‚Female Malignant Narcissism‘ – Manipulationstechniken nach Textbuch – Johnny Depp vs Amber Heard

Foto: Johnny Depp on facebook

Mylord

oder Untertitel zum Prozess von Johnny Depp gegen The Sun

Meinung

Es geht in diesem Artikel nicht darum festzustellen, dass es sich bei Amber Heard mit Sicherheit um eine krankhafte Narzisstin handelt. Persönlichkeitsstörungen können natürlich nur Psychologen oder Psychiater diagnostizieren. Und selbst sie nicht im Ferndiagnose-Verfahren.

Im Rahmen zahlreicher persönlicher Gespräche müsste, über einen längeren Zeitraum hinweg, die zu untersuchende Person befragt und beobachtet werden. Am Ende entscheidet eine bestimmte Anzahl determinierender Kriterien (die zwei großen Klassifikationssysteme sind das DSM, Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen, und die ICD, Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten), ob eine Diagnose ‚Narzisstische Persönlichkeitsstörung‘ gestellt werden kann.

Es sprechen bei Mrs. Heard allerdings eine ganze Reihe typischer Verhaltensweisen für eine solche oder ähnliche Diagnose. So wie sie es in ihrem final statement vor den Royal Courts of Justice medienwirksam erklärt hat, hat sie Vertrauen in das Britische Rechtssystem. Sollte man ihr nicht glauben, ist also die Britische Gerichtsbarkeit Schuld. Im Fachjargon nennt man diese Methode ‚Blameshifting‘.

Ich vertraue ebenfalls der British Justice, – nämlich darin, dass sie in ihren Entscheidungsprozess Expertisen von Psychologen einbinden wird, die vielleicht sogar auf Persönlichkeitsstörungen aus dem Cluster B spezialisiert sind. Es bleibt spannend.

Was inzwischen (leider) allen bekannt ist

Es herrscht eine Über-Fülle an allgemein zugänglichen und teils befremdlichen Informationen über die Beziehung von JD und AH. Wie immer wurde in Form von Gerichtsprotokollen über den mehr als drei Wochen dauernden Prozess in London restlos alles Private aufgedeckt und festgehalten, – war es auch noch so unappetitlich.

Diese Aufzeichnungen klingen wie Drehbücher über ein exzentrisches Beziehungsdrama, in dem jede Partei der anderen ekelhafte Verstöße gegen die guten Sitten und gewalttägiges Verhalten vorwirft. Es wird beidseitig im großen Stil behauptet, abgestritten und Verantwortungen dem jeweils anderen zugeschoben. Der normale News-Konsument denkt in Blöcken. Er nutzt zu seiner Deutung die Kategorien, die er kennt und bedient sich im schlimmsten Fall ideologisch gefärbter Klischees, die ihm durch die Medien täglich eingehaucht werden. Und genau das macht sich der in diesem Fall weibliche Narzisst zunutze, – so mein Eindruck.

Für diejenigen Leser und youtube-Interessierten, die noch nicht mit destruktivem und manipulativem Verhalten von malignen Narzissten konfrontiert wurden, sieht die Sache wahrscheinlich wie folgt aus.

Überschlägt man sämtliche Berichte zu Johnny Depps Prozess und das, was man über die turbulente Vorgeschichte zu lesen bekommt, könnte man schnell und platt auf ‚Aussage gegen Aussage‘ kommen.

Heard und Depp lernten sich 2011 am Set zu „The Rum Diary“ kennen. 2015 heirateten sie und nach nur 15 monatiger Ehe reichte Amber Heard die Scheidung ein.

Den Grund für Johnny Depps Verleumdungsprozess gegen „The Sun“ lieferte deren Journalist und Executive Editor Dan Wootton, der 2018 in einem Artikel J.K. Rowling dafür kritisierte, den ‚wife-beater‘ Johnny Depp als Main Character Gellert Grindelwald für ihren neusten Film „Phantastische Tierwesen“ gecastet und sich über ihren Coup auch noch sehr gefreut zu haben.

Innerhalb des mehr als drei Wochen dauernden Verfahrens hatte die „Sun“ zu beweisen, dass Johnny Depp seine Frau geschlagen hatte. Amber Heard war daher die Hauptzeugin der „Sun“. In 14 konkreten Anklagepunkten bezichtigte Heard Johnny Depp, ihr gegenüber gewalttätig gewesen zu sein.

Johnny Depp streitet das ab. Er sei kein Frauen-Schläger. Niemals sei er einer seiner Partnerinnen gegenüber gewalttätig gewesen. Johnny Depp sagt über sich: „I’m not a violent person“.

Pikant ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Verleumdungsprozess, der im Januar 2021 in den USA, genauer in Virginia, beginnen wird. Depp verklagt Heard auf Schadensersatz. In Virginia ist die Washington Post ansässig. Amber Heard hatte sich im Rahmen der #MeToo Bewegung in einem Interview der Zeitung über ihre Gewalterfahrungen mit Männern geäußert. Obwohl sie Johnny Depp nicht namentlich erwähnt hatte, war natürlich jedem klar, auf wen sie sich bezieht.

Disney hatte Depp daraufhin gefeuert. Die Rolle des Jack Sparrow, die maßgeblich er selbst gestaltet und immens erfolgreich gespielt hat, sollte er in „Pirates of the Caribbeans VI und VII“ nun nicht mehr bekommen. Einen Frauen-Schläger kann man schließlich nicht den coolen Jack Sparrow spielen lassen.

Es handelt sich pro Film für ihn um eine Gage von knapp 100 Mio Dollar, so eine Quelle, deren Zuverlässigkeit ich nicht genau kenne. Jedenfalls wird Amber Heard in dem kommenden Verfahren von ihm auf einen Schadensersatz von 50 Mio Dollar verklagt. Der Ausgang des Britischen Prozessses ist daher von hoher Relevanz.

Johnny Depp mit seinen 37 bedeutungsvollen Tatoos, seinen vielen Totenköpfen überall, als schwere Ringe, Ketten oder auf seinen schwarzen Bandanas, suggeriert tatsächlich nicht gerade die Anständigkeit eines Chorknaben. Auch wenn er sie besitzt. Er ist übrigens Gründungsmitglied eines gewissen Chores, – ein ‚Chor’ der etwas anderen Art, der Hollywood Vampires.

Dazu kommen seine berüchtigten Drogen- und Alkoholexzesse.

Aber Mrs. Heard hat tatsächlich eine kriminelle Vorgeschichte im Bezug auf Häusliche Gewalt. Da sie ihre frühere Ehefrau geschlagen haben soll, wurde sie in der Vergangenheit einmal polizeilich verhört und für eine Nacht verhaftet.


Bei genauerer Betrachtung

Beide kommen aus dysfunktionalen Familien, auch wenn die jeweilige Dysfunktionalität sich unterschiedlich dargestellt hat. Hört man Stimmen aus Fachkreisen heißt es, dass diese unterschiedlichen Familiengeschichten und die Rollen, die die beiden in ihnen gespielt haben, eine gegenseitige Anziehung anscheinend noch begünstigt hätten.

Live Abuse Free – Psychologie (youtube)

Johnny Depp vs Amber Heard

Deutungen

Einleitung

Dieser Blog besteht zum überwiegenden Teil aus Beiträgen zum Thema ‚psychische Gewalt‘ in Form pervertierter, abnormer Verhaltensweisen im Kontext enger zwischenmenschlicher Beziehungen. Diese Vorgehensweisen sind regelrecht Methoden oder Techniken. Sie dienen dem Zweck, destruktiven Einfluss auf eine andere Person zu gewinnen und zu erhalten.

Es sind Texte, die von verdeckten Handlungen und von Manipulation handeln. Ich habe mittlerweile verstanden, dass meine eigenen Erfahrungen im Bereich dieser ,vorsätzlich technischen Bindungs-Methoden‘ von Narzissten noch vergleichsweise harmlos sind.

Kreative Menschen handeln intuitiv. Sie spüren etwas und lassen sich davon leiten. Und sie denken, dass alle es so machen. Bis sie getäuscht werden. Es ist ein Schock für sie, wenn ihnen klar wird, dass sie es mit einem Strategen zu tun haben. Mit jemandem, der ein gut durchdachtes Manöver gegen sie fährt und nur ein Ziel hat, nämlich von ihnen zu profitieren. Narzisstischer Profit kann vieles bedeuten. Er besteht zum großen Teil auch daraus, einem anderen Leid und Schmerzen zugefügt zu haben. Das ist pervers. Ein Narzisst generiert aus positiven oder negativen Emotionen anderer Energieschübe.

Inzwischen weiß ich von Menschen, deren Leben, so wie es gemäß ihrer Anlagen gedacht war, nie stattfinden durfte, – und das nur, weil eine andere Person es schleichend sabotiert hat. Das ist schwer vorstellbar für emotional normal Entwickelte. Oft sind es besonders begabte, höchst sensible Personen, deren Besonderheiten für einen Narzissten zunächst äußerst attraktiv sind, dann aber zur Bedrohung werden. Narzissten sind Neider. Diesen Bedrohungen begegnen sie mit offener oder verdeckter Aggression und dem absoluten Willen, sich über den anderen erheben zu wollen. Die langsame Zerstörung des Selbstwertgefühls seines Missbrauchsopfers verläuft dabei subtil durch den Einsatz verschiedener manipulativer Manöver.

Warum unterdrückt ein krankhafter Narzisst sein Gegenüber

Die Überheblichkeit im wahrsten Sinn geschieht aus tiefer Unsicherheit, Verzweiflung und ihrem inneren Vakuum heraus. Krankhaft narzisstisch gestörte Persönlichkeiten leben ausschließlich von Stimulationen, die sie mittels feinster Sensoren von außen empfangen. Erst wenn sie Signale registrieren, ‚erleben‘ sie sich als existent. Und wichtig; erst wenn sie merken, dass sie Einfluss und Kontrolle über Menschen und Situationen haben, sie steuern können, startet bei ihnen das hormonelle Belohnungssystem in Form von Dopaminausschüttungen.

Es ist beängstigend sich vorzustellen, dass ein Individuum, das aussieht wie ein normaler Mensch, allein von Dopaminausschüttung zu Dopaminausschüttung lebt, – seinem hormonellen Glückshormonsystem, das es für unmoralisches Handeln belohnt. Um hier den passenden lateinischen Begriff zu bemühen; praedatio, Beutemachen, Plündern, Rauben. Und wenn man die Analogie weiterspinnt, stehen Psychopathen in der Nahrungskette ganz oben, – sie sind die Spitzenprädatoren.

