Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 20 – BIG HAT, NO CATTLE oder Der große Bluff

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Versuchen Sie einmal, wie ein Narzisst zu denken – ein wichtiges Selbstexperiment, inspiriert durch den britischen Psychologen Richard Grannon und sein youtube video ‚How To Take Revenge On A Narcissist‘

 

Mein erklärtes Ziel

Ich möchte möglichst viele Ärzte und Psychologen in Deutschland mit den CPTSD- Auswirkungen von Opferpersonen konfrontieren und zudem eine breite Öffentlichkeit erreichen. Nur durch Bewusstmachung, mit Unterstützung der Medien, können immer mehr Menschen einordnen, was ihnen passiert. In eine untergeordnete Rolle ist man nicht durch Zufall gekommen. Es hat jemand ein signifikantes Interesse daran, sich hierarchisch über einen anderen positionieren und ihn dominieren zu müssen. Aus für ihn existenziell wichtigen Gründen braucht der Gestörte das. Er ist aus pathologischen Gründen unfähig, sich mittels Aufbau gesunder, authentischer Bindungen in ein soziales Geflecht zu integrieren. Er weiß überhaupt nicht, wie das funktioniert.

Aber derjenige ist nur ein Scheinriese, der sich sein Umfeld durch verschlagene Aktionen und Einschüchterungen zurechtbiegt, aus Mangel an Fähigkeiten, legitime, empathische Mittel einzusetzen. Mehr ist es nicht. Es ist fast beeindruckend simpel. Wenn er charmant und emotional wirkt, sind es auswendig gelernte Verhaltensweisen. Er hat sie sich bei anderen abgeguckt, imitiert sie, deshalb wirken sie auch oft nicht ganz stimmig oder hölzern.

Die Opferpersonen sind lediglich sein Supply. Um sie zu halten hoovert er. Das bedeutet ‚staubsaugen’ im Sinne von ‚den menschlichen Energieversorger an sich heranzusaugen’. Dazu sind ihm nahezu alle Methoden Recht, – von Schmeicheleien über In-Aussicht-stellen (aber niemals erfüllen) von Belohnungen bis hin zu massiven Drohungen und Erpressungen.  Er scheut selbst nicht davor zurück, sein Umfeld für das Aufstellen von Drohkulissen zu instrumentalisieren.

 

Neu und spannend – Ein Netzwerk baut sich auf

Das passende Netzwerk, das gerade im Begriff ist zu entstehen, besteht zum größten Teil aus Frauen in Führungspositionen, Heilberufen oder auch Freischaffenden Künstlerinnen. Es sind Schriftstellerinnen, Autorinnen, Regisseurinnen, Pilotinnen, Unternehmensberaterinnen, Lehrerinnen und Professorinnen etc. Wir alle benötigen möglichst viele unterschiedliche Lebensgeschichten, um an einer TRANSPARENZ-AGENDA in Sachen Maligner Narzissmus arbeiten zu können.

 

Für betroffene Manipulationsopfer – Therapeutisches Vakuum in Deutschland beim Thema Maligner Narzissmus

Ich möchte mich zunächst der Fragestellung nähern, warum Opfer emotionalen Missbrauchs von ihren Psychologen oft nicht als solche erkannt werden und in der Folge falsche Diagnosen erhalten. Angeblich litten viele unter ANPASSUNGSSTÖRUNGEN oder sie schafften es wegen ihrer Depressionen nicht, sich von ihrer Opferrolle zu distanzieren. Zu beidem möchte ich, auf der Basis des allgemeinen Wissensstandes unserer non-akademischen internationalen Online- Community, folgendes sagen.

Was oft fälschlicherweise für eine Anpassungsstörung gehalten wird, ist das Ergebnis einer jahrelangen psychischen und körperlichen Abhängigkeit  von persönlichkeitsgestörten, manipulativen und malignen Persönlichkeiten und nennt sich CPTSD, Complex Posttraumatic Stress Disorder (Pete Walker 2013). Zu Deutsch ‚Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung‘.

Um sich aus seiner co-dependenten Opferrolle befreien zu können, müsste der Betroffene zuerst darüber aufgeklärt werden, was mit ihm passiert. Das ist logisch. Leider darf er seitens für das Thema noch nicht sensibilisierter Psychologen momentan dafür noch keine Unterstützung erwarten. Er würde aber regelrecht einen Entzug durchmachen müssen, wie beispielsweise auch ein Drogenabhängiger. Die Abhängigkeit zu malignen Narzissten entsteht durch ein hormonelles Ungleichgewicht, durch jahrelange abrupte Wechsel zwischen Stress- und Bindungshormonen. Die Manipulationsopfer befinden sich zu keinem Moment mehr in einem ausgeglichenen, friedvollen Ruhezustand, in einer Homöostase, – sie sind immer in Erwartung entweder einer positiven Überraschung oder der nächsten Angst. Das ist, wie in früheren Texten erklärt, seitens der Narzissten so beabsichtigt.

Durch das manipulative Konzept bedingt, findet eine Aufklärung der Opferpersonen aber nie statt. Das genau ist ja gerade Teil der narzisstischen Operation. Nicht nur das manipulierte, demontierte Objekt selbst wird erpresst und eingeschüchtert, beispielsweise durch narzisstische Methoden wie sehr fein gesponnene Verweigerungen von Anerkennung, Gaslighting oder es wird durch pure Drohungen zum Schweigen gezwungen und nervlich maximal destabilisiert, – selbstverständlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch das nähere und weitere Umfeld ist auf subtile Weise beeinflusst und würde jeden, der das Gegenteil behauptet, dumpf und unbelehrbar einen Verschwörungstheoretiker nennen. Seine Flying Monkeys sind naive und zu 100% zuverlässige Helfer. Sie sind loyal bis zur Selbstaufgabe und der Grad ihrer Idealisierung des bisher unerkannten Narzissten erreicht oft sogar eine peinliche Absurdität.

Ähnlichkeiten zu politischen Systemen sind übrigens nicht rein zufällig…

 

Auszüge aus ‚How to take Revenge on a Narcissist‘

In diesem speziellen Video (einem der vielen non-kommerziellen Richard Grannon Videos) und das ist der Grund, warum ich es ausgesucht habe, erklärt der britische Psychologe entscheidende Denkmuster von Narzissten. Kann man diese nachvollziehen, fühlt man sich nicht mehr eingenebelt und deaktiviert. Sie helfen einem, von oben auf das System ‚NPD‘ (narcissistic personality disorder oder Narzisstische Persönlichkeitsstörung) zu blicken, dadurch die Angst davor zu verlieren und somit handlungsfähig zu bleiben.

Sie destabilisieren die Psyche ihrer Opferpersonen, damit diese keinen klaren Gedanken und deshalb keine Selbst-Rettungsstrategie aufbauen können.

Hat man das Konzept, das hinter der Störung steht, verstanden, hat man es gleichzeitig entmystifiziert. Und das genau ist nötig, um bei sich und somit wehrhaft zu bleiben. Nur so kann man seine Grenzen fest und selbstbestimmt verteidigen und aufrecht erhalten. Haben Sie auch im Laufe der Jahre Ihr freundschaftliches und partnerschaftliches Umfeld komplett auf empathische, also mitfühlende Personen umgestellt, können sie trotzem nicht verhinden, nicht doch gelegentlich mit toxischen Personen konfrontiert zu werden. Ihr Wissen macht Sie immun. Sie halten sich bald automatisch von diesen Menschen fern.

 

Zwei Handlungs-Strategien von Richard Grannon

„The overall strategy that I would offer you which is probably, you know, one of the most powerful things, piece of advice, that I can give you, is to engage actively in a refraim…a refraim simply means that if you change the context of the content of something that you are saying or thinking or doing and give it a new spin as it were than it changes what the meaning of the content is. In this case the refraim I would like to suggest that you take on is to get out of the mindset of yourself as a victim and the other person as the perpetrator, the criminal, get out of the mindset as the pray and the other person is the predator and reverse on to literary flip the script, to use the vernacular. The first step I would offer you is a strategy rather than a technique…is that you should see yourself as the predator and that you should actually actively engage in finding ways to provoke, to gaslight and to emotionally manipulate the narcissist, what previously you havn’t done because it does not come to you naturally. You are not a provoker, you’re not passive-aggressive, you don’t get your sexy little thrills from winding people up and from causing pain, from causing the stress and anxiety the narcissist does. So that is the first that I would offer you. Take yourself from pray to predator and start thinking about the other person’s vulnarabilities, what they are insecure about, what they feel anxious about, not sure about and deliberately provoke them and open those wounds and throw salt in them, the same way the narcissist does to their victims. That’s my first overall strategy…“

Sinngemäß rät Richard den Betroffenen tatsächlich, aus der Opferrolle auszusteigen, sich aber dann selbst zur Dominanten zu machen und die gleichen Methoden anzuwenden, die der Narzisst nutzt. Da es einem widernatürlich erscheint, einen Genuss daraus zu ziehen, andere zu unterminieren, fällt einem der Rollenwechsel nicht leicht. Allerdings macht er einen auf Dauer unabhängig. Man soll die verletzlichen Seiten, die Unsicherheiten und Ängste des Narzissten aufspüren und ebenfalls ‚Salz in dessen Wunden streuen‘.

