Maligner Narzissmus – Malignant Narcissism – Pervers Narcissime – Narcisismo Pervertido – Google Translater available at the end of each article you clicked on – Traducteur Google disponible à la fin de chaque article sur lequel vous avez cliqué – Google Tradutor disponível no final de cada artigo clicado
Diese Reihe an Texten wird für viele betroffene Leser schwer zu ertragen sein – der Prozess der Akzeptanz ist hochgradig schmerzhaft. Haben Sie das Konzept aber erst verstanden und verinnerlicht, wartet ‚The New Normal‘ auf Sie, – Ihr eigentliches Leben voller neuer Möglichkeiten
Ein Bericht
Ich werde hier so kompakt und klar umrissen wie möglich die oben genannte Problematik beschreiben. Auch für mich ist das Thema hoch emotional. Nur aufgrund des Verarbeitungsvorsprunges, den ich im letzten Jahr durch eine mehrmonatige Abkehr von der Zivilisation bewusst herbeigeführt habe, kann ich jetzt so rational und für Sie in Hochauflösung von diesem unausgesprochenen und gesellschafts-beeinflussenden Krankheitsbild pathologisch verdeckt narzisstischer Frauen erzählen.
Für viele von Ihnen wird wahrscheinlich eine Welt zusammenbrechen. Aber während des darauf folgenden Emanzipationsprozesses werden Sie mehr und mehr die ganze Fülle Ihrer Persönlichkeit erleben, wie sich Ihre Talente herausbilden und welche Erfolge in Ihrem Leben überhaupt möglich sein können. Sie werden erstaunt sein, was passiert, wenn Sie endlich damit aufhören, sich anderen gegenüber reflexartig in eine untergeordnete Position zu begeben. Erst nach der äußerst schmerzvollen und beschämenden Erkenntnis, nur ein losgelöstes, manipulierbares Objekt innerhalb des Regimes Ihrer Mutter gewesen zu sein, werden Sie langsam Ihr wertvolles Selbst kennen lernen. Es geht um Sie. Vielleicht zum ersten Mal.
Zwei Kategorien – Verabschieden Sie sich innerhalb der zweiten Kategorie von dem Mutter-Begriff, so wie Sie ihn bis jetzt immer verwendet haben
Die liebesfähige Mutter
Es gibt genau zwei Kategorien von Frauen mit Kindern. Die einen lieben ihre Töchter und Söhne, so wie die Natur es programmiert hat, und haben von Anfang an eine enge Bindung zu ihnen. Sie verhalten sich selbstlos, beobachten, unterstützen, geben Sicherheit, halten Rückschläge aller Art aus und bleiben souverän. Sie lieben und feiern ihre Kinder und würden alles für sie tun. Diese Mütter erleben kein Neid- und Konkurrenzgefühl gegenüber ihren heranreifenden Töchtern, gönnen ihren Kindern Überlegenheiten und sind, im Gegenteil, stolz auf deren charakterliche Besonderheiten und ihr Potenzial. Sie kennen ihre Söhne genau, wissen um deren Empfindlichkeiten und lieben ihre Töchter sogar für alles, was sie an Drama und Chaos verbreiten. Sie versuchen jeden Tag neu das Innenleben ihrer Töchter und Söhne zu verstehen, empathisch nachzuvollziehen und respektieren die Unterschiede zu sich selbst.
Souverän liebende Mütter projezieren nicht. Sie bewahren Haltung und zeigen Stärke und ihre Kinder wissen, dass sie ihnen glauben, vertrauen und sich an ihnen orientieren können. Es ist für sie eine Selbstverständlichkeit, ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zukommen zu lassen, auch wenn sie sich selbst deshalb materiell zurücknehmen müssten. Hätten sie keine materiellen Mittel zur Verfügung, unterstützten sie, vollkommen selbstverständlich, ihre Kinder moralisch und mit allem, was es den Töchtern und Söhnen erleichterte, ihren individuellen, beruflichen Weg zu gehen.
Im Idealfall geben diese Mütter ihren Kindern ein Konzept mit, eine Idee von der Welt, so wie sie auf die jungen Erwachsenen zukommt, wenn sie das Haus verlassen. Allein um die Kinder nachhaltig vor möglichst vielen Eventualitäten zu schützen. Sie wissen, dass die Energie, die sie in sanfter und liebender Haltung ihren Kindern entgegenbringen, am Ende ihres eigenen Lebens zu ihnen zurück kommt.
Grundvoraussetzung: für alle diese mütterlichen Eigenschaften müssen diese Frauen eine intakte Empathiefähigkeit besitzen. Das ist entscheidend. Die narzisstische, bindungsunfähige Mutter verfügt darüber nicht. Ihre Gehirnanatomie, genauer, ihre neuronalen Verlinkungen ermöglichen es nicht, Empathie, Gefühle wie bedingungslose Liebe und eine auf die Individualität des Kindes ausgerichtete Fürsorge sowie ein Gewissen zu entwickeln. (Quelle: Charité Berlin: Veränderte Anatomie des Gehirns bei pathologischen Narzissten.2013)
Die pathologisch narzisstische Mutter
“Sie können es nicht, sie sind dazu nicht in der Lage“, so die Aussagen von Psychologen über Frauen, die aus oben genannten Gründen keine authentische Bindung zu ihren Kindern entwickeln.
Und jetzt kommt die entscheidende Stelle für alle Betroffenen: wüssten sie von Anfang an, dass es so ist, könnten sie oder andere Familienmitglieder für sie handeln. Wohl dem, der Alternativen hatte. In unserem christlich geprägten Kulturkreis hat den Eltern, speziell den Müttern, Respekt entgegengebracht zu werden. Alle gehen vom Normalfall aus. Nämlich, dass die Mutter ebenso ihre Kinder respektiert.
Und verhielte sich eine Mutter offen narzisstisch, könnte ebenfalls präventiv gehandelt werden. Der verdeckte, maligne Narzissmus allerdings lässt zunächst von außen nichts Ungewöhnliches erkennen. So ist es beabsichtigt. Erst im Laufe der Jahre, innerhalb der Biographien der Kinder oder des Ehemannes, finden sich merkwürdige Stagnationen oder Brüche, für die es zunächst keine Erklärungen gibt. Es entwickeln sich unter anderem psychische Auffälligkeiten, Süchte oder körperliche Beschwerden durch hartnäckig Verdrängtes. Ich möchte im Folgenden gern näher auf die Methoden dieser Frauen eingehen und in einem weiteren Artikel dann auf die CPTSD, – die ‚Complex Posttraumatic Stress Disorder’ oder Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung als mögliche Konsequenz verdeckten emotionalen Missbrauchs (innerhalb toxischer Familien-Atmoshären) durch pathologische Narzisstinnen näher erklären. Im Anschluss daran zeige ich Ihnen Ihre neuen Perspektiven auf.
Erste Strategien und Methoden (Beispiele)
Eigentlich sollte ich froh sein (Ironie), hätte ich einen Lehrstuhl in Psychologie, Medizin oder ginge ich einer anderen akademischen Tätigkeit nach, hätte ich niemals so viele Frauen getroffen, die mir von den Neid- und Konkurrenz-Exzessen ihrer Mütter erzählen. Es würden sich jetzt nicht Lebensgeschichten auf meinem Schreibtisch stapeln, in denen es beispielsweise heißt: „Zu erkennen, was für ein Spiel die eigene Mutter mit einem selber und mit der Umgebung getrieben hat, ist wie in einem Thriller. Wie in einem Psycho-Thriller, wo man als Zuschauer in einer entscheidenden Szene merkt: Moment mal, hier stimmt etwas nicht. Der Gute ist gar nicht der Gute..alles ist ganz anders, als ich erwartet hatte“.
Ich würde ein langweilig erfolgreiches (wieder Ironie, vorsichtshalber) Leben führen, so wie es mein genetisches Potenzial eigentlich vorgesehen hatte, aber es sollte anders kommen. Am Tag meiner Abiturzeugnis-Ausgabe hieß es:
“so, wir haben hier eine Lehrstelle als … für dich bei … arrangiert und wenn dir das nicht passt, dann kannst du ja deine Koffer packen“.
Den Koffer gepackt habe ich erst 33 Jahre später, um mich in der Stille der norwegischen Natur zu fragen, was eigentlich damals passiert ist. Und ich habe es geschafft. Ich habe unter Zurhilfenahme einiger us-amerikanischer, zwei britischer und einer isrealischen Quelle das ganze Ausmaß dessen, was damals passiert ist, zu 100% durchdrungen und verstanden.
