Destruktive Beziehungen zu Narzissten 10 – ACHTUNG: Wenn Sprache zur Waffe wird Teil I

Allen emotionalen Missbrauchs Anfang: narzisstische Kommunikationsstrategien

Wie in einem meiner vorhergehenden Texte schon angedeutet, ist die Aufklärung über diese operativen narzisstischen Techniken enorm wichtig, wenn es darum geht, Manipulation zu erkennen und sich davor zu schützen. Das Wissen darüber vereinfacht das Entscheidende, nämlich starke Grenzen (Boundaries) setzen zu können und diese dauerhaft zu verteidigen.

 

Allgemeine Grundlagen von Interaktionen

Kurz zur Erinnerung

Pathologisch narzisstische Persönlichkeiten  interessieren sich nicht für die Außenwelt und wollen ausschließlich ihre eigenen Ziele durchsetzen. Sie erreichen das durch Manipulation anderer. Bei ‚anderer‘ kann es sich sowohl um einzelne Personen, als auch um Personengruppen handeln. Einzelne können Familienmitglieder, sogenannte Partner, Freunde, Bekannte und alle Personen sein, die dem Narzissten Vorteile bringen. Personengruppen können beispielsweise Angestellte sein, Kunden, Fans, Follower, Zuschauer, Gruppenmitglieder aller Art oder aber auch Bürger eines Staates und somit die Wähler politischer Parteien.

Jede Manipulation beinhaltet die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, die auf die Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen.

 

Das Gegenteil von Manipulation

Jede offene Kommunikation stellt demnach das Gegenteil von Manipulation dar. Wenn sämtliche Informationen veröffentlicht sind, kann genauso offen argumentiert werden. Jede Seite erhält die gleichen Bedingungen zur Darstellung ihres Standpunktes. Die Diskussion ist transparent, genauso, wie der Prozess der Entscheidungsfindung. Keine Seite wird benachteiligt.

Benachteiligungen sind auszuschließen, indem jede Seite die gleichen Bedingungen erhält, wie beispielsweise genügend Zeit zu haben, sich Informationen zu verschaffen oder aber auch ohne Druck ihre Argumente vortragen und angehört werden zu können.

Diskussionen sollen zu Ende geführt werden und müssen ein Ergebnis hervorbringen, an das sich beide Seiten zu halten haben. Es darf über niemanden hinweggegangen werden und die Unwissenheit einer Seite darf nicht ausgenutzt werden. Informationen dürfen nicht zurückgehalten werden. Es darf nicht eine von beiden Seiten, beispielsweise durch verdecktes Handeln der anderen Seite, hintergangen werden.

 

Die Einhaltung dieser Regeln basiert auf normativ-ethischem Konsens. Woher die in diesem Kontext greifende Ethik (Deontologische Ethik) kommt und was Ethik genau bedeutet, ist Gegenstand moralphilosophischer Diskussionen. Eine Erläuterung dessen führte an dieser Stelle zu weit.

 

Narzisstische Kommunikationstechniken

Bevor ich mich auf subtile und interessantere Vorgehensweisen konzentriere, hier ein paar grobe und offensichtliche Beispiele, die es einem leicht machen, einen egozentrischen (self-centered) manipulativen Charakter schnell zu erkennen:

  • er/ sie unterbricht dauernd den Gesprächspartner und lässt ihn nicht ausreden
  • er/ sie erhöht deutlich die Lautstärke innerhalb des Gesprächs
  • er/ sie bricht das Gespräch ab
  • er/ sie vermeidet Augenkontakt und beschäftigt sich mit etwas anderem
  • er/ sie hört nicht zu
  • er/ sie fragt den Gesprächspartner nicht nach seiner Perspektive, sondern monologisiert
  • er/ sie lässt keine Empathie erkennen
  • er/ sie nutzt einschüchternde Körpersprache, um die andere Seite zu cornern, buchstäblich in eine Ecke zu drängen
  • er/ sie nutzt Triangulation, d.h. bezieht Dritte mit ein und spielt die Beteiligten dann gegeneinander aus
  • er/ sie ist ein pathologischer Lügner
  • er/ sie wehrt jegliche Diskussion ab oder entzieht sich ihr
  • er/ sie bestreitet alles, trotz eindeutiger Faktenlage
  • er/ sie hält Informationen zurück (dazu mehr in Teil II)
  • er/ sie erpresst sein Gegenüber
  • er/ sie droht
  • er/ sie verbreitet Unwahrheiten über die zu manipulierende Person (Smear Campaign)
  • er/ sie stellt keine angemessene und Verständnis signalisierende Verbindung zwischen sich und dem Gesprächspartner her
  • er/ sie versprechen etwas und halten es nicht
  • er/ sie malen detailliert ihre Pläne aus, von denen sich wenige erfüllen
  • er/ sie kritisieren ständig und setzen herab
  • er/ sie schmeichelt sich ein

 

Diese Verhaltensweisen in ihrer Gesamtheit weisen auf offene Narzissten hin, – verdeckte Narzissten, wie der Name schon sagt, kommunizieren auf anspruchsvollere und subtilere Art. Mehr darüber in Teil II.

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 9 – Zwei Realitäten oder Wie funktioniert eigentlich Social Engineering ?

Wenn Liebe instrumentalisiert wird

Nehmen wir an, ich dürfte nur einige wenige Sätze schreiben, um das Prinzip der verdeckt narzisstischen Handlungs- Strategie zusammenzufassen, dann wären es folgende (hier im Paar-Beziehungskontext):

  • ein Mensch A gibt für eine geraume Zeit fantasievoll vor, das Pendant, also der Seelenverwandte
    eines anderen Menschen B zu sein (Love Bombing), worauf dieser sich in ihn verliebt. A spielt B die große Liebe allerdings nur vor
  • nach einer Weile ist eine starke Bindung entstanden, aus der sich Mensch A langsam und fast unbemerkt löst, um zur Tagesordnung überzugehen und seine eigenen Ziele zu verfolgen – parallel ist B intensiv emotional involviert
  • Person B ist verunsichert und möchte verzweifelt den paradiesischen Anfangszustand der Beziehung wieder herstellen – sie strengt sich übermäßig an und verliert kontinuierlich an Kraft, – außerdem sucht B die Schuld für die Verschlechterung der Beziehung bei sich, was ihr gleichzeitig von A eingeredet wird (Gaslighting)
  • durch ein berechnendes Wechselspiel ‚Zuwendung und Rückzug‘ (Trauma Bonding) durch A, gerät B in einen dauerhaften Stresszustand
  • Momente, in denen A sich so verhält, wie am Anfang der Beziehung (Bindungshormone), werden immer seltener, – für B ist das ein Albtraum
  • In B’s Gehirn entsteht eine Art Hormonsturm. B wird abhängig von diesem Wechsel zwischen Bestrafung (Stresshormone) und Belohnung (Bindungshormone), B geht immer mehr Kompromisse ein und lässt massive Grenzverletzungen zu
  • das ist genau das, was A erreichen wollte, denn jetzt kann er B idealerweise als Versorger missbrauchen (Emotional Abuse) und B lässt es geschehen, sei es als Geld-, Sex- oder Energiequelle – es gibt viele Arten von ‚Supply‘, B fühlt sich immer schwächer aber erkennt die Mechanismen der Manipulation nicht (Devaluation)
  • die Dauerausschüttung an Stresshormonen laugt Person B immer mehr aus, bis sie erschöpft und deshalb für A irgendwann uninteressant geworden ist, in B’s Gehirn  finden massive biochemische Veränderungen statt, die irreparable Schäden hervorrufen können
  • B kann sich nicht von A trennen, da sich eine hormongesteuerte Abhängigkeit entwickelt hat, ähnlich einer Drogenabhängigkeit. So ist Person B emotional an ihren Prädatoren gebunden, – an denjenigen, der ihr am meisten schadet (Stockholm-Syndrom)
  • B wird entsorgt, da sie inzwischen krank und energielos ist, und C kommt auf den Plan (Discarding)
  • das Social Engineering fängt mit der neuen Person C wieder von vorne an
  • B ist ernsthaft physisch und psychisch geschädigt, erleidet vielleicht sogar einen Nervenzusammenbruch – auf jeden Fall ist B nachhaltig traumatisiert und sucht sich hoffentlich professionelle Hilfe, die aufgrund eines Mangels an Bewusstsein über dieses Thema schwer zu finden ist, – selbst unter Psychologen. Die Rekonvaleszenz kann, je nach Dauer des Missbrauchs, Jahrzehnte in Anspruch nehmen

Social Engineering kann natürlich in unterschiedlichen Intensitätsstufen praktiziert und unwissentlich geduldet werden. Es beginnt in jedem Fall, in allen Schichten, in allen Familien, zwischen Gruppen innerhalb aller Gesellschaften und in sämtlichen Situationen, in denen Menschen interagieren, mit einer Grenzverletzung (Violation of Boundaries), bzw. Grenzüberschreitung, die von defensiver Seite zugelassen wird! Dieser Zusammenhang stellt das Atom jedes emotionalen Missbrauchs dar.