 

Richard über das narzisstische Profil

„…this is how they behave, this is who they are, they’re cun-artist…the common criminal…they don’t know how to get what they want via legitimate means but they know they deserve it, they want it really badly, so they are going to do it via the non legitimate means of bullying or extortion or deception, seduction and so on. So, it really requires that, if you want to take revenge on a narcissist, you must be able to see this person…you might see as the other, the big bad other…enemy mine…it’s about coming back to ourselves and in order to do that, what I found very helpful and what I hope you guys will find helpful as well, is especially to get into the mindset of the narcissist…they actually look at people and actually look for the buttons they can push on another human being to distress them. That’s a novel. You could do that, too…by getting yourself in the first person of their perspective…go over there and try it…you look at what they do and you see it clearly for what it is, cheap, trickery, childish, exploitation and manipulative tactics and just…they permit themselves the indulgance of not worrying about the effects they have on other people. The core issue to all of this…is morality (short declaration concerning the non-possibility of talking about moral issues within psychological discussions, due to a liberal point of view)…if I come to you and I lie to you and whisper falsehoods in you ear, to seduce you and induce you to fall in love with me and I tell you that I fell madly in love with you meanwhile behind the black cape I am twiddling my moustache going haha, I don’t love you, you fool, I am just after your whatever it is…the (narcissistic) milkshake , the narcissistic supply, what you offer me, perhaps it’s money, it’s opportunity, perhaps it’s carreer events, it is something I feel that I deserve, I feel that I have the right to take it by false…that is evil, that is immoral, that is wrong…to see the world from this other perspective allows you to see if somebody is gaslighting you, pushing your buttons, I know that this is happening and I know that this is wrong and I must take action or…There is more to that narcissistic issue than just ‚oh, my ex boyfriend hurt me‘ or ‚oh, my ex girlfriend cheated on me‘ or, you know, ‚my family unit are a bunch of greedy manipulative cuns‘, you know, if it is that what reality is let’s deal with that, let’s learn how a narcissist thinks, let’s look at it from their point of view…just engage in their model of reality: how can I exploit other people. Now you know where they are coming from. You’re not going to chose to do that, you are going to go: ‚oh, that’s all they are! That’s all they have! Without my goalability, without your naivity, they have nothing! Without our consent they have nothing. The most powerful thing you can do is to say ‚I do not consent to this‘. You don’t have to say anything more than that, but say no, I don’t consent. Non servium. I would prefer not to. Thank you. I do not consent.“

Auf interessante Weise erklärt Richard, dass Narzissten nichts anderes, als Betrüger sind. Wenn man ihre Denkmuster erkennt und sich in ihre Lage versetzt, sieht man, wie banal die Problematik eigentlich ist. Miese Betrüger, so einfach. So billig. Wenn man sich klar macht, dass sich in ihrem Denken alles darum dreht, andere zu übervorteilen, bleibt einem als Beobachter der Situation nur, seinen Machenschaften ‚nicht zuzustimmen‘. Nein Danke, ich mache da nicht mit. Es sei, so Richard, das Kraftvollste, was man machen kann. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich fortwährend wiederhole; erkennt man erst die Muster und kann sie benennen, ist man frei.

Allerdings können, je nach Intelligenzgrad des malignen Narzissten, die ersten Anzeichen so gut getarnt sein, dass man sie über einen langen Zeitraum nur äußerst schwer identifizieren kann. In diesem Fall bleibt einem nur seine eigene Intuition. Manchmal reicht schon das Gefühl, erschöpft zu sein, um einen neuen Narzissten im Umfeld aufzuspüren. Ein Energieverlust in Kombination mit innerer Unruhe und mangelnder Konzentrationsfähigkeit deuten oft darauf hin (der Körper signalisiert es zuerst). Leider kann die eigene Intuition in frühen Jahren schon entschärft worden sein, was auf innerfamiliäre Umstände zurückzuführen ist, – meist ebenfalls durch emotionalen Missbrauch. Richard Grannon bietet auch Kurse zur Schärfung der eigenen Emotionen und zur Entwicklung seiner Emotional Literacy (Emotionales Alphabet) an. Innerhalb dieser Kurse erlernt man neu, was für ein großes Spektrum unterschiedlicher Gefühle es überhaupt gibt und wie sie heißen. Manche Menschen können noch nicht einmal ihre Langeweile- oder Angstgefühle als solche benennen, – so sehr ist man in ihrer Kindheit über ihre Befindlichkeiten hinweggegangen, bzw. hat massiv ihre Grenzen überschritten und ihre spezifischen Persönlichkeitsmerkmale ignoriert.
http://www.spartanlifecoach.com

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 19 – AUF DEN PUNKT GEBRACHT ein Gedicht von Andrea Amberge

 

 

Narzissten

 

Sind
Menschen ohne
Liebe für sich
Und Andere sind berechnend
Kalt

 

Ziehen
Ihre mangelnde
Liebe aus der
Manipulation der Menschen knall
Hart

 

Es
Geht ihnen
Nur um Macht
Und Kontrolle beherrschen wollen
Sie

 

Empathie
Ein Fremdwort
Für sie wissen
Nicht wie es geschrieben
Wird

 

Fangen
Charmant ihre
Opfer ein zeigen
Sich verständnisvoll, hilfreich und
Sozial

 

Arbeiten
Mit dem
Zuckerbrot- und Peitsche-Prinzip
Locken dich und quälen
Dich

 

Alles
Nur zu
Ihrem Besten versteht
Sich alles Andere ist
Uninteressant

 

Rauben
Deine Energie
Machen dich klein
Und abhängig saugen dich
Aus

 

Loben
Dich nicht
Unterstützen dich nicht
Behindern dich beim Erfolg
Destruktiv

 

Verunsichern
Dich total
Demontieren dein Selbstwert
Und erhöhen sich darüber
Selbst

 

Wollen
Alles in
Der Hand haben
Kontrolle ist ihre oberste
Maxime

 

Arbeiten
Im Verborgenen
Wirken nett und
Freundlich sind es aber
Nicht

 

Dominieren
Nicht nur
Ihre Familien nein
Befinden sich auf allen
Ebenen

 

In
Wirtschaft und
Politik an oberster
Stelle stellen sich zur
Schau

 

Nur
Sie wissen
Wie es geht
Nur sie haben immer
Recht

 

Das
Zentrum der
Welt sind sie
Allein alles Andere zählt
Nicht

 

Bereichern
Die Menschheit
Mit ihrem Sein
Nicht wollen Gott sein
Überall

 

Andrea  Amberge                                        Wallbach, den 29.04.2018

Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 18 – Ein kurzes Schreiben

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Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 17 – Das Diabolische Schauspiel Krankhaft Narzisstischer Mütter und die verheerenden Auswirkungen auf das Leben ihrer Kinder Teil I

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Nahezu Unfassbar

Diese Reihe an Texten wird für viele betroffene Leser schwer zu ertragen sein – der Prozess der Akzeptanz ist hochgradig schmerzhaft. Haben Sie das Konzept aber erst verstanden und verinnerlicht, wartet ‚The New Normal‘ auf  Sie, – Ihr eigentliches Leben voller neuer Möglichkeiten

Ein Bericht

Ich werde hier so kompakt und klar umrissen wie möglich die oben genannte Problematik beschreiben. Auch für mich ist das Thema hoch emotional. Nur aufgrund des Verarbeitungsvorsprunges, den ich im letzten Jahr durch eine mehrmonatige Abkehr von der Zivilisation bewusst herbeigeführt habe, kann ich jetzt so rational und für Sie in Hochauflösung von diesem unausgesprochenen und gesellschafts-beeinflussenden Krankheitsbild pathologisch verdeckt narzisstischer Frauen erzählen.

Für viele von Ihnen wird wahrscheinlich eine Welt zusammenbrechen. Aber während des darauf folgenden Emanzipationsprozesses werden Sie mehr und mehr die ganze Fülle Ihrer Persönlichkeit erleben, wie sich Ihre Talente herausbilden und welche Erfolge in Ihrem Leben überhaupt möglich sein können. Sie werden erstaunt sein, was passiert, wenn Sie endlich damit aufhören, sich anderen gegenüber reflexartig in eine untergeordnete Position zu begeben. Erst nach der äußerst schmerzvollen und beschämenden Erkenntnis, nur ein losgelöstes, manipulierbares Objekt innerhalb des Regimes Ihrer Mutter gewesen zu sein, werden Sie langsam Ihr wertvolles Selbst kennen lernen. Es geht um Sie. Vielleicht zum ersten Mal.

Zwei Kategorien – Verabschieden Sie sich innerhalb der zweiten Kategorie von dem Mutter-Begriff, so wie Sie ihn bis jetzt immer verwendet haben

Die liebesfähige Mutter

Es gibt genau zwei Kategorien von Frauen mit Kindern. Die einen lieben ihre Töchter und Söhne, so wie die Natur es programmiert hat, und haben von Anfang an eine enge Bindung zu ihnen. Sie verhalten sich selbstlos, beobachten, unterstützen, geben Sicherheit, halten Rückschläge aller Art aus und bleiben souverän. Sie lieben und feiern ihre Kinder und würden alles für sie tun. Diese Mütter erleben kein Neid- und Konkurrenzgefühl gegenüber ihren heranreifenden Töchtern, gönnen ihren Kindern Überlegenheiten und sind, im Gegenteil, stolz auf deren charakterliche Besonderheiten und ihr Potenzial. Sie kennen ihre Söhne genau, wissen um deren Empfindlichkeiten und lieben ihre Töchter sogar für alles, was sie an Drama und Chaos verbreiten. Sie versuchen jeden Tag neu das Innenleben ihrer Töchter und Söhne zu verstehen, empathisch nachzuvollziehen und respektieren die Unterschiede zu sich selbst.

Souverän liebende Mütter projezieren nicht. Sie bewahren Haltung und zeigen Stärke und ihre Kinder wissen, dass sie ihnen glauben, vertrauen und sich an ihnen orientieren können. Es ist für sie eine Selbstverständlichkeit, ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zukommen zu lassen, auch wenn sie sich selbst deshalb materiell zurücknehmen müssten. Hätten sie keine materiellen Mittel zur Verfügung, unterstützten sie, vollkommen selbstverständlich, ihre Kinder moralisch und mit allem, was es den Töchtern und Söhnen erleichterte, ihren individuellen, beruflichen Weg zu gehen.

Im Idealfall geben diese Mütter ihren Kindern ein Konzept mit, eine Idee von der Welt, so wie sie auf die jungen Erwachsenen  zukommt, wenn sie das Haus verlassen. Allein um die Kinder nachhaltig vor möglichst vielen Eventualitäten zu schützen. Sie wissen, dass die Energie, die sie in sanfter und liebender Haltung ihren Kindern entgegenbringen, am Ende ihres eigenen Lebens zu ihnen zurück kommt.

