The Elephant in the Court Room

Der Elefant im Gerichtssaal

„Female Malignant Narcissism“

Johnny Depp vs Amber Heard Part III (english/ german)

– „You’ve no right to sit down if you’re nobody’s guest“ – Hedy Lamarr

aus dem im Juli 2022 erscheinenden Album „18“ von Jeff Beck und Johnny Depp

Screenshots Johnny Depp Instagram

(Meinung Britta Heusinger von Waldegg)

I have to create

Ein Satz macht den Unterschied

Das sagte Johnny Depp über sich selbst, als er im Circuit Court von Fairfax County von Benjamin Rottenborn befragt wurde.

Diesen Satz weiter zu erläutern, das wäre ihm nicht eingefallen. Dazu ist er erstens zu bescheiden und zweitens hält er davon nichts, – „… don’t romanticize it and present yourself …“.

Aber in diesen vier Worten liegt soviel mehr als nur die pure Information.

Sie beschreiben seine „Muchness“ (Lewis Carroll), seine „Madness“ und seine „Truth“. Johnny Depp ist Maler, Dichter, Songwriter, Musiker und Schauspieler. Wahrscheinlich kann er noch viel mehr.

Johnny Depp führt deshalb ein vollkommen anderes Leben als die meisten anderen. Oft wird er unterschätzt und reduziert.

Wie er sich fühlt und was er braucht, um auch nur zufrieden zu sein, das unterscheidet sich eklatant von den Lebensinhalten anderer.

Menschen mit extrem seltenen Fähigkeiten werden von der Mehrheit fast nie in ihrer Eigenart verstanden. Das kann für sie sehr belastend sein. Oft isolieren sie sich deshalb. Die Konfrontation mit der Normalität kann sie überlasten.

Was aber von noch größerer Bedeutung ist: Gerade sie brauchen besonders viel Verständnis und Zuneigung, denn sie sind hypersensitiv. Sie fühlen mit hoher Intensität und gehen bei allem, was sie denken, in die Tiefe. Sie können nicht anders.

Kritisch ist es, wenn ihre Besonderheit nicht gefördert oder ihnen schon als Kind nicht erlaubt wurde, sie selbst zu sein, – wenn sie statt dessen für ihre Andersartigkeit bestraft wurden.

Manche erfahren deshalb nie ihre „Truth“. Sie erfahren ihr Leben lang nicht, wer sie eigentlich sind.

Unterforderung

„I have to create“ heißt im Umkehrschluss auch, dass es jedes Mal, wenn die persönliche Freiheit eingeschränkt wird, wenn es, wie so oft, langweilig oder repetitiv wird, wenn der Kreativitätsfluss unterbrochen und das Handeln des Kreativen herablassend beurteilt oder belächelt wird, zu Frustrationen kommt.

Begabte des oberen Extrembereiches, Neurodiverse, leben in ihrer eigenen Welt. Sie haben nur wenige Gemeinsamkeiten mit neurotypischen Menschen. Das führt zu Missverständnissen, häufig zu fehlender Akzeptanz und oft zu Diskriminierungen.

Es kommt sogar zu Neid- und Konkurrenzverhalten anderer, nicht selten innerhalb der eigenen Ursprungsfamilie: Aber fast immer dann, wenn maligne Narzissten im Spiel sind. Das ist sehr schmerzhaft, bitter und schwer vorstellbar, aber leider wahr. Ein Betroffener erfährt nie wie es ist, sich gehalten, sicher und geschützt zu fühlen, – vergleichbar mit einem Baum ohne Wurzeln.

Passieren dann im Leben als Erwachsener sogenannte Trigger, also erlebt derjenige diesen Verrat erneut, durch eine ihm emotional nahestehende Person, kann ihn das in eine tiefe Krise stürzen.

Menschen mit hohen Begabungen brauchen Unterstützung und Sicherheit um ihre Andersartigkeit leben und umsetzen zu können. Finden sie sie schon bei ihrer Familie nicht, droht ihnen in ihrem Leben eine Kaskade an destabilisierenden Erfahrungen.

Diskriminierung und Anmaßung

Warum dieser Sachverhalt im Leben von Johnny Depp eine so hohe Relevanz hat, warum er dramatische Konsequenzen seiner Andersartigkeit erleben musste, das wird hier erläutert.

Ein Beispiel ist der Prozess in Fairfax, die Behandlung Mr. Depps durch Amber Heards Anwälte und die offensichtlich fehlende Kompatibilität zwischen JD und AH.

Letztere wurde Johnny Depp erst klar, als die Persönlichkeitsstörung von Heard sich deutlich zeigte. Er liebte ein Phantom, – eine Person, die nur in seiner Vorstellung existierte.

Kurz: Amber Heard konnte wahrscheinlich nie vollumfänglich erfassen, mit wem sie es bei ihrem Ehemann zu tun hatte. Dazu hätte sie mitfühlend sein müssen. Alles, was sie spürte, war ein tiefes Unbehagen, das auf ihr Unterlegenheitsgefühl zurückzuführen war. Und darauf hatte sie reagiert: Mit Verleumdung. Ihr Neid hatte sie dazu getrieben, sich straffällig zu machen.

Dass eine Art Culture-Gap zwischen Johnny Depps Team und und dem Team von Amber Heard existierte, war an jedem einzelnen Prozess-Tag deutlich zu spüren.

Anmaßungen, Diskriminierungen und Verleumdungen schienen an den sympathischen, feinen und respektvollen Zeugen, Experten, seinen Anwälten und ihm selbst abzuperlen. Und dennoch, – die Grobheiten waren schwer zu ertragen.

Wenn die Situation nicht so seriös gewesen wäre, hätte man über einzelne Vertreter des Heard-Teams laut lachen können. Glich dieses Panoptikum doch teilweise übertriebener Darstellungen von Psychopathie, – man erinnere sich an einen gewissen Dr. Spiegel.

Kontrolle – Narzisstischer Neid und seine Auswirkungen

Im Folgenden wird darauf eingegangen, was innerhalb einer Beziehung passiert, wenn sich narzisstisch gestörte Persönlichkeiten unterlegen fühlen und die Kontrolle verlieren.

Sowohl im Paar-Kontext als auch im Ursprungsfamilien-Kontext kommt es zu Verhaltensweisen, die man grob mit dem Begriff Sabotage zusammenfassen kann.

Sie geschehen anfangs verdeckt, indirekt, über Umwege. Im weiteren Verlauf werden sie deutlicher.

Das Positive: Von intrigantem Verhalten in Paar-Beziehungen kann man sich, unter einer bestimmten Voraussetzung, wieder erholen.

Sabotage

Eine Ablehnung des sich stark unkonventionell verhaltenden Kindes seitens seiner Eltern führt, wie oben geschrieben, in den meisten Fällen zu einer fehlgeleiteten Persönlichkeitsentwicklung.