 

 

Zwei Realitäten, – die Grundvoraussetzung allen emotionalen Missbrauchs (bezogen auf Familienkontexte, Paarbeziehungen, Arbeitsverhältnisse, politische Regime, alle Arten an zwischenmenschlichen Beziehungen)

Seit vielen Jahren recherchiere ich und bemühe zahlreiche seriöse Quellen, um  das Thema ‚Verdeckte Manipulative Persönlichkeiten‘ durchdringen, komplett verstehen und diese wertvollen Informatonen dann strukturiert weitergeben zu können. Es gibt inzwischen im englischsprachigen Raum eine Art Community, die sich gegenseitig, auf hohem therapeutischen Niveau, mit neusten Erkenntnissen versorgt und die während ihrer Vorträgen auch ständig aufeinander Bezug nimmt.

Allen voran Richard Grannon (UK), Psychologe und Therapeut, der in seinen Videos und Vortragsreihen substanzielle Zusammenhänge liefert. Eine kleine Liste weiterer professioneller Quellen hänge ich diesem Text an. Grannon vertritt die Seite der ehemals Missbrauchten, während beispielsweise H. G. Tudor (narcsite.com) und Samuel Vaknin das Phänomen differenziert aus Sicht der Psychopathen (Extremform des Narzissmus‘) schildern. Diese Basisinformationen aus dem Epizentrum sind von hoher Relevanz, um das Thema zu verstehen. Warum ihre Ausführungen nicht auf breiterer Ebene publiziert werden, ist mir ein Rätsel. Kein Bewusstsein – keine Nachfrage. Das einfachste aller Marktprinzipien.

Warum auch immer, aber weltweit gibt es, seitens der klassischen Psychologie, kaum Material über dieses ‚Zwei Realitäten-Model’, das die Basis allen emotionalen Missbrauchs darstellt. Ich möchte, ebenfalls sehr gerafft, dieses Prinzip kurz erklären:

  • Social Engineering zu praktizieren besagt ja schon, dass jemand in einem rein zwischenmenschlichen Bereich technisch vorgeht
  • ein emotional gesund entwickelter Mensch verfügt über Empathie und über ein Gewissen. Er respektiert, aufgrund der Fähigkeit sich einzufühlen, die natürlichen Grenzen einer anderen Person und käme nicht auf die Idee, vorsätzlich einen anderen auszunutzen
  • die meisten von uns gehen fatalerweise davon aus, dass sie es bei ihrem Gegenüber mit einem ähnlich gearteten, also mitfühlenden Menschen zu tun haben, speziell dann, wenn diese Person zunächst über die gleichen sozialen Fähigkeiten zu verfügen scheint, wie wir. Vielleicht lächelt die unbekannte Person freundlich, erkundigt sich nach unserem Wohlbefinden, ist überaus zuvorkommend oder engagiert sich sogar in öffentlichen, sozialen Bereichen
  • der Manipulative spielt anderen diese Empathie allerdings nur vor. Er imitiert und spiegelt einen Empathen in der Anfangsphase des Kennenlernens, um zu erreichen, was er erreichen will: der Empathische öffnet sich und vertraut
  • hier zeigen sich deutlich die beiden Realitäten: Person B aus dem oberen Beispiel, unter dem Einfluss von glücklich und abhängig machenden Bindungshormonen, genießt das vermeintlich Emotionale innerhalb der Situation, Person A dagegen hat einen Plan und interessiert sich nicht für die Gefühle des anderen, – A handelt skrupellos
  • Person B ist gewissenhaft und zuverlässig, Person A täuscht das nur vor und zieht verdeckt aus jeder sich bietenden Situation auschließlich ihren persönlichen Vorteil
  • für Person B wird es kompliziert, wenn sie langsam erkennt, was mit ihr passiert. Es hat sich in ihr etwas angestaut und sie wird vielleicht wütend. Mit einer möglichen aggressiven Reaktion darauf, die natürlich nachvollziehbar ist, schadet sie sich nur selbst. Person A wirft Person B unkontrolliertes Verhalten vor und sorgt dafür, dass Person B ihren eigenen Gefühlen misstraut.  Mithilfe einer manipulativen Argumentationsstrategie,  verdreht Person A die Realität. Sie lässt Person B glauben, ihre Wahrnehmung sei getrübt (Gaslighting). Auch streut sie Beleidigungen und Herabwürdigungen, sodass Person B stark verunsichert wird, an sich zweifelt und ihre solide Basis verliert. Sie ist destabilisiert
  • man kann ein Argument X aus seinem ursprünglichen Zusammenhang nehmen und es in Zusammenhang Y umverpflanzen. Es bekommt eine ganz andere Aussagekraft und die Diskussion enthält ab da eine Pseudo-Logik
  • eine emotional abstrakte Wahrnehmung (Person B) steht im Kontrast zu einer materialistisch und kaltherzig berechnenden (Person A)  – diese beiden Realitäten laufen innerhalb der Interaktion von Person A und Person B parallel. A weiß es, B nicht
  • emotional normalentwickelte Menschen fühlen ein ganzes Spektrum verschiedener Emotionen bei Begriffen, wie zum Beispiel ‚Geborgenheit‘ oder ‚Heimat‘. Eine manipulative Persönlichkeit dagegen fühlt bei abstrakten Begriffen dieser Art nichts. Das haben Hirnscans gezeigt
  • die manipulative Person hat kein Gewissen. Sie geht, mehr oder weniger verdeckt, skrupellos vor und stellt sehr hohe Ansprüche an ihre Umwelt. Sie kann keine Empathie entwickeln
  • die manipulative Person fühlt sich berechtigt, sie fühlt sich ‚entitled‚, diese hohe Ansprüche zu stellen
  • die manipulative Person kategorisiert andere, emotionale Personen als schwach
  • sie nimmt eine ihrer Meinung nach schwache Person nicht ernst, ist überheblich, arrogant und trampelt über sie hinweg (Devaluing)
  • wie man sich schützt: im Prinzip muss man bedauerlicherweise bei jedem personellen Neuzugang, jedem neuen Kontakt (in welchem Zusammenhang auch immer) zunächst damit rechnen, es eventuell mit einem Skrupellosen zu tun zu haben
  • man muss sie testen: eine gute Möglichkeit, bei Verdacht herauszufinden, ob man es mit einem manipulativen Charakter zu tun hat, ist, ihnen bei ihren Anliegen ein leidenschaftsloses und freundliches ‚Nein, das möchte ich nicht‘ entgegen zu bringen. Reagiert Person A dann ungehalten, kritisiert oder wendet sich ab, dann ging es wohl nicht um das stimmungsvolle, soziale Miteinander, sondern lediglich um eine Objektifizierung von Person B. Alternativ kann man auch versuchen, bei dem N. etwas einzufordern. Die Norm ist, dass sie es ablehnen, auf die Forderung eines anderen einzugehen, denn ihrer Meinung nach sind nur sie selbst berechtigt, Forderungen zu stellen

 

Wie es bei Brad Pitt und Angelina Jolie gewesen sein könnte und warum viele Außenstehende die wahre Situation sicher nicht erkannt haben

Es handelt sich hierbei selbstverständlich um eine freie Meinungsäußerung.

Skrupelloserweise ist A. J. während des Dreh’s zu Mr. and Mrs. Smith in die damalige Ehe von Jennifer Anniston und Brad Pitt eingedrungen. Währscheinlich hat sie alle Register gezogen. In rasender Geschwindigkeit waren die beiden das neue Traumpaar und in ähnlich hohem Tempo setzten sie Angelinas Vorhaben, eine globale, cosmopolitische Großfamilie entstehen zu lassen, um.  Immer öfter setzte sie sich zudem innerhalb ihrer Filmprojekte oder im Zusammenhang mit den Vereinten Nationen für Minderheiten, Kriegsopfer oder unterdrückte Frauen ein. Die Außenwelt hätte annehmen können, Frau Jolie-Pitt ist die personifizierte Empathie. Das machen Narzissten übrigens oft. Plakativerweise setzen sie sich für Benachteiligte ein, um dafür öffentlich geehrt zu werden. Das ist leider nicht authentisch. Es geht ausschleißlich um ihr Ego.