Grundvoraussetzung: für alle diese mütterlichen Eigenschaften müssen diese Frauen eine intakte Empathiefähigkeit besitzen. Das ist entscheidend. Die narzisstische, bindungsunfähige Mutter verfügt darüber nicht. Ihre Gehirnanatomie, genauer, ihre neuronalen Verlinkungen ermöglichen es nicht, Empathie, Gefühle wie bedingungslose Liebe und eine auf die Individualität des Kindes ausgerichtete Fürsorge sowie ein Gewissen zu entwickeln. (Quelle: Charité Berlin: Veränderte Anatomie des Gehirns bei pathologischen Narzissten.2013)

Die pathologisch narzisstische Mutter

“Sie können es nicht, sie sind dazu nicht in der Lage“, so die Aussagen von Psychologen über Frauen, die aus oben genannten Gründen keine authentische Bindung zu ihren Kindern entwickeln.

Und jetzt kommt die entscheidende Stelle für alle Betroffenen: wüssten sie von Anfang an, dass es so ist, könnten sie oder andere Familienmitglieder für sie handeln. Wohl dem, der Alternativen hatte. In unserem christlich geprägten Kulturkreis hat den Eltern, speziell den Müttern, Respekt entgegengebracht zu werden. Alle gehen vom Normalfall aus. Nämlich, dass die Mutter ebenso ihre Kinder respektiert.

Und verhielte sich eine Mutter offen narzisstisch, könnte ebenfalls präventiv gehandelt werden. Der verdeckte, maligne Narzissmus allerdings lässt zunächst von außen nichts Ungewöhnliches erkennen. So ist es beabsichtigt. Erst im Laufe der Jahre, innerhalb der Biographien der Kinder oder des Ehemannes, finden sich merkwürdige Stagnationen oder Brüche, für die es zunächst keine Erklärungen gibt. Es entwickeln sich unter anderem psychische Auffälligkeiten, Süchte oder körperliche Beschwerden durch hartnäckig Verdrängtes. Ich möchte im Folgenden gern näher auf die Methoden dieser Frauen eingehen und in einem weiteren Artikel dann auf  die CPTSD, – die ‚Complex Posttraumatic Stress Disorder’ oder Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung als mögliche Konsequenz verdeckten emotionalen Missbrauchs (innerhalb toxischer Familien-Atmoshären) durch pathologische Narzisstinnen näher erklären. Im Anschluss daran zeige ich Ihnen Ihre neuen Perspektiven auf.

Erste Strategien und Methoden (Beispiele)

Eigentlich sollte ich froh sein (Ironie), hätte ich einen Lehrstuhl in Psychologie, Medizin oder ginge ich einer anderen akademischen Tätigkeit nach, hätte ich niemals so viele Frauen getroffen, die mir von den Neid- und Konkurrenz-Exzessen ihrer Mütter erzählen. Es würden sich jetzt nicht Lebensgeschichten auf meinem Schreibtisch stapeln, in denen es beispielsweise heißt: „Zu erkennen, was für ein Spiel die eigene Mutter mit einem selber und mit der Umgebung getrieben hat, ist wie in einem Thriller. Wie in einem Psycho-Thriller, wo man als Zuschauer in einer entscheidenden Szene merkt: Moment mal, hier stimmt etwas nicht. Der Gute ist gar nicht der Gute..alles ist ganz anders, als ich erwartet hatte“.

Ich würde ein langweilig erfolgreiches (wieder Ironie, vorsichtshalber) Leben führen, so wie es mein genetisches Potenzial eigentlich vorgesehen hatte, aber es sollte anders kommen. Am Tag meiner Abiturzeugnis-Ausgabe hieß es:

“so, wir haben hier eine Lehrstelle als … für dich bei … arrangiert und wenn dir das nicht passt, dann kannst du ja deine Koffer packen“.

Den Koffer gepackt habe ich erst 33 Jahre später, um mich in der Stille der norwegischen Natur zu fragen, was eigentlich damals passiert ist. Und ich habe es geschafft. Ich habe unter Zurhilfenahme einiger us-amerikanischer, zwei britischer und einer isrealischen Quelle das ganze Ausmaß dessen, was damals passiert ist, zu 100% durchdrungen und verstanden.

Im Sog des Familien-Narrativs

Ich blickte damals, 1984, auf meine 15 Punkte in Biologie, dachte an alle meine Artikel, die ich für einen Ableger unserer Tageszeitung geschrieben hatte  und verstand die Welt nicht mehr. Ich war vollkommen perplex. Was, um Himmels Willen, war passiert? Sie hatten mich eiskalt erwischt.

Manipuliert, wie ich es zu dem Zeitpunkt war, machte ich diese gruselige Ausbildung bei einem ziemlich autoritären Chef. Ich zog sie durch. Drei lange Jahre lang. Bis zum Magengeschwür. Denn „man bricht grundsätzlich nicht ab, was man angefangen hat“. Ich erinnere an die Textreihe, die ich vor ein paar Monaten über Kommunikationsstrategien von Narzissten schrieb. Ein Argument aus einer logischen Konstruktion wird extrahiert und in einen komplett anderen Zusammenhang gesetzt. Alles hört sich von außen nachvollziehbar an. Die wesentlichen Aspekte, die zu einer authentischen Entscheidungsfindung führen würden, werden seitens des Narzissten vorsätzlich vernachlässigt. Ich werde in der Folge noch deutlichere Beispiele geben.

Ja, durchaus, man darf eine Ausbildung abbrechen, wenn das persönliche Unglück über diese Situation sich in Krankheiten niederschlägt, sage ich heute. Wie brutal diese Grenzverletzung, – wie wenig wehrhaft ich doch war. Ich bitte um Verständnis, aber niemand außerhalb kann sich vorstellen, wie subordiniert es im Inneren eines toxischen Haushaltes abzulaufen hat. Was wirklich dahintersteckte, war die gesetzliche Verpflichtung der Eltern, dem Kind eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Für ein Studium sei kein Geld vorhanden, hieß es. Mein Vater war selbständig, ich bin das einzige Kind und die nächste große Uni lag zwanzig Minuten entfernt, mit dem PKW. – Es ging um mehr als die Verweigerung der finanziellen Unterstützung. Es ging um reine Sabotage. Niemand darf dem vorherrschenden Narzissten in irgendeiner Form überlegen sein.

Wichtig: verdeckte, maligne Narzissten erkennt man an dem, was sie nicht für einen tun.

Es sollte übrigens auch nicht bei dem einzigen Überraschungscoup bleiben, wie sich im Laufe der Jahrzehnte herausstellte.
Und nein, ich bin keine Verschwörungstheoretikerin.

Mit großem Dank an C. L.

Zurück zu weiteren Berichten meiner Leser. „Filmisch gesprochen, wenn man sagt, dies wäre ein Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, würde jeder sagen, man könne es nicht glauben, alles sei erfunden. So viel Drama kann einem einzigen Menschen in einem einzigen kurzen Leben nicht widerfahren,“ heißt es in einer weiteren Geschichte, die mir geschrieben wurde. Man muss, will man Narzissten einigermaßen verstehen, 23 Mal um die Ecke denken. Auf diese Pläne käme ein normal denkender Mensch gar nicht. Aber der wäre ja auch nicht ausschließlich durch seinen eigenen Vorteil motiviert.

Nein, es ist kein Film. Es ist abscheuliche Realität.

Fortsetzung folgt

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Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 16 – Der Psychopath oder Die Skrupellosen

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Sie können Seelen auslöschen – von außen unbemerkt

Die kontinuierliche Veröffentlichung von Texten, die das Themenfeld ‚Manipulative Persönlichkeiten’ betreffen, führt mittlerweile dazu, dass ich angerufen werde. Ich werde entweder um Rat gefragt oder einfach nur um Bestätigungen gebeten. Darüber freue ich mich sehr, obgleich es mich wundert, dass es so lange gedauert hat, bis die ersten Anrufe kamen.

Die Geschichten, mit denen ich konfrontiert werde, sind oft sehr dunkel und schockierend. Am schlimmsten ist es, wenn ich befürchten muss, die verängstigte Person am anderen Ende der Leitung hat es mit einem Psychopathen, der Extremform im Spektrum manipulativer und missbrauchender Persönlichkeiten, zu tun. Diese hilfesuchenden Menschen sind oft nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es reicht mir, ihre kraftlose Stimme zu hören, um in etwa einordnen zu können, was ihnen gerade widerfährt oder widerfahren ist.

Mit diesem Text möchte ich einen kleinen Einblick in die Lebensumstände von Personen geben, die von Psychopathen, also von Vertretern der gefährlichsten Gruppe innerhalb der Cluster B Persönlichkeitsstörungen, subtil psychisch entführt, emotional missbraucht und in manchen Fällen sogar bis zur seelischen Zerstörung getrieben werden. Im internationalen Sprachgebrauch nennen sich die drei Phasen der narzisstischen Demontage, also ihr Modus Operandi:

Idealisation – Devaluation – Discard

(Idealisierung – Abwertung – Auslöschung)

Psychopathen umgarnen zunächst ihr anvisiertes Ziel und idealisieren es um diese Person an sich zu binden, später folgt die Entwertung durch zunächst subtile und folgend dann immer brutaler werdende Erniedrigungen. Zum Schluss werfen sie ihr aufgebrauchtes, ausgezehrtes Opfer einfach weg. Ausgehöhlt und nervlich am Ende. Ich kenne unzählige dieser Geschichten. Sie kommen aus allen sozialen Schichten.

