Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 16 – Der Psychopath oder Die Skrupellosen

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Sie können Seelen auslöschen – von außen unbemerkt

Die kontinuierliche Veröffentlichung von Texten, die das Themenfeld ‚Manipulative Persönlichkeiten’ betreffen, führt mittlerweile dazu, dass ich angerufen werde. Ich werde entweder um Rat gefragt oder einfach nur um Bestätigungen gebeten. Darüber freue ich mich sehr, obgleich es mich wundert, dass es so lange gedauert hat, bis die ersten Anrufe kamen.

Die Geschichten, mit denen ich konfrontiert werde, sind oft sehr dunkel und schockierend. Am schlimmsten ist es, wenn ich befürchten muss, die verängstigte Person am anderen Ende der Leitung hat es mit einem Psychopathen, der Extremform im Spektrum manipulativer und missbrauchender Persönlichkeiten, zu tun. Diese hilfesuchenden Menschen sind oft nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es reicht mir, ihre kraftlose Stimme zu hören, um in etwa einordnen zu können, was ihnen gerade widerfährt oder widerfahren ist.

Mit diesem Text möchte ich einen kleinen Einblick in die Lebensumstände von Personen geben, die von Psychopathen, also von Vertretern der gefährlichsten Gruppe innerhalb der Cluster B Persönlichkeitsstörungen, subtil psychisch entführt, emotional missbraucht und in manchen Fällen sogar bis zur seelischen Zerstörung getrieben werden. Im internationalen Sprachgebrauch nennen sich die drei Phasen der narzisstischen Demontage, also ihr Modus Operandi:

Idealisation – Devaluation – Discard

(Idealisierung – Abwertung – Auslöschung)

Psychopathen umgarnen zunächst ihr anvisiertes Ziel und idealisieren es um diese Person an sich zu binden, später folgt die Entwertung durch zunächst subtile und folgend dann immer brutaler werdende Erniedrigungen. Zum Schluss werfen sie ihr aufgebrauchtes, ausgezehrtes Opfer einfach weg. Ausgehöhlt und nervlich am Ende. Ich kenne unzählige dieser Geschichten. Sie kommen aus allen sozialen Schichten.

Psychopathen sehen natürlich nicht alle aus wie Hannibal Lecter. Dann hätten wir es leichter. Sie laufen unbemerkt zwischen normal Empfindenden herum, tragen aber in ihrer Gehirn-Anatomie an manchen Stellen signifikante Auffälligkeiten, die sie von den anderen unterscheiden. Es gibt nur ein äußeres Merkmal, das sie von empathischen Menschen unterscheidet. Wenn man bewusst darauf achtet, erkennt man sie an ihrem kalten und berechnenden Prädatoren-Blick.

Ein charismatisches aber brandgefährliches Energiefeld

Ihre Ausstrahlung ist so intensiv, dass man in ihrer Nähe meint, verglühen zu müssen oder wie von einem Schwarzen Loch absorbiert zu werden, – Danke für die Analogie, liebe E.! Stimme, Artikulation und Schnelligkeit im Denken und Handeln sind neben überdurchschnittlicher Attraktivität oft so beeindruckend, dass bei jedem ihrer staunenden Adressaten sofort das kritische Denkvermögen auszusetzen droht. Ihnen stehen Kräfte zur Verfügung, die ein normaler Mensch nicht hat und ihre Ausdauer und ihre Konzentrationsfähigkeit lassen einen fragend zurück. Irgendetwas ist anders.

Zu diesem Zeitpunkt hat der Psychopath schon längst das Terrain sondiert und seine potenziellen Beutepersonen als solche klassifiziert. Hier ein brauchbares Psychogramm seiner typischen Beute herzustellen ist schwierig, – es hängt stark vom jeweiligen Psychopathen und seiner Ausrichtung ab. Auch nicht alle Beutepersonen sind extrem selbstlos, zumindest am Anfang nicht. Nicht alle sind hoch empathisch. Oft handelt es sich bei der Zielperson sogar um eine auffallend starke, intelligente Persönlichkeit, besonders dann, wenn der Psychopath sie ausgesucht hat, weil sie ihm aus finanziellen Gründen attraktiv erscheint. Es kann eine sehr leistungsfähige, ebenfalls charismatische Zielperson sein, die noch Kraft hat und ihn an ihrem finanziellen Erfolg teilhaben lässt. Es kommt tatsächlich auf die spezielle Motivation des Psychopathen an. Will er vorwiegend Sex, sind natürlich andere Attribute entscheidend für seine Vorauswahl.