Im Sog des Familien-Narrativs
Ich blickte damals, 1984, auf meine 15 Punkte in Biologie, dachte an alle meine Artikel, die ich für einen Ableger unserer Tageszeitung geschrieben hatte und verstand die Welt nicht mehr. Ich war vollkommen perplex. Was, um Himmels Willen, war passiert? Sie hatten mich eiskalt erwischt.
Manipuliert, wie ich es zu dem Zeitpunkt war, machte ich diese gruselige Ausbildung bei einem ziemlich autoritären Chef. Ich zog sie durch. Drei lange Jahre lang. Bis zum Magengeschwür. Denn „man bricht grundsätzlich nicht ab, was man angefangen hat“. Ich erinnere an die Textreihe, die ich vor ein paar Monaten über Kommunikationsstrategien von Narzissten schrieb. Ein Argument aus einer logischen Konstruktion wird extrahiert und in einen komplett anderen Zusammenhang gesetzt. Alles hört sich von außen nachvollziehbar an. Die wesentlichen Aspekte, die zu einer authentischen Entscheidungsfindung führen würden, werden seitens des Narzissten vorsätzlich vernachlässigt. Ich werde in der Folge noch deutlichere Beispiele geben.
Ja, durchaus, man darf eine Ausbildung abbrechen, wenn das persönliche Unglück über diese Situation sich in Krankheiten niederschlägt, sage ich heute. Wie brutal diese Grenzverletzung, – wie wenig wehrhaft ich doch war. Ich bitte um Verständnis, aber niemand außerhalb kann sich vorstellen, wie subordiniert es im Inneren eines toxischen Haushaltes abzulaufen hat. Was wirklich dahintersteckte, war die gesetzliche Verpflichtung der Eltern, dem Kind eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Für ein Studium sei kein Geld vorhanden, hieß es. Mein Vater war selbständig, ich bin das einzige Kind und die nächste große Uni lag zwanzig Minuten entfernt, mit dem PKW. – Es ging um mehr als die Verweigerung der finanziellen Unterstützung. Es ging um reine Sabotage. Niemand darf dem vorherrschenden Narzissten in irgendeiner Form überlegen sein.
Wichtig: verdeckte, maligne Narzissten erkennt man an dem, was sie nicht für einen tun.
Es sollte übrigens auch nicht bei dem einzigen Überraschungscoup bleiben, wie sich im Laufe der Jahrzehnte herausstellte.
Und nein, ich bin keine Verschwörungstheoretikerin.
Mit großem Dank an C. L.
Zurück zu weiteren Berichten meiner Leser. „Filmisch gesprochen, wenn man sagt, dies wäre ein Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, würde jeder sagen, man könne es nicht glauben, alles sei erfunden. So viel Drama kann einem einzigen Menschen in einem einzigen kurzen Leben nicht widerfahren,“ heißt es in einer weiteren Geschichte, die mir geschrieben wurde. Man muss, will man Narzissten einigermaßen verstehen, 23 Mal um die Ecke denken. Auf diese Pläne käme ein normal denkender Mensch gar nicht. Aber der wäre ja auch nicht ausschließlich durch seinen eigenen Vorteil motiviert.
Nein, es ist kein Film. Es ist abscheuliche Realität.
Sie können Seelen auslöschen – von außen unbemerkt
Die kontinuierliche Veröffentlichung von Texten, die das Themenfeld ‚Manipulative Persönlichkeiten’ betreffen, führt mittlerweile dazu, dass ich angerufen werde. Ich werde entweder um Rat gefragt oder einfach nur um Bestätigungen gebeten. Darüber freue ich mich sehr, obgleich es mich wundert, dass es so lange gedauert hat, bis die ersten Anrufe kamen.
Die Geschichten, mit denen ich konfrontiert werde, sind oft sehr dunkel und schockierend. Am schlimmsten ist es, wenn ich befürchten muss, die verängstigte Person am anderen Ende der Leitung hat es mit einem Psychopathen, der Extremform im Spektrum manipulativer und missbrauchender Persönlichkeiten, zu tun. Diese hilfesuchenden Menschen sind oft nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es reicht mir, ihre kraftlose Stimme zu hören, um in etwa einordnen zu können, was ihnen gerade widerfährt oder widerfahren ist.
Mit diesem Text möchte ich einen kleinen Einblick in die Lebensumstände von Personen geben, die von Psychopathen, also von Vertretern der gefährlichsten Gruppe innerhalb der Cluster B Persönlichkeitsstörungen, subtil psychisch entführt, emotional missbraucht und in manchen Fällen sogar bis zur seelischen Zerstörung getrieben werden. Im internationalen Sprachgebrauch nennen sich die drei Phasen der narzisstischen Demontage, also ihr Modus Operandi:
Idealisation – Devaluation – Discard
(Idealisierung – Abwertung – Auslöschung)
Psychopathen umgarnen zunächst ihr anvisiertes Ziel und idealisieren es um diese Person an sich zu binden, später folgt die Entwertung durch zunächst subtile und folgend dann immer brutaler werdende Erniedrigungen. Zum Schluss werfen sie ihr aufgebrauchtes, ausgezehrtes Opfer einfach weg. Ausgehöhlt und nervlich am Ende. Ich kenne unzählige dieser Geschichten. Sie kommen aus allen sozialen Schichten.
Psychopathen sehen natürlich nicht alle aus wie Hannibal Lecter. Dann hätten wir es leichter. Sie laufen unbemerkt zwischen normal Empfindenden herum, tragen aber in ihrer Gehirn-Anatomie an manchen Stellen signifikante Auffälligkeiten, die sie von den anderen unterscheiden. Es gibt nur ein äußeres Merkmal, das sie von empathischen Menschen unterscheidet. Wenn man bewusst darauf achtet, erkennt man sie an ihrem kalten und berechnenden Prädatoren-Blick.
Ein charismatisches aber brandgefährliches Energiefeld
Ihre Ausstrahlung ist so intensiv, dass man in ihrer Nähe meint, verglühen zu müssen oder wie von einem Schwarzen Loch absorbiert zu werden, – Danke für die Analogie, liebe E.! Stimme, Artikulation und Schnelligkeit im Denken und Handeln sind neben überdurchschnittlicher Attraktivität oft so beeindruckend, dass bei jedem ihrer staunenden Adressaten sofort das kritische Denkvermögen auszusetzen droht. Ihnen stehen Kräfte zur Verfügung, die ein normaler Mensch nicht hat und ihre Ausdauer und ihre Konzentrationsfähigkeit lassen einen fragend zurück. Irgendetwas ist anders.
Zu diesem Zeitpunkt hat der Psychopath schon längst das Terrain sondiert und seine potenziellen Beutepersonen als solche klassifiziert. Hier ein brauchbares Psychogramm seiner typischen Beute herzustellen ist schwierig, – es hängt stark vom jeweiligen Psychopathen und seiner Ausrichtung ab. Auch nicht alle Beutepersonen sind extrem selbstlos, zumindest am Anfang nicht. Nicht alle sind hoch empathisch. Oft handelt es sich bei der Zielperson sogar um eine auffallend starke, intelligente Persönlichkeit, besonders dann, wenn der Psychopath sie ausgesucht hat, weil sie ihm aus finanziellen Gründen attraktiv erscheint. Es kann eine sehr leistungsfähige, ebenfalls charismatische Zielperson sein, die noch Kraft hat und ihn an ihrem finanziellen Erfolg teilhaben lässt. Es kommt tatsächlich auf die spezielle Motivation des Psychopathen an. Will er vorwiegend Sex, sind natürlich andere Attribute entscheidend für seine Vorauswahl.
Da ein Psychopath unfähig ist, eine authentische zwischenmenschliche Bindung einzugehen und er absolut ohne jegliche Gefühle operiert, geht er sämtliche persönlichen Ziele berechnend und mit dem dazu notwendigen Pragmatismus an. Er definiert sein Gegenüber ausschließlich als seinen persönlichen Energielieferanten. Sozusagen als menschliches Material. Innerhalb der Gruppe derer, die ihn mit Aufmerksamkeit, Sex, Geld, Informationen, Beziehungen etc. versorgen, gibt es eine Art Ranking. Mancher Human Supply ist für ihn wertvoller, als anderer. Haben die verschiedenen Energieversorger ausgedient, werden sie regelrecht abgestoßen. Ein Psychopath wirft Menschen weg.
Ein paar Beispiele alltäglichen psychopathischen Vorgehens
Eine Auswahl dessen, was mir erzählt wird, möchte ich hier gern veröffentlichen. Es reicht nicht, von den 4% zu berichten, ohne ihre verdeckten Machenschaften direkt auszusprechen. Die Anrufe, die mich erreichen, sollen nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken.