Psychopathen sehen natürlich nicht alle aus wie Hannibal Lecter. Dann hätten wir es leichter. Sie laufen unbemerkt zwischen normal Empfindenden herum, tragen aber in ihrer Gehirn-Anatomie an manchen Stellen signifikante Auffälligkeiten, die sie von den anderen unterscheiden. Es gibt nur ein äußeres Merkmal, das sie von empathischen Menschen unterscheidet. Wenn man bewusst darauf achtet, erkennt man sie an ihrem kalten und berechnenden Prädatoren-Blick.

Ein charismatisches aber brandgefährliches Energiefeld

Ihre Ausstrahlung ist so intensiv, dass man in ihrer Nähe meint, verglühen zu müssen oder wie von einem Schwarzen Loch absorbiert zu werden, – Danke für die Analogie, liebe E.! Stimme, Artikulation und Schnelligkeit im Denken und Handeln sind neben überdurchschnittlicher Attraktivität oft so beeindruckend, dass bei jedem ihrer staunenden Adressaten sofort das kritische Denkvermögen auszusetzen droht. Ihnen stehen Kräfte zur Verfügung, die ein normaler Mensch nicht hat und ihre Ausdauer und ihre Konzentrationsfähigkeit lassen einen fragend zurück. Irgendetwas ist anders.

Zu diesem Zeitpunkt hat der Psychopath schon längst das Terrain sondiert und seine potenziellen Beutepersonen als solche klassifiziert. Hier ein brauchbares Psychogramm seiner typischen Beute herzustellen ist schwierig, – es hängt stark vom jeweiligen Psychopathen und seiner Ausrichtung ab. Auch nicht alle Beutepersonen sind extrem selbstlos, zumindest am Anfang nicht. Nicht alle sind hoch empathisch. Oft handelt es sich bei der Zielperson sogar um eine auffallend starke, intelligente Persönlichkeit, besonders dann, wenn der Psychopath sie ausgesucht hat, weil sie ihm aus finanziellen Gründen attraktiv erscheint. Es kann eine sehr leistungsfähige, ebenfalls charismatische Zielperson sein, die noch Kraft hat und ihn an ihrem finanziellen Erfolg teilhaben lässt. Es kommt tatsächlich auf die spezielle Motivation des Psychopathen an. Will er vorwiegend Sex, sind natürlich andere Attribute entscheidend für seine Vorauswahl.

Da ein Psychopath unfähig ist, eine authentische zwischenmenschliche Bindung einzugehen und er absolut ohne jegliche Gefühle operiert, geht er sämtliche persönlichen Ziele berechnend und mit dem dazu notwendigen Pragmatismus an. Er definiert sein Gegenüber ausschließlich als seinen persönlichen Energielieferanten. Sozusagen als menschliches Material. Innerhalb der Gruppe derer, die ihn mit Aufmerksamkeit, Sex, Geld, Informationen, Beziehungen etc. versorgen, gibt es eine Art Ranking. Mancher Human Supply ist für ihn wertvoller, als anderer. Haben die verschiedenen Energieversorger ausgedient, werden sie regelrecht abgestoßen. Ein Psychopath wirft Menschen weg.

 

Ein paar Beispiele alltäglichen psychopathischen Vorgehens

Eine Auswahl dessen, was mir erzählt wird, möchte ich hier gern veröffentlichen. Es reicht nicht, von den 4% zu berichten, ohne ihre verdeckten Machenschaften direkt auszusprechen. Die Anrufe, die mich erreichen, sollen nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Dass Psychopathen krankhaft lügen, ist inzwischen Allgemeinwissen. Ob männlich oder weiblich, sie können ihren Partner an den Rand des nervlich Ertragbaren bringen. Psychopathen sind skrupellose Betrüger. Sie können ihre weibliche Bezugsperson beispielsweise zu einer Abtreibung zwingen oder sie in ihre wirtschaftskriminellen Machenschaften mit einbeziehen. Psychopathinnen drehen heimlich Sexfilme von ihren von ihnen verführten, verheirateten Partnern und schicken diese den jeweiligen Ehefrauen. Sie provozieren ihr männliches Opfer bis es aggressive Ausbrüche hat. Zeugen gibt es selbstverständlich erst ab der zweiten Szene, ohne das Wissen über die vorhergehenden Provokationen.

Psychopathen installieren Keylogger (Spionage Software) in den Computern ihrer Familienmitglieder oder lassen sie gezielt vor wichtigen Prüfungen nicht schlafen, indem sie sie jede Stunde aufwecken, aus fadenscheinigen Gründen. Das Prüfungsergebnis könnte besser ausfallen, als bei ihnen selbst. Sie bestehlen ihre ‚Partner’ oder inszenieren dramatisch die Zerstörung einzelner Gerenstände aus deren persönlichem Eigentum, stellvertretend, Voodoo-Zeremonien gleich. Psychopathinnen stellen ihre Partner oder Kinder vor vollendete Tatsachen und schließen so die Umkehrbarkeit wichtiger, familiärer Entscheidungen aus. Sie verbreiten gezielt Lügen über ihre Angehörigen oder Partner, Peinlichkeiten und Intimes. Sie verpacken es in sorgenvoll geheuchelte Sätze. Psychopathische Frauen gehen anders vor, als ihr männliches Pendant.

Männliche Psychopathen machen ihren Frauen besondere Komplimente und sagen ihnen nach dem Aufstehen, dass ‚der Lack ab‘ ist und dass sie sowieso keiner mehr nimmt, oder dass sie sie in die Insolvenz treiben und damit dann in die Arbeitslosigkeit. Oder sie erzählen ihnen von ihrer eigentlichen Homosexualität. Nach dem ersten Schock der Ehefrau nehmen sie die Aussage mit den Worten zurück: „ich wollte nur sehen, wie Du reagierst“. Auch ihre Kinder sind für sie nur Objekte, Publikum, Entourage. Das Talent ihrer Kinder könnte höher sein, als ihr eigenes und das gilt es zu verhindern, mit allen zur Verfügung stehenden verschlagenen Mitteln. Großmütter stellen sich über ihre Enkel und machen sich über deren Interessen lustig. Es wurde mir die Kopie eines Schreibens geschickt, in dem die Großmutter eines Teenagers ihn bat, bei einer Bank ein Konto zu eröffnen. Den Empfehlungsbonus hätte sie dann gern. Es handelte sich um 50 €…

Männliche Psychopathen, wie weibliche, können ihre Opfer massiv stalken, sie flüsternd bedrohen und erklären, dass sie bereits andere beauftragt hätten, ‚das Problem‘ für sie zu lösen. Nicht jetzt sondern viel später, – erst dann, wenn sie selbst keiner mehr verdächtigen könnte…

Das sind nur einige wenige Geschichten. Die unter uns lebenden Psychopathen agieren täglich, überall.

 

Kann man einen Psychopathen therapieren?

Man kann 25 Jahre von einem Psychopathen manipuliert und emotional ausgebeutet worden sein, zum Beispiel innerhalb einer Ehe, am Ende entledigt er oder sie sich skrupellos ihres mittlerweile nur noch störenden Ballastes. Er kann von heute auf morgen mit seinem frischen Supply auf Reisen gehen und bester Laune sein. Ein Psychopath vermisst seinen Ex- Partner zu keinem Zeitpunkt. Noch einmal zur Erinnerung: es fehlt ihm dazu an notwendigen neuronalen Verbindungen, die sich auch im Nachhinein, zum Beispiel im Rahmen einer Therapie, nicht herstellen lassen.

Maximal verhaltenstherapeutische Maßnahmen könnten zu einer Verbesserung der Situation führen, aber dazu müsste der Psychopath seine Defizite zunächst erkennen und dann offen legen, was sehr unwahrscheinlich ist. Wie sollte man einer betroffenen anti-sozialen Persönlichkeit erklären, was Empathie ist? Diese Person müsste sich, ohne die dafür notwendige emotionale Substanz zu besitzen, in jeder zwischenmenschlichen Begegnung eine Art künstlich hervorgerufenes Mitgefühl herleiten. Das geschieht bei uns normal Fühlenden innerhalb Bruchteilen von Sekunden und bezieht, dank unserer emotionalen Grundausstattung, Sämtliches in unsere urteilenden Überlegungen mit ein, was wir über unser Gegenüber wissen.

 

Anfängliche Über-Empathie der Gesunden und bei Erkennen: Fassungslosigkeit

Es geht sogar oft soweit, dass empathische Persönlichkeiten die widersprüchlichen Verhaltensweisen eines schwer narzisstisch gestörten Familienmitgliedes oder ‚Partners‘ unbedingt verstehen wollen (meistens leider zunächst ohne die wichtigen Zusammenhänge zu kennen) und das über viele Jahre. Das ist extrem kraftraubend, innerhalb der Ungereimtheiten, Unverschämtheiten, Verschlagenheiten und Beleidigungen eine Art Logik erkennen zu wollen. Die Suche nach einer Erklärung macht die Gesunden erst fassungslos und dann müssen sie klar erkennen, dass Mütter sie nicht lieben und Väter sich nicht für sie interessieren, ihre Partner sie demontieren und ihre sogenannten Freunde sie kompromittieren etc. Die meisten wissen nicht, dass kalte und verzerrte Verhaltensweisen der rätselhaften Anderen auf Persönlichkeitsdefiziten und diese auf gehirn-anatomischen Besonderheiten beruhen. Ich kann nicht verstehen, warum die Forschung und hier insbesondere die psycho-pathologische in Deutschland diese Zusammenhänge nicht offen kommuniziert. Warum muss ich Quellen aus USA oder UK heranziehen?

 

Die derzeitige Situation in Deutschland lässt mich fragend zurück

Ich bat im Herbst letzten Jahres hier in Deutschland die leitende Psychologin einer psychosomatischen Klinik um ihren fachlichen Rückhalt für die Korrektheit meiner Texte. Sie versorgte mich mit Fachliteratur. Ich las diagonal und musste feststellen, dass die Inhalte nicht annähernd dem entsprachen, was ich durch die Hinzuziehung eher internationaler, insbesondere us-amerikanischer Psychologischer Fachliteratur lernen konnte und hier im Speziellen zum Thema CPTSD, der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung, dem Resultat aus jahrzehntelanger Traumatisierung durch innerfamiliären oder innerhalb von Beziehungen stattfindenden, emotionalen Missbrauch.