Eltern sollen ihre Kinder konsistent dabei begleiten, im Laufe der Jahre eine Idee von sich selbst zu bekommen. Dieser Prozess erfordert, neben breit angelegtem Verständnis, natürlich auch Toleranz.

Von narzisstischen Eltern dagegen kommt Verachtung.

Die meisten dieser Kinder und Jugendlichen befinden sich auf einem außergewöhnlich hohen Energie-Level. Sie bewegen sich genauso schnell, wie sie denken. Ihre Ideen und Konzepte sind kompliziert und sie erwarten, naturgemäß, dass man sich als Elternteil für sie interessiert. Oft beschreiben daher Eltern ihre Kinder als ‚intensiv‘.

Beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte schlafen nicht zuerst diejenigen ein, für die das Ritual eigentlich gedacht ist.

Diese „Crazyness“, von der Johnny Depp spricht, mit der man ungewollt oft Verachtung provoziert, ist bei vielen weit überdurchschnittlich begabten Personen ein Kardinal-, ein Erkennungsmerkmal.

Mangelndes Interesse, Scham und Ablehnung in dysfunktionalen Familien

Wie im Prozess in Fairfax von Johnny Depps Schwester Christi Dembrowski unter Eid ausgesagt, erlebte Johnny Depp von frühster Kindheit an eine starke Abneigung seitens seiner, aller Wahrscheinlichkeit nach, pathologisch narzisstischen Mutter. Sie hatte seine “Truth“ negiert.

Seinen unkonventionellen Ideen, wie er im Interview mit Lawrence Krauss erzählte, wurde wenig Verständnis entgegen gebracht. Es wurde sich dafür geschämt. Was sollen die Leute sagen. Das Kind passt nicht ins System.

Betty Sue Palmer, seine 2016 verstorbene Mutter (um die er sich übrigens bis zuletzt liebevoll gekümmert hatte), muss gespürt haben, dass ihr Sohn ihr etwas sehr Besonderes voraus hatte, über das sie keine Kontrolle ausüben konnte. Oder das sie selbst auch glaubte zu besitzen, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht leben durfte. Sie entwickelte Neid. Um diese besondere Energie, diese Genialität, zu unterbinden, sabotieren narzisstische Mütter in vielen Fällen ihre nicht gesellschafts-konformen Kinder.

Bei begabten Mädchen spielt noch ein anderer Aspekt eine Rolle: Es kommt zu toxischem Kokurrenzverhalten.

Wie soll ein begabtes Kind und ein(e) Heranwachsende(r) sich innerhalb einer Mainstream-Gesellschaft gesund entfalten, wenn nicht nur seine/ ihre Verhaltensweisen, sondern sie und er in ihrer Persönlichkeit selbst von den eigenen Eltern abgelehnt und sogar abgewertet wird?

„I have to create“, ohne elterliche Unterstützung? Das gestaltet sich schwierig.

Im Laufe des Prozesses gegen AH wurde klar, Johnny Depp wurde von seiner Mutter sowohl vernachlässigt, als auch emotional und physisch missbraucht. Er selbst sprach nach dem Tod seiner Mutter sinngemäß von „ihren Grausamkeiten“ ihm gegenüber.

Johnny Depp hatte keine Ahnung von seinem eigenen Potenzial. Im Gegenteil, er dachte lange, er sei ein „Loser“. Genau das erleben viele begabte Menschen. Sie finden keine einzige Person, die an sie glaubt.

Fangen sie aber an, sich in eine positive Richtung zu entwickeln, leiden sie zunächst oft am sogenannten Imposter Syndrom. Sie glauben nicht an ihre eigenen Fähigkeiten, schätzen diese als zu gering ein, glauben, sie seien Hochstapler und sind oft nahe dran, zu früh aufzugeben.

Im Fall Johnny Depp: Die sicher beste Entscheidung seines Lebens war, seine sogenannte Familie bzw. das, was davon übrig geblieben war, zu verlassen und sich der Kontrolle seiner Mutter zu entziehen.

Kontrolle ist das Stichwort

Man muss um die Umstände seines „Elternhauses“ wissen, um alles Weitere zu verstehen.

Nachdem Johnny Depp sich als Schauspieler etabliert hatte wünschte er sich eine Familie, in der er seinen Kindern Respekt entgegenbringen wollte, sie noch nicht einmal mit einem „No“ konfrontieren, sondern ihnen sanft nachvollziehbare Erklärungen liefern, warum eine Entscheidung unvorteilhaft sein könnte, und er wollte ihnen zeigen, was bedingungslose Liebe bedeutet.

Liberté und Egalité

In Frankreich, fernab von Los Angeles und Hollywood, lebte er zusammen mit Vanessa Paradis und ihren beiden Kindern ein sehr einfaches, freies und unkontrollierbares Leben ohne Ablenkungen. Ohne das Mikroskop und die Verzerrungen einer exaltierten Filmindustrie konzentrierte er sich auf das Wesentliche.

Kleiner Exkurs in den französischen Film

Johnny Depp liebt Frankreich. Wer nicht? In diesen Tagen beginnen in der Nähe von Paris die Vorbereitungen für die Dreharbeiten von „La Favorite“, in dem er unter der Regie von Maïwenn Le Bresco, unter anderem auf Schloss Versailles, König Louis XV spielen wird. Sie selbst spielt dessen letzte Maîtresse Jeanne Du Barry, die ihn überlebte und später, im Zusammenhang mit der Französischen Revolution, guillotiniert wurde.

Interessant ist hier die sogenannte Méthode Maïwenn, die JD sicher entgegen kommt. Man darf auf den kommenden Film sehr gespannt sein, denn unter Maïwenns Regie gibt es keine Texte, an die sich die Schauspieler zu halten haben. Es existieren nur Stichpunkte über die Szenen an sich, einige sehr spezielle Kamera- und Schnitt Techniken und ein sich in ständigem Fluss befindender Austausch mit der Regisseurin selbst.

Also: Nicht nur DIORs Unterstützung konnte sich Johnny Depp in den letzten Jahren sicher sein. Die Verkaufszahlen von Eau Sauvage waren in den letzten Monaten explodiert, – Depps Anhänger hatten damit DIORs Loyalität Depp gegenüber unterstützt.

Maïwenn hatte in ihrem Film „Mon Roi“ (2015), mit Emmanuelle Bercot und Vincent Cassel, das Thema Pathologischer Narzissmus hervorragend aufgearbeitet. Vincent Cassel ist hier der Toxische Lügner, der mit seinem Narzissmus seine Frau, eine Rechtsanwältin, fast in den Wahnsinn treibt. Wer das Thema „Narzissmus und Codependenz“ verstehen möchte, sollte sich unbedingt diesen, selbst für französische Verhältnisse, außergewöhnlichen und herausragenden Film ansehen.