Dass Psychopathen krankhaft lügen, ist inzwischen Allgemeinwissen. Ob männlich oder weiblich, sie können ihren Partner an den Rand des nervlich Ertragbaren bringen. Psychopathen sind skrupellose Betrüger. Sie können ihre weibliche Bezugsperson beispielsweise zu einer Abtreibung zwingen oder sie in ihre wirtschaftskriminellen Machenschaften mit einbeziehen. Psychopathinnen drehen heimlich Sexfilme von ihren von ihnen verführten, verheirateten Partnern und schicken diese den jeweiligen Ehefrauen. Sie provozieren ihr männliches Opfer bis es aggressive Ausbrüche hat. Zeugen gibt es selbstverständlich erst ab der zweiten Szene, ohne das Wissen über die vorhergehenden Provokationen.
Psychopathen installieren Keylogger (Spionage Software) in den Computern ihrer Familienmitglieder oder lassen sie gezielt vor wichtigen Prüfungen nicht schlafen, indem sie sie jede Stunde aufwecken, aus fadenscheinigen Gründen. Das Prüfungsergebnis könnte besser ausfallen, als bei ihnen selbst. Sie bestehlen ihre ‚Partner’ oder inszenieren dramatisch die Zerstörung einzelner Gerenstände aus deren persönlichem Eigentum, stellvertretend, Voodoo-Zeremonien gleich. Psychopathinnen stellen ihre Partner oder Kinder vor vollendete Tatsachen und schließen so die Umkehrbarkeit wichtiger, familiärer Entscheidungen aus. Sie verbreiten gezielt Lügen über ihre Angehörigen oder Partner, Peinlichkeiten und Intimes. Sie verpacken es in sorgenvoll geheuchelte Sätze. Psychopathische Frauen gehen anders vor, als ihr männliches Pendant.
Männliche Psychopathen machen ihren Frauen besondere Komplimente und sagen ihnen nach dem Aufstehen, dass ‚der Lack ab‘ ist und dass sie sowieso keiner mehr nimmt, oder dass sie sie in die Insolvenz treiben und damit dann in die Arbeitslosigkeit. Oder sie erzählen ihnen von ihrer eigentlichen Homosexualität. Nach dem ersten Schock der Ehefrau nehmen sie die Aussage mit den Worten zurück: „ich wollte nur sehen, wie Du reagierst“. Auch ihre Kinder sind für sie nur Objekte, Publikum, Entourage. Das Talent ihrer Kinder könnte höher sein, als ihr eigenes und das gilt es zu verhindern, mit allen zur Verfügung stehenden verschlagenen Mitteln. Großmütter stellen sich über ihre Enkel und machen sich über deren Interessen lustig. Es wurde mir die Kopie eines Schreibens geschickt, in dem die Großmutter eines Teenagers ihn bat, bei einer Bank ein Konto zu eröffnen. Den Empfehlungsbonus hätte sie dann gern. Es handelte sich um 50 €…
Männliche Psychopathen, wie weibliche, können ihre Opfer massiv stalken, sie flüsternd bedrohen und erklären, dass sie bereits andere beauftragt hätten, ‚das Problem‘ für sie zu lösen. Nicht jetzt sondern viel später, – erst dann, wenn sie selbst keiner mehr verdächtigen könnte…
Das sind nur einige wenige Geschichten. Die unter uns lebenden Psychopathen agieren täglich, überall.
Kann man einen Psychopathen therapieren?
Man kann 25 Jahre von einem Psychopathen manipuliert und emotional ausgebeutet worden sein, zum Beispiel innerhalb einer Ehe, am Ende entledigt er oder sie sich skrupellos ihres mittlerweile nur noch störenden Ballastes. Er kann von heute auf morgen mit seinem frischen Supply auf Reisen gehen und bester Laune sein. Ein Psychopath vermisst seinen Ex- Partner zu keinem Zeitpunkt. Noch einmal zur Erinnerung: es fehlt ihm dazu an notwendigen neuronalen Verbindungen, die sich auch im Nachhinein, zum Beispiel im Rahmen einer Therapie, nicht herstellen lassen.
Maximal verhaltenstherapeutische Maßnahmen könnten zu einer Verbesserung der Situation führen, aber dazu müsste der Psychopath seine Defizite zunächst erkennen und dann offen legen, was sehr unwahrscheinlich ist. Wie sollte man einer betroffenen anti-sozialen Persönlichkeit erklären, was Empathie ist? Diese Person müsste sich, ohne die dafür notwendige emotionale Substanz zu besitzen, in jeder zwischenmenschlichen Begegnung eine Art künstlich hervorgerufenes Mitgefühl herleiten. Das geschieht bei uns normal Fühlenden innerhalb Bruchteilen von Sekunden und bezieht, dank unserer emotionalen Grundausstattung, Sämtliches in unsere urteilenden Überlegungen mit ein, was wir über unser Gegenüber wissen.
Anfängliche Über-Empathie der Gesunden und bei Erkennen: Fassungslosigkeit
Es geht sogar oft soweit, dass empathische Persönlichkeiten die widersprüchlichen Verhaltensweisen eines schwer narzisstisch gestörten Familienmitgliedes oder ‚Partners‘ unbedingt verstehen wollen (meistens leider zunächst ohne die wichtigen Zusammenhänge zu kennen) und das über viele Jahre. Das ist extrem kraftraubend, innerhalb der Ungereimtheiten, Unverschämtheiten, Verschlagenheiten und Beleidigungen eine Art Logik erkennen zu wollen. Die Suche nach einer Erklärung macht die Gesunden erst fassungslos und dann müssen sie klar erkennen, dass Mütter sie nicht lieben und Väter sich nicht für sie interessieren, ihre Partner sie demontieren und ihre sogenannten Freunde sie kompromittieren etc. Die meisten wissen nicht, dass kalte und verzerrte Verhaltensweisen der rätselhaften Anderen auf Persönlichkeitsdefiziten und diese auf gehirn-anatomischen Besonderheiten beruhen. Ich kann nicht verstehen, warum die Forschung und hier insbesondere die psycho-pathologische in Deutschland diese Zusammenhänge nicht offen kommuniziert. Warum muss ich Quellen aus USA oder UK heranziehen?
Die derzeitige Situation in Deutschland lässt mich fragend zurück
Ich bat im Herbst letzten Jahres hier in Deutschland die leitende Psychologin einer psychosomatischen Klinik um ihren fachlichen Rückhalt für die Korrektheit meiner Texte. Sie versorgte mich mit Fachliteratur. Ich las diagonal und musste feststellen, dass die Inhalte nicht annähernd dem entsprachen, was ich durch die Hinzuziehung eher internationaler, insbesondere us-amerikanischer Psychologischer Fachliteratur lernen konnte und hier im Speziellen zum Thema CPTSD, der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung, dem Resultat aus jahrzehntelanger Traumatisierung durch innerfamiliären oder innerhalb von Beziehungen stattfindenden, emotionalen Missbrauch.
Schon das Gespräch mit ihr stellte mich nicht richtig zufrieden und als ich im Regen, hinter meinen rhythmisch schlagenden Scheibenwischern, enttäuscht nach Hause fuhr, ging mir ihr abschließendes Zitat nicht aus dem Kopf:
„…Sie müssen auch die Narzissten verstehen! Sie können nicht anders. Aber sie können vielleicht andere Dinge gut, – ich würde sie nicht als gestört bezeichnen. Es sind immerhin auch Menschen…“.
Angesichts dessen, was sie in Biographien anderer Menschen anrichten, bin ich über diese Aussage noch immer geschockt. Und wenn die Auswirkungen pathologisch narzisstischen oder anti-sozialen Handelns nicht so zerstörerisch für andere wären, dann frage ich mich, warum meine favorisierte Ärztin aus Massachussetts mehr als 1800 Videos zu diesem Thema gedreht hat und täglich kommen neue hinzu (youtube channel ‚peace and harmony‘). Oder warum auch Richard Grannon, Psychologe und Lifecoach aus UK, immer wieder neue Ergebnisse publiziert.
Beide verweisen Sie regelmäßig auf ein unverzichtbares Standardwerk, das ich für Sie abschließend gern anhänge:
Walker, Pete. Complex PTSD: From Surviving to Thriving. Azure Coyote, 2013.
Da ich selbst weder Ärztin, noch Psychologin oder Therapeutin bin empfehle ich allen Geschädigten von pathologischen Narzissten gezielt Institutionen aufzusuchen, die sich mit der Materie auskennen. Ich bin geneigt, Ihnen die Berliner Charité zu nennen, da sich hier langsam mehr und mehr Forschungsergebnisse zum Thema ‚Narzisstische Persönlichkeitsstörung‘ entwickeln.