Herr Pitt schien seiner Frau verfallen. Über die gesamte Zeit ihrer intensiven Ehe hinweg. Zu Hause, was auch immer das für diese Familie bedeutet hat, sollte es drunter und drüber gegangen sein. Ich halte ihn für extrem sensibel. Aber er soll, so berichteten Passagiere von Emirates-, Singapur- und Lufthansa-Flügen in einschlägigen Medien, regelmäßig schwer angetrunken gewesen sein. War ihm das alles zu stressig? Hat er alles versucht, um seine Frau zufrieden zu stellen und es am Ende doch nicht geschafft? Die Wahrheit ist: man kann es auch nicht schaffen. Es ist unmöglich. Man kann Narzissten nicht zufrieden stellen. Frau J.-P. stellte die für Narzissten typischen, höchsten, wenn nicht sogar überzogenen Ansprüche an alle Beteiligten ihrer Entourage. Nannys mussten Verschwiegenheitsklauseln unterschreiben. Sie sind also als Zeugen gegen ihre Chefin  ‚unbrauchbar‘. Angelina ist von Anfang an eiskalt und berechnend vorgegangen. Brad Pitt nutzte ‚Self-Medication‚ in Form von Zigarretten und hochprozentigem Alkohol, um die massiven innerfamiliären Spannungen und den Stress der ständigen Hin- und Herreiserei überhaupt auszuhalten. Manchmal wurde er dann auch extrem aggressiv und sogar handgreiflich. Er war nur noch ein Schatten seiner selbst. Das konnte sie nutzen, um ihn final los zu werden. Narzissten können ja bekanntlich nicht lieben. Alles, was sie können, ist leidenschaftlichen Sex zu haben und damit binden sie ihr Pendant dauerhaft an sich.

Während eines Privatfluges kam es in einer Art Halböffentlichkeit zu der entscheidenden handgreiflichen Auseinandersetzung mit einem seiner großen Söhne. Es soll auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Die Situation war günstig zur Durchsetzung ihres Plans. Das Gute für Jolie-Pitt: es gab Zeugen, nämlich die Piloten und weiteres Flug-Personal. Brad Pitt hat bestimmt die Welt nicht mehr verstanden. Hatte sie doch seine Ausbrüche bis zu diesem Zeitpunkt immer toleriert, aber plötzlich war alles aus. Und die Kinder wurden knallhart und vollkommen emotionslos als Machtmittel instrumentalisiert. Das neue Haus in Malibu war längst angemietet.

Die Trennung habe sie sehr mitgenommen. So konnte man es monatelang selbst in  eher Politischen Medien lesen. Beachtlich! Dass sie alles perfekt vorbereitet hatte, konnten viele nur ahnen.

Er machte inzwischen eine ‚Rehab‘ in einer der vielen Promi-Entzugskliniken. Auch soll er sich langsam wieder erholen und sogar vorsichtigen Kontakt zu jungen Schauspielerinnen aufgenommen haben. Brad sieht ja auch schon wieder viel besser aus. Das macht sicher die Zurückgezogenheit und die selbstreflektorische Bildhauerei… War er nicht immer schon eher introvertiert? Mit Sicherheit ist er schwer traumatisiert, denn das, was sie der Öffentlichkleit jahrelang von einer zwar aufregenden, aber doch Bilderbuchfamilie vorgespielt hatten, war alles andere als normal. Gemessen an dem, was ein emotional gesund entwickelter Mensch sich unter einem geborgenen, familiären Rückzugsort vorstellt. Dieses Gegenteil von geborgen, mit Verlaub, müsste die ganze Welt von dieser öffentlich ausgetragenen Pseudo-Beziehung mitbekommen haben.

Angelina hat Ende 2017 heimlich wieder geheiratet, übrigens …

 

 

 

Disclaimer
Da ich weder zu medizinischem, noch zu psychologischem Fachpersonal gehöre, sondern lediglich deren frei zugängliches Informationsmaterial übersetze,  auswerte, umformuliere und zusammenfasse, möchte ich Sie bitten, spezialisierte Anlaufstellen anzusteuern, sollten Sie ernsthaft Hilfe benötigen. Bei der Suche danach helfe ich Ihnen selbstverständlich gern.
Die meisten schwarz hervorgehobenen Begriffe, für die es noch keine geeignete deutsche Übersetzung gibt, werden, bezogen auf den großen Themenkomplex, international verwendet. Innerhalb der Community besteht Konsens über die Bedeutung dieses kontextspezifischen Vokabulars.

Quellen:

Dr. Kathleen Ware on youtube with her channel: ‚peace and harmony‘, more than 1600 videos with substantial psychological content about understanding the mechanisms and than healing from narcissitic abuse

Richard Grannon on youtube with his channel: ’spartanlifecoach‘ or http://www.spartanlifecoach.com, substantial teaching in understanding the narcissistic abuse plus emotional literacy

Ross Rosenberg on youtube, basic material

Jerry Wise on youtube, basic material, specially about ‚emotional cannibalism within families‘

Dr. George Simon on youtube, about character disorders

Jessica Jones on youtube with her channel: ‚growth after abuse‘, fantastic and focussed

H. G. Tudor on youtube or http://www.narcsite.com

Samuel Vaknin on youtube

youtube channel ‚inner intergration‘, english and spanish version available

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 8 – Was sind eigentlich sogenannte Flying Monkeys?

Der Psychopath und seine willfährigen Assistenten – in Horden springen sie um ihn herum und ahnen nichts

 

Ein maligner Narzisst höchsten Ranges, einer mit Geniestatus, schafft es bisweilen, Ärzte, Piloten, Bankvorstände, überhaupt Vorstände, Anwälte oder Richter oder ähnliche Vertreter einer gewissen Elite um sich zu scharen und von sich zu begeistern bzw. sie für sich arbeiten zu lassen. Man  möchte es kaum glauben. In den absurdesten Situationen folgen sie seiner bizarren Argumentation noch, obwohl diese ganz offensichtlich verdreht ist und jeder moralischen Grundlage entbehrt. Sie sind alle infiltriert. Obwohl in ihren jeweiligen Berufen hoch qualifiziert, durchblicken sie die Manipulation ihres Freundes/ Verwandten/ Kollegen nicht. Sie werden aber für ihre Dienste ‚großzügig’ belohnt, indem der Narzisst sich z.B. mit ihnen umgibt, sich mit ihnen zeigt, was einigen schon reicht zu ihrem Glück.

Es sind natürlich bei weitem auch nicht alle seiner flying monkeys so qualifiziert. Nur, die weniger cleveren sitzen bei ihm nicht in der ersten Reihe. Dazu sind sie ihm nicht interessant genug. Der Vorteil: sie geben sich mit noch weniger zufrieden und machen nach einer Mini Gehirnwäsche trotzdem alles, was er von ihnen will.

 

Seine Strategie

Der hochkalibrige Psychopath löst auf fast schon brillante Art und Weise, innerhalb seines strategischen Überzeugungs- Konstruktes,  Sachverhalte aus ihrem ursprünglichen Kontext, setzt sie in einen komplett anderen Rahmen und präsentiert dieses neue Konstrukt dann stolz seinen Assistenten, die ihm schon lange alles glauben, um sie dann auf seine Seite und gegen sein Opfer zu bringen. Das klingt schräg und nach Paranoia, ich weiß, aber genau so ist es. Man kann diese Zusammenhänge inzwischen auch überall im Netz nachlesen. Ganz besonders empfehlenswert sind die Videos von Richard Grannon. Der Mann an sich ist ohnehin eine Sensation.

Es sind seine Kaltblütigkeit, sein lukratives Ziel inklusive seiner dazu notwendigen Berechnungen und sein hochkarätiges Kommunikationsgeschick (Achtung, er missbraucht Sprache indem er sie ausschließlich zu Manipulationszwecken nutzt und nicht zur reinen Informationsübermittlung) , die die ansonsten ziemlich analytischen Freunde und Bekannte dazu bringen, ihm abrufbar zu Diensten zu sein. Da sie natürlich nicht im geringsten damit rechnen, manipuliert zu werden, ahnen sie nichts. Wenn dann, in letzter Konsequenz, seitens des Narzissten gegen das arme Opfer auch noch eine Schmierenkampagne gestartet wird, hat es bei dieser geballten Opposition keine Chance. Da helfen auch klägliche Erklärungsversuche nichts mehr. Am Ende gibt es sich noch selbst die Schuld an seiner Misere, hatte man es ihm schließlich lange genug eingeredet. Viele von ihnen landen in psychiatrischen Einrichtungen.

Aber Schmierenkampagnen sind wieder ein anderer Aspekt des großen Ganzen, ebenso wie die gerissenen Kommunikationsstrategien des Psychopathen. Empfehlenswerte Lektüre dazu: Samuel Vaknin. Malignant Self Love: Narcissism Revisited (2001) oder ebenfalls seine Videos.

 

Dazu eine kleine Geschichte

Eines schönen Tages eröffnet der leitende Chefarzt seiner Frau, dass die Strecke zwischen seiner Einrichtung und ihrem gemeinsamen Zuhause doch sehr weit sei und er nach anstrengenden Operationen lieber erst einmal ausschliefe, um dann ausgeruht nach Hause zu fahren und seine Familie zu sehen.

Das war für sie zunächst vollumfänglich nachvollziehbar. Er wolle sich in der Nähe der Klinik eine kleine Wohnung nehmen, – sich vielleicht sogar mit anderem Klinikpersonal ein Apartment teilen. Vernünftigerweise.

Gesagt, getan.