Auf den Narzissmus in „Mon Roi“ Bezug nehmend wundert es einen nicht, dass die hoch spannende Künstlerin Maïwenn Johnny Depp in den letzten Jahren, gegen den Trend der US-amerikanischen Filmindustrie, unterstützte und Louis XV mit ihm besetzt hat, – verkörpert er doch, was wir alle spätestens seit dem Fairfax Urteil wissen, das Gegenteil eines toxischen Aggressors.

Fatal Attraction

Auch das idyllische Familienglück in Südfrankreich sollte sich nicht über die Biologie der Anziehung hinwegsetzen können. Johnny Depp verliebte sich, oder wurde verliebt gemacht, während der Dreharbeiten zu „Rum Diary“ in seine junge Kollegin Amber Heard.

Ohnehin euphorisiert davon, mit der Verfilmung des Buches „The Rum Diary“ seinem guten Freund Hunter Thompson, der sich in 2005 unter anderem aus Langeweile das Leben genommen hatte, eine Ehre zu erweisen, konnte Johnny Depp der karibischen Atmosphäre und der sirenenhaften Versuchung seiner damals bildschönen Schauspielerkollegin nicht widerstehen. Es wäre in einer bestimmten Filmszene passiert, – an einem Kuss unter einer Dusche hätten beide gespürt, dass etwas Besonderes passiert sei.

Wogegen er auch nicht ankam, war die seiner überhöhten Fantasie entsprungene Identifikation mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall, als vergleichbares weil ebenfalls extrem altersunterschiedliches Traum-Schauspielerpaar und deren große, leidenschaftliche Liebe.

So gaben sich Heard und Depp sogar die gleichen Spitznamen wie damals Bogart und Bacall: Steve und Slim.

Red Flags und Widersprüche

Er habe gewollt, dass es funktioniert. Er wollte nicht weglaufen. Johnny Depp war eben auch nur einer unter Vielen, die erste Widersprüche und Warnzeichen gar nicht erst in ihr Bewusstsein dringen lassen wollten.

Das wird schon. Man hat ja bereits ganz andere Schwierigeiten in seinem Leben aus dem Weg geräumt. Und wenn man der Ältere ist und schon so viel Erfahrung hat und zudem dem Gegenüber auch einiges an Kompetenz voraus, – was soll schon passieren? Über diese kleinen Machtspiele sieht man doch souverän hinweg, wird er gedacht haben.

Und so kam es, dass sich Johnny Depp immer weiter in seine verhängnisvolle Beziehung mit AH spiralisierte. Details darüber sind, wie wir alle wissen, für immer und für alle Zeiten bei youtube dokumentiert. Einen Film soll es bald sogar auch geben und es wird zur Zeit darüber spekuliert, wer denn die smarte Camille Vasquez spielen soll, die zur Zeit als Identifikationsfigur für alle aufstrebenden weiblichen Hispano-Karrieren zur Verfügung steht.

Doch bei aller Comedy und Häme, die sich über den Fall ergießt, bleibt etwas Bestimmtes unausgesprochen, das auch nicht einfach zu transportieren ist: Die existenziellen Ängste und destruktiven Emotionen, durch die sich Johnny Depp kämpfen musste, bevor es überhaupt zum Prozess in Fairfax kam.

Was ihm als Fünfzehnjähriger gelungen war, nämlich sich dem emotionalen Missbrauch, der Verachtung und der Kontrolle seiner Mutter weitgehend zu entziehen, das hatte ihn bei Amber Heard wieder eingeholt und zwar bis zum 1. Juni 2022, an dem er von allen „false accusations“ freigesprochen wurde.

Heards bisherige Sabotageversuche sind damit bis auf weiteres gestoppt. Johnny Depp wird auch in USA wieder als Schauspieler arbeiten, – er wird auf diesem Gebiet wieder kreativ sein dürfen.

Aber typisch für besessene krankhafte Narzissten: AH wird sich nicht zurück ziehen.

Das Drama begann schleichend mit Energieentzug

Energieentzug bedeutet Sabotage

Allen denjenigen, denen das Verhalten Amber Heards immernoch ein Rätsel ist und die sich fragen, warum sie partout nicht einsehen will, dass sie politisch korrekt ausgedrückt „etwas falsch“ gemacht hat, warum sie immernoch zwanghaft lügt, warum ihr anscheinend nichts peinlich ist und warum sie sich überhaupt Johnny Depp und wahrscheinlich vielen anderen Personen um sie herum gegenüber so destruktiv verhält, gebe ich den Hinweis auf den ersten Teil dieser Trilogie: „Female Malignant Narcissism“ – Manipulationstechniken nach Textbuch – Johnny Depp vs Amber Heard Part I vom 1. August 2020.

Es wird erklärt, was in den Gehirnen von Personen vorgeht, die andere Menschen kontrollieren und demütigen müssen, um sich gut zu fühlen. Es wird genau beschrieben, warum die Gefühle eines sich emotional und physisch missbräuchlich verhaltenden Menschen mit Persönlichkeitsstörung anders sind, als die eines psychisch gesunden. Hat man sich über die pathologischen Muster narzisstisch gestörter Aggressoren informiert wird klar, warum AH sich so bizarr verhält. Sie lebt in ihrer eigenen verzerrten Welt.

Kurzer Ausflug in die Welt der Therapeuten

In der Psychologie werden Klienten, Kranke, Patienten nicht für ihr Verhalten verurteilt. Auch Pathologische Narzissten nicht. Deshalb fühlen sich sogenannte Opfer narzisstischen Missbrauchs meistens nicht verstanden, wenn sie ihre Geschichte erzählen und es nicht abwarten können, endlich Hilfe zu bekommen.

Das ist ein Paradoxon. Die Person, die jahrelang eine andere oder mehrere andere Personen schwer misshandelt, darf seitens des Therapeuten nicht dafür verurteilt werden. Derjenige, der darunter zu leiden hat, soll aber genau erkennen, was mit ihm passiert, dass es sich um perverse Gewalt handelt, und er soll deshalb Konsequenzen ziehen. Genau das ist oft wegen des Trauma-Bondes (Stichwort Stockholm-Syndrom) nicht möglich. Wie viele Personen trennen sich nicht von ihrem missbräuchlichen Partner, weil sie verdrängen und weil sie sich einreden, dass sich die Situation irgendwann zu ihren Gunsten ändern wird. Meistens ist das Gegenteil der Fall. Sie verharren in ihrem zutiefst unglücklichen Leben, statt denjenigen zu verurteilen, der ihnen schadet.