Ich bedaure, dass es in Deutschland an flächendeckender Aufklärung zum Thema mangelt. Alle Englisch sprechenden Leser würde ich gern, aus gutem Grund, für die beiden oben genannten Psychologen begeistern, die kontinuierlich auf youtube veröffentlichen. Ich selbst wäre natürlich gern ‚zitierbar‘, – dass ich nicht über einen Abschluss in dieser wissenschaftlichen Disziplin verfüge, ist Teil des Problems, sozusagen ein Symptom oder aber vielleicht sogar inzwischen ein Teil der Lösung ; ).
Wie Narzissten einen mit gezielt ausbleibender Anerkennung austrocknen und mit Pseudo-Komplimenten korrumpieren wollen
Eine der erfolgreichsten Methoden pathologischer Narzissten und Psychopathen
Diese maligne Vorgehensweise ermöglicht es ihnen, ihre Zielpersonen zu destabilisieren und bei ihr Selbstzweifel und Widersprüche zu implementieren. Nicht nur, dass fehlende Anerkennung an der entscheidenden Stelle die Selbstgewissheit eines Menschen unterminiert, der Geschädigte überlegt auch unterschwellig permanent, warum er im Vergleich zu anderen erfolglos bleibt, in seiner Entwicklung stagniert oder falsche Entscheidungen trifft. Er weiß nicht, warum es in seinem Leben einfach nicht weitergehen will. Dieser innere Konflikt strengt ihn an.
Eine Basis-Kriegsstrategie für Anfänger
Diese innere Beschäftigung kostet ihn Kraft. Es kostet ihn Energie, die er eigentlich an anderer Stelle brauchte. Das alles ist natürlich kein Zufall. Der Narzisst beschäftigt auf diese Art gezielt seine empathische Beute nach dem Motto: man kann nur eines zur Zeit, ’sich entweder auf einen Krieg vorzubereiten oder ihn zu führen‘. Beides gleichzeitig funktioniert nicht. Der Empath wird künstlich in einem Modus gehalten, in dem er sogar weder das eine, noch das andere konstruktiv darstellen kann (ohnehin weiß er ja auch noch gar nicht, dass Krieg mit ihm geführt wird…). Der krankhafte Narzisst will auf jeden Fall verhindert, dass sein Opfer an Stärke gewinnt und möglicherweise die Konzentration und Analysefähigkeit aufbringt, seine manipulativen Machenschaften zu verstehen. Jeder Mensch braucht in seinem Leben das Gefühl von Signifikanz. Ein Narzisst kämpft täglich dafür. Er ist bereit, alles dafür zu tun, damit er an erster Stelle des Hierarchie-Gefüges bleibt und kein anderer ihm in dieser Position gefährlich werden kann.
Noch einmal zur Erinnerung: der krankhafte Narzisst kann sich aufgrund seiner gehirn-anatomischen Anomalie nicht vorstellen, dass man Signifikanz auch durch weiche, empathische Zwischenmenschlichkeit erreichen kann. Diese Form der Abstraktion ist ein Bereich, in den vorzudringen ihm nicht möglich ist. Sein Vorgehen ist immer indirekt, als Charakteristikum von Manipulation, niemals transparent, klar und offen. Allein die Vorstellung, auf eine offene Frage eine ablehnende Antwort zu bekommen, wäre für eine manipulative Persönlichkeit unerträglich. So sehr abhängig ist sie vom Erfolg ihres Handelns, als reine Materialistin. Nur der zweifelhafte Erfolg, einen anderen übervorteilt zu haben, generiert die Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin. Deshalb reagiert sie auch, wie in einem meiner vorhergehenden Texte besprochen, so (passiv-)aggressiv, wenn sich ihre Pläne nicht durchsetzen lassen.
Sabotage zunächst als solche erkennen
Personen des engeren Umfeldes, deren einflussreiche Meinung von Bedeutung für einen Menschen ist, seien es Eltern, Geschwister, Partner, Vorgesetzte o.ä. wollen verdeckt nicht, dass er sich in seinen Qualitäten bestärkt fühlt und so möglicherweise über sie hinaus wächst. Sie sabotieren sein Selbstwertgefühl. Ohne das Bewusstsein über diese malignen Vorgänge bleibt der betreffenden Person lediglich ein unbefriedigendes Gefühl, für das sie keine plausible Erklärung hat. Das Unausgesprochene wird zu einem entscheidenden Faktor innerhalb seiner erfolglosen Biographie.
Wenn Sabotage von außen allmählich zu Selbstsabotage wird
Wenn das passiert, dann sind pathologische Narzissten und Psychopathen am Ziel.
Aber der erste Schritt ist zunächst, Sabotage von außen als solche erkennen zu können. Das hört sich leichter an, als es ist und beschreibt eher ein Gefühl, als einen rationalen Vorgang. Die Strategie des gezielten Vermeidens von Anerkennung beschreibt eine Unterlassung. Es wird, an einer wesentlichen Stelle im Leben der Zielperson des Narzissten/ Psychopathen, nicht gelobt, anerkannt, erwähnt, gefördert, davon erzählt, darüber geschrieben, mit Stolz zum Ausdruck gebracht, ins Zeugnis diktiert, transparent gemacht und so weiter, was die Qualitäten und Qualifikationen derjenigen Person sind. Dies geschieht systematisch. Es kann passieren, dass das erwachsene Kind eines Elternpaares daraufhin nichts über seine eigenen, einzigartigen Fähigkeiten weiß. Es ist nie an der Stelle gelobt worden, die es in seiner Biographie weitergebracht hätte, – als Träger vielleicht sogar herausragender Qualifikationen. Das Kind hätte an genau dieser Stelle seiner Persönlichkeit Enormes leisten können, wurde aber statt dessen gezielt verunsichert.
Nun könnte man annehmen, entweder dem weiteren Umfeld der Familie wäre die Vorgehensweise der Eltern aufgefallen oder das Kind hätte an anderer Stelle die Chance gehabt, sein Können unter Beweis zu stellen.
Es kann sein, dass dem Umfeld rein nichts auffällt, wenn die Eltern nach außen vorgeben, normal fürsorglich und verantwortungsvoll zu handeln. Das Umfeld geht normalerweise nicht von verdeckt handelnden Eltern aus.
Wenn ein Kind von seinen Eltern nicht an den entscheidenden Punkten seiner Persönlichkeit gestärkt, für Banalitäten gelobt und ansonsten bei nicht familiensystem-konformen Verhaltensweisen abgelehnt und zurückgewiesen wird, wird das Kind sich in anderen Zusammenhängen nicht frei entfalten können, es sei denn, es durchschaut früh genug die Mechanismen und befreit sich aus der Maschinerie. Das allerdings gestaltet sich schwierig und bedarf zumindest einer anderen Person außerhalb des Systems, der das Kind vertrauen kann.
Meistens lebt die in ihrem Charakter und in ihren Fähigkeiten beschnittene Persönlichkeit auf einem Gleis ihr Leben weiter, das sie immer weiter von sich selbst wegführt. Dieser Sachverhalt entwickelt bei vielen Persönlichkeiten auf Dauer eine stabile Selbstsabotage und ’self-medication‘, wie z.B. Substanz-Missbrauch oder ähnliche selbstschädigende Maßnahmen (siehe vorhergehende Texte dieser Reihe).
Übertragung auf andere Beziehungen bzw. hierarchische Systeme
Man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, dass systematische fehlende Anerkennung in der Ursprungsfamilie (und die damit verbundene zwangsläufig hierarchische Ordnung) einen geeigneten Nährboden für ebenfalls subsidiäres Verhalten der geschädigten Person innerhalb späterer Beziehungen oder innerhalb seines beruflichen Umfeldes bietet.
Wenn ein Vorgesetzter seinen Mitarbeiter für Banalitäten lobt, seine herausragenden Leistungen aber nicht erwähnt und, im Gegenteil, ihn an anderer Stelle verdeckt schikaniert, ist dieses narzisstische Verhalten schwer nachzuweisen. Ich kann nur dazu raten, Gespräche mit dem Vorgesetzten möglichst unter Hinzuziehung einer weiteren Person zu führen und die Unterlassungkonkreter Anerkennung offen anzusprechen. Bleibt die Anerkennung für eine positive Leistung aus, so ist das als ‚manipulativ‘ zu bezeichnen.