Schon das Gespräch mit ihr stellte mich nicht richtig zufrieden und als ich im Regen, hinter meinen rhythmisch schlagenden Scheibenwischern, enttäuscht nach Hause fuhr, ging mir ihr abschließendes Zitat nicht aus dem Kopf:

„…Sie müssen auch die Narzissten verstehen! Sie können nicht anders. Aber sie können vielleicht andere Dinge gut, – ich würde sie nicht als gestört bezeichnen. Es sind immerhin auch Menschen…“.

Angesichts dessen, was sie in Biographien anderer Menschen anrichten, bin ich über diese Aussage noch immer geschockt. Und wenn die Auswirkungen pathologisch narzisstischen oder anti-sozialen Handelns nicht so zerstörerisch für andere wären, dann frage ich mich, warum meine favorisierte Ärztin aus Massachussetts mehr als 1800 Videos zu diesem Thema gedreht hat und täglich kommen neue hinzu (youtube channel ‚peace and harmony‘). Oder warum auch Richard Grannon, Psychologe und Lifecoach aus UK, immer wieder neue Ergebnisse publiziert.

Beide verweisen Sie regelmäßig auf ein unverzichtbares Standardwerk, das ich für Sie abschließend gern anhänge:

Walker, Pete. Complex PTSD: From Surviving to Thriving. Azure Coyote, 2013.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Klicke, um auf 40_45_11.pdf zuzugreifen

Es wird mal wieder Zeit für einen Disclaimer:

Da ich selbst weder Ärztin, noch Psychologin oder Therapeutin bin empfehle ich allen Geschädigten von pathologischen Narzissten gezielt Institutionen aufzusuchen, die sich mit der Materie auskennen. Ich bin geneigt, Ihnen die Berliner Charité zu nennen, da sich hier langsam mehr und mehr Forschungsergebnisse zum Thema ‚Narzisstische Persönlichkeitsstörung‘ entwickeln.

Ich bedaure, dass es in Deutschland an flächendeckender Aufklärung zum Thema mangelt. Alle Englisch sprechenden Leser würde ich gern, aus gutem Grund, für die beiden oben genannten Psychologen begeistern, die kontinuierlich auf youtube veröffentlichen. Ich selbst wäre natürlich gern ‚zitierbar‘, – dass ich nicht über einen Abschluss in dieser wissenschaftlichen Disziplin verfüge, ist Teil des Problems, sozusagen ein Symptom oder aber vielleicht sogar inzwischen ein Teil der Lösung ; ).

Psychpathie erklärt

“… a reaction seeking cloud of nanobots …“

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 15 – Systematische Nicht-Anerkennung als manipulative Strategie

Wie Narzissten einen mit gezielt ausbleibender Anerkennung austrocknen und mit Pseudo-Komplimenten korrumpieren wollen

Eine der erfolgreichsten Methoden pathologischer Narzissten und Psychopathen

 

Diese maligne Vorgehensweise ermöglicht es ihnen, ihre Zielpersonen zu destabilisieren und bei ihr Selbstzweifel und Widersprüche zu implementieren. Nicht nur, dass fehlende Anerkennung an der entscheidenden Stelle die Selbstgewissheit eines Menschen unterminiert, der Geschädigte überlegt auch unterschwellig permanent, warum er im Vergleich zu anderen erfolglos bleibt, in seiner Entwicklung stagniert oder falsche Entscheidungen trifft. Er weiß nicht, warum es in seinem Leben einfach nicht weitergehen will. Dieser innere Konflikt strengt ihn an.

 

Eine Basis-Kriegsstrategie für Anfänger

Diese innere Beschäftigung kostet ihn Kraft. Es kostet ihn Energie, die er eigentlich an anderer Stelle brauchte. Das alles ist natürlich kein Zufall. Der Narzisst beschäftigt auf diese Art gezielt seine empathische Beute nach dem Motto: man kann nur eines zur Zeit, ’sich entweder auf einen Krieg vorzubereiten oder ihn zu führen‘. Beides gleichzeitig funktioniert nicht. Der Empath wird künstlich in einem Modus gehalten, in dem er sogar weder das eine, noch das andere konstruktiv darstellen kann (ohnehin weiß er ja auch noch gar nicht, dass Krieg mit ihm geführt wird…). Der krankhafte Narzisst will auf jeden Fall verhindert, dass sein Opfer an Stärke gewinnt und möglicherweise die Konzentration und Analysefähigkeit aufbringt, seine manipulativen Machenschaften zu verstehen. Jeder Mensch braucht in seinem Leben das Gefühl von Signifikanz. Ein Narzisst kämpft täglich dafür. Er ist bereit, alles dafür zu tun, damit er an erster Stelle des Hierarchie-Gefüges bleibt und kein anderer ihm in dieser Position gefährlich werden kann.

Noch einmal zur Erinnerung: der krankhafte Narzisst kann sich aufgrund seiner gehirn-anatomischen Anomalie nicht vorstellen, dass man Signifikanz auch durch weiche, empathische Zwischenmenschlichkeit erreichen kann. Diese Form der Abstraktion ist ein Bereich, in den vorzudringen ihm nicht möglich ist. Sein Vorgehen ist immer indirekt, als Charakteristikum von Manipulation, niemals transparent, klar und offen. Allein die Vorstellung, auf eine offene Frage eine ablehnende Antwort zu bekommen, wäre für eine manipulative Persönlichkeit unerträglich. So sehr abhängig ist sie vom Erfolg ihres Handelns, als reine Materialistin. Nur der zweifelhafte Erfolg, einen anderen übervorteilt zu haben, generiert die Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin. Deshalb reagiert sie auch, wie in einem meiner vorhergehenden Texte besprochen, so (passiv-)aggressiv, wenn sich ihre Pläne nicht durchsetzen lassen.

 

Sabotage zunächst als solche erkennen

Personen des engeren Umfeldes, deren einflussreiche Meinung von Bedeutung für einen Menschen  ist, seien es Eltern, Geschwister, Partner, Vorgesetzte o.ä. wollen verdeckt nicht, dass er sich in seinen Qualitäten bestärkt fühlt und so möglicherweise über sie hinaus wächst. Sie sabotieren sein Selbstwertgefühl. Ohne das Bewusstsein über diese malignen Vorgänge bleibt der betreffenden Person lediglich ein unbefriedigendes Gefühl, für das sie keine plausible Erklärung hat. Das Unausgesprochene wird zu einem entscheidenden Faktor innerhalb seiner erfolglosen Biographie.

 

Wenn Sabotage von außen allmählich zu Selbstsabotage wird

Wenn das passiert, dann sind pathologische Narzissten und Psychopathen am Ziel.

Aber der erste Schritt ist zunächst, Sabotage von außen als solche erkennen zu können. Das hört sich leichter an, als es ist und beschreibt eher ein Gefühl, als einen rationalen Vorgang. Die Strategie des gezielten Vermeidens von Anerkennung beschreibt eine Unterlassung. Es wird, an einer wesentlichen Stelle im Leben der Zielperson des Narzissten/ Psychopathen, nicht gelobt, anerkannt, erwähnt, gefördert, davon erzählt, darüber geschrieben, mit Stolz zum Ausdruck gebracht, ins Zeugnis diktiert, transparent gemacht und so weiter, was die Qualitäten und Qualifikationen derjenigen Person sind. Dies geschieht systematisch. Es kann passieren, dass das erwachsene Kind eines Elternpaares daraufhin nichts über seine eigenen, einzigartigen Fähigkeiten weiß. Es ist nie an der Stelle gelobt worden, die es in seiner Biographie weitergebracht hätte, – als Träger vielleicht sogar herausragender Qualifikationen. Das Kind hätte an genau dieser Stelle seiner Persönlichkeit Enormes leisten können, wurde aber statt dessen gezielt verunsichert.

Nun könnte man annehmen, entweder dem weiteren Umfeld der Familie wäre die Vorgehensweise der Eltern aufgefallen oder das Kind hätte an anderer Stelle die Chance gehabt, sein Können unter Beweis zu stellen.

Es kann sein, dass dem Umfeld rein nichts auffällt, wenn die Eltern nach außen vorgeben, normal fürsorglich und verantwortungsvoll zu handeln. Das Umfeld geht normalerweise nicht von verdeckt handelnden Eltern aus.

Wenn ein Kind von seinen Eltern nicht an den entscheidenden Punkten seiner Persönlichkeit gestärkt, für Banalitäten gelobt und ansonsten bei nicht familiensystem-konformen Verhaltensweisen abgelehnt und zurückgewiesen wird, wird das Kind sich in anderen Zusammenhängen nicht frei entfalten können, es sei denn, es durchschaut früh genug die Mechanismen und befreit sich aus der Maschinerie. Das allerdings gestaltet sich schwierig und bedarf zumindest einer anderen Person außerhalb des Systems, der das Kind vertrauen kann.

Meistens lebt die in ihrem Charakter und in ihren Fähigkeiten beschnittene Persönlichkeit auf einem Gleis ihr Leben weiter, das sie immer weiter von sich selbst wegführt. Dieser Sachverhalt entwickelt  bei vielen Persönlichkeiten auf Dauer eine stabile Selbstsabotage und ’self-medication‘, wie z.B. Substanz-Missbrauch oder ähnliche selbstschädigende Maßnahmen (siehe vorhergehende Texte dieser Reihe).

 

 

Übertragung auf andere Beziehungen bzw. hierarchische Systeme

Man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, dass systematische fehlende Anerkennung in der Ursprungsfamilie (und die damit verbundene zwangsläufig hierarchische Ordnung) einen geeigneten Nährboden für ebenfalls subsidiäres Verhalten der geschädigten Person innerhalb späterer Beziehungen oder innerhalb seines beruflichen Umfeldes bietet.