Menschen ohne Gewissen zeigen Reflexe statt reflektierter Verhaltensweisen. Besonders ausgeprägt ist bei ihnen der Reflex, nach einem Minderwertigkeitsgefühl aus meist nichtigem Anlass, durch eine ihrer Taktiken schnellstmöglich ihre Überlegenheitsposition wieder herzustellen. Besonders geeignet dafür sind die manipulativen Mittel der Herabwürdigung, der Beleidigung oder der Desavouierung. Das Missbrauchsopfer war unvorbereitet und durchlebt durch diesen Angriff einen unmittelbaren Energieverlust. Diese Destabilisierung der unterlegenen Person bereitet dem toxischen Gegner den Nährboden für weitere destruktive Einflussnahmen. Das Ganze nimmt Fahrt auf.

Es handelt sich bei krankhaften Narzissten um Parallelexistenzen innerhalb unserer Gruppe des Homo sapiens, – um die emotionslose (im unempathischen Sinn) und deshalb entmenschlichte Variante unserer Gattung. Sie sind im Einzelfall nicht weniger gefährlich als Psychopathen. Auf ihre Art.

Ich denke, vor diesem Hintergrund ist es jetzt nicht mehr schwer, sich die unterschiedlichen Motivationen innerhalb einer ungleichen Paarbeziehung vorzustellen, – was will der Emotionale fühlen und was will der parasitäre Narzisst erreichen?

Narzissten können keine emotional-mitfühlenden Schwingung erzeugen. Dazu benötigten sie neuronale Verbindungen in bestimmten Hirnarealen und über diese verfügen sie nicht. Es handelt sich bei ihnen also um eine hirnanatomische Besonderheit, – ein strukturelles Problem. Ohne Reize von außen, ob aufwertende oder abwertende, können sie sich selbst nicht als lebend wahrnehmen und ich schreibe hier bewusst nicht ‚lebendig’. Ein Dasein ohne Resonanz von außen wäre für parasitäre Narzissten unerträglich. Es ist ihr Treibstoff, – ihr ,narcissistic fuel‘.

Narzissten verhindern potenzielle Karrieren, ruinieren existierende und drehen im großen Stil Lebensfreude und Freiheitsgefühle einer empathischen Person in Angststörungen und Traumata. Man könnte ihren Drang zu demontieren und zu zerstören als animalisch bezeichnen.

Innerhalb des Rahmens ihrer Agenda handeln sie eher impulsiv. Alles ist ihrem größeren Plan untergeordnet, – sich Vorteile zu verschaffen. Ihre starke Motivation treibt sie an. Ihr oft eiskalter Blick zeigt, dass menschliche Emotionen bei der Exekution ihres Vorhabens keine Rolle spielen, – der Fachbegriff: narcissistic stare. Es enstanden in der Vergangenheit nicht umsonst Analogien zu Reptilien, – ‚Snakes in Suits‘ war in den USA ein Bestseller zum Thema ‚Narzissten (Psychopathen) in Führungspositionen‘.

Wenn ein narzisstisches Individuum auf das psychische tool des Mitfühlens und Verstehens einer emotionalen Person nicht zugreifen kann, weil es ihm nicht zur Verfügung steht, bleibt ihm nur die Manipulation, um seine Ziele durchzusetzen. Seine Absichten direkt anzusprechen kommt nicht in Frage. Die Angst vor Ablehnung und Misserfolg ist zu groß.

Überhaupt sind die beiden emotionalen Landschaften, die einer empathischen und die einer narzisstisch gestörten Persönlichkeit, vollkommen unterschiedlich. Stark vereinfacht ausgedrückt ist die erste bunt und reich an Nuancen, während die zweite ausschließlich aus Grautönen besteht.

Dieser grundlegende Unterschied im Erleben der Welt ist maßgeblich für den fatalen Konflikt zwischen Narzissten und Empathen, – es handelt sich um ein klassisches, universelles Prinzip: um die Polarität zwischen zerstörerisch und konstruktiv, matt-schwarz absorbierend und hell-leuchtend, nehmend und großzügig gebend, zwischen beißendem Neid und bedingungsloser Liebe.

Diejenigen, deren Gefühle missbraucht werden, befinden sich in einem unsichtbaren Käfig. Sie wurden konditioniert. Dessen sind sie sich zunächst lange nicht bewusst und die Außenwelt bemerkt oft nichts von diesen Interna. Wie auch? Auf Unterstützung können die Geschädigten daher selten hoffen. Sie müssen sich die Zusammenhänge ihrer Situation selbst erschließen. Dieser Prozess erstreckt sich nicht selten über Jahrzehnte.

Live Abuse Free nur durch Dialoganalyse und psychologische Deutung kann ein Aussenstehender die Problematik verstehenEin erhobenes Kinn ist typische Körpersprache des malignen Narzissten

Um konkrete Beispiele für einseitige offene oder verdeckte anti-soziale Kommunikationsmuster und Verhaltensweisen zu nennen, muss man einzelne Dialoge und Aktions-Reaktions-Schemata, die für die entsprechende Beziehung typisch sind, genauer unter die Lupe nehmen. Dabei darf man Gespräche nicht aus ihrem Kontext lösen.

Das Gute

Was ich im Kontrast dazu verstanden habe ist, wie funktionale familiäre und Liebesbeziehungen idealerweise ‚gestaltet‘ werden müssten, damit sich die Individuen entfalten, sich in ihrem Leben weiter entwickeln und sich sicher fühlen können. Wenn man nicht in funktionierenden Strukturen aufgewachsen ist, muss man sich diese später sorgfältig kognitiv erschließen. Versäumt man es, kann man sich nie wirklich von den destruktiven Mustern seiner Ursprungsfamilie befreien. Zu leicht verfällt man immer wieder dem Typus des manipulativen Charakters. Das kennt man. Diese Situation ist einem vertraut.

Beispiele zum Begriff ‚Manipulation

Was ist eigentlich gemeint, wenn ständig darüber gesprochen wird, dass pathologische Narzissten ihre Zielpersonen manipulieren? Der Begriff scheint verständlicherweise für viele zu abstrakt. Wie oben erwähnt, sollte man sich vielleicht einzelne Situationen vornehmen und sie interpretieren, so wie es professionell in den Videos von ‚Live Abuse Free‘ passiert.

Dazu braucht man folgendes Hintergrundwissen:

eine manipulative Persönlichkeit formt, gestaltet, ‚kultiviert‘ sich (wie einen Rosenstock, der regelmäßig beschnitten wird – hier: bis nichts mehr blüht) ihre Opferperson im Laufe der Zeit so, dass sie ihr von Nutzen ist und entsprechende Stimuli liefert. Es kann sich um materiellen Nutzen, aber auch um immateriellen Nutzen handeln, – beispielsweise nimmt die Opferperson die Rolle des Bewunderers ein, der seinen Narzissten spiegelt.

Die Modellierung der unterlegenen Persönlichkeit funktioniert nur,

wenn die Opferperson

a. nicht merkt, dass sie Teil dieses Gestaltungsprozesses ist oder

b. bedroht wird, wenn der Nutzen für den Narzissten auszubleiben droht oder

c. sich freiwillig in die Position des Opfers begibt, aus Hörigkeit (Trauma Bonding)

Phase eins – Verführung

Innerhalb der ersten Phase des emotionalen Missbrauchsprozesses liegt die Manipulation in der Täuschung des Missbrauchsopfers, – diese Art dysfunktionaler Paarbeziehung beginnt mit dem manipulativen Mittel der Verführung.

Der maligne Narzisst maskiert sich als Spiegel des Missbrauchsopfers und spie(ge)lt ihm positive Bestätigung, tiefe Zuneigung, Anteilnahme, Wertschätzung und Bewunderung (vor).

Kurzes Zurückspulen: Kinder wissen natürlich nicht, dass sie ein Anrecht auf wertschätzende Behandlung haben und wie diese auszusehen hat. Was sie ‚zu Hause‘ erleben, halten sie für normal. Wie Johnny Depp in einem seiner Interviews erzählte, habe er erst bei einem Familienessen im Haus eines Freundes erlebt, was familiäre Wärme und Unterstützung bedeutet. Es sei ihm im Vergleich zum ersten Mal klar geworden, dass in seiner Familie eine toxische Atmoshäre herrsche. Durch ungefähr 40 Umzüge mit seiner Familie konnte er vorher nirgendwo einen stabilen Freundeskreis aufbauen, – deshalb wohl diese späte Erkenntnis.

Wie im oben gezeigten Video von ‚Live Abuse Free‘ erklärt wird, trägt das Missbrauchsopfer, also hier Johnny Depp, schon sein Leben lang ein Defizit im Bereich Wertschätzung und bedingungsloser Liebe seitens seiner Mutter in sich. Jahrelange Einflussnahme eines emotional missbrauchenden Elternteils, oder beider, führt dazu, dass das Individuum sein authentisches Selbst nicht herausbilden kann bzw. darf. Weder wird ihm der Raum dafür zugestanden, noch wird es in seinem Sein und Handeln bestärkt. Es wird nicht als eigenständiges Individuum gesehen.

Das hat katastrophale Auswirkungen auf die Bildung der Persönlichkeit. Menschen, die lange unter elterlichem toxischen Einfluss gestanden haben, entwickeln sich meistens zu sog. People Pleasern. Aus Angst zurückgewiesen zu werden, passen sie sich zu sehr an, kritisieren ihr Umfeld nicht oder werden zu großartigen Entertainern. Sie tun alles, um gemocht zu werden, – mit ihrer ‚falschen‘, einer zu wenig bis gar nicht konturierten Persönlichkeit. Oft erfahren sie ihr Leben lang nicht, wer sie eigentlich sind und was ihre Persönlichkeit ausmacht. Ausprobieren durften sie sich nicht. Sie wären für jedes ‚anders sein’ sofort bestraft worden. Sie können daher nicht authentisch leben, da sie ihre Authentizität nicht kennen. Und werden sie im Erwachsenenleben auf dem Gebiet der Nicht-Anerkennung auch noch getriggert, re-erleben sie ihr Trauma jedes Mal erneut.

Ich selbst kann sagen, dass in vielen Familien der toxische Einfluss der Eltern erst dann massiv beginnt, wenn das Kind anfängt, sich zu individualisieren. Während seiner Adoleszenz (späte Kindheit über die Pubertät bis zum vollen Erwachsenensein) möchte es sein Anderssein ‚zelebrieren‘ und sich von seinen Eltern lösen. Es möchte beweisen, dass es eigenständig in der Lage ist, sein Leben nach seinen Vorlieben und Kompetenzen zu gestalten.