Pseudo-Komplimente
Fühlt sich ein triviales Kompliment nicht schlimmer an, als jede Kritik? Man muss sich bewusst machen, dass in manchen Fällen gezielte Strategie dahinter steht. Auch hier greift eine Systematik.
Lobt der Vorgesetzte, vielleicht sogar vor Publikum, seinen Mitarbeiter für eine Nichtigkeit, erwähnt aber nie die wirklich überdurchschnittlichen Leistungen, entbehrt das Verhältnis zwischen den beiden selbstverständlich jeglicher Authentizität. Und nein, es ist nicht so offensichtlich, wie es sich anhört. Ich hörte von ganzen Bereichen großer Unternehmen, die seit Jahrzehnten auf diese Art ihr hoch qualifiziertes Personal mit Trivial-Komplimenten korrumpieren und damit versuchen, es motiviert zu halten. Dort herrsche ein Klima alarmierend übertriebener, künstlicher Freundlichkeit, das sämtliche Fluchtreflexe in einem in allerhöchste Bereitschaft versetze. Es heißt: alle spüren es. Keiner sagt etwas. (Neu ist übrigens auch eine Form der Pseudo-Mitgestaltung als geeignetes Mittel zur Infiltration)
Während meines Aufenthaltes in Norwegen erfuhr ich von Freunden, dass dort innerhalb von Unternehmen bewusst eine Kultur absoluter Offenheit in alle Richtungen gepflegt wird. Es ist also möglich. Nicht umsonst sind die Norweger das glücklichste Volk der Welt. Es ist anzunehmen, dass allgemeines ‚Vertrauen‘ und ‚Transparenz‘ innerhalb menschlicher Beziehungen und innerhalb von Systemen zu dieser Haltung beitragen.
Pseudo-Anerkennung im Kontext ‚Paarbeziehung mit einem Narzissten/ Psychopathen‘
Hier möchte ich kurz noch einmal den Begriff der Flying Monkeys ins Spiel bringen. Ein Psychopath geht im Vergleich zu einem krankhaften Narzissten noch wesentlich kaltblütiger und gerissener vor. Seinen naiven Freunden gegenüber lobt er seine Ehefrau, oder die Psychopathin ihren Ehemann, über Jahrzehnte in den höchsten Tönen. Das hat für eine manipulative Persönlichkeit mehrere Vorteile.
Zunächst fühlt sich der Partner natürlich enorm geschmeichelt, öffentlich verehrt zu werden. Er sieht nicht, was dahinter steckt. Er weiß nicht, was der Psychopath eigentlich beabsichtigt.
Seine Flying Monkeys können sich bei Problemen dieses Paares oder bei einer Trennung nicht vorstellen, dass Psycho-Terror seitens des (unerkannten) Psychopathen der Grund sein kann. So oft hat er, hat sie, liebevoll über den jeweiligen Partner gesprochen…
Vorsicht
Bleiben Sie vorsichtig. So anstrengend es auch klingen mag. Mit der Zeit verinnerlichen Sie Ihr Wissen über krankhaft manipulative Personen und wenden sich immer schneller von diesem Menschentypen ab, der Ihnen täglich und überall begegnen kann. Sie entwickeln es und stärken Ihr Gespür für Widersprüche und Zusammenhänge, Sie können sich immer schneller erklären, was die eigentliche Motivation einer Ihnen gegenüber widersprüchlichen Persönlichkeit ist und dass es ausschließlich um deren Bereicherung geht, in welcher Form auch immer diese sich gestaltet.
Warum wir Selbstwirksamkeit spüren müssen und
was unser Nervensystem registriert, wenn wir manipuliert werden.
Die Reaktivität des pathologischen Narzissten und die Reaktionen seiner Zielpersonen darauf.
Warum narzisstische Partner mit dem Begriff Liebe nichts anfangen können.
Was bedeutet eigentlich ‚hoovern‘?
Vielleicht muss der Trauma– Begriff neu definiert werden?!
Wenn den Opfern niemand glaubt!
Weitere Kommunikationsmuster von Cluster B Persönlichkeiten …
‚Sie müssen doch auch die Narzissten verstehen …‘, als Antwort eines Psychologen auf seinen emotional missbrauchten Klienten. – Ich fuhr im Regen zurück nach Hause und fühlte mich so unverstanden, wie noch nie …
Es wird weiterhin um die Komplexität im Umgang mit Raub-Charakteren gehen.
Pathologische Narzissten verstoßen gegen elementare Grundprinzipien sozialen Miteinanders – und stoßen trotzdem selten auf Protest
Warum ist das so? Und welches ‚Klientel‘ akzeptiert, anscheinend ohne negative Reaktionen, diesen Mangel an normalem Sozialverhalten seines Gegenübers? Ich sitze im Frankfurter Salon und denke nach …
Nachdem ich die grundlegenden Zusammenhänge destruktiver Beziehungen zu Cluster B Persönlichkeiten verstanden hatte, – es hat ungefähr fünfzig Jahre gedauert, habe ich mich buchstäblich umgedreht und bin gegangen. Kommentarlos. Ich habe mich aus gleich mehreren für mich destruktiven Beziehungen unwiederbringlich entfernt. Diese bedeutungsvollen Entscheidungen haben mir die Hoheit über mein eigenes Leben zurück gegeben. Ich bin wieder der Souverän. Es gibt keine Verdrängungen mehr, die somatisiert werden könnten. Selbst innerhalb gesellschaftlich hochstilisierter familiärer Bindungen (Sie merken: ich bin da kritisch) ist es doch absolut legitim, die Frage nach erfüllter Reziprozität zu stellen.
Was ist Reziprozität?
Laut Duden handelt es sich bei Reziprozität um „Gegen-, Wechselseitigkeit, Wechselbezüglichkeit“. Um einen Tausch. Einen Austausch. Der Begriff kommt aus der Soziologie. Dort wird die Bedeutung dieses Begriffes als ein ‚universelles soziales Prinzip‘ angesehen. ‚Menschen sind voneinander gegenseitig abhängig, Reziprozität gehört sogar zu einer Bedingung des Menschwerdens selbst'(H. S. Becker, 1956). Durch Gegenseitigkeit entstehen Beziehungen und gegenseitiges Vertrauen. Man könnte an dieser Stelle auch die Redewendung ‚wie Du mir, so ich Dir‘ anführen, – ein Geben und Nehmen in gelungener Balance.
Pathologische Narzissten und Anti- Soziale Persönlichkeiten (Psychopathen) halten sich nicht an diesen Grundsatz des sozialen Miteinanders, der für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit bedeutet. Sie fühlen sich berechtigt, gegen dieses Prinzip zu verstoßen. Sie initiieren eine Hierarchie, denn sie brauchen die Kontrolle über diejenigen, die sie wie selbstverständlich in ihre hierarchischen Strukturen einordnen. Und: sie nehmen sich einfach, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Sie nehmen, die Vertrauensvollen geben.
Wir sozial und altruistisch Denkende sollten normalerweise erst vertrauen, wenn sich innerhalb der Beziehung zu einem anderen Individuum eine gewisse Wechselseitigkeit ergeben hat und wir davon ausgehen können, dass sie sich etabliert und dass seitens dieser Person nicht mit einem Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze neu entstandener Reziprozität zu rechnen ist. Leider trifft das nicht immer zu.
Vertrauen per se innerhalb von Familien
Warum protestieren wir nicht sofort, wenn die der Norm entsprechende und vertrauensfördernde Wechselseitigkeit nicht erfüllt wird? Was hält uns davon ab? Zum Beispiel: ein weiteres hierarchisches System, wie die Kirche mit ihren Verhaltensregeln und Sanktionsandrohungen, – also tief kulturell verankerte und betonierte moralische Glaubenssätze. Ein hierarchisches System stützt so das andere, – für mich der entscheidende und kritische Mechanismus des ‚Social Engineerings‘ und des in unzähligen Familien herrschenden systematischen emotionalen Missbrauchs. Zwei autoritäre Systeme greifen wie Zahnräder ineinander. Eine Vertrauensanweisung per se, vorgegeben durch die generationale Ordnung, allein durch das Eltern- Kind- Gefälle, – sie kann hoch gefährlich werden für ein unschuldiges und unwissendes Kind. Wie oft wird von ihm zu viel genommen, statt ihm Sicherheit zu geben?