Wie sich nach kurzer Zeit herausstellte, teilte er sich die hübsch eingerichtete Wohnung mit einer zwanzig Jahre jüngeren Krankenschwester. Sie kochte gern für ihn allerhand an Hausmannskost und bügelte sogar fleißig alle seine weißen Kittel. Aus Platzgründen mussten sie sich leider das King-Size Bett teilen, was bestimmt eine Zumutung gewesen sein muss. Auch ihr Freundeskreis kam immer öfter und gern zu Besuch. Man saß in schwülen Sommernächten bis tief in die Nacht beisammen und saugte mit langen Strohhalmen gegenseitig an seinen süffigen bunten Cocktails herum. Ab und zu machte er sich lustig, – am liebsten über sein Eheleben und seine Frau. Der Herr Doktor war aber auch einfach zu amüsant. Sie hatten alle zusammen sehr viel Spaß.

Die Ehefrau war sprachlos und wie paralysiert. Mit ihrem Mann zu sprechen hatte keinen Sinn. Er belächelte sie, – sie sei nicht nur übersensibel, sondern auch noch unverhältnismäßig eifersüchtig und litt an Halluzinationen. Sie solle sich einmal gründlich untersuchen lassen. Er kenne da jemanden …

Verzweifelt rief sie bei seinen Kollegen und Freunden an und bat diese um Hilfe.

„Aber Elisabeth, jetzt sei doch nicht so spießig, – da ist ganz sicher nichts. Das ist nur eine Wohngemeinschaft. Er hat immer so viel Stress. Jetzt gönn‘ ihm doch einfach mal ein bisschen Entspannung und denk‘ nicht immer gleich das Schlimmste … !“

Elisabeth konnte gar nichts mehr denken, – sie spulte routinemäßig den Alltag ab. Wie eine Maschine. Haushalt, ihre Arbeitsstelle und die gemeinsamen Kinder.

Es dauerte noch einige weitere Wochen, bis Elisabeth endlich aus ihrer Erstarrung  auftaute und wieder handlungsfähig war. Niemand aus ihrem großen gemeinsamen und illustren Freundeskreis hatte ihr geholfen. Bis zum heutigen Tag hat sich kein einziger von ihnen jemals wieder bei ihr gemeldet.

Ihr gestresster Chefarzt-Ehemann hingegen musste bald nie wieder, nach einer kraftraubenden OP, die lange und beschwerliche Fahrt nach Hause auf sich nehmen.

Die junge Dame ereilte bald ein ähnliches Schicksal, – an Nachfolgerinnen sollte es nicht mangeln …

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 7 – Mit größtem Bedauern aber in aller Deutlichkeit

Ihre Eltern haben sich nicht für Sie interessiert – Punkt

 

Der eine, weil er nicht konnte, denn seine neurobiologische Anatomie hat es salopp gesagt nicht hergegeben. Der andere, weil er nicht durfte. Er war und ist wahrscheinlich noch immer dem narzisstischen Teil zutiefst verpflichtet. Entleert und kraftlos. Alle Manipulation hat ihn dahin gebracht. Hätte er anders gehandelt, wäre er schwer und nachhaltig sanktioniert worden. Oft betäubt er sich mit irgendeiner Sucht. Er hat längst seine eigene Persönlichkeit dem Treiben des narzisstischen ‚Partners‘ übereignet. Wahrscheinlich waren sie und sind noch immer ein gutes Team. Er, der Schwache,  ist in der Mehrzahl aller Fälle eine sie. Das Ausmaß des Schadens, den sie konzertiert in ihrem Umfeld anrichten, bleibt jedoch fast gleich, egal, wer von beiden der Empathielose ist. Meiner Meinung nach macht es jedoch einen qualitativen Unterschied, ob der Vater oder die Mutter den narzisstisch gestörten Part einnimmt. Eine Mutter steht für Urvertrauen, für bedingungslose Zuwendung zu ihrem Kind, sie liebt es und sie kennt es und sie will nur das Beste, meistens tut sie selbstloserweise alles dafür, um bessere Lebensumstände für ihr Kind zu schaffen, als Sie selbst sie hatte. Eine narzisstische Mutter will all das aber nicht. Sie kann es nicht. Zu groß ist ihr inneres Vakuum. Sie fühlt sich gar nicht zuständig und: sie will das Beste ausschließlich für sich selbst. Es ist für sie existenziell wichtig.

Die Atmosphäre, in der ihre Kinder aufwachsen, kann man sich vorstellen. Explosivität liegt in der Luft. Nicht nur ab und zu, das wäre wohl normal. Nein, sie stellt innerhalb einer narzisstisch oder sogar antisozial geprägten Familie die Grundstimmung dar. Ein falsches Wort, ein falscher Blick oder eine einzige Unterlassung und es kippt Richtung Kritik, Entzug an Aufmerksamkeit, Bestrafung, Abbruch des Gesprächs oder Manipulation im Sinne einer Verdrehung der Tatsachen. Sind die Kinder über viele Jahre dieser speziellen Familiennorm ausgesetzt, die natürlich das Gegenteil einer glücklichen Kindheit bedeutet, haben die heranwachsenden Persönlichkeiten keine Chance

–  sich zu entfalten und sich selbst kennen zu lernen

–  frei über ihre Gefühle zu sprechen und sie im Schutz der Eltern  zu leben

–  sich emotional zu entwickeln und sich in Ruhe auf das Leben vorzubereiten

–  ihre Besonderheiten zu zeigen und sie positiv verstärkt zu bekommen

–  in stabiler Selbstgewissheit einen beruflichen Weg einzuschlagen, der auf sie zugeschnitten ist

 

Diese negativen Entwicklungen im Leben der jungen Menschen haben oft katastrophale Auswirkungen auf sämtliche ihrer späteren Lebensumstände. Ganz abgesehen von gravierenden gesundheitlichen Folgen, die eine Dauerausschüttung an Stresshormonen nachhaltig in ihren Körpern anrichtet, was ich in meinen vorhergehenden Texten schon ausführlich besprochen habe.

 

Töchter und Söhne narzisstischer Mütter

Seit ich die komplexen psychologischen Zusammenhänge narzisstischer Familiendynamiken verstanden habe, gehe ich anders durch mein Leben. Noch besonnener. Es ist den Menschen nicht anzusehen, wie stark die inneren Stimmen, die sie in ihrer Kindheit und Jugend haben verinnerlichen müssen, in ihnen arbeiten. Sie gehen über die Straßen großer Metropolen, beispielsweise Manhattans, 5th Avenue, Times Square oder drüben in Brooklyn, alles voller Menschen und jeder einzelne von ihnen trägt seine inneren Autoritäten mit sich herum, mit denen er aufgewachsen ist. Es wäre ein ohrenbetäubender Lärm und ein Durcheinander an Imperativen oder aber auch an liebevollen und ermutigenden Sätzen, würde man sie laut abspielen. In manchen Fällen möchte man ihnen diese fürchterlich zerstörenden Mantras herausoperieren, wenn das ginge. Sein Leben lang schleppt man die zutiefst unfairen, oft hinterhältig boshaften Stimmen mit sich herum. Was hat sich die Natur nur dabei gedacht? War es das Kleingedruckte und der Preis für eine Weiterentwicklung des Gehirns jenseits einfacher Reflexe und situationsgemäßer Funktionalität? Wurde es zu kompliziert?

Töchter und Söhne narzisstischer Mütter leben lange in einem ‚Fight or Flight Modus‘, sind also permanent latent angespannt. Anstatt sich selbst genau zu kennen und ihre Seele aktiv zu pflegen und zu beschützen, ‚überleben‘ sie bloß. Es wäre der Part einer psychisch gesunden Mutter gewesen, ihnen beizubringen, wie man sich schützt oder behauptet. Aber es kam nicht dazu. Dadurch, dass sie kein Urvertrauen entwickeln konnten, irren sie lange orientierungslos durch ihr Leben, sind oft verunsichert und können die auf sie einströmenden Informationen nicht einordnen. Sie sind verwundet. Ihr Intuitions- System funktioniert nicht vernünftig. Sie suchen oft noch im Alter verzweifelt nach Menschen, denen sie vertrauen können. Oft gibt es die Überproportion an Zuwendung von anderen nicht, die sie benötigten, um sich sicher zu fühlen. Die emotional Gesunden spüren intuitiv, dass ein Defizit im Raum steht, wenn die Tochter oder der Sohn einer narzisstischen Mutter aufkreuzt. Dieser Zusammenhang ist extrem gefährlich. Ein neuer, verdeckter Narzisst taucht auf und spielt dem Urvertrauen-Losen vor, er sei ernsthaft an ihm und seiner Person (an seiner so einzigartigen Person) interessiert. Schmeicheleien, Flattering, Komplimente, Geschenke, Zukunftsperspektiven und vieles mehr lassen die/ den  an emotionalem Defizit leidende/ n  Tochter oder Sohn einer narzisstischen Mutter in die Falle laufen. Und das Ganze fängt wieder von vorne an. Das geht solange, bis der Empathische das Thema verstanden und durchdrungen hat, sich erfolgreich umprogrammiert und einen Persönlichkeitsgestörten fortan schnell erkennt, – also auf narzisstisches Verhalten nicht mehr anspringt.

