Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 33 – Crash-Kurs in Sachen typischer Schmierenkampagnen – How smear campaigns typically work.  The social ingeneering case Kavanaugh

Das narzisstische Tool der Demontage – basierend auf Hypokrisie


Obwohl ich Ihnen noch die Fortsetzungen des Artikels 31 zum Thema Selbstmanagement schulde, möchte ich aus aktuellem Anlass ein anderes Thema zwischenschieben.

Ich selbst habe solche Kampagnen gleich zwei Mal durchleben müssen, – sie passieren täglich, werden allgegenwärtig eingesetzt und laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Die betroffenen Personen, die demontiert werden sollen, sehen sich massiver falscher Anschuldigungen ausgesetzt und laufen dem ‚Auftraggeber‘, also entweder einem einzelnen Narzissten oder einer narzisstisch arbeitenden Gruppe oder Organisation, unvorbereitet und direkt ins offene Messer.



Nichts, als ein kalkuliertes, perfides Manöver – nothing but a  calculated, perfidious maneuver



Mit ihrem (natürlich) berechtigten, vehementen Protest, mit dem sie sich gegen falsche Anschuldigungen, Verunglimpfungen und Verleumdungen wehren, sollen sie sich coram publico wirksam selbst diskreditieren. Meistens funktioniert diese Vorgehensweise hervorragend und der jeweilige Narzisst, respective die narzisstische Gruppe kommt zu seinem/ ihrem Ziel, nämlich den Betroffenen demontiert und isoliert zu haben. Narzissten arbeiten innerhalb von Schmierenkampagnen immer nach dem gleichen Prinzip.

Auch politische Organisationen, wie zum Beispiel aktuell die Demokraten in den USA, versuchen mit dieser Methode ihr Ziel zu erreichen, bei den midterm elections, den im November stattfindenden Wahlen der Senatoren, die ins Capitol einziehen, die Mehrheit zu erzielen. Die midterms finden alle zwei Jahre, also zu und genau zwischen zwei Präsidentschaftswahlen statt und sind strategisch fast wichtiger, als die eigentlichen Präsidentschaftswahlen.

Zur Zeit haben die Republikaner, die GOP (Grand Old Party), eine hauchdünne Mehrheit und können weitgehend ungehindert im Capitol Beschlüsse durchsetzen. Trump hat es somit leichter, seine Vorhaben durchzubringen. Das wollen die Demokraten natürlich ändern und dazu ist ihnen, wie man in den Medien verfolgen kann, jedes Mittel Recht.

Geradezu lächerlich: heute konnte man in der WELT einen Artikel gegen die gesamte konservative Republikanerschaft und Brett Kavanaugh lesen, dem konservativen Richter, der von Trump für den Supreme Court nominiert wurde und dessen Wahl nun, sehr knapp vor den midterms, von den Demokraten angefochten und somit instrumentalisiert wird. Seit seiner Nominierung sieht er sich einer gewaltigen, sämtliche Grenzen des guten Geschmacks übertretenden, Schmieren-Kampagne ausgesetzt. Und nun fühlen sich zu allem Überfluss auch noch deutsche Journalisten berufen, den Demokraten in dieser Angelegenheit loyal zur Seite zu stehen.

Die absurden Auswüchse einer sich weltweit durchsetzenden Identitätspolitik nehmen ungeahnt widerliche Ausmaße an.

 

Was passiert typischerweise während einer solchen Kampagne und wie konzertiert gehen die Demokraten vor?

Ich möchte an dieser Stelle kurz und kompakt den typischen Ablauf dieser manipulativen Methode erläutern.