Wenn Eltern dieses Verhalten bestrafen, dann manipulieren sie. Ihr Model-Kind darf nicht anders werden, als sie es wünschen. In diesem Fall ist das Kind nur ein Satellit seiner Eltern oder eines einzelnen Elternteils. Ein narzisstisches Elternteil hat keine Möglichkeit, sich in das eigene Kind hineinzufühlen und sich vorzustellen, welche Gefühle dem Kind zur Gestaltung seines eigenen Lebens zugrunde liegen. Derartig persönlichkeitsgestörten Elternteile wissen nichts über den emotionalen Körper ihres Kindes.

Konsequenz aus einer solchen Kindheit ist die Gefahr, wie bei Johnny Depp, an einen ‚Partner‘ zu geraten, der ebenfalls vollkommen unfähig ist, empathisch zu sein. Immer wieder gerät man an einen Prädatoren, der Vorteile wittert. So animalisch es klingt. Er verführt sein Missbrauchsopfer und spielt ihm ca. für den Zeitraum eines Jahres die große Liebe vor. In Wirklichkeit handelt es sich um das Gegenteil dessen, nämlich um berechnendes, hierarchisches Verhalten, – um die reine Unterwerfung des Unterlegenen. Pathologische Narzissten akzeptieren ausschließlich vertikale und nie horizontale Beziehungen, – also Beziehungen auf Augenhöhe.

Schon innerhalb dieser ersten Phase zeichnet sich der pathologische Narzisst durch zwanghaftes Lügen aus. Lügen und Tatsachen zu verdrehen sind unter den Manipulationsmitteln die Kardinalmethoden.

Phase zwei in der Beziehung Heard/ Depp – Liebesentzug und Provokation

Was im zweiten Schritt folgt ist eine Art Schockphase, in die das Opfer versetzt wird. Der Abuser verhält sich plötzlich kalt, verächtlich und ignorant. Verachtung ist im Kontext ‚emotionaler Missbrauch’ ein starkes Manipulationsmittel. Sie paralysiert das Opfer.

Der seit einem Jahr zutiefst emotionalisierte Part, Johnny Depp, erleidet unter Heards Liebesentzug ein neues, erhebliches Trauma, sogar einen Flashback mit fürchterlichen Erinnerungen an frühe Zurückweisungen. Drogen helfen zunächst, das emotionale Chaos auszublenden.

Was den Missbrauchten extrem lähmt ist Fassungslosigkeit und Scham darüber, instrumentalisiert worden und auf narzisstisches ‚emotional engineering‘ hereingefallen zu sein.

Auch ein Teil des perfiden Narzissten-Planes in dieser Phase ist der Einsatz verdeckter Provokationen, auf die der emotionale Part offen (oder er wird heimlich dabei gefilmt) mit Aggression reagiert. Im Schock über die Persönlichkeitsveränderungen seiner großen Liebe reagiert er abwechselnd mit Trauer oder Wut und mit lähmendem Unverständnis. Zeigt er seine Aggression, wird er beschimpft. Er sei beispielsweise schwach, gestört, ein Psycho und die schlimmste Form des sog. gaslightings: er sei selbst ein krankhafter Narzisst.

Johnny Depp weiß jetzt, dass es sich bei Amber Heards Verhalten um eine perfide Agenda handelt. In seinem Gehirn ensteht Chaos durch Dauer-Stresshormonausschüttung. Ein Gehirn will unbedingt seine Homöostase aufrecht erhalten, – einen energieeffizienten Zustand der Balance. Unter permanentem Einfluss an Stresshormonen kann keine Homöostase erreicht werden. Der Betroffene will verstehen, was mit ihm passiert und was die Widersprüche bedeuten, denen er sich ausgesetzt sieht. Er fühlt sich wie in einem inneren Kriegszustand und verliert zunehmend an Kraft. Die Konsequenz: Adrenal Fatigue (medizinischer Terminus für extremen Erschöpfungszustand) und damit der kontinuierliche körperliche und geistige Abbau.

Um seine Trauer zu betäuben spielten bei Johnny Depp gerade in diesen verzweifelten Momenten Drogen und Alkohol eine große Rolle. Damit hat er sich allerdings selbst sabotiert, da Amber Heard das selbstzerstörerische Verhalten und seine verzweifelten Ausbrüche dokumentiert und gegen ihn verwendet hat. – Was in der letzten Phase ihres manipulativen Programmes passiert ist, wissen wir alle.

Johnny Depp verzweifelte zunehmend, er wurde abwechselnd immer trauriger, immer wütender und von Tag zu Tag schwächer. Freunde hatten Angst, er könnte möglicherweise den Jahreswechsel 2018/19 nicht überleben. Alkoholabstürze waren an der Tagesordnung und er magerte stark ab. Ohne gestützt zu werden kam Johnny Depp nicht mehr von A nach B. Dieser enorme körperliche und mentale Verfall geschah aus Trauer und Scham. Er wurde durch tiefsitzende Erinnerungen an frühere Zurückweisungen und Flashbacks zusätzlich belastet. Viele Opfer emotionalen Missbrauchs sind am Ende nur noch ein Schatten ihrer selbst und landen oft in Psychosomatik-Kliniken.

Phase drei – die manipulative Technik der Verachtung

Diese letzte Phase, nach Seduction und Devaluation, nennt sich Discard. Das Opfer sieht sich massiver Verachtung und Degradierung ausgesetzt. Darauf folgt direkt sein finaler Verstoß, denn der Narzisst hat sich bereits ein neues ‚Projekt’ besorgt, – in diesem Fall Elon Musk.

Johnny Depp hatte sich so heruntergewirtschaftet, dass Amber Heard ihn nun öffentlich verachtet und dann fälschlicherweise sogar Häuslicher Gewalt beschuldigt hatte. Ihre Schmierenkampagne passte perfekt in den #MeToo Kontext und die Wahrscheinlichkeit war hoch, dass man ihr die Geschichte abkaufte. Aus der Person Johnny Depp, die sie von ihm übrig gelassen hatte, war am Ende nur noch durch Erpressung und den angedrohten Ruin seiner Karriere (um sich über ihn zu erheben) Profit herauszuschlagen.

Authentische Liebe ≠ Theater

Johnny Depp hatte sich während der Rum Diary Dreharbeiten wahnsinnig in Amber Heard verliebt. Er ist zweifellos eine hypersensible, hoch komplexe Persönlichkeit. Für diese Frau hatte er seine perfekte Familie verlassen. Man kann sein Commitment Heard gegenüber in vielen Videos erkennen, zum Beispiel auf ihrer gemeinsamen Reise zu den Filmfestspielen nach Venedig und in vielen anderen Videos auch. Johnny Depp trug Amber Heard auf Händen.

Er war einer lebensgefährlichen Illusion verfallen und wäre an den Auswirkungen seiner schweren Depressionen fast zugrunde gegangen.

Johnny Depp ist eine der ersten Personen öffentlichen Interesses, die wegen emotionalen Missbrauchs und dessen Konsequenzen gegen einen früheren Lebenspartner gerichtlich vorgeht. Es bleibt zu hoffen, dass dieses erste Verfahren in London für Depp positiv ausgehen und die Referenz für andere, ähnliche Fälle darstellen wird.

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 42 – Sussexroyal oder Die hinterhältigen Strategien von Narzisstinnen Teil III

Meinung

 

 

Was passiert, wenn man einen Narzissten gegen sich aufbringt – Sussex could go nuclear

Ein weiteres narzisstisches Prinzip ist vielleicht das prominenteste im Verlauf der kurzen Karriere als Herzogin von Sussex. Wie man heute lesen kann, hat sie sich übrigens insgesamt 6 Stunden in ihrem Herzogtum aufgehalten, aber das ist tatsächlich nur Nebensache, angesichts des Schadens, den sie schon jetzt der Krone zugefügt hat. Mit dem Treffen in Sandringham sind interessante Aspekte hinzugekommen. Es bleibt spannend und die Geschichte ist auch noch lange nicht zu Ende.

Narcissistic Rage

Es beginnt alles mit provokativem Verhalten der Narzisstin selbst. Grenzüberschreitungen durch Missverhalten, unverschämte Forderungen, aggressives Vorgehen, falsche Beschuldigungen, Geltungsdrang und Verdrehung der Tatachen, die andere sprachlos zurücklassen. Hinzu kommt das victim game, also die öffentliche Selbstdarstellung als Opfer. Alle Schuld liegt bei den anderen, aus Sicht des Predators. Das Umfeld ist höchst irritiert und alarmiert, – greifen können sie die Problematik allerdings noch nicht. Das ganze Ausmaß der komplizierten Machenschaften der Narzisstin wird erst im Nachhinein deutlich. Erst jetzt zeigt sich die Markle’sche Logik hinter ihrem Plan. Vielleicht war es nie so gedacht, dass MM in GB bleibt. Man könnte darauf kommen.

Es heißt, die Queen habe Sorge, die Sussexes veröffentlichten, wie angekündigt, ein brisantes Interview, wenn man ihren Forderungen nicht nachkäme. Dabei handelt es sich natürlich um nichts anderes als Erpressung und Harry säße in der Falle.

Wie im vorhergehenden Text beschrieben, befindet er sich offensichtlich in einer Dauer-Stressschleife. Er arbeitet darauf hin und wartet auf den erlösenden Moment: Meghan ist endlich glücklich und zufrieden. Dass dieser Moment nie eintreffen wird, können nur Menschen beurteilen, die schon einmal näher mit Narzissten zu tun hatten.

Was sie wollen, ist eine Reaktion

Narzissten wollen vor allem eines bewirken, – sie provozieren eine Reaktion. Mit dieser Reaktion kann man arbeiten. Da sie sich in einem permanenten gedanklichen Vorbereitungsmodus befinden, Vorbereitung auf die nächste Situation, von der sie profitieren könnten, brauchen sie Stoff. Wenn sie sich verdeckt unempathisch benehmen und die anderen mit einer offen negativen Reaktion darauf antworten, wird das Umfeld umgehend für diese ‚Antwort‘ bestraft. Mit dieser Munition wird dann, seitens des Narzissten, an die Öffentlichkeit gegangen und die im allgemeinen aus empathischen Personen bestehende breite Masse glaubt und lässt sich auf das Spiel ein. Die anderen sind Schuld.

Für einen Narzissten, der nicht ansatzweise über das emotional-bewusste Innere einer nicht gestörten Persönlichkeit verfügt, ist jedoch jede Form der Aufmerksamkeit essentiell. Er kann nicht ohne eine Reaktion auf sich, ob negativ oder positiv, existieren. Ignorierte man ihn vollkommen, fiele er innerlich in sich zusammen.