Da ein Psychopath unfähig ist, eine authentische zwischenmenschliche Bindung einzugehen und er absolut ohne jegliche Gefühle operiert, geht er sämtliche persönlichen Ziele berechnend und mit dem dazu notwendigen Pragmatismus an. Er definiert sein Gegenüber ausschließlich als seinen persönlichen Energielieferanten. Sozusagen als menschliches Material. Innerhalb der Gruppe derer, die ihn mit Aufmerksamkeit, Sex, Geld, Informationen, Beziehungen etc. versorgen, gibt es eine Art Ranking. Mancher Human Supply ist für ihn wertvoller, als anderer. Haben die verschiedenen Energieversorger ausgedient, werden sie regelrecht abgestoßen. Ein Psychopath wirft Menschen weg.

 

Ein paar Beispiele alltäglichen psychopathischen Vorgehens

Eine Auswahl dessen, was mir erzählt wird, möchte ich hier gern veröffentlichen. Es reicht nicht, von den 4% zu berichten, ohne ihre verdeckten Machenschaften direkt auszusprechen. Die Anrufe, die mich erreichen, sollen nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Dass Psychopathen krankhaft lügen, ist inzwischen Allgemeinwissen. Ob männlich oder weiblich, sie können ihren Partner an den Rand des nervlich Ertragbaren bringen. Psychopathen sind skrupellose Betrüger. Sie können ihre weibliche Bezugsperson beispielsweise zu einer Abtreibung zwingen oder sie in ihre wirtschaftskriminellen Machenschaften mit einbeziehen. Psychopathinnen drehen heimlich Sexfilme von ihren von ihnen verführten, verheirateten Partnern und schicken diese den jeweiligen Ehefrauen. Sie provozieren ihr männliches Opfer bis es aggressive Ausbrüche hat. Zeugen gibt es selbstverständlich erst ab der zweiten Szene, ohne das Wissen über die vorhergehenden Provokationen.

Psychopathen installieren Keylogger (Spionage Software) in den Computern ihrer Familienmitglieder oder lassen sie gezielt vor wichtigen Prüfungen nicht schlafen, indem sie sie jede Stunde aufwecken, aus fadenscheinigen Gründen. Das Prüfungsergebnis könnte besser ausfallen, als bei ihnen selbst. Sie bestehlen ihre ‚Partner’ oder inszenieren dramatisch die Zerstörung einzelner Gerenstände aus deren persönlichem Eigentum, stellvertretend, Voodoo-Zeremonien gleich. Psychopathinnen stellen ihre Partner oder Kinder vor vollendete Tatsachen und schließen so die Umkehrbarkeit wichtiger, familiärer Entscheidungen aus. Sie verbreiten gezielt Lügen über ihre Angehörigen oder Partner, Peinlichkeiten und Intimes. Sie verpacken es in sorgenvoll geheuchelte Sätze. Psychopathische Frauen gehen anders vor, als ihr männliches Pendant.

Männliche Psychopathen machen ihren Frauen besondere Komplimente und sagen ihnen nach dem Aufstehen, dass ‚der Lack ab‘ ist und dass sie sowieso keiner mehr nimmt, oder dass sie sie in die Insolvenz treiben und damit dann in die Arbeitslosigkeit. Oder sie erzählen ihnen von ihrer eigentlichen Homosexualität. Nach dem ersten Schock der Ehefrau nehmen sie die Aussage mit den Worten zurück: „ich wollte nur sehen, wie Du reagierst“. Auch ihre Kinder sind für sie nur Objekte, Publikum, Entourage. Das Talent ihrer Kinder könnte höher sein, als ihr eigenes und das gilt es zu verhindern, mit allen zur Verfügung stehenden verschlagenen Mitteln. Großmütter stellen sich über ihre Enkel und machen sich über deren Interessen lustig. Es wurde mir die Kopie eines Schreibens geschickt, in dem die Großmutter eines Teenagers ihn bat, bei einer Bank ein Konto zu eröffnen. Den Empfehlungsbonus hätte sie dann gern. Es handelte sich um 50 €…

Männliche Psychopathen, wie weibliche, können ihre Opfer massiv stalken, sie flüsternd bedrohen und erklären, dass sie bereits andere beauftragt hätten, ‚das Problem‘ für sie zu lösen. Nicht jetzt sondern viel später, – erst dann, wenn sie selbst keiner mehr verdächtigen könnte…

Das sind nur einige wenige Geschichten. Die unter uns lebenden Psychopathen agieren täglich, überall.

 

Kann man einen Psychopathen therapieren?