Allen Anfang macht üblicherweise die Hypokrisie

Ob im privaten Umfeld oder politisch, im aktuellen Fall ist es das angebliche Mitgefühl für eine von Kavanaugh angeblich sexuell missbrauchte Psychologie-Professorin, derer sich die Demokraten angenommen haben. Angeblich war ihr Brief an die im Senat leitende demokratische Senatorin Dianne Feinstein anonym und sollte genauso angeblich nicht zu einer öffentlichen Erklärung der angeblich missbrauchten Professorin führen. Diese sollte dann
doch, nach einem angeblichen Hin- und Her (Feinstein hielt Informationen gezielt zurück – withdrawal), vor dem juristischen Ausschuss  des Senates aussagen und ihre schweren Anschuldigungen gegen Kavanaugh, der seitens des ‚liberalen’ Lagers um jeden Preis verhindert werden soll, unter Eid bekräftigen.

Was bisher noch wenig erwähnt wurde ist die Tatsache, dass diese Frau eben eine Psychologie-Professorin ist und sich somit mit Missbrauchsopfern und deren Aussagen auskennt. Ebenfalls kennt sie sich bestens mit Aussagen aus, die unter Einsatz eines Lügendetektors gemacht werden. Auch sie kann man manipulieren (pathologische Lügen – pathological lies). Unter Eid sagte sie der leitenden Staatsanwältin, vor aller Ohren des Senats-Ausschusses, sie habe nie professionell mit dem Thema Polygraph (Lügendetektor) zu tun gehabt. Dazu gibt es inzwischen eine ebenfalls unter Eid entstandene Gegendarstellung eines Ex-Freundes dieser Professorin.

Fest steht, am Tag ihrer weltweit publizierten Aussage, sie sei von Kavanaugh fast vergewaltigt und fast umgebracht worden, war ihr das Mitleid der ganzen interessierten Zuschauerschaft sicher. Prof. Blasey Ford schwamm ganz oben auf der #MeToo Welle anscheinend zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Selbst die Konservativen konnten sichtlich ihre Besorgnis und ihr Mitgefühl, während der tränenerstickten Schilderung ihrer Missbrauchsvorwürfe, nicht zurückhalten. Ein in einem Aufzug von journalistischen Vertreterinnen der #MeToo Bewegung bedrängter Republikaner des Ausschusses sorgte letztendlich mit seiner Forderung nach FBI-Untersuchung des Falles zu einer Verzögerung des Nominierungsprozesses Kavanaughs und somit für einen augenscheinlichen Vorteil der Demokraten.

 

Das Epi-Zentrum einer Schmierenkampagne

Hier passiert nichts zufällig. Zeitpunkt und Art der falschen Anschuldigungen (false accusations) kommen für die zu demontierende Person zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt (kurz vor der Verabschiedung zur Nominierung für den Supreme Court und ebenso kurz vor den midterms) und es trifft sie in einer Härte, – die betroffene Person kann deshalb gar nicht reflektiert, juristisch gut aufgeklärt und besonnen reagieren. Es ist unmöglich.

Massive Vorwürfe, falsche Anschuldigungen und Verleumdungen sind das bestimmende Tool, das entscheidende Merkmal einer Schmierenkampagne. Das Opfer wird extrem provoziert und herabgesetzt, reagiert verständlicherweise mit allen Emotionen, die ihm zur Verfügung stehen, mit Wut, Trauer, Empörung, Verzweiflung, Sarkasmus etc. Die zu demontierende Person wird, vollkommen nachvollziehbar, aggressiv und wehrt sich. Das ist gewollt. Es ist sozusagen die key-Verhaltensweise, an der die gesamte Argumentation der Schmieren-Initiatoren hängt: der ‚Angeklagte‘ habe sich nicht im Griff.

Genau das ist die gewünschte Reaktion der Gegenseite, die nun behaupten kann, der Beschuldigte habe sich nicht unter Kontrolle, sei psychisch instabil. Glauben Sie es mir, es ist eine fürchterliche Situation, – man wird bloßgestellt und öffentlich für nicht zurechnungsfähig erklärt. Nur ziemlich intelligente, kritisch denkende Freunde halten in einer solchen  Situation noch zu einem. Ich hatte glücklicherweise welche und ich habe sie immernoch.