Ich kenne zahlreiche Fälle, in denen die Betroffenen es wirklich geschafft haben. Sie haben einen Partner gefunden, dem sie bedingungslos vertrauen können und der ihnen hilft zu heilen. Was für ein Glück.

 

 

Was bedeutet Heilung für Menschen, die unter Komplexer Post-Traumatischer Belastungsstörung leiden – verursacht durch einen oder mehrere Narzissten in ihrem Leben?

Viele von ihnen haben nicht die geringste Ahnung, was ein glückliches Leben überhaupt bedeutet. Das liegt zum großen Teil daran, dass sie ihren Life-Purpose, also ihre Bestimmung, gar nicht kennen. Eine narzisstische Mutter hat sämtliche Erfolge ihrer Kinder vereitelt, – aus einer Neid- und Konkurrenzproblematik heraus. Sie hat ihnen ihr Glück nicht gegönnt und die Kinder blieben ahnungslos, was ihre eigenen, speziellen Fähigkeiten betraf. Und dabei besitzen wir alle etwas, was wir mit Leidenschaft den ganzen Tag lang tun möchten und in dem wir immer besser und besser werden, bis wir irgendwann Spezialisten auf diesem Gebiet geworden sind. Wenn Kinder einen Weg einschlagen, der sie voll und ganz in Anspruch nimmt und sie auf eine höhere Frequenz bringt und sie glücklich macht, dann brauchen sie auf diesem Weg Unterstützung und Zuspruch. Und sie brauchen eine Perspektive.

Da das Prinzip ‚Trial and Error‘ innerhalb des Erwachsenwerdens eine große Rolle spielt, die narzisstische Mutter ihre Kinder aber nicht hat ausprobieren lassen, bleiben sie meistens unterentwickelt, was ihre individuelle Erfolgs-Biographie betrifft. Wir alle brauchen regelmäßig differenzierte Ermutigungen, wenn wir an einer Sache arbeiten. –  Ich erinnere mich gut. Als mein kleiner Sohn auf die Welt kam versuchte ich ein Erziehungs-Konzept zu entwickeln. Ich wusste von Astrid Lindgren (Sie fehlen, Frau Lindgren, und wie!), dass man ein Kind niemals zuviel lieben kann. Diese Liebe muss für ein ganzes, langes Leben reichen. Auch wenn ich sicher nicht perfekt war, was die außergewöhnliche Veranlagung meines Sohnes geradezu provoziert hat, so habe ich doch immer versucht, ihm zumindest Authentizität und Sicherheit zu bieten.

„Sie müssen sich selbst Vater und Mutter sein“, wurde mir seitens einiger Psychologen einmal geraten. Das ist schwer. Es ausschließlich aus sich selbst heraus zu schaffen, ist fast unmöglich. Einige schaffen auch das.

Heilung bedeutet, von einem bestimmten Punkt an exakt zu wissen, was man braucht, um sich in seinem eigenem Leben wohl und geborgen zu fühlen und nicht einfach nur zu funktionieren. Eigentlich hat das mit einer Verbindung zu anderen Menschen gar nicht so viel zu tun. Viele schon erwachsene Kinder narzisstischer Mütter haben in ihrem Leben nie Sicherheit gespürt. Diese Sicherheit fängt mit Autonomie, sie fängt mit Selbstbestimmung an. Kleine, ganz eigene Erfolge machen das Individuum Schritt für Schritt stolz auf sich selbst und zuversichtlich. Es sieht für sich eine Perspektive. Ein Konstrukt aus Ideen und Vorhaben, was auch immer es ist, kann umgesetzt werden. Vielleicht die Eröffnung eines eigenes, kleinen Restaurants oder eines Cafés ? Ein Philosophie-Studium und im Anschluss eine Anstellung an der Universität. Eine Weltumsegelung oder auch nur der kleine Bootsführerschein, vollkommen egal. Es spürt, dass es sich eigentlich immer schon in einem sozialen Bereich engagieren wollte. Personal-Trainer, Kunst- Studentin, freie Journalistin, im Tierheim arbeiten, Schwimmlehrer werden, einen Reise- Blog eröffnen, Schriftsteller werden … Oder fangen Sie doch damit an, Ihre eigene CD aufzunehmen ! Oder ich besuche Sie in Ihrem Bed & Breakfast im Dreiländereck Kärnten-Slowenien-Norditalien, na ?

Heilung beginnt auch dann, wenn sich aus diesen authentischen Aktivitäten heraus für Sie ein neuer Freundeskreis entwickelt, der Sie zuverlässig trägt und in allem unterstützt. Das Leben fühlt sich plötzlich ganz anders an. Sie haben auch eine ganz andere Ausstrahlung, wenn Sie endlich das tun, was immer schon zu Ihnen gehört hat. Wenn Sie endlich Ihre Sprach-Reise nach Finnland machen, – o.k., Italien wäre sicher leichter … Ihren Tauchurlaub nach Kenia oder sich bei der Kampagne zur Rettung kleiner Baby- Schildkröten auf dieser griechischen Insel engagieren, deren Name mir leider gerade nicht mehr einfällt. Kommen Sie langsam in Ihre Kraft. Wollten Sie nicht immer schon Schlagzeug lernen? Sie können eine wesentlich höhere Frequenz erreichen, wenn Sie das tun, was zu Ihnen passt und was Sie immer schon tun wollten.

Sie wissen nicht, was es ist ? Dann fahren Sie allein für ein verlängertes Wochenende in ein Wellness- Hotel in die Berge oder and die See und denken Sie intensiv nach.

 

Nachtrag:

Auf der Buchmesse in Frankfurt (2017) lernte ich eine Verlagsleiterin kennen, die angeblich jemanden suchte, der Erfahrungen im Zusammenleben mit Narzissten / Psychopathen gemacht hat. Nachdem ich ihr mein umfangreiches Material zugesandt hatte, lehnte sie ab. Das Thema sei zu komplex. Und es gäbe keinen Markt.

Natürlich gibt es einen Markt. Die Dunkelziffer ist enorm hoch. Ich weiß es.

Sprechen Sie über Ihre Erlebnisse !

 

 

 

 

 

Quelle wie immer:

A huge Thank You to Dr. Kathleen Ware, Massachussetts, USA and her youtube channel ‚Peace & Harmony‘ – you’re the inspiration

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 6 – Emotionaler Kannibalismus in Familien

Ein längst überfälliger Tabubruch:

Die Mutter aller gesunden Zweifel ist der gesunde Zweifel an der eigenen Mutter

 

‚Für das Thema gibt es keinen Markt‘, hieß es.

‚Wenn man die Dunkelziffer nicht kennt, kann man auch keine Markteinschätzung vornehmen‘, das sage ich.

Es mangelt an Klarheit was Begrifflichkeiten angeht. Jede systematische und lang andauernde Herabwürdigung eines anderen Familienmitgliedes oder Partners basiert auf narzisstischen oder antisozialen Verhaltensweisen. Dieser Umgang ist weder normal, noch gesund im Sinne einer funktionierenden Familie oder Partnerschaft.

Natürlich gibt es sogenannte Hackordnungen. In jeder Familie gibt es die. Sie werden nur mal mehr, mal weniger elegant mit den zur Verfügung stehenden kommunikativen Mitteln bezwungen. Meisten zeigen sie sich aber in groben oder subtilen Machtdemonstrationen. Solange die Familie aus einem System meist einseitiger Abhängigkeiten in Kombination mit emotionalen Verstrickungen besteht, lauern Gefahren, die viel schlimmere psychische Auswirkungen auf die Betroffenen haben, als es vielen bewusst ist und bisher bekannt war.

‚They eat their own‘, diese Beschreibung habe ich zum ersten Mal im Zusammenhang mit den Arbeiten des amerikanischen Familientherapeuten Jerry Wise gelesen. Dysfunktionale Familien verdauen sich selbst. Statt ihre Kinder zu starken und widerstandsfähigen Persönlichkeiten heranreifen zu lassen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen, sabotieren sie sie. Oder der Ehemann degradiert systematisch seine Frau. Oder sie manipuliert ihn. Familienangehörige ohne Empathie machen sich über Familienangehörige mit Empathie her, in der Absicht, sie für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen. Warum das so ist, habe ich in meinen vorherigen Texten ausführlich beschrieben.

Das Ergebnis kennen wir: nie erfahrene authentische und bedingungslose Liebe führt zu einem gefährlichen Defizit in der Persönlichkeitsentwicklung des jeweiligen Individuums. Und das wiederum führt bei ihm nachhaltig zu einer Konzeptlosigkeit in vielen verschiedenen Lebensbereichen. Vor allem aber zeigt sich ein Mangel an gesunder Beziehungsfähigkeit desjenigen.