Das ist der Grund dafür, warum er grundsätzlich die Führung übernehmen muss. Er steuert so das Geschehen und die anderen kommen aus ihrem bald chronischen Reaktionsmodus nicht mehr heraus. Man kann nur entweder einen Krieg vorbereiten oder ihn führen. Beides zur gleichen Zeit geht nicht. Führt der Narzisst, müssen die anderen zwangsläufig handeln. So kommt es auch oft zu Fallen, in die die Gegenseite läuft. Sie nimmt sich meistens nicht genug Zeit zu überlegen, wie sie die Führung zurückgewinnen kann.

Im allgemeinen weiß die Gegenseite auch nicht, dass sie sich im Krieg mit einem Narzissten befindet.

Die Reaktion der Queen

Umso erstaunlicher ist die kluge Reaktion der Queen und ihr veröffentlichtes statement zur aktuellen Lage. Die Queen ist eine hochintelligente Diplomatin, die sich sowohl schützt und sich Optionen offen hält, als auch souverän der anderen Seite ein Gefühl der Wertschätzung vermittelt. Ganz abgesehen davon, dass sie einmal mehr der Weltöffentlichkeit gezeigt hat, wer wirklich die Entscheidungsträgerin ist.

Ihre Forderung nach Einhaltung der Reziprozität wird allenfalls angedeutet und das Wort ‚Familie‘ wird in zwei verschiedenen Kontexten verwendet. Zum einen zeigt sie Harry ihre tiefe Zuneigung und Loyalität, zum anderen bedeutet der Rückzug seiner eigenen Familie nach Kanada auch ein Abschied von seinen Privilegien und verdeutlicht, dass das zivile Leben einen klaren Kontrast zu seinen 35 gelebten Jahren am Hof darstellt.

Die Gefahr, dass ein nicht royaler ‚Eindringling‘ die Krone nutzt, um Profit aus ihr zu schlagen, ist der ganzen Familie natürlich zu jedem Zeitpunkt bewusst. Deshalb hatte William die hektischen Heiratspläne seines Bruders zu Bedenken gegeben. Der allerdings reagierte trotzig, – was abzusehen war. Eine schnelle Heirat steht auf jeder narzisstischen Agenda, denn nur so lassen sich Vorteile legal nutzen. Und die Auflösung eines ehelichen Verhältnisses mit einem Narzissten wird meistens nur teuer für das Opfer.

Das statement der Queen sollte daher  nicht ausschließlich als freundlich  konziliant betrachtet werden, da dessen ‚outcome’ schon in Bezug zu einem angedrohten Interview bei O. Winfrey zu setzen war. Denn hätten die Sussexes ihren Willen nicht bekommen, hätten unschöne Veröffentlichungen à la Diana zur Disposition gestanden, hieß es aus dem fernen Westen.

Allein die Tatsache, dass die drei wichtigsten anderen männlichen Familienmitglieder außer sich sind vor Wut, lässt das Prinzip ‚killing with kindness‘ vermuten. Natürlich liebt sie ihren Enkel. Wenn allerdings ihr 98 jähriger Ehemann fluchtartig den Landsitz verlässt, weil sein ‚bis-vor -einer-Woche-Lieblingsenkel’ seine Nerven über die Maßen strapaziert, dürfte die Queen schon allein deshalb sehr bestürzt sein.

Erst die kommenden Verhandlungsergebnisse werden zeigen, wovon beim Sussex-Plan konkret die Rede ist.

Entweder oder

Es gibt im Prinzip nur zwei Lager. Narzissten und Nicht-Narzissten.

Wäre dieses Wissen Allgemeinwissen, herrschte zwar mehr Misstrauen unter den Menschen, es gäbe aber auch weniger Dramen und Tragödien. Wenn man sich beispielsweise die Meghan-Versteher Fraktion anhört, als jemand, der mit narzisstischen Agenden vertraut ist, möchte man nur die Hände über dem Kopf zusamenschlagen. Nicht-Narzissten gehen grundsätzlich davon aus, leider ist das naiv, dass Gefühle eine Rolle spielen. Die Arme fühlt sich nicht wohl, – sie steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch, hieß es.

Mit Verlaub, – sah es danach aus? Ich gehe sogar so weit zu behaupten, denn bei einem Narzissten ist der Auftritt nie Zufall (alles dreht sich um seine Außenwirkung), dass die zuletzt gewählte Garderobe zum einen Lässigkeit und privates Leben als auch eingebaute Fallen für die Presse beinhaltete. Mal sehen, ob sie sich darüber hermachen, dass der Blazer-Mantel kürzer ist als der lange cognacfarbene Satinrock. Wäre schön, denn dann hätte man doch einmal mehr die Bestätigung: alles Rassisten in Grossbritannien. Hier kann man wirklich nicht bleiben. In USA aber übrigens auch nicht, solange Trump Präsident ist, – Originalton. Dann muss es eben Canada werden.

Nichts ist nicht berechnet. Bei einem Narzissten steuert nicht das Gewissen die Handlungen. Es sind sein Grandiositäts- auf der einen Seite und sein Minderwertigkeitsgefühl auf der anderen Seite. Darum drehen sich seine Gedanken. Es gibt keine Mitte. Die Mitte wäre ein Leben als ganz normaler, gefühlvoller Mensch.

Welchen inneren Zustand wird ein Narzisst niemals erleben (dürfen) ?

Vielleicht sollte man sich in seinem Bestreben, das Innere eines Narzissten beschreiben zu wollen, lieber einiger Umkehrschlüsse bedienen.

Er oder sie wird nie ohne eine Reaktion auf sich existieren können. Daher die Metapher mit dem Spiegel. Und daher auch die Tatsache, dass sie ohne immer wieder kehrende Bestätigung von außen nicht leben können. Diese Bestätigung muss steigerungsfähig bleiben, deshalb ist er oder sie auch nie zufrieden zu stellen.

Für einen Narzissten ist es unmöglich, aus sich selbst heraus Glück, Zufriedenheit und Erfüllung zu generieren. Freude an sich selbst und seinen Ideen zu haben und sich ganz allein in Gedanken zu vertiefen. Lust darauf zu haben, sich zurückzuziehen und vor sich hin zu leben, in einen solchen Zustand kommen sie nicht. Können sie nicht kommen. Ihre Gehirne sind anders aufgebaut, als die von empathischen Menschen, was leider zu wenige wissen.

Narzissten wollen und können nicht sein, wie andere. Wie normale Existenzen, die vielleicht nach außen nicht schillern, jedoch über ein glänzendes, interessantes, vielfältiges, liebevolles, uneigennütziges, tiefgründiges und wunderschönes Inneres verfügen. Das entdeckt man als Außenstehender allerdings nur, wenn man sich wirklich für diese ’normalen Existenzen‘ interessiert. Sich Mühe gibt. Sie selbst sind da geduldig. Sie müssen mit ihren Qualitäten nicht nach draußen gehen. Sie befinden sich in einem vollkommen ausbalancierten Zustand eines Alignments, – ruhend in sich selbst.

Ein Narzisst weiß gar nicht, wie sich das anfühlt. Er kennt nur die innere Leere und die Angst, nicht wahrgenommen zu werden. Während normale Existenzen Liebe, Freude, Stolz, Loyalität und viele andere positive Gefühle entwickeln und erleben können, dominieren bei Narzissten Gefühle der Angst, Unsicherheit, der möglichen Zurückweisung, des permanenten zu kurz Kommens, Neid, Missgunst und ähnliche unschöne emotionale Zustände. Dominiert er andere, gewinnt er einen Kampf und kann er andere betrügen oder hintergehen, entwickelt er ein Gefühl der Genugtuung und Überlegenheit. Auch sind Narzissten extreme Materialisten.

Das, was normale Existenzen glücklich und erfüllt sein lässt, ist normalerweise nicht Geld. Es sei ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Wertschätzung, sagt Prof. Hüther, renommierter Hirnforscher.

Für Narzissten ist das Materielle das, was für normale, gefühlvolle und empathische Existenzen diese abstrakten Welten der Zugehörigkeit und der Wertschätzung sind. Ein soziales Leben mit der Resonanz anderer und dass man genauso, wie man ist, einzigartig und gut ist. Dass man liebenswert ist und vielleicht sogar für eine oder ein paar bestimmte Personen in diesem Leben alles bedeutet. So sollte sich das Leben anfühlen.

Ein Narzisst ist nie zufrieden

Vielleicht kann man sich vor diesem Hintergrund auch besser vorstellen, warum eine Position in der zweiten Reihe für eine Narzisstin nichts ist.

Sie müssen Grenzen übertreten, neue Möglichkeiten ausloten, andere in den Reaktionsmodus bringen und laufend expandieren. Es ist schwer vorstellbar, dass eine amerikanische Schauspielerin nicht wusste, was ihr in Grossbritannien widerfahren würde. Aber solange sich die Dinge zu ihren Gunsten gestalten lassen, ist ja (noch) alles gut.

Denkt man allerdings die Geschichte weiter und geht man von den üblichen Narzissten Agenden aus, ginge es für Harry Windsor nicht gut aus.

„Devalued as devaluation can be“, – wie hätte seine Narzisstin ihn mehr abwerten können als ihm den Titel Königliche Hoheit zu nehmen ?

Es würde mich nicht wundern, wenn der Verlust des Titels und somit des Glamours eines Tages genau der Grund wäre, warum die junge Mutter Interesse an weitaus schillernderen Herren entwickeln könnte, in deren Fahrwasser sich wieder neue, ganz andere spannende Möglichkeiten auftun.

Wie mehrfach geschrieben, – zufrieden zu stellen sind sie nie …

Ein kleiner Hinweis

Nein, sie sitzen nicht immer im ‚driver’s seat‘, – auch das ist den Agenden Kundigen bekannt.

Aufgrund mangelnder Empathiefähigkeit begehen Narzissten oft einen großen Fehler. Sie unterschätzen ihre menschlichen Objekte sträflich. Dass auch sie hidden agendas haben, möglicherweise zurück manipulieren oder irgendwann einfach ganz gelassen ‚Nein‘ sagen könnten, das kommt ihnen nicht in den Sinn.

Bei Neuzugängen im Bekanntenkreis empfiehlt sich daher das genaue Studium derjenigen Person. Ob toxisch oder nicht toxisch, – über die wichtigsten Merkmale gibt es inzwischen ausreichend Literatur.

Man sollte sich am Anfang mit Informationen über sich zurückhalten. Es heißt, nach ungefähr drei Monaten habe man herausgefunden, mit wem man es bei seinem ‚Neuzugang‘ zu tun hat.