Wenn ein Vorgesetzter seinen Mitarbeiter für Banalitäten lobt, seine herausragenden Leistungen aber nicht erwähnt und, im Gegenteil, ihn an anderer Stelle verdeckt schikaniert, ist dieses narzisstische Verhalten schwer nachzuweisen. Ich kann nur dazu raten, Gespräche mit dem Vorgesetzten möglichst unter Hinzuziehung einer weiteren Person zu führen und die Unterlassung konkreter Anerkennung offen anzusprechen. Bleibt die Anerkennung für eine positive Leistung aus, so ist das als ‚manipulativ‘ zu bezeichnen.

 

Pseudo-Komplimente

Fühlt sich ein triviales Kompliment nicht schlimmer an, als jede Kritik? Man muss sich bewusst machen, dass in manchen Fällen gezielte Strategie dahinter steht. Auch hier greift eine Systematik.

Lobt der Vorgesetzte, vielleicht sogar vor Publikum, seinen Mitarbeiter für eine Nichtigkeit, erwähnt aber nie die wirklich überdurchschnittlichen Leistungen, entbehrt das Verhältnis zwischen den beiden selbstverständlich jeglicher Authentizität. Und nein, es ist nicht so offensichtlich, wie es sich anhört. Ich hörte von ganzen Bereichen großer Unternehmen, die seit Jahrzehnten auf diese Art ihr hoch qualifiziertes Personal mit Trivial-Komplimenten korrumpieren und damit versuchen, es motiviert zu halten. Dort herrsche ein Klima alarmierend übertriebener, künstlicher Freundlichkeit, das sämtliche Fluchtreflexe in einem in allerhöchste Bereitschaft versetze. Es heißt: alle spüren es. Keiner sagt etwas. (Neu ist übrigens auch eine Form der Pseudo-Mitgestaltung als geeignetes Mittel zur Infiltration)

Während meines Aufenthaltes in Norwegen erfuhr ich von Freunden, dass dort innerhalb von Unternehmen bewusst eine Kultur absoluter Offenheit in alle Richtungen gepflegt wird. Es ist also möglich. Nicht umsonst sind die Norweger das glücklichste Volk der Welt. Es ist anzunehmen, dass allgemeines ‚Vertrauen‘ und ‚Transparenz‘ innerhalb menschlicher Beziehungen und innerhalb von Systemen zu dieser Haltung beitragen.

 

Pseudo-Anerkennung im Kontext ‚Paarbeziehung mit einem Narzissten/ Psychopathen‘

Hier möchte ich kurz noch einmal den Begriff der Flying Monkeys ins Spiel bringen. Ein Psychopath geht im Vergleich zu einem krankhaften Narzissten noch wesentlich kaltblütiger und gerissener vor. Seinen naiven Freunden gegenüber lobt er seine Ehefrau, oder die Psychopathin ihren Ehemann, über Jahrzehnte in den höchsten Tönen. Das hat für eine manipulative Persönlichkeit  mehrere Vorteile.

Zunächst fühlt sich der Partner natürlich enorm geschmeichelt, öffentlich verehrt zu werden. Er sieht nicht, was dahinter steckt. Er weiß nicht, was der Psychopath eigentlich beabsichtigt.

Seine Flying Monkeys können sich bei Problemen dieses Paares oder bei einer Trennung nicht vorstellen, dass Psycho-Terror seitens des (unerkannten) Psychopathen der Grund sein kann. So oft hat er, hat sie, liebevoll über den jeweiligen Partner gesprochen…

 

Vorsicht

Bleiben Sie vorsichtig. So anstrengend es auch klingen mag. Mit der Zeit verinnerlichen Sie Ihr Wissen über krankhaft manipulative Personen und wenden sich immer schneller von diesem Menschentypen ab, der Ihnen täglich und überall begegnen kann. Sie entwickeln es und stärken Ihr Gespür für Widersprüche und Zusammenhänge, Sie können sich immer schneller erklären, was die eigentliche Motivation einer Ihnen gegenüber widersprüchlichen Persönlichkeit ist und dass es ausschließlich um deren Bereicherung geht, in welcher Form auch immer diese sich gestaltet.

 

 

 

Nach einer schreibfreien Phase geht es unter anderem bald weiter mit: Destruktive(n) Beziehungen zu Narzissten 15

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Warum wir Selbstwirksamkeit spüren müssen und
was unser Nervensystem registriert, wenn wir manipuliert werden.

Die Reaktivität des pathologischen Narzissten und die Reaktionen seiner Zielpersonen darauf.

Warum narzisstische Partner mit dem Begriff Liebe nichts anfangen können.

Was bedeutet eigentlich  ‚hoovern‘?

Vielleicht muss der Trauma– Begriff neu definiert werden?!

Wenn den Opfern niemand glaubt!

Weitere Kommunikationsmuster von Cluster B Persönlichkeiten …

‚Sie müssen doch auch die Narzissten verstehen …‘, als Antwort eines Psychologen auf seinen emotional missbrauchten Klienten. – Ich fuhr im Regen zurück nach Hause und fühlte mich so unverstanden, wie noch nie …

Es wird weiterhin um die Komplexität im Umgang mit Raub-Charakteren gehen.


Destruktive Beziehungen zu Narzissten 14 – Woran ich sie erkenne

oder Wie man es frühzeitig vermeidet, zu einem Funktionsträger degradiert zu werden

Ein Pathologischer Narzisst ist ein Gewinn- Maximierungssystem, – keine soziale Einrichtung. Soweit waren wir bereits. Es ist bitter, zu erkennen, dass es sich beispielsweise bei einem nahen Familienmitglied, dem sogenannten Partner oder Freund um jemanden handelt, der sich verdeckt nicht für uns, sondern ausschließlich für die Durchsetzung seiner eigenen Vorteile interessiert.

Eine pauschale Antwort auf die Frage zu geben, wie man möglichst schnell herausfinden kann, ob es sich bei einer bestimmten Person um einen verdeckten Narzissten handelt, ist nicht leicht. Ich will es dennoch versuchen.

 

Wenn das narzisstische System funktioniert

Das gewinnmaximierende System Pathologischer Narzisst rekrutiert ständig eine ganze Entourage an Objekten, die sich lohnen, auf eventuelle Gewinnerzielung hin von ihm überprüft zu werden. Kurz zur Erinnerung: mangels Gehirnmasse an dafür notwendiger Stelle (das ist natürlich extrem vereinfacht dargestellt, jedoch in meinem vorhergehenden Text ausreichend belegt) entwickelt er weder ein schlechtes Gewissen, während er forscht, noch Empathie, Zweifel oder Skrupel, – einzig seine Gewinnprognose treibt ihn an. Ebenfalls kurz zur Erinnerung: es kann sich dabei um finanzielle Vorteile, um Sex, um Aufmerksamkeit, einfach um Gesellschaft oder vieles andere handeln. So unterschiedlich Individuen sind, genauso unterschiedlich ist natürlich auch die Motivation eines jeden narzisstischen Jägers.

 

Was normalerweise passiert

Angenommen ein Vertreter der Psychologischen Klassifizierung Cluster B, also eine krankhaft manipulative Persönlichkeit, hat sich eine Strategie überlegt, wie er oder sie möglichst unerkannt (und das trainieren und perfektionieren sie täglich) ein menschliches Objekt dahin bewegt, ihm einen Vorteil zu verschaffen, dann hat sich der Narzisst zunächst auf eine seiner verschiedenen Methoden festgelegt. Er tat dieses nachdem er seinerseits sein Objekt erst beobachtet und dann klassifiziert hat. Zur Manipulation geeignete Objekte verfügen ja, wie in vorhergehenden Texten erschöpfend herausgearbeitet, über ein hohes Maß an Empathie, einen starken Willen zu helfen aber auch oft über überdurchschnittliche Intelligenz. Es sind Personen, die statt auf ihre Intuition zu hören, dazu neigen, zu rationalisieren. Sie finden nach einigen Hin- und Herüberlegungen immer eine rationale Erklärung selbst für das merkwürdigste Verhalten ihrer Mitmenschen und leider auch für Widersprüchliches und auf den ersten Blick nicht erkennbare gefährliche Argumentations-  Manöver von Narzissten. Sie lenken den Blick dabei oft weg von sich selbst auf die jeweiligen Befindlichkeiten des Unerkannten und verstehen, vollziehen nach und begründen. Dabei verschiebt sich der sogenannte ‚locus of control‚ nach außen, das heißt der Narzisst spielt und führt beliebig sein Objekt am Nasenring durch die Manege. Es hinterfragt üblicherweise nicht. Die Argumentationskonstrukte, die er gebaut hat, klingen plausibel. Den Rest erledigt das Objekt, das nicht aufhören will, bereitwillig zu verstehen und zuzustimmen, weit entfernt von seiner Intuition und seinen eigenen Bedürfnissen. Das narzisstische Ausbeutungssystem funktioniert.

 

Aber was ist, wenn es nicht so läuft, wie der Narzisst es geplant hat? – Zur Störanfälligkeit des Systems

Nicht umsonst raten weltweit alle im Netz mit dem Thema Befassten, sich innerhalb eines Kennenlernprozesses ausreichend Zeit zu lassen, um etwaige maligne Motive seines neuen Gegenübers frühzeitig zu entlarven.

Machen Sie es wie Bartleby.

Sollten sie in einem Fall den Anfangsverdacht haben, es handele sich eventuell um einen Vertreter der Gruppe manipulativer Persönlichkeiten, dann spielen Sie einmal nicht mit. Machen Sie den Test. Sagen Sie: „Nein, – nicht so gern“, wenn es um eine Wunscherfüllung oder eine Anweisung seitens ihres Gegenübers geht.

Und dann achten Sie auf die Reaktion. Besonders einfach wird es, wenn das störanfällige narzisstische System empört und verärgert reagiert. Wenn Sie dafür bestraft werden, dass Sie seiner Wunscherfüllung nicht sofort nachkommen und statt dessen eigene, andere Pläne haben. Dieser Fall ist verhältnismäßig einfach und Sie können daraus Ihre wertvollen Schlüsse ziehen.