Auch Johnny Depp brach nie den Kontakt zu seiner Mutter ab, habe er doch Verständnis für ihre eigene Vergangenheit gehabt, hieß es offiziell. Natürlich spielen tiefe Emotionen eine Rolle. Alle Kinder hoffen bis zuletzt auf bedingungslose Liebe und authentische Anerkennung ihrer Eltern.

Und er trennte sich lange nicht von ihr, von AH, die ihn ebenfalls maltraitierte. Betroffene realisieren oft zu spät, dass sie zwar aus einem Mutter-Kind Verhältnis nie ausbrechen können, dass sie aber nicht gezwungen sind, bei einem toxischen Partner zu bleiben.

Und die Kontrollen und Demütigungen, die mit der Umsetzung ihrer Regeln in ihrem gemeinsamen Penthouse so harmlos anfingen, wurden schleichend schlimmer. Ein Johnny Depp, Freigeist und hoch kreativ, hatte sich unterzuordnen.

Trigger

Er sah sich in einer Déjà-vu Situation, wahrscheinlich ohne es sofort zu realisieren. Alle malignen Narzissten sind anders, auch wenn ihr Programm immer dem gleichen Muster folgt:

Seduction, Devaluation, Discard.

Genau diese Abfolge nahm innerhalb der Beziehung seinen Lauf.

„I have to create“, – unter diesen Voraussetzungen unmöglich.

Zu den getriggerten Erinnerungen an frühere seelische Grausamkeiten kam seine tiefe Traurigkeit darüber, dass die Person, die er meinte geliebt zu haben, eine Fata Morgana war, – eine Illusion.

Johnny Depp hat buchstäblich jede Minute, die er mit Amber Heard verbracht hatte, verschwendet.

Hier noch einmal der Hinweis auf Part I, – die Person, mit der er glaubte, es zu tun zu haben, hat nicht existiert.

In diesem Zusammenhang wird auch klar, warum sein Drogen- und Alkoholkonsum während und nach der Beziehung zu AH zunahm und ihn fast umgebracht hätte, – vergeblich ausgeschlachtet von Herrn Rottenborn.

Was der Weltöffentlichkeit während dieser intensiven Wochen des Gerichtsprozesses sicher nicht verdeutlicht werden konnte, war Johnny Depps Fassungslosigkeit und seine enorme Trauer über den Verlust einer Person, die in der Realität gar nicht existiert hat. Und nicht zu vergessen, die Scham darüber, auf einen Betrug hereingefallen zu sein.

Ein so hoch emotionaler Mann wie Johnny Depp musste akzeptieren, dass es sich bei ihm und AH um eine Pseudo-Liebesbeziehung gehandelt hatte. Genauso falsch, wie die durchlebte Mutter-Sohn Beziehung es einmal war.

Warum Johnny Depp so konsequent liebenswürdig ist

Wenn man ihn beobachtet, wie freundlich er sich seinen Fans gegenüber verhält, wie wertschätzend er mit jedem spricht, der es schafft, zu ihm vorzudringen, ist man gerührt. Niemals ist Johnny Depp genervt, – er ist noch nicht einmal neutral.

Es erklärt sich von selbst, dass er andere Menschen so behandelt, wie er selbst behandelt werden möchte.

Menschen, die erlebt haben, was Johnny Depp erlebt hat, sollten sich danach ausschließlich mit handverlesenen freundlichen, wertschätzenden Personen umgeben. Das Gelernte sollte mit neuen positiven Erfahrungen im Laufe der Zeit annähernd gelöscht werden. Es ist dann irgendwann möglich, wieder zu vertrauen.

Nach dem Urteil hat sich die Beziehung zu seinen Anhängern um noch eine Qualität erweitert: Er ist zutiefst dankbar für die große Unterstützung und er bringt diese Dankbarkeit in seinem sorgfältig formulierten Instagram-Post zum Ausdruck. Es ist ein berührender Text, der einen kurzen Einblick in sein komplexes Inneres gibt.

Was vor Gericht so mühsam zu beweisen war, hatte seine weltweite Fan-Community immer gewusst. Bemerkenswert, wie groß die Loyalität ihm gegenüber war und in welchen unterschiedlichen Formen sie sich zeigte. Diese Energie muss er gespürt haben.

Darüber zu lesen auch in Portugal: Im unsichtbaren Käfig der narzisstisch gewalttätigen Mutter

Bewertungen und Prognosen zum Verhalten Putins – Wissenschaftler äußern sich im podcast der faz

Jenseits des Minutentaktes

Vom Internationalen Strafrecht über Psychologische Kriegsführung bis zur Geschichte der Ukraine

https://m.faz.net/podcasts/f-a-z-einspruch-podcast/krieg-in-der-ukraine-muss-putin-vor-den-strafgerichtshof-17835227.html

https://m.faz.net/aktuell/wenn-putin-stuerzt-stuerzt-die-welt-mit-aussichten-in-einer-aussichtslosen-situation-17841012.html

Karim Kahn startet Ermittlungsverfahren

https://www.icc-cpi.int/Pages/item.aspx?name=20220228-prosecutor-statement-ukraine

Vorstellung eines brillanten Kanals – Introduction of a brilliant channel

Im Kontrast zu vielen Kanälen mit stark vereinfachten Erklärungsversuchen und aggressiver Rhetorik hier die Analysen von Ian aus UK.

Ian über Verdeckten Narzissmus – Ian about Covert Narcissism
Eine Analogie, die mich sprachlos macht – An analogy that leaves me speechless

Impfung ja/nein

Vielleicht eine Entscheidungshilfe für Unentschlossene – Biontech-Impfstoff basiert auf 30 Jahren Forschung

Mainzer Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin

(Foto: SWR Aktuell)

Meinung

Am 10. Dezember 2021 überarbeitet

Mainz ist tatsächlich eine erfrischend positive Stadt voller gut gelaunter Studenten, die zu allen Tageszeiten auf der riesigen Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein nach Kastel und zurück Richtung Landtag rennen, egal wie das Wetter ist. Sie lächeln, freuen und unterhalten sich. Ansteckend wirkt das.

Es wundert mich nicht, dass an diesem energiegeladenen Standort das Ehepaar Türeci und Sahin so erfolgreich werden konnte. Mainz pulsiert. Dass dort Innovationen vorangetrieben werden, spürt man.

Ihre Strahlkraft, ihre Empathie, die sanfte und doch bestimmte Art, mit der sie auftreten, hat mich neugierig werden lassen. Sie sind anders. An ihren Sätzen bleibt man hängen. Sie gehen über das hinaus, was man sonst an steriler Wissensvermittlung aus der Medizin kennt. Hinweise auf Statusdenken sucht man vergeblich. Das Gegenteil ist der Fall. Sahin und Türeci betrachten ihre Arbeit ausschließlich als humanitären Dienst an der Weltgesellschaft. Sie selbst haben sich erst impfen lassen, als sie an der Reihe waren.