Was auf privater Ebene zunächst verdeckt geschieht, narzisstisch falsche Anschuldigungen und Provokationen hinter verschlossener, die aggressive Gegenwehr dann bei geöffneter Tür, ist noch wesentlich wirkungsvoller, als das, was zur Zeit mit Kavanaugh passiert. Im privaten Fall hat das Opfer keine Lobby. Am Ende denkt fast jeder, der Narzisst hat vielleicht doch Recht mit seinen Anschuldigungen.

Im schreckliche Fall Kavanaugh, der vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet, zweifelt eine immer größer werdende Mehrheit inzwischen an der Seriosität der Aussagen Blasey Fords. Ihre Erinnerungen und Aussagen dazu sind inkonsistent und ganz USA weiß, dass sie innerhalb eines regulären Verfahrens den Staatsanwälten nicht stand halten würden. Nur sind es hier nicht Staatsanwälte, die über die Nominierung von Kavanaugh entscheiden, sondern der gesamte Senat, dessen republikanische Wackelkandidaten eventuell nicht stark genug sind, um die demokratische Doppel-Standard (double standards) Gehirnwäschestrategie gefestigt auszuhalten. Man wird sehen. Es ist nicht nur CNN, es sind sämtliche ‚liberale‘ Medien weltweit (gibt es andere?), die in einem Abwasch alles diffamieren, was nur annähernd konservativ ist und speziell, was mit Trump zu tun hat. Aber das ist wieder ein ganz anderes und ebenfalls sehr interessantes Thema.

Das Gute, Narzissten sowie narzisstische Systeme diskreditieren sich am Ende selbst.

 

An ihrer Doppelmoral sind sie zu erkennen

Moral wird hier ganz offen instrumentalisiert. Aber für Narzissten selbst gilt sie offenbar nicht. Es wird sich angeblich authentisch für Minderheiten oder Benachteiligte eingesetzt, in Wirklichkeit steckt etwas ganz anderes dahinter. Auch in diesem fürchterlichen Fall. Ein Leben, eine Familie und eine Karriere werden zerstört oder stehen auf dem Spiel. Die Art und Weise, wie vorgegangen wird, spottet jeder Beschreibung. Und das vor der gesamten Weltöffentlichkeit. Hier gilt das Recht auf Respekt und fairen Umgang ganz offensichtlich nicht. Auch vielleicht gut: narzisstische Vorgehensweisen werden den Menschen langsam bewusst.

Der Mensch ist des Menschen Wolf.

 

 

Nachtrag    5.10.2018

Ein paar Stunden nach Veröffentlichung meines Textes wurde seitens des FBI kommuniziert, dass es keine Hinweise auf ‚sexual misconduct‘ seitens Kavanaugh gibt.

Die Demokraten zweifeln an der Methode des FBI.

Der Report ist für alle Senatoren in einem Sicherheitstrakt, ein paar Stockwerke unter dem großen Kuppel-Saal, einsehbar. Es dürfen keine Datenträger mit in diesen Bereich genommen werden.

Quer durch unsere deutschen Online-Tagespresse Medien suchte ich bis jetzt vergeblich nach einem Artikel, der Kavanaugh klar entlastet, ohne erneut sein Verhalten zu kritisieren. Was ist diese Identitätspolitik nur für ein Rückschritt in erschreckend simplifizierten, wenig förderlichen Umgang miteinander.

Ich hoffe, mit dem Kavanaugh Skandal ist jetzt ein Peak erreicht. Die Menschen in den USA, meiner Erfahrung nach im Durchschnitt wesentlich empathischer als bei uns, lassen sich nun wahrscheinlich nicht länger von infantilen Pseudo-Benachteiligungsdebatten blenden.

Kavanaugh ist jedenfalls rehabilitiert. Ich hoffe, er und seine Familie erholen sich jetzt von den Geschehnissen der letzten Wochen.

 Zum ersten Mal überhaupt habe ich nun den Ursprung, das Wesen und die Notwendigkeit einer Unschuldsvermutung verstanden. Ein wichtiges Abstrakt nicht nur auf juristischer Ebene.

 

(Foto: Pixabay, no copyright)

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