Man kann 25 Jahre von einem Psychopathen manipuliert und emotional ausgebeutet worden sein, zum Beispiel innerhalb einer Ehe, am Ende entledigt er oder sie sich skrupellos ihres mittlerweile nur noch störenden Ballastes. Er kann von heute auf morgen mit seinem frischen Supply auf Reisen gehen und bester Laune sein. Ein Psychopath vermisst seinen Ex- Partner zu keinem Zeitpunkt. Noch einmal zur Erinnerung: es fehlt ihm dazu an notwendigen neuronalen Verbindungen, die sich auch im Nachhinein, zum Beispiel im Rahmen einer Therapie, nicht herstellen lassen.

Maximal verhaltenstherapeutische Maßnahmen könnten zu einer Verbesserung der Situation führen, aber dazu müsste der Psychopath seine Defizite zunächst erkennen und dann offen legen, was sehr unwahrscheinlich ist. Wie sollte man einer betroffenen anti-sozialen Persönlichkeit erklären, was Empathie ist? Diese Person müsste sich, ohne die dafür notwendige emotionale Substanz zu besitzen, in jeder zwischenmenschlichen Begegnung eine Art künstlich hervorgerufenes Mitgefühl herleiten. Das geschieht bei uns normal Fühlenden innerhalb Bruchteilen von Sekunden und bezieht, dank unserer emotionalen Grundausstattung, Sämtliches in unsere urteilenden Überlegungen mit ein, was wir über unser Gegenüber wissen.

 

Anfängliche Über-Empathie der Gesunden und bei Erkennen: Fassungslosigkeit

Es geht sogar oft soweit, dass empathische Persönlichkeiten die widersprüchlichen Verhaltensweisen eines schwer narzisstisch gestörten Familienmitgliedes oder ‚Partners‘ unbedingt verstehen wollen (meistens leider zunächst ohne die wichtigen Zusammenhänge zu kennen) und das über viele Jahre. Das ist extrem kraftraubend, innerhalb der Ungereimtheiten, Unverschämtheiten, Verschlagenheiten und Beleidigungen eine Art Logik erkennen zu wollen. Die Suche nach einer Erklärung macht die Gesunden erst fassungslos und dann müssen sie klar erkennen, dass Mütter sie nicht lieben und Väter sich nicht für sie interessieren, ihre Partner sie demontieren und ihre sogenannten Freunde sie kompromittieren etc. Die meisten wissen nicht, dass kalte und verzerrte Verhaltensweisen der rätselhaften Anderen auf Persönlichkeitsdefiziten und diese auf gehirn-anatomischen Besonderheiten beruhen. Ich kann nicht verstehen, warum die Forschung und hier insbesondere die psycho-pathologische in Deutschland diese Zusammenhänge nicht offen kommuniziert. Warum muss ich Quellen aus USA oder UK heranziehen?

 

Die derzeitige Situation in Deutschland lässt mich fragend zurück

Ich bat im Herbst letzten Jahres hier in Deutschland die leitende Psychologin einer psychosomatischen Klinik um ihren fachlichen Rückhalt für die Korrektheit meiner Texte. Sie versorgte mich mit Fachliteratur. Ich las diagonal und musste feststellen, dass die Inhalte nicht annähernd dem entsprachen, was ich durch die Hinzuziehung eher internationaler, insbesondere us-amerikanischer Psychologischer Fachliteratur lernen konnte und hier im Speziellen zum Thema CPTSD, der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung, dem Resultat aus jahrzehntelanger Traumatisierung durch innerfamiliären oder innerhalb von Beziehungen stattfindenden, emotionalen Missbrauch.

Schon das Gespräch mit ihr stellte mich nicht richtig zufrieden und als ich im Regen, hinter meinen rhythmisch schlagenden Scheibenwischern, enttäuscht nach Hause fuhr, ging mir ihr abschließendes Zitat nicht aus dem Kopf:

„…Sie müssen auch die Narzissten verstehen! Sie können nicht anders. Aber sie können vielleicht andere Dinge gut, – ich würde sie nicht als gestört bezeichnen. Es sind immerhin auch Menschen…“.

Angesichts dessen, was sie in Biographien anderer Menschen anrichten, bin ich über diese Aussage noch immer geschockt. Und wenn die Auswirkungen pathologisch narzisstischen oder anti-sozialen Handelns nicht so zerstörerisch für andere wären, dann frage ich mich, warum meine favorisierte Ärztin aus Massachussetts mehr als 1800 Videos zu diesem Thema gedreht hat und täglich kommen neue hinzu (youtube channel ‚peace and harmony‘). Oder warum auch Richard Grannon, Psychologe und Lifecoach aus UK, immer wieder neue Ergebnisse publiziert.