H.G. Tudor on narcsite.com

A Very Royal Narcissist – Part 10

A Very Royal Narcissist – Part 11

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 42 – Sussexroyal oder Die hinterhältigen Strategien von Narzisstinnen Teil II

Meinung

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Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 42 – Sussexroyal oder Die hinterhältigen Strategien von Narzisstinnen Teil I

Meinung

Markle’s typisches Verhalten als universell einsetzbare Schablone

Gestern erfuhr es die Queen aus dem Fernsehen, – heute ist der Geburtstag einer der beiden zukünftigen Königinnen, Kate von Cambridge:

ein brutales, gut vorbereitetes statement als ‚Vollendete Tatsache‘, man wolle sich weitgehend von den Windsors zurückziehen. Und dieser Affront wird typischerweise gezielt am Abend vor eine (hier royale) Familienfeier platziert. Aus dem Hinterhalt und vor ihrem frohlockenden Chor, bestehend aus massenhaft kopfnickender (zur Zeit meist kanadischer) Lieutenants.

Es bedarf schon einer hochklassigen Skrupellosigkeit, die Britische Königin derart zu brüskieren.

Und Skrupellosigkeit ist ein Kardinalmerkmal pathologisch narzisstischen Verhaltens …

 

Ich-Firma Markle contra The Royal Family

Was weltweit viele Menschen als längst überfällige Modernisierung des Britischen Königshauses und die damit verbundenen Freiheitsbestrebungen der strahlenden Sussexroyals begreifen, ist in Wirklichkeit ein ausgeklügelter Plan. Es wird seitens der Narzisstin MM eine Strategie verfolgt, die, so sieht es momentan aus, nicht bilderbuchmäßiger ablaufen könnte. Sollte ihr Kalkül zu 100% aufgehen, wird es für den jungen, ehemals wilden Royal Harry Windsor nicht gut ausgehen.

Besonders sein großer Bruder ahnte es schon früh, ebenso sein Großvater und noch einige andere mehr, – nur Harry selbst merkte nichts. Das konnte er auch nicht, denn er wurde von Anfang an massiv manipuliert.

 

Typische ‚Narzisstische Agenda‘ – Terminologie

Wie in vielen meiner vorhergehenden 41 Beiträge zum Thema Maligner Narzissmus/ Psychopathie erwähnt, handeln alle sogenannten social-predators immer nach dem gleichen Muster, das man sehr grob als ‚Seduction-Devaluation-Discard-Methode‘ bezeichnen könnte. Man muss wissen, dass es dem Narzissten ausschließlich um seine eigenen Vorteile und Ziele geht, die er unbedingt erreichen will (Grandioses Selbst/ Self-Absorption). Dazu ist ihm jedes Mittel Recht.

Er interessiert sich nicht für andere, kann sich nur sehr begrenzt in sie hineinversetzen (Empathielosigkeit), und sein Partner hat ihm gefälligst zu dienen. Er soll ihm lediglich liefern, was er braucht, um diese innerlich formulierten Vorteile und Ziele zu erreichen. Der Narzisst trägt eine Maske hinter der er permanent darüber nachdenkt, wie sein nächster Coup aussehen könnte.

 

1. Seduction

Die Zielperson wird nach bestimmten Kriterien ausgesucht und verführt. Parallel zum sognannten Love-Bombing, Überschüttung seiner Zielperson mit Liebesbekundungen, prüft der Narzisst sein anvisiertes Objekt sehr genau auf den Grad seiner Beeinflussbarkeit. Durch anfangs minimale, dann gröbere Grenzüberschreitungen testet der Narzisst, wie weit er mit seiner (zunnächst verdeckten) Dominanz gehen und was er alles einfordern kann.

Da er sich bewusst traumatisierte Menschen aussucht, die sowohl unter einem Mangel an Zuwendung, als auch an Selbstgewissheit leiden, ist sein Vorgehen klar. Er verstellt sich intelligent und suggeriert dem empathischen Partner, dass er sich ideal als der perfekte und ersehnte Gegenpart eignet und dem Traumatisierten endlich dazu verhilft, sich wieder komplett zu fühlen und zu heilen. Die Quälerei hat ein Ende, – wie trügerisch.

Narzisstinnen so wie Narzissten sind oft enorm charismatische Personen. Sie verströmen eine Anziehung, der zu widerstehen einem regelrechten Kraftakt gleichkommt. Erfüllt ihr geeignetes Objekt die oben erwähnten Mangelkriterien und sehnt es sich nach einer großen Liebesgeschichte/ eigener Familie, hat der berechnende Narzisst leichtes Spiel. Er ist von diesem Moment an unaufhörlich damit beschäftigt, seine Position zu festigen und er fängt subtil an, seinen empathischen Partner auch schon langsam aus dessen Umfeld zu lösen. Noch bevor dieses kritischer werden und die Zielperson vorwarnen könnte.

 

2. Devaluation

Im Verlauf des ersten Beziehungsjahres entsteht eine (auch sexuelle) Abängigkeit, ein Bonding, des Objektes zu seinem Narzissten. Die überschäumend schönen Momente des Anfangs dominieren immernoch seine Vorstellung über die Konstellation. Sich einschleichende Widersprüche, Grenzüberschreitungen und Konflikte, hervorgerufen durch narzisstischen Herrschaftsanspruch, werden vom empathischen Partner verdrängt. Gleichzeitig arbeitet der Predator sukzessive an seiner Machtausweitung. Er bedient sich weiterhin abstrakter manipulativer Methoden wie zum Beispiel Twisting, Verdrehung von Tatsachen, er spielt oft unter Tränen das Opfer und beschuldigt fälschlicherweise seine Widersacher, er überrumpelt, hintergeht und lügt. Und er stellt immer unverschämtere Forderungen. Die Steigerung ist regelrechtes Bullying, – ein zunehmend aggressiver Ton gegenüber anderen.

Sein ‚Partner‘ wird nicht selten in Argumentationskonstrukte gehüllt, die bei genauerer Betrachtung einem Realitäts-Check nicht standhalten würden, – allerdings ist er zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in der Lage, die eigens für ihn verdrehte  Wahrheit überhaupt in Frage zu stellen. Zu tief befindet er sich schon in Schräglage. Er schämt sich, kann das aber natürlich nicht zugeben und macht das Einzige, was ihm bleibt, er demonstriert Stärke und bekennt sich öffentlich zu seinem Narzissten. Das Umfeld nimmt inzwischen eine klare Persönlichkeitsveränderungen bei ihm wahr, während der Narzisst sich immer stärker durchsetzt und von vielem profitiert.

 

3.Discard

Man kann sich nur begrenzt verausgaben, seine eigenen Werte und Bedürfnisse für einen anderen aufgeben und sein Wesen unterdrücken. Außerdem ist es nur schwer zu ermitteln, wieviel Energie man tatsächlich aufgebracht (und verschwendet) hat, um dem Emotional Abuser zu gefallen. Ein Prozess, der nie abgeschlossen ist, übrigens, denn es ist unmöglich, den Narzissten zufrieden zu stellen. Es fällt ihm immer wieder etwas Neues ein, das ihn vermeintlich noch mehr erfüllen könnte. Nur leider liegt es in der Natur der Sache (in der Natur des Narzissten) das ein Sättigungsmoment niemals eintreten wird.

Im Laufe der Zeit baut der empathische Partner immer mehr ab. Durch den konsequenten Gehorsam, das umgehende Umsetzen narzisstischer Bedürfnisse des anderen, das vorherrschende Chaos und immer deutlicher zum Vorschein kommende Kälte des emotionslosen Abusers ist er irgendwann komplett erschöpft, lässt physisch und psychisch extrem nach und kann nichts mehr leisten. Er hat seinen ‚Wert‘ verloren.

Das ist dann der Moment, in dem der Narzisst sein Objekt für unbrauchbar hält und sich von ihm trennt, – es fallen lässt.

Schuld ist, nach Meinung des Predators, das Opfer selbst.

 

Fortsetzung folgt: Die kaltblütige Hidden Agenda der MM – Zu kurzer Mantel als Falle für die Medien – Südafrika Interview: Konstruierte Beschwerden adressiert an Britische Presse – Missbrauch der Britischen Krone – Profitgier – Harry’s Leichtgläubigkeit – Archie, emotionale Erpressung Harry‘s jetzt möglich – Die meisten sind naïv – Flying Monkeys aus Hollywood – Hat man erst einen Narzissten im System, …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

How Do You Deal With A Narcissist After A Relationship ?

by Dante

How do you deal with a Narcissist after a relationship?

I recently ended my 2 year relationship with my girlfriend.
In hindsight I think it was a very important experience for me to make and I don’t feel regret or fault for falling for a social-predator.

It was actually a truly fulfilling relationship at the beginning, and the first year things couln’t have seemed any better.

But, why did it come to an end now?

Because, there couldn’t possibly have been a more unfitting and worse point in time for me in my life for something like this to occur.

Narcissists aren’t the kind of people who will respect boundaries, be considerate for you and your situation, or devote any of their energy to mind your feelings. Narcissists will only do what they want, when they want it, and how they want it.

This “how” is very important in the sense that a Narcissist always need to have the control over the situation and you (whenever you are involved with one).

They just can not let anyone who isn’t undeniably superior to them take control or even decide how things should transpire.

Since they thrive on the control over others, over breaking up their defense and inserting themselves into every part of your life, like a parasite, and then, when they have taken everything they desired and changed you in ways they envisioned, they’ll drop you whenever they feel to do so. The worst part is that they will likely blame you and make you the reason for their departure.

You, who, until that point, will have usually devoted all your energy and effort to be the person that could please them.

How then can you defend yourself against them and the influence they’ll still have over you after they are already gone, enjoying the suffering and agony in which they have left you behind?

It is a difficult question, of course. Since they managed to insert themselves into most aspects of your life, you will likely have to suffer the memories, the shared emotions (which could indeed have been true to some degree, but will have been faked in many situations usually) and the pain.

They will have attempted to permanently delete you – the you who they tried to change – and ruin you, making you into a person who will be dependent on them even long after they broke up with you.

So, how can you break these barriers? I think I let you wait long enough.

The answer is as simple as it is effective:

Ignore them and try to find *your* happiness in areas of life you enjoy.

Get to know yourself again and understand who you really are, without their constant influence looming over your head like a shadowed guillotine.

It will drive them mad, since you aren’t giving them what they want. Your attention and energy.

Ignore all attempts of them to hurt you, contact you, or, in any sense, establish any sort of dominion over you.  You should not even make an attempt for revenge or long monologue, in which you tell them of all their misconducts and violations of your being.