Vertrauensbildung innerhalb von Paarbeziehungen
Die negative Funktionalität innerhalb missbräuchlicher Paar- Beziehungen eines Empathen mit einem Pathologischen Narzissten basiert auf einer anderen Problematik. Ich hatte sie in verschiedenen vorhergehenden Texten bereits besprochen. Hier wird Vertrauen regelrecht chemisch, durch Neurotransmitter, erzeugt, nämlich durch das gezielte Generieren von Bindungshormonen durch Vortäuschung falscher Tatsachen seitens des pathologischen Narzissten. Durch Suggestion. In der Anfangsphase einer Beziehung bemüht sich der Narzisst aus taktischen Gründen, den Grundsatz der Reziprozität zu erfüllen oder ihn sogar über zu erfüllen. Er überschüttet seine Zielperson berechnenderweise mit Liebesbekundungen, Geschenken und Zukunftsversprechungen. Ist die Komplementärperson ‚eingerastet‘ und sich der Beziehung erst sicher, – ist also eine bindungshormonelle Abhängigkeit zu ihrem Narzissten entstanden, entzieht dieser sich ihr wieder, demaskiert sich und treibt durch grobe Verstöße gegen die Reziprozität den empathischen und verzweifelten Partner vor sich her. Er treibt ihn von Glücksmomenten (die im Laufe der Zeit immer seltener vorkommen) zu panischer Verlustangst und wieder zurück. Dieses Auf und Ab, der abrupte Wechsel von Glückshomonen zu Stresshormonen, erzeugt in der Psyche der abhängigen Person ein sogenanntes Trauma- Bonding, – eine traumatische Bindung zu ihrem Manipulator. Sie ist aufgrund dieser kritischen Stresssituation nicht mehr in der Lage, einen klaren Blick auf die Destruktivität innerhalb des Verhaltens ihres Narzissten zu entwickeln und verharrt in der Situation (Stockholm- Syndrom). Ihr oder ihm fehlt es an adäquater Urteilskraft. Deshalb wehrt sich die geschädigte Person nicht gegen den gravierenden Mangel an ausgeglichener Wechselseitigkeit innerhalb der Paar- Beziehung, die sie glaubt, zu haben. Sie gibt, er nimmt. Sie erkennt nicht, was mit ihr passiert. In Wirklichkeit handelt es sich klar um eine kriminelle Handlung seitens des Prädatoren, – des Pathologischen Narzissten. Nämlich um Psycho- Terror: sein Modus- Operandi.
Innerhalb von Familien wird anders ‚operiert‘, – obgleich nicht minder kriminell, gemessen an den Konsequenzen, die verdeckt narzisstisches Vorgehen für die Psyche des empathischen Adressaten haben kann.
Tief verankerte Glaubenssätze hindern uns hier an klarer Urteilskraft
Ich selbst habe einem Mitglied meiner Ursprungsfamilie, das generational ‚über‘ mir stand, die ganze Welt gezeigt. Ich habe diese Person auf zahlreiche meiner früheren Dienstreisen in den Nahen Osten, nach USA, Asien und sogar Australien mitgenommen, – sie ist oft in der ersten Klasse gereist und hat mit mir in den schönsten Fünf- Sterne Hotels wohnen dürfen. Sie war mit mir in Tel Aviv und in Venedig. Ich habe mir nie die Frage gestellt, ob ich jemals einen Gegenwert dafür erhalten habe. Warum eigentlich nicht?
Heute sehe ich klarer. Sie ahnen sicher, was jetzt kommt: es gab natürlich keine Reziprozität. Das ist sozusagen das Erkennungsmerkmal eines Beziehungs- Gefälles zwischen einem Pathologischen Narzissten und seinem abhängigen Empathen. Das Ganze war ein sehr einseitiges Unterfangen, ohne Sie an dieser Stelle mit zu vielen Details langweilen zu wollen. Eine emotionale Balance hat es nie gegeben. Es hat, genau genommen, überhaupt keine Emotionalität gegeben. Meine Generation hatte in erster Linie zu funktionieren, zu liefern. Ich habe die Ursprungsfamilie früher selten in Frage gestellt (welches Kind tut das schon?), weil ich nicht durfte, weil man es nicht machte, weil nur einer sich beklagen durfte, weil man seine Eltern ‚zu ehren‘ und nicht zu kritisieren hatte, weil ‚doch alles schon so lange her war‘, weil man ja schließlich einmal alles erben würde (hervorragendes Druckmittel) und plötzlich gibt es gar nichts mehr, was man erben könnte, denn Eltern oder Teile von Eltern haben es sich anders überlegt und Ähnliches.
Es gab übrigens nie den geringsten materiellen Beitrag zu meiner Berufsausbildung, – wobei: sogar über eine moralische Unterstützung hätte ich mich schon sehr gefreut …
Auch auf die Gefahr, mich zu oft zu wiederholen: narzisstische Eltern manipulieren ihre Kinder sehr verdeckt. Fast immer spielen Schuld und Gewissen eine Rolle. Ein Kind, das in seiner servilen Rolle, als Teil der Anhängerschaft seines narzisstischen Elternteils aufwächst, kennt es nicht anders, als emotional manipuliert und in seinen wahren Bedürfnissen ignoriert zu werden. Es kennt keine Meinungs- und Handlungsfreiheiten, denn jede Freiheitsbestrebung wird sofort massiv sanktioniert. Seine Überlebensstrategie bedeutet die bedingungslose Unterordnung. Was ein von Unterordnung geprägtes Leben als Kind zur Folge hat, kann man sich denken. Das Individuum hat später natürlich genauso viel Angst, sein Selbst zu zeigen, wie ‚zu Hause‘. Dieser Zustand manifestiert sich und wenn das Individuum sehr viel Glück hat, dann begreift es eines Tages die psychischen Mechanismen, die die Ursache für sein lebenslanges selbst- limitierendes Denken und seine fehlende Selbstgewissheit sind.
Was für ein Glück: ich habe mich vor einiger Zeit aus diesen Mechanismen befreien und sehr positive Entwicklungen in die Wege leiten können …
Ein verdeckter, familiärer Autoritarismus, – mit einem offenen wäre ich durchaus zurecht gekommen, kann bei Kindern zu gravierenden seelischen Fehlentwicklungen führen. Es existierte keine emotionale Wechselseitigkeit. Emotionen haben nie eine Rolle gespielt, – ausschließlich die Machterhaltung und das Manipulationsspiel von oberer Stelle, die gar keine obere Stelle hätte sein müssen, sondern nur durch die stille Akzeptanz anderer Familienmitglieder zu einer wurde. Warum nur thematisiert eine Gesellschaft diesen Zusammenhang nicht, der sie sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen so marode entwickeln lässt? Es ist mir ein Rätsel.
Beispiele fataler Glaubenssätze:
„Wer liebt, der gibt“ – gilt allerdings auch für die andere Seite
„In Beziehungen sollte man nicht aufrechnen“ müssen, – wenn doch, stimmt etwas nicht
„Wahre Liebe ist selbstlos“ – Wahre Liebe achtet auf Balance, sage ich.
„Du sollst Vater und Mutter ehren“, innerhalb funktionaler Familien bestimmt, im missbrauchlichen Kontext dagegen hoch gefährlich
„Die Dual- Seele ist einfach noch nicht bereit“, aus dem Bereich der Esoterik, – und deshalb warten Einige ihr Leben lang
Allen emotionalen Missbrauchs Anfang: narzisstische Kommunikationsstrategien
Einführung
Ich komme gerade von der komplizierten Revision einer Wurzelbehandlung und finde: Das passt ganz gut zum Thema. Und genau wie ich müssen Sie jetzt bitte ganz stark sein. Denn alles, was ich in dieser Serie (es wird wohl eine werden) an Abhandlungen über verdeckte, narzisstische Kommunikationsstrategien auf den Punkt zu bringen versuche, ist nichts anderes, als die Auflistung gerissener Kriegsstrategien. Für einen pathologischen Narzissten/ Psychopathen sind Interaktionen mit anderen sorgfältig geplante Schlachten, die sie gewinnen müssen, um die Oberhand zu behalten. Ausschließlich das ist ihr Inhalt, denn er generiert die Ausschüttung wertvollen Dopamins, unseres Belohnungshormons. Damit verbringen sie den größten Teil ihrer Zeit. Zu mehr, im Sinne eines erfüllten, glücklichen Lebens und Freude an der Vielfalt unzähliger emotionaler Facetten des Daseins, kommt es nicht. Die Erklärung dafür habe ich in meinen vorhergehenden Texten bereits geliefert. Sie basiert auf fehlender neuronaler Verknüpfungen im Gehirn pathologischer Narzissten/ Anti- Sozialer Persönlichkeiten (Psychopathen). In dem Bereich normal entwickelter Gehirne, in dem sich bei uns Empathie und Glücksgefühle entwickeln, sich massenhaft Neurotransmitter konzentriert tummeln und vor Freude nicht wissen, wohin, an dieser Stelle tummelt sich bei pathologischen Narzissten: Nichts (Förstl, 2002). Es ist der Bereich des Präfrontalen Cortex. Hirnscans zeigen dort keine oder nur sehr wenig Aktivität, wenn es um Mitgefühl für andere geht.