Beide verweisen Sie regelmäßig auf ein unverzichtbares Standardwerk, das ich für Sie abschließend gern anhänge:

Walker, Pete. Complex PTSD: From Surviving to Thriving. Azure Coyote, 2013.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Klicke, um auf 40_45_11.pdf zuzugreifen

Es wird mal wieder Zeit für einen Disclaimer:

Da ich selbst weder Ärztin, noch Psychologin oder Therapeutin bin empfehle ich allen Geschädigten von pathologischen Narzissten gezielt Institutionen aufzusuchen, die sich mit der Materie auskennen. Ich bin geneigt, Ihnen die Berliner Charité zu nennen, da sich hier langsam mehr und mehr Forschungsergebnisse zum Thema ‚Narzisstische Persönlichkeitsstörung‘ entwickeln.

Ich bedaure, dass es in Deutschland an flächendeckender Aufklärung zum Thema mangelt. Alle Englisch sprechenden Leser würde ich gern, aus gutem Grund, für die beiden oben genannten Psychologen begeistern, die kontinuierlich auf youtube veröffentlichen. Ich selbst wäre natürlich gern ‚zitierbar‘, – dass ich nicht über einen Abschluss in dieser wissenschaftlichen Disziplin verfüge, ist Teil des Problems, sozusagen ein Symptom oder aber vielleicht sogar inzwischen ein Teil der Lösung ; ).

Psychpathie erklärt

“… a reaction seeking cloud of nanobots …“

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 15 – Systematische Nicht-Anerkennung als manipulative Strategie

Wie Narzissten einen mit gezielt ausbleibender Anerkennung austrocknen und mit Pseudo-Komplimenten korrumpieren wollen

Eine der erfolgreichsten Methoden pathologischer Narzissten und Psychopathen

 

Diese maligne Vorgehensweise ermöglicht es ihnen, ihre Zielpersonen zu destabilisieren und bei ihr Selbstzweifel und Widersprüche zu implementieren. Nicht nur, dass fehlende Anerkennung an der entscheidenden Stelle die Selbstgewissheit eines Menschen unterminiert, der Geschädigte überlegt auch unterschwellig permanent, warum er im Vergleich zu anderen erfolglos bleibt, in seiner Entwicklung stagniert oder falsche Entscheidungen trifft. Er weiß nicht, warum es in seinem Leben einfach nicht weitergehen will. Dieser innere Konflikt strengt ihn an.

 

Eine Basis-Kriegsstrategie für Anfänger

Diese innere Beschäftigung kostet ihn Kraft. Es kostet ihn Energie, die er eigentlich an anderer Stelle brauchte. Das alles ist natürlich kein Zufall. Der Narzisst beschäftigt auf diese Art gezielt seine empathische Beute nach dem Motto: man kann nur eines zur Zeit, ’sich entweder auf einen Krieg vorzubereiten oder ihn zu führen‘. Beides gleichzeitig funktioniert nicht. Der Empath wird künstlich in einem Modus gehalten, in dem er sogar weder das eine, noch das andere konstruktiv darstellen kann (ohnehin weiß er ja auch noch gar nicht, dass Krieg mit ihm geführt wird…). Der krankhafte Narzisst will auf jeden Fall verhindert, dass sein Opfer an Stärke gewinnt und möglicherweise die Konzentration und Analysefähigkeit aufbringt, seine manipulativen Machenschaften zu verstehen. Jeder Mensch braucht in seinem Leben das Gefühl von Signifikanz. Ein Narzisst kämpft täglich dafür. Er ist bereit, alles dafür zu tun, damit er an erster Stelle des Hierarchie-Gefüges bleibt und kein anderer ihm in dieser Position gefährlich werden kann.

Noch einmal zur Erinnerung: der krankhafte Narzisst kann sich aufgrund seiner gehirn-anatomischen Anomalie nicht vorstellen, dass man Signifikanz auch durch weiche, empathische Zwischenmenschlichkeit erreichen kann. Diese Form der Abstraktion ist ein Bereich, in den vorzudringen ihm nicht möglich ist. Sein Vorgehen ist immer indirekt, als Charakteristikum von Manipulation, niemals transparent, klar und offen. Allein die Vorstellung, auf eine offene Frage eine ablehnende Antwort zu bekommen, wäre für eine manipulative Persönlichkeit unerträglich. So sehr abhängig ist sie vom Erfolg ihres Handelns, als reine Materialistin. Nur der zweifelhafte Erfolg, einen anderen übervorteilt zu haben, generiert die Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin. Deshalb reagiert sie auch, wie in einem meiner vorhergehenden Texte besprochen, so (passiv-)aggressiv, wenn sich ihre Pläne nicht durchsetzen lassen.