If you manage to ignore them and move on, not only will you have managed to break their influence over you and cast aside the chains they locked you in all this time, but you will make them quite unhappy, I even dare say frustrated.

If the Narcissist in your life can be shut out, do it. Don’t even spend another thought on contacting them. Blend him out but keep the feelings and experiences of the time with this person as a reminder. Not to harm you, but to reassure yourself in your being.

The Narcissist will try and take away your dignity, they will most likely even spread false information about you behind your back and spread your intimate and private feelings, thoughts and information.

So, if you are in a circumstance in which you can not simply walk away you need to come up with a counter-strategy. The Narcissist is certainly in his element if he has you in his reach, but that doesn’t mean you should just let him take over the situation. Don’t forget, you know what this person is and, in many cases, this person is unaware of her own nature. Their behavior is an urge Narcissists follow to keep themselves relevant in society.

The best thing to do is to avoid blaming them, as this will just feed into them. If the subject comes up, avoid the topic as best as possible with your friends and loved ones. But if it is absolutely unavoidable you should just answer in regard to yourself. Take them out of the picture, be calm and do not talk behind their back, like they will have done to you.

Over time, if the Narcissist is not too aware of his own nature, he will make mistakes, while you will seem like you have moved on.

He will still try and hurt you at every chance he gets, but you just need to be strong in that case, in a situation in which you can’t run.

You should still find new friends, new hobbies, new things that interest you and things which feel fulfilling to you.

This isn’t a task that you can accomplish in mere days or even weeks, but you need to proceed and let go, give up any hope of them returning or not being what you are already assuming.

Move on, take back the control over your life and push away any influence that might remain from them.

Make yourself whole again.

Kurzer Jahresrückblick auf 2019 und Der Fall Jens Söring

 

Was ist anders als sonst? Und wie wird wohl Weihnachten bei den von der Leyens?

Im karierten Flanell Pyjama

Als ich an diesem Adventmorgen, dem letzten für dieses Jahr, aufwachte und kurz darüber nachdachte vielleicht doch eine kleine Weihnachtsgeschichte zu schreiben, wollte mir partout nichts Rührseliges einfallen. Eher Sarkastisches.

Ich blickte von meinem Apartement hinunter auf die vor mir liegende Kreuzung, an deren gegenüberliegender Seite ein Werbebanner mechanisch permanent Seiten auswechselt. Das Gerät ist quasi der direkte Nachfolger der klassischen Litfasssäule. Es zeigt abwechselnd Parfums von Dior, Hermès, YSL und Rabanne. Die Plakate superschlanker Frühpubertierender mit grotesk übergroßen Brillenfassungen würden zwar eher auf den Times Square passen, aber genau diese Verquirlung von Zeitzeichen macht hier das Leben für mich so attraktiv. Jedenfalls, – eine Parfumwerbung nach der anderen, das kann nur Weihnachten bedeuten.

Vielleicht waren für mich die Inhalte des Jahres 2019 einfach zu aufreibend und haarsträubend, um nun am Ende resümierende und beruhigende ‚Nach-Hause-Kommen-Szenarien‘ in mir auszulösen, wie es sonst immer der Fall war: zum Schluss wird eben doch alles gut, alle fahren zu ihren Eltern, eine Ansammlung an herumlaufenden Norwegerpullovern mit Baguette unter dem Arm trifft sich am späten Vormittag des Heiligen Abends in der Stadt und tauscht, der Atem nebelt beim Sprechen vor Kälte, Aktualitäten aus. Irgendwo läuft „Let it snow, Let it snow, Let it snow“ und ich habe mich einmal mehr nicht getraut meiner Mutter zu sagen, dass mir ihre Argumente für Würstchen mit Kartoffelsalat bei weitem nicht reichen. Aber es wäre nicht klug. Ein jeder muss mit seinen Stresshormonen haushalten. Und wahrscheinlich projizieren wir ohnehin alle zu häufig.

 

Große Veränderungen und ein Glücksfall

Und warum ist es in diesem Jahr nicht so wie sonst? Viel ist passiert und es war brutal anstrengend! Jedenfalls für diejenigen, die das weltweite Tagesgeschehen verfolgt und hinterfragt haben. Dagegen wäre ein drohender Konflikt, den ein Kartoffelsalat unter Umständen auslöste, eher zu vernachlässigen. Zumindest was die Stresshormonbilanz beträfe.

Unzählige Debatten im Unterhaus und am Ende endlich die Erlösung, Greta und Fridays for Future als Blaming Kampagne, Undurchsichtiges aus Brüssel und von Deutschland im Inneren will ich gar nicht erst anfangen.

Eine Geschichte hat mich aber besonders gefreut. Jens Söring ist frei. Seinen Fall hatte ich seit langem verfolgt, da es sich, meiner Meinung nach, um einen skandalösen Justizirrtum handelt.

 

Jens Söring ist nicht nur Justiz- sondern auch Opfer malignen Narzissmusses/ Psychopathie

Es wird eigentlich Herrn Sörings Würde nicht gerecht, handele ich ihn und seine Geschichte in diesem Text nur kurz ab. Doch bezugnehmend auf meine vorhergehenden Texte steht eines für mich fest, – was ich in vierzig Artikeln zum Thema ‚Maligner Narzissmus und Psychopathie‘ behandelt habe, betrifft auch ihn und sein erschütterndes Schicksal. 33 Jahre saß er unschuldig in einem US-amerikanischen Gefängnis. Er wurde von seiner ersten und bis jetzt einzigen Freundin manipuliert und dadurch ruiniert, – Stichworte Trauma Bonding, Emotional Abuse und das ‚Prinzip Seduction-Devaluation-Discard’ wurden lehrbuchmäßig erfüllt.

Ich hoffe, ein guter Psychologe nimmt ihm die fürchterlichen Schuldgefühle, unter denen er leidet. Und statt an ihn zu glauben und ihn zu unterstützen, hat sich sogar sein engster Familienkreis, hier besonders sein Vater, abgewandt. Herrn Sörings Fall ist ein extremes Beispiel für das, was passieren kann, wenn ein Liebender Bindungshormone für eine ‚gefährliche Maschine‘ entwickelt.

 

Öffentliche Demokratieverstöße

Es wird anscheinend langsam salonfähig. Nicht nur, dass ohne Abstimmung im Deutschen Bundestag Entscheidungen getroffen wurden, die das Land grundlegend verändert haben, – es passierten sogar im Europäischen Parlament unglaubliche Dinge. Aus dem Nichts und ohne Wählervotum gab es plötzlich eine Kandidatin für den Kommissionsvorsitz, mit der niemand gerechnet hatte. Wie kann das sein? Zufällig ist diese Dame dem engsten Stab von Frau Merkel zuzuordnen. Durch besonders prägnante politische Erfolge war sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgefallen, – eher durch das Gegenteil.

Das Gegenteil heißt, es wurde sogar ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss einberufen, der die exorbitant hohen Beraterkosten näher beleuchten soll, die innerhalb des Ministeriums generiert wurden, dessen Ministerin Frau Dr. Ursula von der Leyen, die jetzige EU-Kommissionspräsidentin, einmal war. Und wie es in jedem ordentlichen Verfahren passiert, müssen selbstverständlich lückenlos Beweismittel zur Verfügung gestellt werden, – nur leider wurden, aus fadenscheinigen Gründen, genau diese vernichtet. Es handelte sich, wie inzwischen alle wissen, um das digitale Textmaterial, das sich auf dem Diensthandy Frau von der Leyens befand.

Daraufhin wurde kürzlich, seitens eines Politikers der Grünen, Strafanzeige gegen das Verteidigungs-Ministerium gestellt.

In ihrer Bewerbungsrede zur Präsidentschaft der EU-Kommission betonte Frau von der Leyen in besonderem Maße, dass ihre Kinder sie beauftragt hätten, Europäische Klimaverantwortung zu übernehmen und allumfassend der moralischen Verpflichtung gegenüber kommender Generationen gerecht zu werden.

 

Doppelmoral – ein prägnantes gesellschaftliches und politisches Merkmal unserer Zeit

Duden, –

„verschiedene Grundsätze gelten lassende, zweierlei Maßstäbe anlegende Moral“

Wikipedia (siehe Einzelnachweise), –

„Als Doppelmoral wird ein Normensystem bezeichnet, das gleiches Verhalten ethisch unterschiedlich bewertet, je nachdem, welcher Personengruppe die ausführende Person oder die betroffenen Personen angehören, oder je nachdem, ob diese sich in einer öffentlichen oder privaten Situation innerhalb oder außerhalb einer Gemeinschaft befinden, ohne dass dafür ein sachlicher Grund vorhanden wäre. Die Doppelmoral kann sich dabei explizit in einem moralischen Code niederschlagen, der eine unterschiedliche Wertordnung abbildet, oder implizit im moralischen Empfinden, im Verhalten und in den Werturteilen Einzelner. Entscheidendes Merkmal ist, dass mit „zweierlei Maß“ gemessen wird.“

 

Weihnachten bei den von der Leyens

Jetzt stelle ich mir als interessierte Europäerin natürlich vor, wie denn Frau Dr. von der Leyen, die kleine durchtrainierte Polit-Springmaus, unter’m Weihnachtsbaum den unangenehmen Fragen ihrer zukünftigen Generationen begegnen und/ oder ausweichen wird, – zu gerne hörte ich den genauen Wortlaut der Erklärungen, wie sie wohl ihrer moralischen Verantwortung gerecht werden möchte, die schon im Kleinen, nämlich innerhalb des ordentlichen Untersuchungsverfahrens vor dem Deutschen Bundestag, gezeigt werden müsste. Was für ein Zirkus …

 

Zweimal werden wir noch wach mitten in dieser Zeitenwende

Immernoch im Pyjama, aber inzwischen von meiner Vermieterin mit herrlich süffiger Schoko-Kirsch Weihnachtstorte ausgestattet, sitze ich mit einer frischen Tasse Kaffee an meinem kleinen Schreibtisch und sinniere über das kommende Fest. Ich schaue kurz  aus dem Fenster. Was haben wir denn da gerade? Einen Herrenduft. Dior Sauvage. Das Wort ‚Herr’ klingt wie aus der Zeit gefallen. Weißer alter Mann, how dare you? Und schon sind wir wieder bei der Doppelmoral.

Auch unsere Sprache hat sich verändert. Wir kommen mit den Digital Natives nicht mehr mit. Keine Chance. Kommentare von Leuten wie mir nennen sie etwas abfällig  ‚Boomer Takes‘.