Etwas komplizierter wird es, wenn der innerlich verärgerte Narzisst versucht, es nach außen zu verbergen. Die Betonung liegt auf ‚versucht‘, denn wenn man sensibilisiert ist, wird man ihm die Verärgerung anmerken. Sein ausgesuchtes Objekt hat ‚Nein‘ gesagt und ihm somit seinen Plan zerschossen. Es wird in jedem Fall eine Reaktion von ihm kommen, die von der eines emotional Normalentwickelten abweicht. Sei es eine Abkehr, also die Bestrafung durch den Entzug an Aufmerksamkeit oder die Streichung von Mitteln oder andere indirekte Sanktionierungen.

Jeder gesund fühlende Mensch akzeptiert das Nein einer anderen Person im Rahmen seines Respektes und seiner Wertschätzung für sein Gegenüber. Ein Individuum entscheidet selbstverständlich selbst über sich und erhält von außen normalerweise Verständnis, – dafür braucht man Empathiefähigkeit.

Da Pathologische Narzissten in anderen nur funktionale Entitäten sehen und die Komplexität ihrer Gefühlswelt ihnen verborgen bleibt, werden die ausgesuchten Objekte für sie schnell uninteressant und sie wenden sich neuen ‚Möglichkeiten‘ zu. Wie jedes System sich nach einer Störung neuen Gegebenheiten anpasst, um sich weiterzuentwickeln, ändert auch er nach einem Misserfolg seine Stragegie. Er dockt ab und versucht es woanders.

Ein Pathologischer Narzisst lebt ein vollkommen anderes Leben, als emotional gesund entwickelte Personen. Er ist angetrieben von der Macht und dem Vorteil über andere. Reüssiert er nicht, wird sein inneres Vakuum für ihn zu einer Bedrohung. Man kann sich diesen Sachverhalt nicht oft genug in Erinnerung rufen. Dieses Mantra schützt einen davor, manipuliert und betrogen zu werden.

Noch einmal: machen Sie es wie Bartleby, der Schreiber von der Wallstreet. Sagen Sie Nein und achten Sie darauf, was dann passiert …

 

Quelle

The Fastest, Easiest Test For Narcissism – Up to date: „The Smiling No Test“ by Richard Grannon Spartanlifecoach (youtube)

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 13 – Eine Nische innerhalb des Gesundheitssystems

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… ein blinder Fleck und das nicht nur in Deutschland

 

Sollten Sie sich beim Durchsehen meiner Texte jemals die Frage nach ihrer Seriosität gestellt haben, kann ich Ihnen heute weiterhelfen. Was vor fast drei Jahren mit einem eher unbeholfenen kleinen Aufsatz über die Ergebnisse meiner ‚Feldstudien‘ und meiner ‚Teilnehmenden Beobachtung‘ begann, hat sich inzwischen zu umfangreicher Kenntnis über die aktuell international zur Verfügung stehenden Quellen entwickelt. Es zeigte sich, dass es äußerst kompliziert ist, die Charakteristika eines Phantoms zu erklären. Manipulativen Einfluss greif- und verstehbar machen zu wollen, kommt ‚chasing wind‘ gleich.

 

Wie Sie dem Titelbild und der dazugehörigen Quellenangabe am Ende dieses Textes entnehmen können, ist die Forschung in Sachen Psychopathologie bei Narzissmus noch ziemlich am Anfang. In der erwähnten Studie geht es um die Gehirne von Pathologischen Narzissten, also denjenigen Personen, die unter einem ‚pathologically grandiose sense of self- importance‘ bei gleichzeitiger ‚impairment of empathy‘ leiden. Ich verzichte an dieser Stelle auf die Übersetzung, – so oft habe ich es in meiner Text- Reihe schon erläutert. Und: ob Narzissten wirklich unter ihrer Besonderheit leiden, sei dahin gestellt. Fest steht, es ist ihnen nicht möglich, mitfühlende, soziale Bindungen zu anderen herzustellen. Was für uns Normalentwickelte eine entscheidende Rolle innerhalb unserer Lebensgestaltung spielt, uns Lebensqualität und soziale Wärme gibt, ist für diese Gruppe unerreichbar. Statt dessen kompensieren sie und das auf unsere Kosten.

Kurz zum Ergebnis der Studie: Pathologische Narzissten verfügen über auffällig wenig graue Hirnsubstanz an der Stelle der Grosshirnrinde, die für die Entstehung von Mitgefühl für andere verantwortlich ist.

Was heißt es Empathie- unfähig zu sein? Pathologische Narzissten fühlen sich berechtigt, sich einfach zu nehmen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Sie haben kein Gewissen und zeigen keine Reue. Es ist ihnen schlicht egal, was ihre Objekte fühlen. Sie können es nicht nachvollziehen.

 

Die Suche nach wissenschaftlichen Informationen über Opfer von Narzissten gestaltet sich schwierig

In einem meiner vorhergehenden Texte habe ich über die US- amerikanische Ärztin Dr. Nadine Harris Burke geschrieben. Sie befasst sich eingehend mit den Langzeit- Auswirkungen emotionalen Missbrauchs von Kindern, ist ständig auf Vortragsreise und klärt auf, – weltweit und meistens vor einer Universitäts- Elite an Medizinern des jeweiligen Landes. Man kann sie ebenfalls auf youtube, im Rahmen der Ted- Talks, sprechen hören. Ihr Enthusiasmus ist beeindruckend.

 

Es liegt in der Natur der Sache

Emotionaler Missbrauch ist natürlich schwer nachzuweisen. Da die berechnenden Praktiken des Narzissten darauf ausgelegt sind, Selbstzweifel bei seinen Ziel- Personen zu generieren, Zeugen sorgfältig auszuschließen und das komplette, gemeinsame Umfeld zu manipulieren und auf seine Seite zu bringen, nutzt ein Arztbesuch dem Opfer wenig. Es ist sich nicht darüber im klaren, dass es sich in einer parasitären Beziehung befindet und kann keine Begriffe für seine Situation formulieren. Und da das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaften über den hohen psycho- kriminellen Grad narzisstischer Machenschaften immernoch gegen Null geht, bin ich wenig optimistisch, was die Zukunft betrifft. Auch wenn das Thema immer häufiger in deutschen TV- Produktionen, bei Amazon oder Netflix aufgegriffen zu werden scheint.

In Arztpraxen wird sicher weiterhin selten die Frage nach dem engsten Umfeld des Erkrankten gestellt und ob er selbst glaubt, sich in wertschätzenden Beziehungen zu befinden oder aber massiv beeinträchtigt zu werden. Durch Trauma- Bonding und das Stockholm- Syndrom, also die durch Manipulation hergestellte, abhängig machende Opfer- Täter- Bindung und eine damit verbundene Hoffnung des Geschädigten, alles würde sicher gut, wenn nur erst … oder … oder … eintritt, wird der betreffende Arzt kaum brauchbare Informationen für seine Diagnose erhalten.

 

Die Aufklärer brauchen verstärkt Medienpräsenz

Also nichts anderes als das Zufallsprinzip wird in Zukunft darüber entscheiden, ob flächendeckend aufgeklärt werden wird oder nicht. Es gäbe keinen Markt, schrieb mir ein bekannter Verlag, von dessen Seite es zunächst hieß, er suche nach Menschen mit Erfahrungen auf dem Gebiet. Höre ich mich dagegen um, kann jeder Zweite von mindestens einem Fall emotionalen Missbrauchs berichten. Ich bin nicht bereit, diesen Widerspruch hinzunehmen und beginne damit, Kontakt zu Moderatoren und Chefredakteuren aufzunehmen. Allein, um dem Zufall eine etwas größere Chance einzuräumen.

Das Entscheidende ist: wer in missbräuchlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, kennt es nicht anders. Aber das Leben ist schöner, freier, voller Impulse und glücklicher Momente, wenn man sich von dem Missbraucher losgelöst hat und sie erkennt. Elementar ist auch, zu verstehen, dass man durchaus Einfluss auf die Gestaltung seiner Biographie hat und Manipulationen nicht mehr  ausgeliefert sein muss.

 

Keine Sexismus- Debatte sondern eine Narzissmus- Diagnose

Aktuell verfransen sich Teilnehmer in Diskussionsrunden, wenn es darum geht, was Männer dürfen oder nicht. Dabei beinhaltet sicher kaum ein anderer Bereich ein höheres Maß an Subjektivität.

Worum es meiner Meinung nach im wesentlichen geht ist die Frage, ob die sexuellen Übergriffe und emotionalen Manipulationen von einem krankhaften Narzissten begangen wurden oder nicht, – siehe exemplarisch die Fälle Wedel und Weinstein und der Objektstatus, den ihre Mitarbeiterinnen und andere Frauen ihres Umfeldes bei ihnen hatten.

Vieles deutet darauf hin.

 

So sollte es sein: vor allem selbstbestimmt

Warum ist jemand süchtig nach Substanzen? Warum raucht jemand, konsumiert regelmäßig zu viel Alkohol und warum hat eine Person Suizidgedanken,  Angststörungen, Burn- out oder Panikattacken? Was ist der wahre Grund für Anorexia, Bulimie oder Binge- Eating? Überhaupt alle Binge- Beschäftigungen, – eine Maßlosigkeit in allem? Warum haben viele ihre ursprünglichen Berufspläne nicht verfolgt und nicht an sich geglaubt? Die Flucht in religiöse Gruppen einschließlich in die Esoterik, eine Flucht in seine Arbeit, chronische psychosomatische Beschwerden, Depressionen usw. zeigen doch, dass man den Zugang zu sich selbst verloren hat (selbstverständlich gibt es ein umfangreicheres Diagnosespektrum, dennoch). Wahrscheinlich hat jemand anderer einem über die Dauer eines langen Zeitraums gravierende Selbstzweifel implementiert, die man nicht wieder los wird (Self- Sabotage)?