Den beiden „Wissenschaftler(n), – durch und durch“, wie sie über sich sagen, wurde in diesem Jahr im nordspanischen Oviedo der renommierte Prinzessin-von-Asturien Award verliehen, der „Spanische Nobelpreis“. Anlässlich der Preisverleihung hat euronews dieses prägnante Interview mit ihnen geführt.

Ugur Sahin und Özlem Türeci über ihre langjährige wissenschaftliche Arbeit als Immunologen

Textversion

https://www.google.de/amp/s/www.euronews.com/amp/2021/10/26/the-couple-behind-biontech-s-covid-19-vaccine-win-a-princess-of-asturias-award

Übersetzung in Auszügen

Was sagen Sie zu denjenigen, die noch zögern, sich impfen zu lassen?

Ugur Sahin:

„Ich denke, auf der einen Seite müssen wir uns die Bedenken anhören, denn es kursieren viele Falschinformationen und die Menschen wissen nicht, wem sie vertrauen können. Deshalb ist es unsere Aufgabe, zu informieren. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, jedes einzelnen, die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Ich denke, es ist wirklich sehr wichtig, dass jeder, der sich hat impfen lassen und es gut vertragen hat, dieses auch kommuniziert. Wir müssen als Gesellschaft zusammenstehen und vermeiden, dass wir in verschiedenen bubbles, verschiedenen Realitäten enden.“

Am Anfang hieß es, vor mehr als einem Jahr, dass es unmöglich sei, in so einer Rekordzeit einen Impfstoff herzustellen und doch haben Sie es geschafft. Können Sie daher die Angst und die Zurückhaltung verstehen?

Özlem Türeci:

„Ja, absolut. Wir verstehen das. Es beschränkt sich nicht nicht nur auf den Impfstoff. Generell möchten die Menschen zuerst verstehen, was genau passiert, da sind so viele Informationen, es ist schwierig, sie zu sortieren. Wir sind ausgebildete Ärzte. Wir haben zum Beispiel Krebspatienten behandelt. Und in jedem einzelnen Fall haben die Patienten die selben Fragen gestellt. Was bedeutet die Behandlung für mich? Wird sie schmerzhaft sein? Die Menschen möchten darüber informiert werden, was mit ihnen und ihrem Körper passieren wird. Das ist etwas sehr Natürliches.“

Ugur Sahin:

„Was auch wichtig ist, zu verstehen, der Impfstoff ist nicht innerhalb eines Jahres entwickelt worden. Der Impfstoff wurde in einem Zeitraum von drei Jahrzehnten erforscht. Er ist wie ein Sprinter, der sein Leben lang für diesen einen Moment trainiert hat, in der kürzest möglichen Zeit das Rennen gegen diese Pandemie zu gewinnen … .“

„Luft habe ich immer bekommen“

Was würden Sie anderen Impfgegnern raten? Der Risikopatient: “Weitermachen“

Ein nach eigenen Angaben nicht übergewichtiger Wirtschafts
-Professor möchte kein “Versuchskaninchen“ sein

Und wenn die Aufmerksamkeitsspanne es noch zulässt …

… Doc Moder hat gebastelt und erklärt schön

Trotzig in der ehemaligen DDR

Ich versuche das große Ganze zu verstehen und warum in einigen Ländern, mehr als in anderen, ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung so trotzig auf Impfangebote reagiert. Es ist auffällig, dass es sich vorwiegend um den deutschsprachigen Raum handelt. Man kommt auf die Idee, dass es in diesen Gesellschaften eine Tendenz gibt, besonders anfällig für manipulative Strukturen zu sein, – was sich durch die Geschichte Deutschlands leicht belegen lässt. Youtube wird zum Problem.

„Nie wieder Diktatur!“ Und diese Verweigerungshaltung gibt dem Einzelnen vermeintlich eine gewisse Signifikanz. Er blockiert, wird seitens des Staates dringend um Eigeninitiative gebeten, kann aber (noch) nicht zur Impfung verpflichtet werden.

Intellektuelle Trennschärfe sucht man vergeblich. Es ist erschreckend, wie wenig differenziert die Äußerungen vieler Demonstranten sind, die auf Reporterfragen reagieren.

Realitätsverweigerung existiert auch in den USA
Stephanie, ungeimpft, St. Charles Hospital in Bend, Oregon, USA

Zum Verständnis

Ich denke weiter nach.

Deutschlands Informationspolitik müsste sich ändern und Österreichs parallel dazu. Die besten PR-Agenturen sollten neue Strategien entwickeln. Keinen Stereotype mehr. Nicht immer repetitive Bilder. Statt zum Ziel zu führen, haben sie Abstumpfungsprozesse in Gang gesetzt. Ein Blick auf Covid-Präventions-Kampagnen anderer Länder könnte sich lohnen. Warum passiert hier nichts?

„ Impfen ja oder nein, … ich kann Ihnen versichern, es ist viel schwieriger, … zu entscheiden, wie man die Beerdigung seines Partners arrangieren soll.“

Und: Es sieht so aus, als hätten Vorträge von Wissenschaftlern per se eine abschreckende Wirkung. Jedenfalls auf den bildungsfernen Teil der sich verweigernden Bevölkerung. Es findet keine Identifizierung mit Universitätsprofessoren und Politikern statt. Schon aus Prinzip nicht. Zu groß die Diskrepanzen zwischen Sendern und Empfängern.

Der Protest der Uneinsichtigen setzt sich vermutlich aus vielen unterschiedlichen Emotionen zusammen, die nicht alle direkt etwas mit dem Thema „ich lasse mich nicht impfen, weil …“ zu tun haben. Tiefe Unsicherheit und die Genugtuung über eine Chance, sich den Eliten zu widersetzen, sind nur zwei Beispiele.

Gesellschaftliche Posttraumatische Belastungsstörung im Osten

Was mit einer Person nach langem emotionalen Missbrauch passiert, lässt sich vielleicht auf gesellschaftliche Gruppen übertragen. Fremdbestimmung löst bei ihnen Trigger aus.

Auch wenn es sich um vollkommen andere Zusammenhänge handelt und die Faktenlage eindeutig ist, sind große Teile der Bevölkerung anhaltend misstrauisch. Sie unterscheiden nicht.

„Die Menschen denken in Blöcken“, sagte mein Sohn vor vielen Jahren. Wie Recht er hat.

Wer sind wir

Noch Jahrzehnte später sind beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Thüringen die Auswirkungen des autoritären Regimes spürbar.

