Destruktive Beziehungen zu Narzissten 14 – Woran ich sie erkenne

oder Wie man es frühzeitig vermeidet, zu einem Funktionsträger degradiert zu werden

Ein Pathologischer Narzisst ist ein Gewinn- Maximierungssystem, – keine soziale Einrichtung. Soweit waren wir bereits. Es ist bitter, zu erkennen, dass es sich beispielsweise bei einem nahen Familienmitglied, dem sogenannten Partner oder Freund um jemanden handelt, der sich verdeckt nicht für uns, sondern ausschließlich für die Durchsetzung seiner eigenen Vorteile interessiert.

Eine pauschale Antwort auf die Frage zu geben, wie man möglichst schnell herausfinden kann, ob es sich bei einer bestimmten Person um einen verdeckten Narzissten handelt, ist nicht leicht. Ich will es dennoch versuchen.

 

Wenn das narzisstische System funktioniert

Das gewinnmaximierende System Pathologischer Narzisst rekrutiert ständig eine ganze Entourage an Objekten, die sich lohnen, auf eventuelle Gewinnerzielung hin von ihm überprüft zu werden. Kurz zur Erinnerung: mangels Gehirnmasse an dafür notwendiger Stelle (das ist natürlich extrem vereinfacht dargestellt, jedoch in meinem vorhergehenden Text ausreichend belegt) entwickelt er weder ein schlechtes Gewissen, während er forscht, noch Empathie, Zweifel oder Skrupel, – einzig seine Gewinnprognose treibt ihn an. Ebenfalls kurz zur Erinnerung: es kann sich dabei um finanzielle Vorteile, um Sex, um Aufmerksamkeit, einfach um Gesellschaft oder vieles andere handeln. So unterschiedlich Individuen sind, genauso unterschiedlich ist natürlich auch die Motivation eines jeden narzisstischen Jägers.

 

Was normalerweise passiert

Angenommen ein Vertreter der Psychologischen Klassifizierung Cluster B, also eine krankhaft manipulative Persönlichkeit, hat sich eine Strategie überlegt, wie er oder sie möglichst unerkannt (und das trainieren und perfektionieren sie täglich) ein menschliches Objekt dahin bewegt, ihm einen Vorteil zu verschaffen, dann hat sich der Narzisst zunächst auf eine seiner verschiedenen Methoden festgelegt. Er tat dieses nachdem er seinerseits sein Objekt erst beobachtet und dann klassifiziert hat. Zur Manipulation geeignete Objekte verfügen ja, wie in vorhergehenden Texten erschöpfend herausgearbeitet, über ein hohes Maß an Empathie, einen starken Willen zu helfen aber auch oft über überdurchschnittliche Intelligenz. Es sind Personen, die statt auf ihre Intuition zu hören, dazu neigen, zu rationalisieren. Sie finden nach einigen Hin- und Herüberlegungen immer eine rationale Erklärung selbst für das merkwürdigste Verhalten ihrer Mitmenschen und leider auch für Widersprüchliches und auf den ersten Blick nicht erkennbare gefährliche Argumentations-  Manöver von Narzissten. Sie lenken den Blick dabei oft weg von sich selbst auf die jeweiligen Befindlichkeiten des Unerkannten und verstehen, vollziehen nach und begründen. Dabei verschiebt sich der sogenannte ‚locus of control‚ nach außen, das heißt der Narzisst spielt und führt beliebig sein Objekt am Nasenring durch die Manege. Es hinterfragt üblicherweise nicht. Die Argumentationskonstrukte, die er gebaut hat, klingen plausibel. Den Rest erledigt das Objekt, das nicht aufhören will, bereitwillig zu verstehen und zuzustimmen, weit entfernt von seiner Intuition und seinen eigenen Bedürfnissen. Das narzisstische Ausbeutungssystem funktioniert.

 

Aber was ist, wenn es nicht so läuft, wie der Narzisst es geplant hat? – Zur Störanfälligkeit des Systems

Nicht umsonst raten weltweit alle im Netz mit dem Thema Befassten, sich innerhalb eines Kennenlernprozesses ausreichend Zeit zu lassen, um etwaige maligne Motive seines neuen Gegenübers frühzeitig zu entlarven.

Machen Sie es wie Bartleby.

Sollten sie in einem Fall den Anfangsverdacht haben, es handele sich eventuell um einen Vertreter der Gruppe manipulativer Persönlichkeiten, dann spielen Sie einmal nicht mit. Machen Sie den Test. Sagen Sie: „Nein, – nicht so gern“, wenn es um eine Wunscherfüllung oder eine Anweisung seitens ihres Gegenübers geht.

Und dann achten Sie auf die Reaktion. Besonders einfach wird es, wenn das störanfällige narzisstische System empört und verärgert reagiert. Wenn Sie dafür bestraft werden, dass Sie seiner Wunscherfüllung nicht sofort nachkommen und statt dessen eigene, andere Pläne haben. Dieser Fall ist verhältnismäßig einfach und Sie können daraus Ihre wertvollen Schlüsse ziehen.

Etwas komplizierter wird es, wenn der innerlich verärgerte Narzisst versucht, es nach außen zu verbergen. Die Betonung liegt auf ‚versucht‘, denn wenn man sensibilisiert ist, wird man ihm die Verärgerung anmerken. Sein ausgesuchtes Objekt hat ‚Nein‘ gesagt und ihm somit seinen Plan zerschossen. Es wird in jedem Fall eine Reaktion von ihm kommen, die von der eines emotional Normalentwickelten abweicht. Sei es eine Abkehr, also die Bestrafung durch den Entzug an Aufmerksamkeit oder die Streichung von Mitteln oder andere indirekte Sanktionierungen.

Jeder gesund fühlende Mensch akzeptiert das Nein einer anderen Person im Rahmen seines Respektes und seiner Wertschätzung für sein Gegenüber. Ein Individuum entscheidet selbstverständlich selbst über sich und erhält von außen normalerweise Verständnis, – dafür braucht man Empathiefähigkeit.

Da Pathologische Narzissten in anderen nur funktionale Entitäten sehen und die Komplexität ihrer Gefühlswelt ihnen verborgen bleibt, werden die ausgesuchten Objekte für sie schnell uninteressant und sie wenden sich neuen ‚Möglichkeiten‘ zu. Wie jedes System sich nach einer Störung neuen Gegebenheiten anpasst, um sich weiterzuentwickeln, ändert auch er nach einem Misserfolg seine Stragegie. Er dockt ab und versucht es woanders.

Ein Pathologischer Narzisst lebt ein vollkommen anderes Leben, als emotional gesund entwickelte Personen. Er ist angetrieben von der Macht und dem Vorteil über andere. Reüssiert er nicht, wird sein inneres Vakuum für ihn zu einer Bedrohung. Man kann sich diesen Sachverhalt nicht oft genug in Erinnerung rufen. Dieses Mantra schützt einen davor, manipuliert und betrogen zu werden.

Noch einmal: machen Sie es wie Bartleby, der Schreiber von der Wallstreet. Sagen Sie Nein und achten Sie darauf, was dann passiert …

 

Quelle

The Fastest, Easiest Test For Narcissism – Up to date: „The Smiling No Test“ by Richard Grannon Spartanlifecoach (youtube)

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