 

Sabotage zunächst als solche erkennen

Personen des engeren Umfeldes, deren einflussreiche Meinung von Bedeutung für einen Menschen  ist, seien es Eltern, Geschwister, Partner, Vorgesetzte o.ä. wollen verdeckt nicht, dass er sich in seinen Qualitäten bestärkt fühlt und so möglicherweise über sie hinaus wächst. Sie sabotieren sein Selbstwertgefühl. Ohne das Bewusstsein über diese malignen Vorgänge bleibt der betreffenden Person lediglich ein unbefriedigendes Gefühl, für das sie keine plausible Erklärung hat. Das Unausgesprochene wird zu einem entscheidenden Faktor innerhalb seiner erfolglosen Biographie.

 

Wenn Sabotage von außen allmählich zu Selbstsabotage wird

Wenn das passiert, dann sind pathologische Narzissten und Psychopathen am Ziel.

Aber der erste Schritt ist zunächst, Sabotage von außen als solche erkennen zu können. Das hört sich leichter an, als es ist und beschreibt eher ein Gefühl, als einen rationalen Vorgang. Die Strategie des gezielten Vermeidens von Anerkennung beschreibt eine Unterlassung. Es wird, an einer wesentlichen Stelle im Leben der Zielperson des Narzissten/ Psychopathen, nicht gelobt, anerkannt, erwähnt, gefördert, davon erzählt, darüber geschrieben, mit Stolz zum Ausdruck gebracht, ins Zeugnis diktiert, transparent gemacht und so weiter, was die Qualitäten und Qualifikationen derjenigen Person sind. Dies geschieht systematisch. Es kann passieren, dass das erwachsene Kind eines Elternpaares daraufhin nichts über seine eigenen, einzigartigen Fähigkeiten weiß. Es ist nie an der Stelle gelobt worden, die es in seiner Biographie weitergebracht hätte, – als Träger vielleicht sogar herausragender Qualifikationen. Das Kind hätte an genau dieser Stelle seiner Persönlichkeit Enormes leisten können, wurde aber statt dessen gezielt verunsichert.

Nun könnte man annehmen, entweder dem weiteren Umfeld der Familie wäre die Vorgehensweise der Eltern aufgefallen oder das Kind hätte an anderer Stelle die Chance gehabt, sein Können unter Beweis zu stellen.

Es kann sein, dass dem Umfeld rein nichts auffällt, wenn die Eltern nach außen vorgeben, normal fürsorglich und verantwortungsvoll zu handeln. Das Umfeld geht normalerweise nicht von verdeckt handelnden Eltern aus.

Wenn ein Kind von seinen Eltern nicht an den entscheidenden Punkten seiner Persönlichkeit gestärkt, für Banalitäten gelobt und ansonsten bei nicht familiensystem-konformen Verhaltensweisen abgelehnt und zurückgewiesen wird, wird das Kind sich in anderen Zusammenhängen nicht frei entfalten können, es sei denn, es durchschaut früh genug die Mechanismen und befreit sich aus der Maschinerie. Das allerdings gestaltet sich schwierig und bedarf zumindest einer anderen Person außerhalb des Systems, der das Kind vertrauen kann.

Meistens lebt die in ihrem Charakter und in ihren Fähigkeiten beschnittene Persönlichkeit auf einem Gleis ihr Leben weiter, das sie immer weiter von sich selbst wegführt. Dieser Sachverhalt entwickelt  bei vielen Persönlichkeiten auf Dauer eine stabile Selbstsabotage und ’self-medication‘, wie z.B. Substanz-Missbrauch oder ähnliche selbstschädigende Maßnahmen (siehe vorhergehende Texte dieser Reihe).

 

 

Übertragung auf andere Beziehungen bzw. hierarchische Systeme

Man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, dass systematische fehlende Anerkennung in der Ursprungsfamilie (und die damit verbundene zwangsläufig hierarchische Ordnung) einen geeigneten Nährboden für ebenfalls subsidiäres Verhalten der geschädigten Person innerhalb späterer Beziehungen oder innerhalb seines beruflichen Umfeldes bietet.

Wenn ein Vorgesetzter seinen Mitarbeiter für Banalitäten lobt, seine herausragenden Leistungen aber nicht erwähnt und, im Gegenteil, ihn an anderer Stelle verdeckt schikaniert, ist dieses narzisstische Verhalten schwer nachzuweisen. Ich kann nur dazu raten, Gespräche mit dem Vorgesetzten möglichst unter Hinzuziehung einer weiteren Person zu führen und die Unterlassung konkreter Anerkennung offen anzusprechen. Bleibt die Anerkennung für eine positive Leistung aus, so ist das als ‚manipulativ‘ zu bezeichnen.