Viele Menschen in ostdeutschen Regionen haben offensichtlich noch keine eigene, gesunde Identität entwickelt. Immernoch gibt es Vorbehalte gegenüber Westdeutschen. Oft auch Neid. Ich habe das selbst erlebt. Spielt dieser Minderwertigkeitskomplex vielleicht auch innerhalb der Impfdebatte eine Rolle? Man könnte darauf kommen.

Besonders deutlich kann man diese fehlende innere Orientierung am immernoch hohen Grad an ideologischer Verführbarkeit erkennen. Es gibt eine Anfälligkeit. SED, Die Linke, AFD und jetzt Querdenker hatten oder haben es in einer lange vernachlässigten Gegend Deutschlands zu leicht. Eine CDU konnte offensichtlich die Sehnsucht dieser Menschen nach Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit nur begrenzt erfüllen.

Reichsbürger wünschen sich aktuell die Monarchie zurück. Frauen sollen sich ausschließlich um Familie kümmern und früher, ja früher, hat das Gehalt des Mannes noch für alle gereicht. Das sind Gedanken von Menschen, die rationale Argumente ablehnen, Dokumentationen über totkranke Covid-Patienten ignorieren und behaupten, diese Szenen wären gestellt und Bill Gates wolle uns alle mit dem Impfstoff Nano-Chips injizieren.

Als sich Laschet auf aberwitzige Weise selbst inthronisierte, haben sich viele im Osten abgekoppelt. Mit ihm waren sie klar nicht einverstanden. Dann wenigstens Söder, – jedenfalls hätten sie eine überzeugende politische Autorität gebraucht. Er hätte unmissverständliche Anweisungen gegeben. Ihm wären sie gefolgt.

Zur Zeit befinden sich die Unbelehrbaren mit ihrer Anti-Vax Ideologie im freien Fall. Ich bin gespannt, was Scholz dem entgegenzusetzen hat. Er macht auf mich den Eindruck, sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen zu wollen.

Mittlerweile bin ich nicht mehr vorsichtig in meinem Urteil und es wundert mich umso mehr, dass Frau Dr. Türeci und Herr Professor Sahin so gleichmütig und geduldig bleiben, wenn sie von Impfskeptikern sprechen, denen man zuhören müsse.

New York Times

Mandarinenzeit

und hinter mir liegt das Jahr, in dem ich ausschließlich staunte und dabei langsam mit meiner Couch verschmolz

Alles ist gerade liquid oder fluid. Ob es sich dabei um Demokratie oder Sexualität handelt, vieles wird diesen beiden Adjektiven angehängt. Ich mache das jetzt einfach auch, denn wie für die meisten Personen der westlichen Welt ist für mich in diesen Tagen noch einiges zu erledigen.

Wann immer es zeitlich möglich ist werde ich diesen Jahresrückblick ,sich entwickeln‘ lassen.

Be careful what you wish for

Hoffentlich werde ich nicht mit Grandiositäts- oder Allmachtsfantasien gelabelt, aber es war mir in den letzten Jahren fast überall zu voll. Menschenansammlungen vermied ich wann immer es ging. Einkäufe erledigte ich in Randzeiten oder gar nicht, Ausflüge machte ich nie am Wochenende und auf Urlaub verzichtete ich komplett, was allerdings nicht schlimm ist, wenn man in Frankreich wohnt.

Plötzlich war es überall menschenleer.

Die Franzosen verhielten sich am Anfang noch ziemlich lässig. Sie schienen wenig beeindruckt von den Berichten aus Asien und den näher kommenden Infektions-Clustern. Das sollte sich dann schnell ändern als regierungsseitig ein autoritärer Ton angeschlagen wurde. Es gab engmaschige Verhaltensregeln, die einen bei Nichteinhaltung ab 135€ aufwärts hätten kosten können. Überall auf den Straßen kontrollierten Polizisten Genehmigungspapiere, die jeder mitzuführen hatte, der sich von seinem Domizil wegbewegen wollte. Die französische Bevölkerung stellte die Existenz des Virus nicht in Frage, anders als es in Deutschland seit einigen Monaten der Fall ist.

Wahrscheinlich ging es nicht nur mir so – ich dachte zunächst, das Ganze wird sich nach überschaubarer Zeit beherrschen lassen. Schließlich haben es die Chinesen (angeblich) auch geschafft. Ohnehin bin ich bis heute eher irritiert als beängstigt. Als Beobachter-Typ fallen mir zuerst gesellschaftliche Phänomene auf, anstatt mir Gedanken über mein oder das Schicksal meiner Familie zu machen. Irritiert bin ich immer noch und ich versuche zu verstehen, was das alles langfristig bedeutet. Es verbietet sich, wilden Spekulationen über Verschwörungen zu viel Raum zu geben. Schon angesichts der vielen Todesfälle geht es erst einmal nur um Fakten. Die wissenschaftliche Seite rund um das allzu evolutionsfreudige Virus, das trickreiche und skrupellose, bietet genug faktischen Stoff, über den man sich Gedanken machen müsste.

Wie und wo genau das Virus entstanden ist, beziehungsweise sich auf den Menschen übertragen hat, bleibt offen. Alles ist möglich.

Was mich beunruhigt ist die Tatsache, dass fast die gesamte Weltbevölkerung, offensichtlich mit Ausnahme der Brasilianer, in einen permanenten Angst-Modus versetzt wurde und wir als Weltgesellschaft unfrei und damit unkreativ geworden sind. Dieser Zustand kommt einer Vergiftung, einer gesellschaftlichen Nervenschädigung gleich. Wir befinden uns gezwungenermaßen in Dauer-Reaktivität.

Aber nach dem Motto, es müsse erst schlechter werden bevor es besser wird, bringt diese Zeit vielleicht sogar Verbesserungen in Bereichen wie beispielsweise unserem Schulsystem, nämlich durch die Initialisierung eigenmotivierten digitalen Lernens. Und frei nach Darwin‘s ‚survival of the fittest‘ werden die Flexibleren sogar Vorteile generieren. Die Umstellung auf universitäres Lernen wird flacher.

Es wurden auch vereinzelt wieder Spuren emotionalerer Verhaltensweisen im Zwischenmenschlichen beobachtet. Gut gelaunte Rentner, die einen an der Kasse vorbeilassen oder ähnlich Überraschendes. Gestern stand ich in einer Parkbucht vor einem Briefkasten und war gerade dabei auszusteigen, da klopfte eine ältere Dame an mein Beifahrer-Fenster und bot mir freundlich lächelnd an, den Briefumschlag für mich einzuwerfen. Und das hier in Deutschland. Man spricht wieder miteinander. So etwas Verrücktes kannte ich in den letzten Jahren nur aus anderen europäischen Ländern oder aus USA.

Apropos

Die Bevölkerung Chinas wird aktuell mit ca. 1,44 Milliarden beziffert. Eine Milliarde bestehen aus tausend Millionen, das nur zur Erinnerung.

