ein einziges der von uns erlebten Gymnasien…

Ursprünglichen Post anzeigen 91 weitere Wörter

A better life without them – sie haben den Platz in Deinem Leben verwirkt

https://m.youtube.com/watch?v=bsawj6BLpb8

Important basic knowledge about malignant covert narcissism – Grundlagen zum Thema ‚maligner verdeckter Narzissmus‘

Es gibt ein Gefängnis, von dem manche gar nicht wissen, dass sie von Geburt an Insassen sind. Sie haben nie eine andere, eine bessere Realität erfahren.

Es gibt ein Gefängnis, das von außen aussieht, wie eine gepflegte Villa mit parkähnlichem Garten, in dem fröhliche Gesellschaften gegeben werden und Champagner fließt. Im Inneren ist es kalt und  leer.

Es gibt ein Gefängnis, das selbst nach langem Kampf, nach mühsam erstrittener Entlassung den Betroffenen noch lange fassungs- und kraftlos zurückblicken lässt.

Hat man es in die Freiheit geschafft, erscheint einem die Normalität wie das Paradies …

Bengaluru – beim nächsten Mal besuche ich ihn einfach

Warum Nithyananda kein ’normaler‘ Guru ist

Seine Vita ist bemerkenswert. Seine Neider wurden nach einer Schmierenkampagne gegen ihn in Chennai für schuldig befunden und verurteilt. Jetzt erst recht ist er gerade dabei, die ganze Welt vom Hinduismus und von sich zu begeistern, – Nithyananda.

Nur mit einem Trinkgefäß und einem Reserve-Sari ist Nithyananda als junger Mann kreuz und quer durch Indien gewandert und ist bei verschiedenen Meistern in die spirituelle Lehre gegangen. Eine staatliche oder private Schule, sowie eine Universität hat er nie besucht. Es gibt auf youtube zahlreiche Videos über Details seines Lebenslaufes.

Seine morgendlichen Sitzungen, in denen der 40jährige vor seinem Publikum Vorträge hält, werden live aus Bangalore übertragen und sind mittlerweile über verschiedene Kanäle für jeden weltweit kostenfrei zugänglich.

Nithyananda ist ein spiritueller Lehrer, der auf verschiedenen Abstraktionsebenen lehrt, so dass seine Weisheiten und Philosophien für jeden verständlich und nachvollziehbar sind, – nicht nur für Hindus, die mit der Terminologie aus dem Bereich der verschiedenen hinduistischen Strömungen und den Geschichten um ihre zahlreichen Gottheiten vertraut sind.

Er selbst sagt von sich, dass er nicht nur Gewaltlosigkeit predigen, sondern den Menschen zu mehr Lebenskraft und zur Umsetzung ihres Potenzials verhelfen möchte. Sein Hauptprinzip hierbei ist, die fundamentalen Grundängste und Unsicherheiten eines jeden, die die jeweilige Person langfristig davon abhalten, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen, zu neutralisieren. Das geschieht über verschiedene meditative bzw. spirituelle Übungen. Nithyananda ist imstande, seelische Blockaden seiner Zuhörer zu lösen und ihnen zu mehr Bewusstsein, awareness und consciousness, zu verhelfen. Die Wahrnehmung wird geschärft und somit auch der Verstand zusammen mit der Fähigkeit grundsätzlich besser ‚zu begreifen‘ und seine Emotionen zu steuern. Er macht Zusammenhänge in einer Form deutlich, wie ich es zuvor noch nie gehört oder gelesen habe.

Meine Bemühungen, an dieser Stelle die ganze Strahlkraft dieses Mannes und die Essenz seiner Lehren zu beschreiben, kann nur in einem kläglichen Versuch enden.
Deshalb empfehle ich, sich möglichst viele seiner in sehr verständlichem Englisch abgehaltenen Videos anzusehen, – sowohl die älteren, als auch die aktuellen, wobei diese oft schon auf ein bestehendes Wissen um das Thema ‚completion‘ und Nithyanandas vier Handlungsprinzipien:

Authenticity, Integrity, Responsibility und Enrichment,

aufbauen.

Nithyananda sorgt dafür, dass sein Wissen kostenlos und schnell weltweit verbreitet wird, – eine Entwicklung, die ich schon im bezug auf einige
andere gesellschaftspsychologisch interessante und wichtige Themenbereiche beobachten konnte.

Und nein, dahinter steckt kein manipulatives, profitorientiertes Unternehmen. Es geht darum, zu helfen. Es ist reiner Hinduismus, gebrauchsfertig übersetzt …

Ebenfalls kommen beispielsweise aus USA und GB verschiedene aufklärende, kostenlose Hilfestellungen für die vielen Betroffenen emotionalen Missbrauchs in Familien und Beziehungen. Ein in Deutschland erst noch zu beleuchtendes und zu bearbeitendes Thema. Auch hier geht es um schnelle und fundierte Aufklärung und Hilfe.

Was auch Mr. Nithyananda sagt, dank der Digitalisierung stehen uns allen so viele wertvolle Informationen zur Verfügung, wir müssen sie nur finden, sortieren und vor allem für möglich halten, dass sie uns grundlegend weiterbringen. Ich selbst sehe mir seine Videos schon seit einigen Jahren an und freue mich jeden Tag neu, dass der Zufall mich darauf gebracht hat.

Auf meiner nächsten beruflichen Indienreise nach Bengaluru werde ich ganz bestimmt hinfahren, zu seinem Ashram, und dann bin ich gespannt, wie er live ‚radiated‘ und ‚contributed’…

Hier seine website, aber man kann auch bei youtube einfach Nithyananda eingeben, dann wird man reich beschenkt:

http://nithyananda.org/#gsc.tab=0