Unter anderem deshalb, haben sie eine vollkommen andere Interpretation von erfolgreicher Lebensgestaltung als emotional gesund entwickelte Menschen. Ihre Ziele weichen klar von dem ab, was wir normal Fühlende in unseren Leben erreichen möchten und was uns erfüllt. Ich selbst kann mir beispielsweise im Moment nichts Aufregenderes und Erfüllenderes vorstellen, als mit meinen Texten anderen Menschen zu helfen, wichtige Zusammenhänge zu verstehen, von denen sie vorher noch nie etwas gehört hatten, die aber ihre Biographien langfristig entscheidend (negativ) beeinflussen, sie in ihrer eigentlichen Bestimmung massiv blockieren und deshalb verhindern, dass das gesamte Spektrum ihrer Persönlichkeit aufblühen kann. Das Thema ist also von enormer individueller und in der Folge auch gesellschaftlicher Relevanz.
Narzissten erreichen mit ihrem Bewusstsein das feine Abstraktions-Niveau differenzierter Stimmungen nicht. Es ist ihnen nicht möglich, Atmosphären zu fühlen. Deshalb hängen sie so sehr an Materiellem. Das ist alles, was zu erreichen sie imstande sind. Geld und Macht über andere zu haben, stellt sozusagen die Manifestation ihrer Leistungen dar. Auf emotionaler Ebene etwas zu bewegen, kann ihnen nicht gelingen. Diese Kategorie existiert für sie nicht, – im Gegenteil, sie wird von ihnen belächelt. Emotionen sind etwas für Schwächlinge. Es sei denn: Sie werden für ihr soziales Engagement öffentlich geehrt und ausgezeichnet, – Auszeichnungen für (geschauspielte) Empathie lassen ihr Ego raketenartig expandieren. Man darf sich durch derartige Zuschaustellung angeblich mitfühlenden Verhaltens nicht täuschen lassen. Pathologischen Narzissten fehlt das menschliche Moment.
‚Man kann nicht nicht kommunizieren‘ (Paul Watzlawick)
Kommunikative Unterlassungen oder die Zurückhaltung von Information
Ich kann mir keinen anderen Zusammenhang vorstellen, in dem dieser Satz von größerer Bedeutung wäre, als innerhalb des gerissenen, manipulativen Strategiespiels verdeckter maligner Narzissten. Hier noch einmal: Sie müssen die Oberhand behalten und dazu ist ihnen jedes Mittel Recht. Das Nicht- Erwähnen, das Nicht- Loben, fehlendes Aufklären, das Nicht- Aussprechen des Offensichtlichen, manchmal in Kombination mit entsprechend abwertenden Gesten oder einer herabwürdigenden Mimik, ist eine der hinterhältigsten kommunikativen Spezialitäten dieser gefährlichen Persönlichkeiten. Kurz zur Erinnerung: damit allein lassen sie erste Zweifel im Erleben des emotional normal Entwickelten, die erste Mini-Skepsis an seiner eigenen Realität, entstehen (das ‚Zwei- Realitäten- Model‘). Diese Vorgehensweise ist klar manipulativ. Sie stellt das Gegenteil einer natürlichen, offenen und authentischen Kommunikation dar, ist aber schwer nachzuweisen und muss deshalb als ‚verdeckt narzisstisch‘ bezeichnet werden. Narzisstisch deshalb, weil die geschädigte Person durch fehlende Informationen in ihrer Entwicklung, in ihrem Wachsen, sabotiert wird und der pathologische Narzisst deshalb die Führung behält.
Ein Beispiel von vielen aus dem Kontext dysfunktionaler Ursprungs- Familien:
Das sehr hübsche und intelligente Mädchen, das sich zu einer schönen jungen Frau entwickelt, wächst mit einer narzisstisch gestörten Mutter und einem co- dependeten Vater (Komplementär- Narzisst) auf. Die Mutter hat gegenüber ihrer eigenen Tochter eine Neid- und Konkurrenzproblematik entwickelt und der Vater wird von der Mutter in seinem Verhalten stark reglementiert, – d.h. er darf seiner Tochter nicht zur Seite stehen, ohne Gefahr zu laufen, von der narzisstisch gekränkten Mutter bestraft zu werden, beispielsweise durch Nichtbeachtung (silent- treatment). Die junge Frau ahnt von diesen Mechanismen, die im Hintergrund stattfinden und für ihr späteres Leben eine entscheidende Rolle spielen werden, nichts. Sie geht natürlich von emotionaler Bindung und Authentizität aus, – es handelt sich schließlich um Bezugspersonen ersten Ranges: Um ihre Eltern (Care-Taker).
Selbstverständlich funktioniert das Beispiel auch im umgekehrten Fall: Ein Sohn im kritischen Verhältnis zu seinem Vater.
Im späteren Erwachsenenleben bekommt sie aufgrund ihrer Talente und ihrer Attraktivität viele Komplimente. Sie ist daraufhin irritiert und verunsichert. Den Komplimenten schenkt sie keine Bedeutung, bzw. misstraut ihnen sogar zutiefst. Sie hat große Schwierigkeiten, ihre eigenen Qualitäten einzuordnen, da es ihr über den langen Zeitraum ihres Aufwachsens an positiver Verstärkung (Mirroring) gefehlt hat. Ihre Eltern hatten nie Bezug auf ihre Talente und ihr Äußeres genommen. Sämtliche positive Eigenschaften des Mädchens fanden keine Erwähnung. Da sie keine Vergleichsmöglichkeiten hatte und die Authentizität ihrer Eltern nicht anzweifelte, rebellierte sie nicht. Die geschwächte Person reagiert daraufhin als junge Frau und als Erwachsene jedes Mal verstört, wenn ihre neuen Bezugspersonen Bezug auf ihre Leistungen nehmen. Die nachhaltig verunsicherte Frau erreicht in ihrem Leben den Status einer stabilen und erfolgreichen Persönlichkeit nicht, – aus Mangel an solider Selbstgewissheit.
Fazit:
Verbale Unterlassungen und fehlende Spiegelungen im Erziehungs- Zusammenhang führen in der Konsequenz dazu, dass sich der junge Mensch selbst nicht kennenlernt und sich daraufhin nach außen auch nicht stark genug abgrenzen kann. Die Ergebnisse einer manipulativen elterlichen Kommunikation wirken sich demnach nachhaltig negativ auf das private Leben und die Karriere der betroffenen Person aus.
In Teil III werde ich auf die Pseudo- Logik innerhalb narzisstischer Argumentationen und die gezielte Verdrehung des Gesagten eingehen; zwei typische Methoden. Sie passieren hauptsächlich in Paar- Beziehungen mit pathologischen Narzissten, aber auch in allen anderen Situationen, in denen Menschen übervorteilt werden sollen.
Hans Förstl (Hrsg.): Frontalhirn – Funktionen und Erkrankungen. Verlag Springer, Berlin, 2002. S. 32.
Allen emotionalen Missbrauchs Anfang: narzisstische Kommunikationsstrategien
Wie in einem meiner vorhergehenden Texte schon angedeutet, ist die Aufklärung über diese operativen narzisstischen Techniken enorm wichtig, wenn es darum geht, Manipulation zu erkennen und sich davor zu schützen. Das Wissen darüber vereinfacht das Entscheidende, nämlich starke Grenzen (Boundaries) setzen zu können und diese dauerhaft zu verteidigen.
Allgemeine Grundlagen von Interaktionen
Kurz zur Erinnerung
Pathologisch narzisstische Persönlichkeiten interessieren sich nicht für die Außenwelt und wollen ausschließlich ihre eigenen Ziele durchsetzen. Sie erreichen das durch Manipulation anderer. Bei ‚anderer‘ kann es sich sowohl um einzelne Personen, als auch um Personengruppen handeln. Einzelne können Familienmitglieder, sogenannte Partner, Freunde, Bekannte und alle Personen sein, die dem Narzissten Vorteile bringen. Personengruppen können beispielsweise Angestellte sein, Kunden, Fans, Follower, Zuschauer, Gruppenmitglieder aller Art oder aber auch Bürger eines Staates und somit die Wähler politischer Parteien.
Jede Manipulation beinhaltet die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, die auf die Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen.