 

Pseudo-Komplimente

Fühlt sich ein triviales Kompliment nicht schlimmer an, als jede Kritik? Man muss sich bewusst machen, dass in manchen Fällen gezielte Strategie dahinter steht. Auch hier greift eine Systematik.

Lobt der Vorgesetzte, vielleicht sogar vor Publikum, seinen Mitarbeiter für eine Nichtigkeit, erwähnt aber nie die wirklich überdurchschnittlichen Leistungen, entbehrt das Verhältnis zwischen den beiden selbstverständlich jeglicher Authentizität. Und nein, es ist nicht so offensichtlich, wie es sich anhört. Ich hörte von ganzen Bereichen großer Unternehmen, die seit Jahrzehnten auf diese Art ihr hoch qualifiziertes Personal mit Trivial-Komplimenten korrumpieren und damit versuchen, es motiviert zu halten. Dort herrsche ein Klima alarmierend übertriebener, künstlicher Freundlichkeit, das sämtliche Fluchtreflexe in einem in allerhöchste Bereitschaft versetze. Es heißt: alle spüren es. Keiner sagt etwas. (Neu ist übrigens auch eine Form der Pseudo-Mitgestaltung als geeignetes Mittel zur Infiltration)

Während meines Aufenthaltes in Norwegen erfuhr ich von Freunden, dass dort innerhalb von Unternehmen bewusst eine Kultur absoluter Offenheit in alle Richtungen gepflegt wird. Es ist also möglich. Nicht umsonst sind die Norweger das glücklichste Volk der Welt. Es ist anzunehmen, dass allgemeines ‚Vertrauen‘ und ‚Transparenz‘ innerhalb menschlicher Beziehungen und innerhalb von Systemen zu dieser Haltung beitragen.

 

Pseudo-Anerkennung im Kontext ‚Paarbeziehung mit einem Narzissten/ Psychopathen‘

Hier möchte ich kurz noch einmal den Begriff der Flying Monkeys ins Spiel bringen. Ein Psychopath geht im Vergleich zu einem krankhaften Narzissten noch wesentlich kaltblütiger und gerissener vor. Seinen naiven Freunden gegenüber lobt er seine Ehefrau, oder die Psychopathin ihren Ehemann, über Jahrzehnte in den höchsten Tönen. Das hat für eine manipulative Persönlichkeit  mehrere Vorteile.

Zunächst fühlt sich der Partner natürlich enorm geschmeichelt, öffentlich verehrt zu werden. Er sieht nicht, was dahinter steckt. Er weiß nicht, was der Psychopath eigentlich beabsichtigt.

Seine Flying Monkeys können sich bei Problemen dieses Paares oder bei einer Trennung nicht vorstellen, dass Psycho-Terror seitens des (unerkannten) Psychopathen der Grund sein kann. So oft hat er, hat sie, liebevoll über den jeweiligen Partner gesprochen…

 

Vorsicht

Bleiben Sie vorsichtig. So anstrengend es auch klingen mag. Mit der Zeit verinnerlichen Sie Ihr Wissen über krankhaft manipulative Personen und wenden sich immer schneller von diesem Menschentypen ab, der Ihnen täglich und überall begegnen kann. Sie entwickeln es und stärken Ihr Gespür für Widersprüche und Zusammenhänge, Sie können sich immer schneller erklären, was die eigentliche Motivation einer Ihnen gegenüber widersprüchlichen Persönlichkeit ist und dass es ausschließlich um deren Bereicherung geht, in welcher Form auch immer diese sich gestaltet.

 

 

 

Nach einer schreibfreien Phase geht es unter anderem bald weiter mit: Destruktive(n) Beziehungen zu Narzissten 15

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Warum wir Selbstwirksamkeit spüren müssen und
was unser Nervensystem registriert, wenn wir manipuliert werden.

Die Reaktivität des pathologischen Narzissten und die Reaktionen seiner Zielpersonen darauf.

Warum narzisstische Partner mit dem Begriff Liebe nichts anfangen können.

Was bedeutet eigentlich  ‚hoovern‘?

Vielleicht muss der Trauma– Begriff neu definiert werden?!

Wenn den Opfern niemand glaubt!

