Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 19 – AUF DEN PUNKT GEBRACHT ein Gedicht von Andrea Amberge

 

 

Narzissten

 

Sind
Menschen ohne
Liebe für sich
Und Andere sind berechnend
Kalt

 

Ziehen
Ihre mangelnde
Liebe aus der
Manipulation der Menschen knall
Hart

 

Es
Geht ihnen
Nur um Macht
Und Kontrolle beherrschen wollen
Sie

 

Empathie
Ein Fremdwort
Für sie wissen
Nicht wie es geschrieben
Wird

 

Fangen
Charmant ihre
Opfer ein zeigen
Sich verständnisvoll, hilfreich und
Sozial

 

Arbeiten
Mit dem
Zuckerbrot- und Peitsche-Prinzip
Locken dich und quälen
Dich

 

Alles
Nur zu
Ihrem Besten versteht
Sich alles Andere ist
Uninteressant

 

Rauben
Deine Energie
Machen dich klein
Und abhängig saugen dich
Aus

 

Loben
Dich nicht
Unterstützen dich nicht
Behindern dich beim Erfolg
Destruktiv

 

Verunsichern
Dich total
Demontieren dein Selbstwert
Und erhöhen sich darüber
Selbst

 

Wollen
Alles in
Der Hand haben
Kontrolle ist ihre oberste
Maxime

 

Arbeiten
Im Verborgenen
Wirken nett und
Freundlich sind es aber
Nicht

 

Dominieren
Nicht nur
Ihre Familien nein
Befinden sich auf allen
Ebenen

 

In
Wirtschaft und
Politik an oberster
Stelle stellen sich zur
Schau

 

Nur
Sie wissen
Wie es geht
Nur sie haben immer
Recht

 

Das
Zentrum der
Welt sind sie
Allein alles Andere zählt
Nicht

 

Bereichern
Die Menschheit
Mit ihrem Sein
Nicht wollen Gott sein
Überall

 

Andrea  Amberge                                        Wallbach, den 29.04.2018

Zerstörendes Warten

image

 

Die Sonne kracht auf meine Kathedralen
ich sehne mich nach Wasserexplosion
die Dächer dampfen unter Hitzequalen
Tonpfannen reißen stellenweise schon

 

Die großen Orgeln drängen drohend sich nach draußen
bebend zittert staubig das Gebälk
windstille Blicke, die nach Entsetzen ausseh’n
im Schlosspark trocknen alle Rosen welk

Giggelnd kichern lauernde Chimären
jederzeit gewagt zum Sprung bereit
wenn sie erstarren wird sich alles klären
doch ist es wohl noch lange nicht soweit

Wann kommt er, der erlösend kalte Schauer
die seufzend leichte Brise und der frühe, klare Tau
Dann streich‘ ich sanft das Moos im Schatten an der Mauer
wie lang noch quält die Zeit, wartet sich meine Seele rauh

 

 

Brentano – Gesellschaft (Hrsg.): Frankfurter Bibliothek. Gedicht und
Gesellschaft 2012. Der Jahrestag. Die Reise. Frankfurt am Main 2011,
ISBN 978-3-933800-34-3, S. 332.

Referenz

 

 

Er hat es in der Hand
und besteht die schwerste Prüfung
von dem Moment an sein Leben lang
zwei Leben lang
und natürlich wird es ihm gedankt
besonders am Ende
wenn die Kraft schwindet und die Würde nach Verständnis fragt
es ist ein Generationenvertrag

Normalerweise kann man es und weiß, wie es geht
vom ersten Tag an
es ist Natur
es ist Instinkt
was muss passieren
um ihn abzutöten

Normalerweise lässt das Gefühl nichts anderes zu
als sich zu sorgen, sich zu kümmern, nur das Beste zu wollen
nicht um sich selbst, nicht für sich selbst
ihn zu schützen
nicht sich selbst
den, der noch lernt, die Dinge zu verstehen
damit kann man ihn doch nicht allein lassen

was ist passiert
unter den Händen, die schützen sollen
wenn der zu schützende Mensch zu einer Sache wird
wie Metall
und seinem Geist und damit seinem Licht
nicht erlaubt ist, zu strahlen
in seinem eigenen Ton

ein Ton, den es zuvor noch nie gegeben hat, noch nie
das allein ist doch Grund, um sich an jedem einzelnen Tag
zu freuen
eigentlich
das allein
ist so groß und schön

ich glaube ich verstehe
wenn der Ältere selbst seine Farbe nicht weiß
wie soll er
wie kann er
den Jüngeren sehen
kann er nicht

er wird sie nie sein können, die wichtige Referenz
und ist
kein Haus, kein Boot, kein Brot
kein Lehrer, kein Feuer, kein Wasser
kein Weg

der Vertrag kann nicht zustande kommen
welche Farbe man hat und was der geeignete Weg ist
findet man dann mühsam allein heraus
oder Fremde sagen es einem, selbstlos, bedingungslos
wenn man Glück hat
wenn man sehr viel Glück hat
irgendwann

es ist nicht leicht
ohne Referenz

Erdrutsch

 

 

Und so geriet die Frau in den Quirl

kein Wunder

zu leicht war ihr Wert

zu blass ihr Blick

 

Es erklärt sich von selbst

dass der kleine Versuch

zu früh Gehofftes zu fassen

misslang

 

Was war nochmal wie

und warum

Schon sehr lange her

der Strich über das eigene Haar

 

Damals staunte sie erst den Traum an

dann fiel sie ihn hinunter

Während des Aufstiegs

gab es nur kleine staubige Steine

 

Jetzt sitzt sie ohne Grosses da

die kleinen Melodien siegen

Dahin sollen wir wohl

Nichts, ausser dem eigenen, freien Lachen zu akzeptieren

 

Fast Aufgegeben

 

 

Ich fühle endlich wieder tief und atme
die Luft um mich viel intensiver ein
Wo war ich im Verlauf der letzten Jahre
Dort musste wenig Raum gewesen sein 

Sogar der Wunsch zu gehen
stand auf meiner Liste
als hätt‘ ich jede Vorstellung
bereits gesehen

Nur noch als Sternenstaub
in einer Kiste
wollt‘ ich mich
um die stille Erde drehen

Um irgendwann in ein paar Jahren
mich zu zerstreuen auf dem grenzenlosen Weg
Vielleicht ein Teil zu sein, wenn Stoffe neu sich paaren
und Schicht um Schicht, zu einem neuen Stern, sich aufeinander legt