 

 

Schützen Sie sich im Zusammensein mit anderen

  1. akzeptieren Sie keine Grenzüberschreitungen, nicht die geringste
  2.  drücken Sie angstfrei Ihre Bedürfnisse aus
  3.  achten Sie auf Balance in Geben und Nehmen
  4.  nehmen Sie sich genügend Zeit für Ihre Entscheidungen
  5.  ziehen Sie sich immer einmal wieder zurück und sammeln Sie Kraft
  6.  werden Sie nicht impulsiv, – entscheiden Sie aus einer Ruhe heraus
  7.  fragen Sie sofort nach, wenn Sie sich missverstanden fühlen oder die Kommunikation unklar wird
  8.  setzen Sie sich zusammen und schreiben Sie Regeln auf
  9. Sie müssen sich Liebe nicht erkaufen, geben Sie nicht zuviel von sich
  10. vertrauen Sie nicht zu schnell, – was sind die wahren Motive ?
  11. sagen Sie deutlich den Satz „so denke ich nicht – ich bin anders“ wenn nötig
  12. besinnen Sie sich auf Ihre Qualitäten, das gibt Ihnen Stärke
  13. beobachten Sie die Situation bevor Sie etwas sagen
  14. erkennen Sie die Muster einer manipulativen Kommunikation so schnell, wie möglich
  15. in diesem Zusammenhang: ziehen Sie in Erwägung, dass man Ihnen eventuell nicht die Wahrheit sagt und das in einem freundlich lächelnden Ton
  16. verlassen Sie eine für Sie destruktive Situation so schnell wie möglich
  17. achten Sie auf Ihren Alkoholkonsum
  18. akzeptieren Sie niemals, dass man über Sie hinweg geht
  19. lassen Sie sich nicht einspannen, – es ist Ihre Zeit, Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Geld, Ihre Energie und vieles andere mehr
  20. Sie können für sich selbst sprechen, niemand anderes sollte das tun
  21. womit kommen Sie zu mehr Kraft? Durch Ihre Lieblingsmusik, ihre Lieblingsvideos, durch intellektuelle Aufgaben – nutzen Sie diese Möglichkeiten
  22. beseitigen Sie ein mögliches Chaos um sich herum – pflegen Sie Ihren eigenen Bereich
  23. nehmen Sie Ihre Intuitionen ernst, auch wenn Sie sie noch nicht präzise bestimmen können, – ein ungutes Gefühl hat seinen Grund
  24. niemand hat das Recht, Sie in eine Hierarchie zu drücken – warum sollten Sie das zulassen ?

Werden Sie autonom und schöpfen Sie Energie und Glück aus Ihren eigenen Erfolgen, seien diese auch noch so klein. Es ist nur der Anfang eines freien und atmenden, neuen Lebens.

Ich wünsche Ihnen Fröhliche Weihnachten, ein für Sie glückliches, erfolgreiches Jahr 2018 und alles Gute!

Quelle: Dr. Kathleen Ware, USA, MA (peace and harmony),  Jerry Wise Relationship Coach, USA/ Richard Grannon UK , spartanlifecoach.com – all available on youtube

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 5 – Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Verdeckte Manipulation oder Social Engineering – Warum das Umfeld eines Betroffenen den emotionalen Missbrauch nicht bemerkt

 

Die Verletzbarkeiten innerhalb der Psyche einer jeden Person sind natürlich so individuell wie ihr Fingerabdruck, wie ihr Charakter selbst und normalerweise eine höchst private Angelegenheit. Verwundbarkeiten entstehen zum größten Teil in der Kindheit, wie jeder weiß. Empfindlichste Punkte der eigenen Seele gehen neben physischer Gewalt auch auf frühe seelische Verletzungen zurück, wie zum Beispiel auf massive Grenzüberschreitungen, Vernachlässigungen, destruktive Kritik oder Beschämungen seitens einer anderen Person. Meistens handelt es sich dabei um dem Kind emotional nahestehende und ältere Familienmitglieder. Das alles ist soweit bekannt.

Seit John Bradshaw’s Buch „Healing the Shame that Binds You“ (Erstveröffentlichung 1988), hat der Begriff Scham eine neue und viele Therapie- Möglichkeiten eröffnende Dimension erfahren. Die früher eher begrenzte Interpretation von „sich schämen“ tritt in den Hintergrund. Man dachte bei dem Appell „schäm dich“ spontan an dieses Bild: ein Kind hatte sich in die dunkelste Ecke des Raumes zu stellen und sich gesenkten Hauptes seiner Untaten bewusst zu sein. Nach quälender Ungewissheit ob der noch folgenden Strafen, stand das arme Kind dann für eine ungewisse Zeit in besagter Ecke und schämte sich. Diese Szene ist in Bradshaw’s Buch nicht gemeint. Er bezieht sich auf ungelebte Facetten der eigenen Persönlichkeit.

 

Misserfolge während einer lebenslang andauernden Identitätsfindung

Ungelebte Anteile der Persönlichkeit sind es deshalb, weil das Individuum sich für seine Besonderheiten und einige seiner individuellen Merkmale schämt und sie deshalb nicht zeigt. Allein die Nichtbeachtung dieser individuellen Charakteristika seines Selbst, durch die Erziehungsberechtigten, kann bei dem Individuum zu einer Form von Scham oder sogar Selbstverleugnung führen. Manchmal, viel später, arbeitet es sich in diese unbekannten Gebiete vor, sieht sich aber dauernd um oder blickt von rechts nach links und zurück, weil es sich einbildet, für sein Ich ständig um eine Art Erlaubnis fragen zu müssen …

Die Scham, die uns bindet, ist tatsächlich die Basis allen Übels. Durch sie findet das Individuum im eigenen Leben nie zu seinem authentischen Selbst und durch sie kann es sich auch nicht adäquat schützen. Für eine erfüllende, erfolgreiche und gesunde Gestaltung der Lebenszeit ist Authentizität aber von essentieller Bedeutung. Scham kann sich auch auf andere, subtilere Art und Weise entwickeln. Sie muss nicht zwangsläufig etwas mit aggressivem Verhalten einer hierarchisch höher gestellten Person zu tun haben. Sowohl Ignoranz, als auch die freundliche, aber konsequente Nichterfüllung der Wünsche des Individuums sorgen dafür, dass es irgendwann denkt, es stehe ihm nichts zu. Es schämt sich sogar für sie. Oder sein Verhalten sei es nicht wert, beachtet zu werden. Oder seine Beiträge seien prinzipiell in jeder Art von Forum irrelevant. Oder es sei nicht liebenswert, da sein eigenes Wohl niemals im Vordergrund steht. Immer nur das der anderen.  Irgendwann, im Laufe der Zeit, stellt das Individuum seine Individualität ein. Es wurde nicht gespiegelt und seine Person wurde in ihrer Besonderheit von seinem engsten Umfeld nicht ‚gefeiert und umarmt‘. Seine Beiträge wurden nicht wertgeschätzt. Das Individuum resigniert. Es wird sich in der Folge nicht mehr trauen, sein authentisches Ich zu zeigen. Und hier liegt ein gravierendes Problem, vor allem im Bezug auf eine Disposition, niemals für sein ‚Selbst‘ kämpfen, – sich nicht nach außen darstellen zu können. Statt dessen kompensieren Betroffene dieses  Defizit oft mit sogenannter Selfmedication, was zum Beispiel Rauchen, erhöhten Alkoholkonsum, Essstörungen und andere höchst schädliche, selbstsabotierende Verhaltensweisen einschließt.

Zusammengefasst könnte man vielleicht konstatieren: „Alle seitens der Erziehungsverantwortlichen nicht wahrgenommenen und kommunizierten Charakteristika eines Kindes, werden von ihm selbst ebenfalls nicht bewusst wahrgenommen und als individuelle Persönlichkeitsmerkmale integriert. Erst wenn es in der Lage ist über sich zu reflektieren, kann es u. U. durch aktive Bewusstwerdung dieses Defizit ausfüllen.“

 

Was hat die Scham der Zielperson mit destruktivem Verhalten von pathologischen Narzissten zu tun?

Ein Beispiel anhand einer Paar-Beziehung: in dem Moment, in dem eine narzisstisch gestörte Person die vermeintlichen Schwachstellen (schambesetzte Persönlichkeits-Anteile) des anderen Individuums herausgefunden hat, wird es gefährlich. Während sich das gesunde Individuum emotional immer mehr an die narzisstisch gestörte Person bindet und Bindungshormone in Kombination mit Stresshormonen eine immer größere, abhängig machende Rolle spielen, plant der Gestörte langsam den gezielten Einsatz subtiler Kritik, um sein Gegenüber zu verunsichern und zu destabilisieren, – wie immer geht es dabei um Machterhaltung. Er kennt inzwischen seine Zielperson genau und weiß präzise, an welchen Stellen sie verletzbar ist. Noch hält er sein Wissen unter Verschluss. Glaubt er zunehmend, sich der Zielperson sicher zu sein und sie an sich gebunden zu haben, fängt er an, sie zu demontieren. Die Zielperson versteht nicht, was passiert, ist schwer irritiert oder sogar geschockt. Sie will nur eines, sie möchte den glücklichen und leichten Zustand ihrer Beziehung wieder herstellen, verdrängt die negative Erfahrung und passt sich weiter an die narzisstischen Ansprüche an.