Weitere Kommunikationsmuster von Cluster B Persönlichkeiten …

‚Sie müssen doch auch die Narzissten verstehen …‘, als Antwort eines Psychologen auf seinen emotional missbrauchten Klienten. – Ich fuhr im Regen zurück nach Hause und fühlte mich so unverstanden, wie noch nie …

Es wird weiterhin um die Komplexität im Umgang mit Raub-Charakteren gehen.


Destruktive Beziehungen zu Narzissten 13 – Eine Nische innerhalb des Gesundheitssystems

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… ein blinder Fleck und das nicht nur in Deutschland

 

Sollten Sie sich beim Durchsehen meiner Texte jemals die Frage nach ihrer Seriosität gestellt haben, kann ich Ihnen heute weiterhelfen. Was vor fast drei Jahren mit einem eher unbeholfenen kleinen Aufsatz über die Ergebnisse meiner ‚Feldstudien‘ und meiner ‚Teilnehmenden Beobachtung‘ begann, hat sich inzwischen zu umfangreicher Kenntnis über die aktuell international zur Verfügung stehenden Quellen entwickelt. Es zeigte sich, dass es äußerst kompliziert ist, die Charakteristika eines Phantoms zu erklären. Manipulativen Einfluss greif- und verstehbar machen zu wollen, kommt ‚chasing wind‘ gleich.

 

Wie Sie dem Titelbild und der dazugehörigen Quellenangabe am Ende dieses Textes entnehmen können, ist die Forschung in Sachen Psychopathologie bei Narzissmus noch ziemlich am Anfang. In der erwähnten Studie geht es um die Gehirne von Pathologischen Narzissten, also denjenigen Personen, die unter einem ‚pathologically grandiose sense of self- importance‘ bei gleichzeitiger ‚impairment of empathy‘ leiden. Ich verzichte an dieser Stelle auf die Übersetzung, – so oft habe ich es in meiner Text- Reihe schon erläutert. Und: ob Narzissten wirklich unter ihrer Besonderheit leiden, sei dahin gestellt. Fest steht, es ist ihnen nicht möglich, mitfühlende, soziale Bindungen zu anderen herzustellen. Was für uns Normalentwickelte eine entscheidende Rolle innerhalb unserer Lebensgestaltung spielt, uns Lebensqualität und soziale Wärme gibt, ist für diese Gruppe unerreichbar. Statt dessen kompensieren sie und das auf unsere Kosten.

Kurz zum Ergebnis der Studie: Pathologische Narzissten verfügen über auffällig wenig graue Hirnsubstanz an der Stelle der Grosshirnrinde, die für die Entstehung von Mitgefühl für andere verantwortlich ist.

Was heißt es Empathie- unfähig zu sein? Pathologische Narzissten fühlen sich berechtigt, sich einfach zu nehmen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Sie haben kein Gewissen und zeigen keine Reue. Es ist ihnen schlicht egal, was ihre Objekte fühlen. Sie können es nicht nachvollziehen.

 

Die Suche nach wissenschaftlichen Informationen über Opfer von Narzissten gestaltet sich schwierig

In einem meiner vorhergehenden Texte habe ich über die US- amerikanische Ärztin Dr. Nadine Harris Burke geschrieben. Sie befasst sich eingehend mit den Langzeit- Auswirkungen emotionalen Missbrauchs von Kindern, ist ständig auf Vortragsreise und klärt auf, – weltweit und meistens vor einer Universitäts- Elite an Medizinern des jeweiligen Landes. Man kann sie ebenfalls auf youtube, im Rahmen der Ted- Talks, sprechen hören. Ihr Enthusiasmus ist beeindruckend.

 

Es liegt in der Natur der Sache

Emotionaler Missbrauch ist natürlich schwer nachzuweisen. Da die berechnenden Praktiken des Narzissten darauf ausgelegt sind, Selbstzweifel bei seinen Ziel- Personen zu generieren, Zeugen sorgfältig auszuschließen und das komplette, gemeinsame Umfeld zu manipulieren und auf seine Seite zu bringen, nutzt ein Arztbesuch dem Opfer wenig. Es ist sich nicht darüber im klaren, dass es sich in einer parasitären Beziehung befindet und kann keine Begriffe für seine Situation formulieren. Und da das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaften über den hohen psycho- kriminellen Grad narzisstischer Machenschaften immernoch gegen Null geht, bin ich wenig optimistisch, was die Zukunft betrifft. Auch wenn das Thema immer häufiger in deutschen TV- Produktionen, bei Amazon oder Netflix aufgegriffen zu werden scheint.