Aber jetzt zurück zum Thema. Was schenkt man der Familie Schönes, während man den Spagat versucht zwischen einer Frau, die einst auf der Insel Jersey mit Hans Albers tanzen durfte, sein Angebot als Entschädigung für den umgeworfenen Martini Cocktail, und einem ambitionierten Elon Musk Fan mit exzellenten Forecaster  Qualitäten?

Was schenkt man, wenn man jemanden in der Familie hat, der noch mit ansehen musste, dass einige bis an die Zähne bewaffneten Amerikaner eine Leica Hochleistungskamera ausgruben, die im Hinterhof verbuddelt und eigentlich für ihn bestimmt war, – ein Weihnachtsgeschenk sein sollte? Sein Opa stand daneben und zitterte vor Angst wie Espenlaub.

Von mir gibt es in diesem Jahr abstrakte Geschenke, nämlich Phantasie und Verständnis. Ich werde mich zurück halten und die anderen sein lassen, sie lange und ausführlich erzählen lassen, von mir aus auch bei Kartoffelsalat und Würstchen. Guten Dijon Senf könnte ich ja mitbringen. Das traditionelle Treffen mit anderen Norwegerpullovern fällt bis auf weiteres aus. Aber das ist wieder eine ganz andere  Geschichte …

Und der Forecaster bekommt das für mich Komplizierteste, nämlich Geduld um sich weiter in Ruhe zu entwickeln, denn Menschen wie er brauchen mehr Raum und Zeit als die Vertreter aus der ‚Vergleichsgruppe‘.

Mir selbst schenke ich Freiheit.

Feiern Sie schön.

 

 

 

 

 

 

entsprechung

Lyrik

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im raum steht die mir zugeordnete zeit
metallkugeln kreisen in spiralen
die reling hinunter
mehrere zugleich
in unterschiedlich schneller fahrt
und halten sich zentrifugal
im bezug zueinander
entlang meiner konischen krinolin
aufpassen
nicht zu weit vorbeugen
nur keines der kreisenden gewichte verlieren

ich gehe langsam und nehme sie mit
und trage sie
in einen winkel
in dem raum mit der mir zugeordneten zeit
der sicher scheint

die schweren kugeln fahren fort
zu kreisen
auch wenn ich mich setze
zentriert bleiben
als imperativ und
die augen kurz schließen

das geschnatter gerät schnell wuchtiger
bläht auf zu einem schwall
und betäubt
what am I doing here
qu‘est-ce que je fais ici

es unzählige male ausgehalten zu haben
heißt nicht
es auszuhalten

nur ruhig bleiben
zentrifugal

tage später

als wirke noch immer
was ohne tiefe geschah
mir nicht entsprach
wie gewalt
an meiner natur

und war es nur
ein raum
mit mir zugeordneter zeit
noch ein mal
ein letzter versuch
die anderen fanden es doch schön

niemand kann hier wirklich sein
ohne scharfe resonanz

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 41 – Eine dringende Empfehlung

Brigitte Gruf schreibt auf facebook

Ab und zu telefonieren wir und jedes Mal bin ich von Brigittes Wissen tief beeindruckt. Ich empfehle jedem, der den fundierten Austausch sucht, sich mit Brigitte in Verbindung zu setzen. Je größer die Gruppe wird, desto höher steigen die Chancen, bald den Durchbruch in eine breite Öffentlichkeit zu schaffen.

Psychische Gewalt sollte grundsätzlich als strafwürdig betrachtet werden. Schützen Sie sich und führen Sie minutiös Protokoll über die Manöver, deren
Ziel es ist, Sie zu destabilisieren.

Hier Brigittes Seite

https://www.facebook.com/groups/NarzisstenPsychopathenClusterBGestoerte/

Was den Politikertypus Boris Johnson Schrägstrich Donald Trump von anderen unterscheidet ist ihr unerschütterlicher Optimismus …

… und ihre Motivation

Ein kontroverses Thema

Meinung/ Britta Heusinger von Waldegg

Man möge mich verbal steinigen, teeren und federn, und das alles gleichzeitig, – hier ist meine Perspektive.

Nach Jahren kritischer Beobachtung der politischen Situation sowohl in den USA, als auch aktuell in Großbritannien, möchte ich mich diesen beiden Führungspersönlichkeiten gern auf eine vollkommen andere Art nähern, als es der überwiegende Teil der Medien und die jeweils gewaltige Front ihrer Widersacher tun.

 

Im Vergleich

Sieht man sich ihre Biographien an, stößt man schnell auf Parallelen. Beide kommen aus privilegierten Familien, wenn auch jeweils mit anderer Ausrichtung. Während der eine materiell überversorgt aufwuchs und diesbezüglich schon früh an andere Dimensionen gewöhnt war, als der Durchschnittsbürger, lebte der andere die typische Kindheit und Jugend eines britischen Intellektuellen mit entsprechenden Abschlüssen namhafter Bildungseinrichtungen, inklusive daraus resultierender Netzwerke.

Die meisten von uns kennen das. Was hatten wir uns als Kind alles vorgenommen und wie oft wurden wir von der Erwachsenenwelt dafür belächelt, wenn wir einmal mehr den Fehler gemacht hatten, ihnen auf ihre Frage, was wir denn einmal gedachten werden zu wollen, die Wahrheit gesagt hatten.

Soetwas geht selten gut. Aber manchmal klappt es auch. Beispiel Boris Johnson. Er wollte zunächst ‚Weltkönig‘ werden und hat dann, im Laufe seiner Entwicklung, die Erwartungen an sich selbst heruntergeschraubt und sich vorerst mit der Berufsbeschreibung ‚Premierminister‘ realistischen Umständen angepasst.

Der andere war hauptsächlich von Gewinnmaximierung getrieben, das machte ihm von jeher Spaß, hatte von Haus aus ein gutes Budget mit dem er experimentieren konnte, fiel des öfteren massiv auf die Nase, konsolidierte sich aber jedes Mal und profitierte gut von seinen Erfahrungen.

Bei dem einen drückte sich Macht in Materie, bei dem anderen in Meinungssteuerung durch Publikationen, intellektuelle Überheblichkeiten und somit politischen Einfluss aus. Es wird behauptet, dass Johnson die jahrelang andauernde Antipathie des Großteils der Briten gegen die EU und vor dem Referendum selbst gesteuert habe, indem er entsprechende Artikel von Brüssel aus verfasst und sein Verlag sie unrezensiert auf der Insel veröffentlicht habe. Es wäre auf diese Weise ein komplett falscher Eindruck über die Arbeit der EU- Politiker entstanden, was dann in eine 17,4 Millionen Mehrheit der Brexit- Anhänger mündete.

Beide expandierten also im Laufe der Zeit auf ihren Gebieten. Und wenn man politisch ‚groß‘ denkt ist Empathie selten förderlich. Man ist ja nicht Gandhi. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, – den wenigsten gefällt es nicht, Massen beeinflussen und steuern zu können. Die meisten dieser Persönlichkeiten fangen irgendwann an, sich an ihrer eigenen Signifikanz zu berauschen.

 

Die Umsetzer

Und jetzt kommt das eigentlich Kontroverse dieses kleinen Aufsatzes:

ich behaupte, dass es sowohl Trump, als auch Johnson eben nicht um die eigene Person geht, sondern tatsächlich buchstäblich konservativ um ihr Land. Und schon höre ich nicht nur das ohrenbetäubende Raunen und Brüllen der Linken im House of Commons und Bercow ‚Order, Order‘ schreien, nein, ich höre sogar den sich eher räuspernden, hinter vorgehaltener Hand stattfindenden Protest der Noble Lords and Baronesses des Oberhauses.

Sagen wir es anders. Ich weiß es. Ich weiß, dass für einen Trump und einen Johnson die ’stakes‘ nicht hoch genug hängen können, um einen Begriff aus dem Pferdesport zu benutzen, damit sie sich überhaupt herausgefordert fühlen. Beide haben diesen unerschütterlichen Optimismus, spezielle Begabungen und eine Selbstgewissheit, dass sie ihre komplexen politischen Probleme werden lösen können. Beide, zumindest anfangs, auf ihre brachiale Art. Und warum brachial? Weil sich, mit Verlaub, einige westliche Demokratien inzwischen selbst verdauen und zu lange zu viele zu zu vielem befragt werden, bis es kaum noch vernünftige und plausible Beschlüsse mehr gibt.

Was ist beispielsweise eine Mehrheit wert, die aus 51% besteht, wenn der komplementäre Teil keinen Einfluss hat und daher dauerprotestiert? Der ebenso bekannte wie bedeutsame Nachteil des Plebiszits. Die britische Gesellschaft ist erschöpft. Es müssen konkrete Beschlüsse gefasst werden, daran führt kein Weg vorbei. Und warum glaubt ein großer Teil der Bevölkerung nicht an die Kraft der Gesellschaft, nach dem Austritt am 31.10.? Es sind, wie paradox, ausgerechnet die Linken, denen die nötige Offenheit und Flexibilität, denen die Fantasie dazu fehlt. Sie werden von irrationalen Ängsten getrieben. Großbritannien würde vermutlich sogar aufblühen, – gestärkt durch eine neuartige und sehr gut zu diesem Land und seinen Menschen passende kollektive Selbstgewissheit. Man könnte sogar ein bisschen neidisch werden …

In USA war es vor einigen Jahren ähnlich, wenn auch die Zusammenhänge sehr differieren. Man kann es den Bürgern nicht vermitteln, dass Milliarden für Truppen und unsinnige militärische Konflikte ausgegeben (die früher dem Innen dienen sollten), hohe Beitäge innerhalb von Bündnissen geleistet werden, aber die Farmer im Mittleren Westen, die Arbeitslosen dahingegangener Industrien oder eine marode Infrastruktur auf der Strecke bleiben. Trump ist schlicht zu geizig um fehl zu investieren. Auch hier: es musste, notfalls brachial, etwas passieren. Und es ist etwas passiert. Die Wirtschaftszahlen in den USA belegen es.

 

Transition oder Man muss Erfolg auch für möglich halten

Eine Übergangszeit ist nie leicht. Was auf individueller Ebene gilt, passiert auch im Großen. Es beschleichen einen Zweifel hinsichtlich einer ungewissen Zukunft, natürlich. Das allein darf aber Entscheidungsprozesse nicht dominieren. Es müssen positive Visionen über einen erfolgreichen Ausgang von Erneuerungen die größere Rolle spielen.

Ich nehme es diesen beiden authentischen Typen ab, so schräg sie auch sind, was bekanntlich ein Merkmal von Genialität ist, dass sie die Kraft und die Fähigkeit zur erfolgreichen Umsetzung dieser Visionen haben, denn sie lieben und beschützen es und identifizieren sich beide zu 100% mit ihrem Land. Und das erzeugt einen Sog bei der Bevölkerung. Auch wenn es bei einigen etwas länger dauert.