Die Anstrengungen dafür werden immer größer, der Unterlegene ist zunehmend erschöpft. Er tut unbewusst alles, was den Narzissten vermeintlich zufrieden stellt, statt couragiert und offen die Wahrheit zu sagen und die irritierenden Momente offen anzusprechen. Seine  Scham verhindert, dass sich die Zielperson aus der Deckung wagt und kämpft. „Es stimmt bestimmt, was Person A, B oder C über mich denkt, – ich kann es eben nicht.“ (Selbstsabotage) Statt zu sich und seiner einzigartigen Besonderheit zu stehen, zeigt die unterlegene Person deutliches Unterwerfungsverhalten. Nur zur Erinnerung: der pathologische Narzisst lebt von den hierarchischen Verhältnissen, die er selbst herstellt und steuert. Ist er nicht „Hierarchie-geber“ und derjenige, der andere unter sich einsortiert, fühlt er sich schlecht, kraftlos, er ärgert sich, wird wütend und denkt sich Intrigen aus.

 

Entwicklung

Man stelle sich nun vor, die geprüfte Zielperson hatte es (als Kind) in ihrer Ursprungsfamilie zunächst noch gewagt, am Tisch ihre Meinung oder auch einfach nur die Wahrheit zu sagen und vielleicht sogar kritische Bemerkungen zu machen. Wurde sie darin nicht bestärkt oder sogar zurecht gewiesen, wird sie sich im Laufe der Zeit für ihr Verhalten geschämt und, um sich zu schützen, auf ihre Klarheit verzichtet haben. Genauso sieht es mit Wünschen aus, die sie hatte. Wenn sich bedeutsame Perspektiven (beispielsweise Ausbildungspräferenzen) für das Individuum nie erfüllen, dann hält es diesen Sachverhalt irgendwann für normal und unkorrigierbar. Es glaubt, dass ihm nichts zusteht in seinem Leben und es wird irgendwann keine Wünsche mehr äußern. Es entwickelt sich Resignation als Anpassungsstrategie. Aus einem facettenreichen, mutigen, neugierigen, kraftvollen und einzigartig besonderen kleinen Menschen ist ein angepasstes Etwas geworden. Jemand, der sich bis zur Unkenntlichkeit verändert hat, damit er keine Widerstände mehr erleben muss und nicht weiterhin beschämt wird.

Pathologische Narzissten haben höchst feine Antennen für genau diejenigen Personen, die mit ihrer Aura schon ausdrücken, im Laufe ihres Lebens Anpassung als Überlebensstrategie entwickelt zu haben. Ich möchte an dieser Stelle bitte nicht falsch verstanden werden, – krankhafte Narzissten ernähren sich und profitieren liebend gern gerade von der überschäumenden Energie interessanter Ziel-Persönlichkeiten. Aber sie spüren durch diese Energie und durch das Überschäumende hindurch eine besondere Verletzlichkeit, eine Grundehrlichkeit, eine extreme Gewissenhaftigkeit, die sie sich zunutze machen könnten. Haben sie ihr potenzielles Opfer erst einmal entdeckt, werden sie ihren prüfenden, durchdringenden Blick so lange nicht von ihm lassen, bevor sie die vermutete Verletzlichkeit verifiziert haben. Das kann unter Umständen sogar einige Jahre dauern.

Nehmen wir einmal an, diese schambesetzten Anteile in der Persönlichkeit des Opfers hatten sich bestätigt, der pathologische Narzisst und seine Zielperson sind eine enge Verbindung eingegangen und leben sogar schon einige Jahre zusammen, ohne dass sowohl der unterlegenen Person, als auch der Öffentlichkeit aufgefallen ist, welche Mechanismen (Social Engineering) innerhalb dieser Beziehung greifen. Nehmen wir an, die unterlegene Person hat sich in ihr Schicksal gefügt und sich resignierend damit abgefunden, dass sie lieber keinen Streit aufkommen lässt, da sie sowieso immer unterlegen bleibt. Die Unterordnung ist ihr von früher nur allzu bekannt. Vielleicht denkt die unterlegene Person auch mittlerweile schon jahrzehntelang, dass ihr krankhaft narzisstisches Gegenüber einfach nur dominant ist, exzentrisch und aufgrund einer besonderen beruflichen Qualifikation eben in Hierarchie-Schemata denkt.  Der Unterlegene nimmt es in Kauf und fällt in frühe Muster zurück, – als Zugeständnis an die vermeintliche Liebe. (Er weiß ja nicht, was bedingungslose Liebe bedeutet) Vielleicht bewundert er sein narzisstisches Gegenüber auch für seine Fähigkeiten und schämt sich weiterhin für die eigenen. Er hat schließlich noch nie viel von sich selbst gehalten, respektive halten dürfen.

 

Gesellschaftliche Zusammenkünfte

Angenommen der pathologische Narzisst und seine co-abhängige Lebensperson feiern in großer Gesellschaft ein Ereignis. Alle sitzen an langen, opulent gedeckten und dekorierten Tafeln. Gläser klirren und Geschirr klappert. Jeder Gast und jedes Familienmitglied hat, was die eigene Aufmachung angeht, das Maximum aus sich herausgeholt. Wichtige Gäste sitzen sich gegenüber und unterhalten sich angeregt. Die Gastgeberin hat versucht, dem Perfektionsanspruch ihres narzisstischen Mannes gerecht zu werden, was extrem anstrengend war. Seine Erwartungen an sie sind überzogen hoch. Sie erwartet zumindest eine kleine Anerkennung. Dieses Mal wird sie sie doch bestimmt bekommen. Dieses Mal, da ist sie sich ganz sicher und lächelt freundlich in die Runde. Sie hat sich doch so sehr bemüht. Von ihren verzeifelten Hoffnungen auf ein anerkennendes Lob ihres Mannes bekommen die Gäste nichts mit. Im Gegenteil. Die Gäste zweifeln nicht einen Moment daran, dass der verdeckt narzisstische, charismatische und beruflich erfolgreiche Hausherr seine Frau nicht anerkennend behandeln würde. So souverän, wie er ist. Sie wissen natürlich nichts von dem eigentlichen Missverhältnis der beiden zueinander, das sich ausschließlich hinter verschlossenen Türen abspielt. Zeugen gibt es so gut wie nie.

Sie wartet aber auch an diesem Abend vergeblich auf eine einfühlsame, persönliche Anerkennung von ihm. Vor den Gästen gibt er sich galant. Aber in dem Moment, in dem sich beide kurz in der Küche treffen, platziert er sein spitzes, treffsicheres „bitte lach‘ nicht so laut, das wirkt so ordinär“ oder „der Weißwein ist einen Tick zu warm, wie oft habe ich Dir schon gesagt, Du musst ihn früher kalt stellen,- das scheinst Du nicht zu verstehen“ oder „bitte unterhalte Dich nicht so lange mit Prof. Schwarz, – ich möchte nicht, dass er sich langweilt.“ Seine Frau implodiert förmlich, – sie fühlt kaum noch etwas und sie schämt sich zutiefst. Warum macht er das? Kann er sich nicht vorstellen, wie sehr er sie verletzt? Kurz zur Erinnerung: die sadistische Behandlung des empathischen Partners bereitet dem Narzissten einen Höchstgenuss an Überlegenheitsgefühlen. Selbstverständlich könnte die Rollenverteilung auch andersherum sein und er soll nicht laut lachen, den Wein endlich kalt genug servieren oder sich möglichst nicht zu lange mit Frau Prof. Schwarz unterhalten. Sie könnte sich langweilen. Die Gastgeberin/ der Gastgeber hingegen wird von allen bewundert, sobald sie/ er wieder strahlend aus der Küchentür tritt.

Gehen wir noch einen Schritt weiter und stellen uns vor, die unterlegene Person würde ihren pathogischen Narzissten am nächsten Tag doch zur Rede stellen, ihn vielleicht zunächst nur fragen, warum er sie so verletzt habe, wären zwei der vielen möglichen narzisstischen Reaktionen das Silent Treatment, Bestrafung durch Verweigerung der Kommunikation oder das Gaslighting, der unterlegen Person wird unterstellt, sie leide an Wahrnehmungsstörungen und solle sich daraufhin einmal untersuchen lassen. Die co-dependente Person zweifelt daraufhin noch mehr an sich. Es handelt sich hierbei um eine gefährliche, dramatische Abwärtsspirale.

Die von mir genannten Beispiele sind noch sehr harmlos angesichts dessen, was sich Pathologische Narzissten systematischerweise an gezielten Herabsetzungen ihrer „Supply-Personen“ ausdenken.