In Arztpraxen wird sicher weiterhin selten die Frage nach dem engsten Umfeld des Erkrankten gestellt und ob er selbst glaubt, sich in wertschätzenden Beziehungen zu befinden oder aber massiv beeinträchtigt zu werden. Durch Trauma- Bonding und das Stockholm- Syndrom, also die durch Manipulation hergestellte, abhängig machende Opfer- Täter- Bindung und eine damit verbundene Hoffnung des Geschädigten, alles würde sicher gut, wenn nur erst … oder … oder … eintritt, wird der betreffende Arzt kaum brauchbare Informationen für seine Diagnose erhalten.

 

Die Aufklärer brauchen verstärkt Medienpräsenz

Also nichts anderes als das Zufallsprinzip wird in Zukunft darüber entscheiden, ob flächendeckend aufgeklärt werden wird oder nicht. Es gäbe keinen Markt, schrieb mir ein bekannter Verlag, von dessen Seite es zunächst hieß, er suche nach Menschen mit Erfahrungen auf dem Gebiet. Höre ich mich dagegen um, kann jeder Zweite von mindestens einem Fall emotionalen Missbrauchs berichten. Ich bin nicht bereit, diesen Widerspruch hinzunehmen und beginne damit, Kontakt zu Moderatoren und Chefredakteuren aufzunehmen. Allein, um dem Zufall eine etwas größere Chance einzuräumen.

Das Entscheidende ist: wer in missbräuchlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, kennt es nicht anders. Aber das Leben ist schöner, freier, voller Impulse und glücklicher Momente, wenn man sich von dem Missbraucher losgelöst hat und sie erkennt. Elementar ist auch, zu verstehen, dass man durchaus Einfluss auf die Gestaltung seiner Biographie hat und Manipulationen nicht mehr  ausgeliefert sein muss.

 

Keine Sexismus- Debatte sondern eine Narzissmus- Diagnose

Aktuell verfransen sich Teilnehmer in Diskussionsrunden, wenn es darum geht, was Männer dürfen oder nicht. Dabei beinhaltet sicher kaum ein anderer Bereich ein höheres Maß an Subjektivität.

Worum es meiner Meinung nach im wesentlichen geht ist die Frage, ob die sexuellen Übergriffe und emotionalen Manipulationen von einem krankhaften Narzissten begangen wurden oder nicht, – siehe exemplarisch die Fälle Wedel und Weinstein und der Objektstatus, den ihre Mitarbeiterinnen und andere Frauen ihres Umfeldes bei ihnen hatten.

Vieles deutet darauf hin.

 

So sollte es sein: vor allem selbstbestimmt

Warum ist jemand süchtig nach Substanzen? Warum raucht jemand, konsumiert regelmäßig zu viel Alkohol und warum hat eine Person Suizidgedanken,  Angststörungen, Burn- out oder Panikattacken? Was ist der wahre Grund für Anorexia, Bulimie oder Binge- Eating? Überhaupt alle Binge- Beschäftigungen, – eine Maßlosigkeit in allem? Warum haben viele ihre ursprünglichen Berufspläne nicht verfolgt und nicht an sich geglaubt? Die Flucht in religiöse Gruppen einschließlich in die Esoterik, eine Flucht in seine Arbeit, chronische psychosomatische Beschwerden, Depressionen usw. zeigen doch, dass man den Zugang zu sich selbst verloren hat (selbstverständlich gibt es ein umfangreicheres Diagnosespektrum, dennoch). Wahrscheinlich hat jemand anderer einem über die Dauer eines langen Zeitraums gravierende Selbstzweifel implementiert, die man nicht wieder los wird (Self- Sabotage)?

Die Alternative ist ein unbeschwertes und glückliches Leben dessen zentrales Gefühl die gesunde Beziehung zu seiner eigenen Seele, zu seinen tiefsten Bedürfnissen und zu seinem eigenen Körper ist.

Ein Leben sollte voller Dynamik und intrinsischen Antriebs sein. Couragiert umgesetzte Vorhaben, Freude an Freunden, Freude an Kindern und keine Angst vor der Angst als Prämisse. Die Übernahme von Verantwortung stellt keine Bedrohung dar sondern macht Spaß. Jeder von uns hat etwas einzigartig Substanzielles zur Gemeinschaft beizutragen und kann stolz darauf sein. Genau das sollte man zumindest in seiner Ursprungsfamilie gelernt haben und mitnehmen in die eigene Familie, es an seine Kinder weitergeben und sie dann an ihre Kinder. Optimismus sollte der Leitgedanke sein. Und die Basis aller dieser tragenden Gefühle ist das Vertrauen in die eigene Kraft.

So und nicht anders sollte sich das Leben anfühlen.

 

 

 

https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/veraenderte_anatomie_des_gehirns_bei_pathologischem_narzissmus/