Das Gegenteil von Manipulation
Jede offene Kommunikation stellt demnach das Gegenteil von Manipulation dar. Wenn sämtliche Informationen veröffentlicht sind, kann genauso offen argumentiert werden. Jede Seite erhält die gleichen Bedingungen zur Darstellung ihres Standpunktes. Die Diskussion ist transparent, genauso, wie der Prozess der Entscheidungsfindung. Keine Seite wird benachteiligt.
Benachteiligungen sind auszuschließen, indem jede Seite die gleichen Bedingungen erhält, wie beispielsweise genügend Zeit zu haben, sich Informationen zu verschaffen oder aber auch ohne Druck ihre Argumente vortragen und angehört werden zu können.
Diskussionen sollen zu Ende geführt werden und müssen ein Ergebnis hervorbringen, an das sich beide Seiten zu halten haben. Es darf über niemanden hinweggegangen werden und die Unwissenheit einer Seite darf nicht ausgenutzt werden. Informationen dürfen nicht zurückgehalten werden. Es darf nicht eine von beiden Seiten, beispielsweise durch verdecktes Handeln der anderen Seite, hintergangen werden.
Die Einhaltung dieser Regeln basiert auf normativ-ethischem Konsens. Woher die in diesem Kontext greifende Ethik (Deontologische Ethik) kommt und was Ethik genau bedeutet, ist Gegenstand moralphilosophischer Diskussionen. Eine Erläuterung dessen führte an dieser Stelle zu weit.
Narzisstische Kommunikationstechniken
Bevor ich mich auf subtile und interessantere Vorgehensweisen konzentriere, hier ein paar grobe und offensichtliche Beispiele, die es einem leicht machen, einen egozentrischen (self-centered) manipulativen Charakter schnell zu erkennen:
er/ sie unterbricht dauernd den Gesprächspartner und lässt ihn nicht ausreden
er/ sie erhöht deutlich die Lautstärke innerhalb des Gesprächs
er/ sie bricht das Gespräch ab
er/ sie vermeidet Augenkontakt und beschäftigt sich mit etwas anderem
er/ sie hört nicht zu
er/ sie fragt den Gesprächspartner nicht nach seiner Perspektive, sondern monologisiert
er/ sie lässt keine Empathie erkennen
er/ sie nutzt einschüchternde Körpersprache, um die andere Seite zu cornern, buchstäblich in eine Ecke zu drängen
er/ sie nutzt Triangulation, d.h. bezieht Dritte mit ein und spielt die Beteiligten dann gegeneinander aus
er/ sie ist ein pathologischer Lügner
er/ sie wehrt jegliche Diskussion ab oder entzieht sich ihr
er/ sie bestreitet alles, trotz eindeutiger Faktenlage
er/ sie hält Informationen zurück (dazu mehr in Teil II)
er/ sie erpresst sein Gegenüber
er/ sie droht
er/ sie verbreitet Unwahrheiten über die zu manipulierende Person (Smear Campaign)
er/ sie stellt keine angemessene und Verständnis signalisierende Verbindung zwischen sich und dem Gesprächspartner her
er/ sie versprechen etwas und halten es nicht
er/ sie malen detailliert ihre Pläne aus, von denen sich wenige erfüllen
er/ sie kritisieren ständig und setzen herab
er/ sie schmeichelt sich ein
Diese Verhaltensweisen in ihrer Gesamtheit weisen auf offene Narzissten hin, – verdeckte Narzissten, wie der Name schon sagt, kommunizieren auf anspruchsvollere und subtilere Art. Mehr darüber in Teil II.
Die Mutter aller gesunden Zweifel ist der gesunde Zweifel an der eigenen Mutter
‚Für das Thema gibt es keinen Markt‘, hieß es.
‚Wenn man die Dunkelziffer nicht kennt, kann man auch keine Markteinschätzung vornehmen‘, das sage ich.
Es mangelt an Klarheit was Begrifflichkeiten angeht. Jede systematische und lang andauernde Herabwürdigung eines anderen Familienmitgliedes oder Partners basiert auf narzisstischen oder antisozialen Verhaltensweisen. Dieser Umgang ist weder normal, noch gesund im Sinne einer funktionierenden Familie oder Partnerschaft.
Natürlich gibt es sogenannte Hackordnungen. In jeder Familie gibt es die. Sie werden nur mal mehr, mal weniger elegant mit den zur Verfügung stehenden kommunikativen Mitteln bezwungen. Meisten zeigen sie sich aber in groben oder subtilen Machtdemonstrationen. Solange die Familie aus einem System meist einseitiger Abhängigkeiten in Kombination mit emotionalen Verstrickungen besteht, lauern Gefahren, die viel schlimmere psychische Auswirkungen auf die Betroffenen haben, als es vielen bewusst ist und bisher bekannt war.
‚They eat their own‘, diese Beschreibung habe ich zum ersten Mal im Zusammenhang mit den Arbeiten des amerikanischen Familientherapeuten Jerry Wise gelesen. Dysfunktionale Familien verdauen sich selbst. Statt ihre Kinder zu starken und widerstandsfähigen Persönlichkeiten heranreifen zu lassen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen, sabotieren sie sie. Oder der Ehemann degradiert systematisch seine Frau. Oder sie manipuliert ihn. Familienangehörige ohne Empathie machen sich über Familienangehörige mit Empathie her, in der Absicht, sie für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen. Warum das so ist, habe ich in meinen vorherigen Texten ausführlich beschrieben.
Das Ergebnis kennen wir: nie erfahrene authentische und bedingungslose Liebe führt zu einem gefährlichen Defizit in der Persönlichkeitsentwicklung des jeweiligen Individuums. Und das wiederum führt bei ihm nachhaltig zu einer Konzeptlosigkeit in vielen verschiedenen Lebensbereichen. Vor allem aber zeigt sich ein Mangel an gesunder Beziehungsfähigkeit desjenigen.
Schützen Sie sich im Zusammensein mit anderen
akzeptieren Sie keine Grenzüberschreitungen, nicht die geringste
drücken Sie angstfrei Ihre Bedürfnisse aus
achten Sie auf Balance in Geben und Nehmen
nehmen Sie sich genügend Zeit für Ihre Entscheidungen
ziehen Sie sich immer einmal wieder zurück und sammeln Sie Kraft
werden Sie nicht impulsiv, – entscheiden Sie aus einer Ruhe heraus
fragen Sie sofort nach, wenn Sie sich missverstanden fühlen oder die Kommunikation unklar wird
setzen Sie sich zusammen und schreiben Sie Regeln auf
Sie müssen sich Liebe nicht erkaufen, geben Sie nicht zuviel von sich
vertrauen Sie nicht zu schnell, – was sind die wahren Motive ?
sagen Sie deutlich den Satz „so denke ich nicht – ich bin anders“ wenn nötig
besinnen Sie sich auf Ihre Qualitäten, das gibt Ihnen Stärke
beobachten Sie die Situation bevor Sie etwas sagen
erkennen Sie die Muster einer manipulativen Kommunikation so schnell, wie möglich
in diesem Zusammenhang: ziehen Sie in Erwägung, dass man Ihnen eventuell nicht die Wahrheit sagt und das in einem freundlich lächelnden Ton
verlassen Sie eine für Sie destruktive Situation so schnell wie möglich
achten Sie auf Ihren Alkoholkonsum
akzeptieren Sie niemals, dass man über Sie hinweg geht
lassen Sie sich nicht einspannen, – es ist Ihre Zeit, Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Geld, Ihre Energie und vieles andere mehr
Sie können für sich selbst sprechen, niemand anderes sollte das tun
womit kommen Sie zu mehr Kraft? Durch Ihre Lieblingsmusik, ihre Lieblingsvideos, durch intellektuelle Aufgaben – nutzen Sie diese Möglichkeiten
beseitigen Sie ein mögliches Chaos um sich herum – pflegen Sie Ihren eigenen Bereich
nehmen Sie Ihre Intuitionen ernst, auch wenn Sie sie noch nicht präzise bestimmen können, – ein ungutes Gefühl hat seinen Grund
niemand hat das Recht, Sie in eine Hierarchie zu drücken – warum sollten Sie das zulassen ?
Werden Sie autonom und schöpfen Sie Energie und Glück aus Ihren eigenen Erfolgen, seien diese auch noch so klein. Es ist nur der Anfang eines freien und atmenden, neuen Lebens.
Ich wünsche Ihnen Fröhliche Weihnachten, ein für Sie glückliches, erfolgreiches Jahr 2018 und alles Gute!
Quelle: Dr. Kathleen Ware, USA, MA (peace and harmony), Jerry Wise Relationship Coach, USA/ Richard Grannon UK , spartanlifecoach.com – all available on youtube