 

Das Umfeld registriert den Missbrauch selten. Wenn es Widersprüche bemerkt, kann es sie selten einordnen. Noch wird über die Problematik viel zu selten berichtet. Auch fehlen in Deutschland die adäquaten Vokabeln für zum Beispiel Social Engineering etc.  Immernoch behauptet die Mehrzahl der Mediziner, Psychologen und Vertreter der Medien, es handele sich lediglich um Einzelschicksale. Nur eine breite Aufklärung wird dazu beitragen, dass Berichte der Betroffenen zukünftig ernst genommen werden und sich die Medizin dieses gesellschaftspsychologischen Themas annimmt. Inzwischen existiert eine US-Amerikanische Langzeit- Studie über die gesundheitlichen Konsequenzen emotionalen Missbrauchs, Vernachlässigung u.a. destabililierende, innerfamiliäre Faktoren für Kinder, der daraus resultierenden Dauerausschüttung an Stresshormonen und ein in der Folge nachhaltig signifikant geschwächtes Immunsystem bei den inzwischen  erwachsenen Probanden. Quelle: Dr. Nadine Burke Harris (Adverse Childhood Experiences and Toxic Stress – the harmful effects to health later in life, 2011). Hätte es die Ergebnisse der ACE Studie schon früher gegeben, hätten Jugend- und Sozialämter sicher in zahlreicheren Fällen die Alternative der Pflegefamilie in Erwägung gezogen.

 

Wenn die despektierliche Verhaltensweise des pathologischen Narzissten über viele Jahre anhält und die Verachtung sich sogar noch steigert, dann kann man sich vorstellen, welche Auswirkungen das auf die unterlegene Person hat. Sie wird immer kleiner, unsicherer und hält irgendwann überhaupt nichts mehr von sich selbst. Immernoch merkt das Umfeld wenig. Es kann viele Gründe haben, warum es Frau oder Herrn XY so schlecht geht. Dass es an jahrelangem emotionalen Missbrauch liegen könnte, darauf kommt das Umfeld selten. Selbst wenn der Unterlegene eine Sucht entwickelt oder auf andere Art schwer erkrankt, abmagert oder extrem an Gewicht zunimmt, immer mehr raucht (Self-Medication) oder sich vielleicht sogar das Leben nimmt, selbst dann existiert seitens der Öffentlichkeit und des Gesundheitssystems (noch) kein Bewusstsein darüber, dass es an systematischer Degradierung und an schwerem emotionalen Missbrauch seitens eines Persönlichkeitsgestörten gelegen haben könnte.


Bewusstsein entwickeln

Es ist nicht normal, weder in einer Ursprungsfamilie, noch innerhalb einer partnerschaftlichen Beziehung, weder innerhalb von Firmen noch innerhalb politischer Systeme, dass ein Part den anderen missachtet und degradiert. Das Argument, dass der unterlegene Teil sich eben wehren müsse, greift nicht, denn der ausbeuterische Part geht so gerissen und verdeckt vor, – die Methoden sind äußerst unterschiedlich, schwer zu identifizieren und zielen auf die oben genannte Scham derjenigen ab, die sich gezwungenermaßen von Anfang an für ihre Individualität schämen und sie verstecken mussten. Diese Menschen haben nicht die Möglichkeit, sich zu wehren. Sie konnten es nie lernen. Sie wissen nicht genug über sich. Sie kennen ihre Stärken nicht und das, was ihnen in ihrem Leben eigentlich zustände, nämlich Anerkennung, Zuspruch und Wertschätzung. Von Anfang an.

Ich verweise hier besonders auf die UN-Kinderrechtskonvention. Sie wurde 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Details findet man unter http://www.kinderrechte.de

 

Disclaimer

Wie unter allen meinen Texten weise ich dringend darauf hin, dass ich keine Ärztin, Psychologin oder Therapeutin bin. Was ich in meinem Blog versuche, ist eine breite Bewusstmachung für Social Engineering herzustellen. Es gibt Menschen, die berechnend und wie programmierte Maschinen handeln, und zwar außerhalb von Netflix Serien oder auf Amazon. Es gibt sie wirklich. Sie sind überall. Es handelt sich im Prinzip um den klassischen Konflikt zwischen Gut und Böse, dem, was uns sonst nur als Abstraktion in Filmen und im Theater begegnet, das denken wir. Aber es existiert und wirkt reell, es fällt uns nur zu selten auf.  – Die meisten betroffenen Opfer können sich ihre Probleme nicht erklären oder sie nicht genau benennen, zu undurchsichtig ist das Geschehen. Auch ihre diffusen Gefühle können sie nicht artikulieren. Emotionaler Missbrauch kommt in sehr vielen Familien vor. Durch meine Analyse und mit meinem  Erfahrungsvorsprung möchte ich helfen und alle diejenigen unterstützen, die Opfer emotionalen Missbrauchs geworden sind. Bitte wenden Sie sich an spezialisierte Ärzte und Psychologen, was zugegebenermaßen in Deutschland schwierig ist. Im Vergleich zu USA ist hier das verheerende Ausmaß, das in unzähligen individuellen Fällen auf zerstörerisches, ausbeuterisches Verhalten von Narzissten zurückzuführen ist, nicht transparent genug und es spielt innerhalb des Gesundheitssystems kaum eine Rolle. Dazu müssten die Opfer selbst öfter und differenzierter berichten, was selten stattfindet, da sie die Manipulationen nicht durchschauen oder sich immernoch selbst die Schuld für ihre Lebensumstände geben (Selbstsabotage). Sogar Psychologen scheinen oft nicht aufgeklärt zu sein oder wissen einfach nicht genug über die Verbreitung und Brisanz dieser speziellen Art des Missbrauchs. Ich prognostiziere allerdings, dass sich die Situation in den nächsten Jahren grundlegend ändern wird. Wie immer an dieser Stelle verweise ich auf den professionellen, englischsprachigen youtube Kanal der US- amerikanischen Ärztin Dr. Kathleen Ware. Sie referiert in mittlerweile über 1600 videos, in beeindruckend unterhaltsamer und verständlicher Art und Weise, zu sämtlichen Details und Zusammenhängen dieses Themas. Zusätzlich bietet sie substanzielle Unterstützung in individuellen Fällen an.

 

Schlagworte:   Toxic Shame – Social Engineering – CPTSD – Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung – Kinderrechte – Character Disorder – Viktimologie – Emotional Abuse – Narcissistic Supply – Self Sabotage – Flying Monkeys  – Exaggerated Sense of Selfimportance combined with a Lack of Empathy – Narzissmus – Smear Campaign – Emotionaler Missbrauch – Psychopath – Cluster B Persönlichkeitsstörungen – Narzisstischer Partner – Narzisstische Mutter – Narzisstischer Vater – Self Medication (Rauchen, Alkoholabusus, Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Binge – Eating, Bulimie, Anorexia, exzessiver Sport, Workoholismus, Pornographieabhängigkeit, Junk-Food – Abhängigkeit, Internetabhängigkeit etc. ) – Erfolglosigkeit trotz immenser Anstrengungen – Niedergeschlagenheit – Depression – Suizidgedanken – Unterlegenheitsverhalten – Unfähigkeit,  rationale Entscheidungen zu treffen – Overspending – Spielsucht – Planlosigkeit – Konzentrationsprobleme – Angststörung – Panikattacken – Pathologische Lügen – Silent Treatment – Gaslighting – Burn- Out – Carreer Sabotage – Sabotage der Karriere – Verdeckter Narzissmus – Social Anxiety – Soziale Angst – Isolation – Jugendamt

 

Quellen:

A huge THANK YOU to Dr. Ware, US-MA
youtube channel ‚peace and harmony‘
more than 1600 videos about narcissism/ psychopathie (anti-social personality disorder)- in general: Cluster B PDs

 

Zur oben genannten ACE Studie zu „Adverse Childhood Experiences and Consequences on … „:

http://posttraumatische-belastungsstoerung.com/ace-studie-adverse-childhood-experiences

https://www.traumaundgewalt.de/article/tg_2007_02_0018-0032_0018_01

 

Sehr scharf dargestellte innerfamiliäre Zusammenhänge von Jerry Wise, wie z.B. „innerfamiliärer, emotionaler Kannibalismus“ :

http://jerrywiserelationshipsystems.com/

 

Also a huge THANK YOU to Mr. Richard Grannon

http://www.spartanlifecoach.com

 

Die oben genannten Personen und ihre Verhaltensbeispiele sind fiktiv. Ich selbst habe anders gelagerte Erfahrungen mit narzisstischen Persönlichkeiten gemacht, beziehe aber mein Wissen aus zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen oder ihren Angehörigen. Vor ungefähr zehn Jahren habe ich angefangen zum Thema Narzissmus/ Anti- Soziale Persönlichkeitsstörung zu recherchieren.

Wenn Sie mir Ihre Geschichte erzählen möchten, die dann selbstverständlich höchst diskret behandelt wird, dann kontaktieren Sie mich bitte. Sie könnten helfen, dieses bisher weitgehend unangetastete Thema in Deutschland in seiner Relevanz zum Vorschein zu bringen.  Eventuell ist es sogar möglich, eine Dokumentation zu drehen. Je mehr Betroffene sprechen, desto höher ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, seitens des Gesundheitssystems und der Medien ernst genommen zu werden. Ich würde mich sehr freuen.