898 Millionen Menschen weltweit sprechen Mandarin. Aus diesem Dialekt, genauer aus dem Peking-Dialekt des Mandarin, hat sich das Hochchinesisch oder offiziell das Moderne Standardchinesisch entwickelt. Nur ein Bruchteil der chinesischen Bevölkerung, vorwiegend die Jüngeren, sprechen diese moderne Variante.

Zum Vergleich. Es gibt nur 328,2 Millionen Amerikaner, 83,02 Millionen Deutsche, 126,5 Millionen Japaner und 144,5 Millionen Russen. Da ist man doch fast erleichtert zu lesen, dass es immerhin 1,353 Milliarden Inder gibt. Indien, das Land der Yogis und Vegetarier, mit immensem intellektuellen Potenzial. Indien und USA haben sich in der letzten Zeit angenähert. Interessant.

Die Republik Indien entwickelt sich schnell und expandiert wirtschaftlich aus sich selbst heraus. Hingegen, die Notwendigkeit, sich mit Hindi auf die Zukunft vorzubereiten, sehe ich nicht. Dann vielleicht doch lieber …

Aber nicht nur unsere gekämmten Medien sahen in den letzten Jahren und besonders in diesem ganz klar die allergrößte Gefahr für die Welt ausschließlich von einer einzigen Person ausgehend und zwar von Donald J. Trump. Ein Narrativ. Unkonventionalität wird selten belohnt. Und was ist dagegen schon die aggressive Propaganda der Führung eines kommunistischen 1,44 Milliarden Volkes, das sich, fast unbemerkt, zahlreiche Länder eines ganzen Kontinentes einverleibt? China ist im Begriff Afrika aufzukaufen.

Und das ist ja nur ein kleines Beispiel aus Chinas Spektrum an Strategien, andere Länder zu unterwandern. Sie sind überwältigend, und das in alle Richtungen. In USA wurde gerade ein Spionage-Skandal aufgedeckt. Ein demokratischer Kongress-Abgeordneter hatte mindestens zwei längere Beziehungen mit chinesischen Spioninnen.

Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, sich einmal mit dem Thema Moral etwas genauer auseinanderzusetzen. Moralphilosophie. Was ist das genau und wie unterscheidet sie sich bezogen auf einzelne Kulturen.

Immerhin hat die deutsche Politik endlich Maßnahmen eingeleitet, die sowohl Industriespionage erschweren, als auch chinesische Großeinkäufe deutscher Firmen stoppen sollen. Ansonsten wird sich Kritisches Richtung Peking stark in Grenzen halten.

Daimler kommt in China gerade ganz groß raus. Es gibt 917 444 000 Menschen mehr in China, als in Deutschland. Das bedeutet, wir decken gerade einmal 5,8% aller Chinesen ab. Und die stehen ja nicht alle nur auf Reisfeldern herum. Die Vereinten Nationen gehen von insgesamt 6 Megastädten (zehn Millionen oder mehr) Chinas aus. Wenn nur ein Bruchteil von Ihnen demnächst … Sie wissen schon.

Und jetzt fantasiere ich: dann können wir uns bequem über Daimlers Bordcomputer für die ganze Spionage revanchieren. Wussten Sie, dass Ihr Nicht-Retro-Fahrzeug Daten über Sie weitergibt und Sie, algorithmisch gesteuert, gezielt nur die Werbungen aufgespielt bekommen, die mit Ihren Gesprächen und Verhaltensweisen in Ihrem Fahrzeug korrespondieren?

Soetwas lernt man in 2020, während man langsam die Form seiner Couch annimmt.

Ein weiteres Narrativ in 2020

Ebenso gekoppelt an Unkonventionalität ist das angeblich rücksichslose und exzentrische Vorgehen von Boris Johnson. Qualitäten einer solchen Persönlichkeit werden, wie so oft, nicht öffentlich besprochen. Die breite Konsumenten-Masse, dauerbeschallt von leicht zugänglichen Informationsquellen, hat wenig Verständnis für eine Britische Absage an Europa. Bei den meisten Korrespondenten schwingt ein bis heute unprofessionell verächtlicher Ton mit, wenn sie von Brexit-Verhandlungen berichten.

Es echauffieren sich immer diejenigen, die für sich selbst Nachteile erwarten, klar. Nur ein Beispiel. Wenn man sich einmal genauer ansieht, was der Austritt der Briten an zusätzlicher Mehrbelastung in Sachen Mitgliederbeiträgen für andere Mitgliedsstaaten bedeutet, dann wird schnell deutlich, warum der Austritt verurteilt wurde.

Eine Nation, die sich auf sich selbst besinnt sei ein Anachronismus, heißt es. Aber die Briten, mit ihrer ganz eigenen Mentalität, waren nie mit anderen europäischen Ländern vergleichbar. Und wer kann schon mit Sicherheit voraussehen, wie sich UK entwickeln wird? Welche Verträge und Abkommen sie aushandeln werden und was ihre geldpolitischen Optionen sind? Das weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand. Ich persönlich glaube, dass es diesbezüglich noch interessante Überraschungen geben wird.

Durch ihr neues, altes Selbstverständnis können vielleicht wieder Kräfte mobilisiert werden, die sich als Teil des Europäischen Länderverbundes nicht entfalten würden. Die Vorgaben aus Brüssel waren den Briten einfach zu eng. Es hatte nie richtig gepasst. Eine politische Integration Großbritanniens in die EU war undenkbar, wie es ja bekanntlich Frau Thatcher schon wusste und aggressiv vertrat.

Und was Covid betrifft, so war es in 2020 nicht schwer, als Regierung gravierende Fehler zu machen. Schweden hat, gegenläufig zum Vorgehen der anderen, experimentiert. Das hat auch nicht funktioniert. Und im Kontrast dazu; die möglichen wirtschaftlichen Folgen eines zu starren Konzeptes können einen ganz schwindelig werden lassen. Als Nicht-EU Mitglied war es dem Britischen Premierminister jedenfalls möglich, schneller an Impfdosen zu kommen.

Meiner Meinung nach hätte Boris Johnson allerdings in einer Angelegenheit anders agieren, beziehungsweise überhaupt agieren müssen. Und zwar im Fall Dominic Cummings. Ich interpretierte diese Verbindung immer als ‚Think Tank – Gleiche unter Gleichen‘. Da Johnson es gewohnt ist, selbst als provokativ und exzentrisch klassifiziert zu werden und dieses Image schon allein durch seine Frisur täglich aufrecht zu erhalten versucht, konnte er sich gut mit Cummings identifizieren. Diesen Mann fand er höchstintelligent und somit spannend. Cummings mit der diabolischen Aura einer Literaturfigur. Johnson war lange davon überzeugt, dass Cummings‘ Konzepte ebenso zielführend, wie ungewöhnlich waren. Man werde schon sehen.