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 40 – Kommen Sie nicht unter die Agenden-Räder

Ob im Kontakt zu toxischen Systemen oder zu Einzelpersonen dieser Ausrichtung, – erkennen Sie deren Plan möglichst sofort

 

Zur Inspektion

Da, wo ich jetzt wohne, hatte ich bis jetzt noch nicht ein einziges Mal das Gefühl, als Teil einer Zielgruppe betrachtet zu werden, die für die Komplementär-Gruppe kommerziell interessant werden könnte. So beispielsweise vorgestern in der Autowerkstatt. Ich, weiblich, kam dieses Mal allein und wurde trotzdem nicht zur ‚ahnungslosen Beute‘ degradiert.

Es verbietet einem in dieser Region wohl der kulturell bedingt große Respekt voreinander und der damit verbundene Anstand, solche Gedanken zu entwickeln. Und genau das ist einer der Gründe, warum ich jetzt hier lebe.

Zurück zur Autowerkstatt. Keine nebulösen Aussagen zu den auf mich zukommenden Kosten, wie ich es sonst gewöhnt war, keine Attituden von sich windenden Werkstattleitern, keine Warnungen, welche großen, teuren Bauteile ohnehin nach soundsoviel Jahren verschlissen sind, besser dringend sofort ersetzt werden sollten und ähnliches.

Erfrischend klar wurde sich schnell festgelegt, was zu tun ist und was es kosten wird. Ich verzichte auch gern auf unnötige Erklärungen und hypokritische Freundlichkeit. So ölverschmiert und konzentriert, wie er war, so authentisch war er auch und eigentlich wollte er mich, nach unserer Terminabsprache, möglichst schnell wieder loswerden, um endlich weiterzuarbeiten. Das tat gut.

Nun ist das Beispiel mit der Autowerkstatt vergleichsweise plakativ, harmlos und auch nicht richtig passend. Dem Unterschied zu 100% narzisstischen Systemen/ Personen widme ich mich gleich detaillierter. Jahrelang bin ich schon mit dem typischen Gefühl an diese eher männerdominierten Orte gegangen, dass mein Nichtwissen höchstwahrscheinlich mit erhöhten Reparaturkosten bestraft werden würde. Ich besuchte dann eben mehrere Firmen dieser Art, verglich und legte mich irgendwann fest. So, wie es wahrscheinlich jeder macht.

Was in diesem Beispiel passiert, ist natürlich nicht wirklich perfide, nur jeweils ein kleiner Betrug. Es erfüllt aber deshalb das narzisstische Kriterium der Ausbeutung. Nur; man ist nicht emotional involviert und deshalb nicht wirklich sprachlos, im Gegenteil, es war jedes Mal im Vorfeld schon mit Verhaltensweisen dieser Art zu rechnen. Ganz anders ist der Zusammenhang in den folgenden Beispielen.

 

Wenn das vertraute Gegenüber eine Agenda hat – der furchtbare Schlüsselmoment im Prozess des Verstehens

Nein, ganz deutlich für alle diejenigen, die sich eventuell seit Jahren Selbstvorwürfe machen oder gemacht haben, mit Naivität hat es nichts zu tun. Wenn man nicht von vornherein mit soetwas wie ‚einem Plan dahinter‘, Berechnung, Kalkül, im weitesten Sinn Manipulation oder wie man es noch nennen könnte gerechnet hat, dann war man nicht naiv.

Emotional gesunde Menschen entwickeln Vertrauen in Verbindungen zu anderen, unterstützt durch entsprechende Bindungshormone, die von Natur aus dafür vorgesehen sind, auf Vertrauen zu basieren. Dafür gibt es viele Gründe. In Familien vertraut man sich und erhält (normalerweise) Schutz, also eine Art Windschatten und als Kind gute Startbedingungen.

In außerfamiliären Gruppen vertrauter Menschen ist es die soziale Interaktion und damit ebenfalls ein gewisser Schutz, den die Gruppe den jeweiligen Gruppenmitgliedern im Innenverhältnis garantiert, die Einhaltung des Reziprozitätsgesetzes voraussetzend. Psychologen und Soziologen sind hier spezialisierte Gesprächspartner.

Ich persönlich halte den Moment, in dem man als Vertrauender feststellen muss, dass das Gegenüber sich mit Kalkül auf eine oder viele gemeinsame Situationen vorbereitet hat, und das vielleicht schon seit langem, für den schlimmsten im Zusammenhang mit Narzissmuss/ Psychopathie.

Elternteile, andere Familienmitglieder, Ehepartner, die eigenen Kinder, Freunde, Arbeitskollegen oder Vorgesetzte sind potentielle Prädatoren, die zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen einen konzertierten Plan aushecken, der ausgemachten Zielperson Fallen stellen, ihre Grenzen überschreiten, sie damit provozieren und dann die kalkulierte Gegenwehr als Aggression oder Verhaltensauffälligkeit ihnen gegenüber deklarieren, was in der Narzissmus Terminologie als Gaslighting bezeichnet wird. Für Menschen, die in einem funktionalen Umfeld aufgewachsen sind und sich auch heute noch in einem befinden, muss dieser Absatz nach schwerer Paranoia klingen. Alle anderen wissen genau, um was es geht.

Die narzissten-typische Agenda beinhaltet selbstverständlich auch, dass der Zugriff auf Beweismaterial zur Rehabilitierung für die Zielperson unmöglich ist bzw. ihre sämtlichen Aktivitäten zur Klarstellung der Situation sabotiert werden.

 

Und wieder: das Prinzip dahinter

Diese Informationen sind ganz offensichtlich stark zusammengerafft und wiederholen sich in allen meinen Texten immer wieder, jeweils unter der Überschrift unterschiedlicher Schwerpunkte. Der Hintergrund ist, dass ich das Prinzip, die typischen Strukturen, die dem Vorgehen manipulativer Agenden zugrunde liegen, einprägsam gestalten möchte. Es gibt bedauerlicherweise noch zu viele unaufgeklärte Institutionen.

Der Prädator hat ein Ziel, dafür konzipiert er einen ausgeklügelten, oft komplexen Plan, das kann er gut, denn er hat aus Mangel an emotionalen Möglichkeiten nie etwas anderes getan, ist also geübt darin. Mit Mangel an emotionalen Möglichkeiten ist auf zwischenmenschlicher Ebene die Unfähigkeit zur Empathie gemeint. Die Ziele sind vielfältiger Art. Sehr oft geht es um Geld, Sex oder auch ‚social climbing‘.

Zum Erreichen seines Zieles nutzt er oder eine Organisation sämtliche legale aber auch oft illegale Methoden. Hier meine ich tatsächlich im juristischen Kontext ‚illegal‘, also unzulässig, z.B. im Zusammenhang mit Arbeitsrecht.
Aktuell möchten sich viele (Groß-)Unternehmen gern ihres teuren Altpersonals entledigen, um es durch neues, viel günstigeres zu ersetzen. Hierzu scheint ihre Fantasie oft ungebremst.

Und noch einmal zur Erinnerung: Prädatoren können Einzelpersonen oder Systeme sein, also auch Firmen, ganze Staaten, dazu gleich mehr, oder sogar Zusammenschlüsse von Staaten (Europa, Nato mit Stichwort Nato-Osterweiterung).

 

Abschließend mein Eindruck zum Thema ’narzisstische Agenda von Staaten bzw. Zusammenschlüssen von Staaten‘

Dieses Thema könnte eigentlich ein ganzes Buch für sich beanspruchen. Aber in diesen Zeiten, in denen man, zumindest was einige Nationen betrifft, den Eindruck haben kann, dass Politik zum Unterhaltungsgenre verkommen ist, käme man mit der Recherche gar nicht hinterher.

Die narzisstische Agenda bedeutet, einen genauen Plan zu haben, wie man eine Zielperson oder Zielgruppe für seine Zwecke missbrauchen, wie man sie ausnutzen kann. Ich bin bestimmt nicht die Einzige, der spontan viele Beispiele einiger Staaten einfallen, in denen die einzelnen Mitglieder der Gesellschaft nur noch fassungslos und ohne jegliche Gestaltungsmöglichkeiten zusehen müssen, was passiert. Parlamentarische Demokratie hin- oder her. Zu langsam, zu ungenau, zu leicht umgehbar, – zumindest in Europa, wie man kürzlich einmal mehr eindrucksvoll hat miterleben dürfen.

Und dann die EZB mit ihrer damit verbundenen, bereits bekannten Agenda von Madame Lagarde. Minuszinsen sind hier das Stichwort. Enteignung also!

Ich komme lieber gar nicht erst auf Deutschland zu sprechen, denn dann gelte ich unter anderem zumindest umgehend als Verschwörungstheoretikerin.

Sehr oft muss ich in diesem Zusammenhang an Steffen Seibert denken, einst einer der fähigsten, kritischsten Journalisten, die das Öffentlich-Rechtliche je zu bieten hatte. Er wurde, ich denke aus genau diesen Gründen, ins Kanzleramt ‚seduced‘ und muss seither, als Regierungssprecher, alles mittragen. Zum ZDF kann er nicht zurück. Welche Verschwendung an Potenzial.

 

Ich möchte mich wohlfühlen

Und so geschah es, dass ich eines Tages beschloss, dahin zu gehen, wo man sich nicht so schnell von Autoritäten beeindrucken lässt, sich unter Zurhilfenahme seines klaren Verstandes eine vernünftige Meinung bildet um sich dann, in der Folge, couragiert zu trauen, diese auch offen auszusprechen. Ebenfalls eine Erleichterung: keine Hofberichterstattung, kein Staatsfernsehen.

Besonders positiv; hier werden sowohl Senioren (sie sind integriert), als auch Kinder auffallend sanft und liebevoll behandelt. Man kann diese Emotionalität im Miteinander überall beobachten. Die Integration aller Familienmitglieder in den Alltag bringt Balance und Freundlichkeit in soziale Interaktionen, – es scheint, als läge hier ein Commitment vor und somit einvernehmlich die gesellschaftliche Priorität.

Es gibt sie noch, Regionen in Europa, in denen eine Art moralischer Verantwortung füreinander die Bürger als Gruppe stark macht. Es sind Respekt und Empathie, aber auch kritisches Reflektieren, die weit vor dumpfem, oktroiertem und gehorsamem Leistungs- und Konkurrenzgedanken die Menschen zusammenhalten und mich täglich neu beeindrucken.