Einige seiner Beratungsinhalte waren strategisch äußerst gewagt, teilweise skandalös und ‚zwangen’ Johnsonson über Grenzen zu gehen, manchmal auch weit über die Grenzen des guten Geschmacks. Das alles trug Johnson zu lange mit. Die Menschen in seinem Land waren empört. Am Ende blieben nur noch leere Provokationen und was dazu kam, hinter seinem Rücken rotteten sich Cummings und weitere Mitglieder seines Beraterstabes zusammen, um gegen Johnsons Verlobte, Carrie Symonds, zu intrigieren. Symonds, ehemalige Kommunikationschefin der Tories, hatte Johnson schon seit längerem geraten, sich von Cummings zu trennen.(Quelle: The Guardian)

Jetzt sind die Brexit-Verhandlungen abgeschlossen. Aufatmen ist angesagt. Johnson wurde wieder belächelt, wie sich das für einen ordentlichen Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehört, und die Britischen Fischer dürfen die meisten ihrer vielen Fische nun wieder selber fischen. Hämisch, schadenfroh und ein bisschen patzig wurde darauf hingewiesen, welche Konsumenten-Massen den Briten zukünftig durch die Lappen gehen und dass für sie nur alles teurer wird. Also ich persönlich kaufe gern ‚aus der Region‘, wie es so schön heißt, und ich bin mir sicher, dass es sowohl für ihre vielen Fische oder Lämmer, oder, oder, oder, bald einen passenden Absatzmarkt geben wird.

M.Z. und seine ominösen funds – Die Wahlen in den USA

Hier ein paar interessante Informationen zur US-Wahl, die in Europa kaum jemand kennt. Wenn man sich seit fünf Jahren intensiv mit dem Thema Manipulation beschäftigt, kommt man an diesem Wahl-Desaster nicht vorbei. Ich fasse mich kurz.

Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben mit ihren zahlreichen funds, die insgesamt $400 Millionen umfassten, bestimmte Wahlbezirke unterstützt (Quelle: AP).

Angeblich halfen sie damit denjenigen Städten und Counties, die besonders von Corona betroffen und für eine ‚ordnungsgemäße‘ Durchführung der Präsidentschaftswahlen auf finanzielle Unterstützung angewiesen waren, was, so Zuckerberg, eigentlich Aufgabe der Republikaner gewesen wäre (Quelle: AP). Empörtes Blaming ist eine typische Vorgehensweise, um von seiner Agenda abzulenken.

Laut Philip Kline (Director Amistad Project) sah die Sache aber wohl aus, wie folgt:

im Vorfeld der Wahlen wurden, mit Unterstützung des facebook CEOs, in den „Core-Cities“ und Counties der Swing States einige, den Ausgang der Wahlen beeinflussende, Maßnahmen getroffen. Diese Vorgänge seien zwar auf den ersten Blick nicht als kriminell zu bezeichnen, verstießen aber gegen das Gleichheitsprinzip, das im Bezug auf Wahlen innerhalb einzelner Staaten, konstitutionell festgelegt ist. Das FBI sei dabei zu ermitteln.

Zuckerberg habe mit seinem dark money die Anzahl der Satelliten-Wahl-Lokale gesteuert, besagte Dominion-Wahlcomputer eingekauft und in demokratischen Counties so viele Drop Boxen (Briefkasten für Stimmzettel), auch Zucker Boxes genannt, hingestellt, dass die Wähler spätestens alle zwei Meilen die Möglichkeit hatten, ihren Zettel einzuwerfen, also in „walking distance“.

In denjenigen Counties, in denen traditionell republikanisch gewählt wurde, gab es das dagegen nicht. Man bediente sich dort also des Briefwahlsystems per Post, was in den USA eine besorgniserregend unseriöse Angelegenheit darstellt. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema. Es würde hier den Rahmen sprengen.

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass eventuell der ein oder andere State Offizielle und seine Frau oder ein paar demokratisch orientierte Richter nicht gezaudert haben, Ideen für die Unterbringung der großzügigen Zuckerberg-Spenden zu entwickeln.

Auch gab es einen plötzlichen tödlichen Auto-Unfall im engeren Familienkreis eines republikanischen Swing-State Governors. Stände der Unfall tatsächlich im Zusammenhang mit Einschüchterung und Erpressung, wäre das eine Methode derjenigen Organisation, auf die ich gleich noch zu sprechen komme.

Es gibt haarsträubende Geschichten von Zeugen, die alle unter Eid und Androhung von Gefängnisstrafen, über Unregelmäßigkeiten und Verstöße während der Wahlen ausgesagt haben. Aber diese Informationen schafften es nicht in die Berichterstattungen der internationalen Tagespresse.

Selbst Republikaner, hier ganz auffällig in Georgia, zeigten sich desinteressiert an einer vernünftigen Aufklärung. Richter ließen Anhörungen erst gar nicht zu oder wiesen Klagen ab. In Pennsylvania haben State Officials Ungenauigkeiten durchgewunken, die bei einer vorherigen Wahl zu einer sofortigen Ungültigkeit des Stimmzettels geführt hatten. Eine groß angelegte konzertierte Aktion?

In Frankreich gab es zahlreiche interessante Berichte über den Deep State der USA und wer dahinterstecke. Darauf kommt man nicht so ohne weiteres. – Vielleicht wurden an entscheidenden Stellen, à la Vito Corleone, ein paar Angebote gemacht, die man nicht ablehnen konnte?

In Summe zeigen unzählige unterschiedliche unseriöse Aktionen das Gegenteil einer ordentlichen Präsidentschaftswahl. Allerdings; nichts davon wird seitens der Judikative anerkannt. Trumps Anwalt Giuliani rennt gegen Wände. Selbst der Supreme Court reagierte bisher nicht wunschgemäß, aus Trumps Sicht. Hatte er ihn doch im Vorfeld sorgfältig konservativ besetzt. Eine skurrile Sache. Man kann nur staunen. Trump hätte sicher Recht mit seinem Kommentar, die ganze Welt lache sich tot über America. Nur, was er nicht ahnt, Dank der internationalen Medien kriegt so gut wie niemand aus „der ganzen Welt“ etwas von diesen Unregelmäßigkeiten mit.

Einige führende US-Mathematiker haben berechnet, die Wahrscheinlichkeit, dass Biden in den Swing States Trump auf den letzten Metern überholt habe, ginge gegen null.

Die erste Impfung

Heute, am 26.12.2020, ist eine 101Jährige geimpft worden. Sie war die Erste, die in Deutschland eine Impfung von Biontech erhielt.

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