Die Alternative ist ein unbeschwertes und glückliches Leben dessen zentrales Gefühl die gesunde Beziehung zu seiner eigenen Seele, zu seinen tiefsten Bedürfnissen und zu seinem eigenen Körper ist.

Ein Leben sollte voller Dynamik und intrinsischen Antriebs sein. Couragiert umgesetzte Vorhaben, Freude an Freunden, Freude an Kindern und keine Angst vor der Angst als Prämisse. Die Übernahme von Verantwortung stellt keine Bedrohung dar sondern macht Spaß. Jeder von uns hat etwas einzigartig Substanzielles zur Gemeinschaft beizutragen und kann stolz darauf sein. Genau das sollte man zumindest in seiner Ursprungsfamilie gelernt haben und mitnehmen in die eigene Familie, es an seine Kinder weitergeben und sie dann an ihre Kinder. Optimismus sollte der Leitgedanke sein. Und die Basis aller dieser tragenden Gefühle ist das Vertrauen in die eigene Kraft.

So und nicht anders sollte sich das Leben anfühlen.

 

 

 

https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/veraenderte_anatomie_des_gehirns_bei_pathologischem_narzissmus/

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 12 – Soziologisch betrachtet: es fehlt an Reziprozität oder The Law Of Reciprocity


Pathologische Narzissten verstoßen gegen elementare Grundprinzipien sozialen Miteinanders – und stoßen trotzdem selten auf Protest

Warum ist das so? Und welches ‚Klientel‘ akzeptiert, anscheinend ohne negative Reaktionen, diesen Mangel an normalem Sozialverhalten seines Gegenübers? Ich sitze im Frankfurter Salon und denke nach …

Nachdem ich die grundlegenden Zusammenhänge destruktiver Beziehungen zu Cluster B Persönlichkeiten verstanden hatte, – es hat ungefähr fünfzig Jahre gedauert, habe ich mich buchstäblich umgedreht und bin gegangen. Kommentarlos. Ich habe mich aus gleich mehreren für mich destruktiven Beziehungen unwiederbringlich entfernt. Diese bedeutungsvollen Entscheidungen haben mir die Hoheit über mein eigenes Leben zurück gegeben. Ich bin wieder der Souverän. Es gibt keine Verdrängungen mehr, die somatisiert werden könnten. Selbst innerhalb gesellschaftlich hochstilisierter familiärer Bindungen (Sie merken: ich bin da kritisch) ist es doch absolut legitim, die Frage nach erfüllter Reziprozität zu stellen.

 

Was ist Reziprozität?

Laut Duden handelt es sich bei Reziprozität um „Gegen-, Wechselseitigkeit, Wechselbezüglichkeit“. Um einen Tausch. Einen Austausch. Der Begriff kommt aus der Soziologie. Dort wird die Bedeutung dieses Begriffes als ein ‚universelles soziales Prinzip‘ angesehen. ‚Menschen sind voneinander gegenseitig abhängig, Reziprozität gehört sogar zu einer Bedingung des Menschwerdens selbst'(H. S. Becker, 1956). Durch Gegenseitigkeit entstehen Beziehungen und gegenseitiges Vertrauen. Man könnte an dieser Stelle auch die Redewendung ‚wie Du mir, so ich Dir‘ anführen, – ein Geben und Nehmen in gelungener Balance.

Pathologische Narzissten und Anti- Soziale Persönlichkeiten (Psychopathen) halten sich nicht an diesen Grundsatz des sozialen Miteinanders, der für die meisten von uns eine Selbstverständlichkeit bedeutet. Sie fühlen sich berechtigt, gegen dieses Prinzip zu verstoßen. Sie initiieren eine Hierarchie, denn sie brauchen die Kontrolle über diejenigen, die sie wie selbstverständlich in ihre hierarchischen Strukturen einordnen. Und: sie nehmen sich einfach, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht.  Sie nehmen, die Vertrauensvollen geben.

Wir sozial und altruistisch Denkende sollten normalerweise erst vertrauen, wenn sich innerhalb der Beziehung zu einem anderen Individuum eine gewisse Wechselseitigkeit ergeben hat und wir davon ausgehen können, dass sie sich etabliert und dass seitens dieser Person nicht mit einem Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze neu entstandener Reziprozität zu rechnen ist. Leider trifft das nicht immer zu.

 

Vertrauen per se innerhalb von Familien

Warum protestieren wir nicht sofort, wenn die der Norm entsprechende und vertrauensfördernde Wechselseitigkeit nicht erfüllt wird? Was hält uns davon ab? Zum Beispiel: ein weiteres hierarchisches System, wie die Kirche mit ihren Verhaltensregeln und Sanktionsandrohungen, – also tief kulturell verankerte und betonierte moralische Glaubenssätze. Ein hierarchisches System stützt so das andere, – für mich der entscheidende und kritische Mechanismus des ‚Social Engineerings‘ und des in unzähligen Familien herrschenden systematischen emotionalen Missbrauchs. Zwei autoritäre Systeme greifen wie Zahnräder ineinander. Eine Vertrauensanweisung per se, vorgegeben durch die generationale Ordnung, allein durch das Eltern- Kind-  Gefälle, – sie kann hoch gefährlich werden für ein unschuldiges und unwissendes Kind. Wie oft wird von ihm zu viel genommen, statt ihm Sicherheit zu geben?

 

Vertrauensbildung innerhalb von Paarbeziehungen

Die negative Funktionalität innerhalb missbräuchlicher Paar- Beziehungen eines Empathen mit einem Pathologischen Narzissten basiert auf einer anderen Problematik. Ich hatte sie in verschiedenen vorhergehenden Texten bereits besprochen. Hier wird Vertrauen regelrecht chemisch, durch Neurotransmitter, erzeugt, nämlich durch das gezielte Generieren von Bindungshormonen durch Vortäuschung falscher Tatsachen seitens des pathologischen Narzissten. Durch Suggestion. In der Anfangsphase einer Beziehung bemüht sich der Narzisst aus taktischen Gründen, den Grundsatz der Reziprozität zu erfüllen oder ihn sogar über zu erfüllen. Er überschüttet seine Zielperson berechnenderweise mit Liebesbekundungen, Geschenken und Zukunftsversprechungen.  Ist die Komplementärperson ‚eingerastet‘ und sich der Beziehung erst sicher, – ist also eine bindungshormonelle Abhängigkeit zu ihrem Narzissten entstanden, entzieht dieser sich ihr wieder, demaskiert sich und treibt durch grobe Verstöße gegen die Reziprozität den empathischen und verzweifelten Partner vor sich her. Er treibt ihn von Glücksmomenten (die im Laufe der Zeit immer seltener vorkommen) zu panischer Verlustangst und wieder zurück. Dieses Auf und Ab, der abrupte Wechsel von Glückshomonen zu Stresshormonen,  erzeugt in der Psyche der abhängigen Person ein sogenanntes Trauma- Bonding, – eine traumatische Bindung zu ihrem Manipulator. Sie ist aufgrund dieser kritischen Stresssituation nicht mehr in der Lage, einen klaren Blick auf die Destruktivität innerhalb des Verhaltens ihres Narzissten zu entwickeln und verharrt in der Situation (Stockholm- Syndrom). Ihr oder ihm fehlt es an adäquater Urteilskraft. Deshalb wehrt sich die geschädigte Person nicht gegen den gravierenden Mangel an ausgeglichener Wechselseitigkeit innerhalb der Paar- Beziehung, die sie glaubt, zu haben. Sie gibt, er nimmt. Sie erkennt nicht, was mit ihr passiert. In Wirklichkeit handelt es sich klar um eine kriminelle Handlung seitens des Prädatoren, – des Pathologischen Narzissten. Nämlich um Psycho- Terror: sein Modus- Operandi.

Innerhalb von Familien wird anders ‚operiert‘, – obgleich nicht minder kriminell, gemessen an den Konsequenzen, die verdeckt narzisstisches Vorgehen für die Psyche des empathischen Adressaten haben kann.

 

Tief verankerte Glaubenssätze hindern uns hier an klarer Urteilskraft

Ich selbst habe einem Mitglied meiner Ursprungsfamilie, das generational ‚über‘ mir stand, die ganze Welt gezeigt. Ich habe diese Person auf zahlreiche meiner früheren  Dienstreisen in den Nahen Osten, nach USA, Asien und sogar Australien mitgenommen, – sie ist oft in der ersten Klasse gereist und hat mit mir in den schönsten Fünf- Sterne Hotels wohnen dürfen. Sie war mit mir in Tel Aviv und in Venedig. Ich habe mir nie die Frage gestellt, ob ich jemals einen Gegenwert dafür erhalten habe. Warum eigentlich nicht?

Heute sehe ich klarer. Sie ahnen sicher, was jetzt kommt: es gab natürlich keine Reziprozität. Das ist sozusagen das Erkennungsmerkmal eines Beziehungs- Gefälles zwischen einem Pathologischen Narzissten und seinem abhängigen Empathen. Das Ganze war ein sehr einseitiges Unterfangen, ohne Sie an dieser Stelle mit zu vielen Details langweilen zu wollen. Eine emotionale Balance hat es nie gegeben. Es hat, genau genommen, überhaupt keine Emotionalität gegeben. Meine Generation hatte in erster Linie zu funktionieren, zu liefern. Ich habe die Ursprungsfamilie früher selten in Frage gestellt (welches Kind tut das schon?), weil ich nicht durfte, weil man es nicht machte, weil nur einer sich beklagen durfte, weil man seine Eltern ‚zu ehren‘ und nicht zu kritisieren hatte, weil ‚doch alles schon so lange her war‘, weil man ja schließlich einmal alles erben würde (hervorragendes Druckmittel) und plötzlich gibt es gar nichts mehr, was man erben könnte, denn Eltern oder Teile von Eltern haben es sich anders überlegt und Ähnliches.

Es gab übrigens nie den geringsten materiellen Beitrag zu meiner Berufsausbildung, – wobei: sogar über eine moralische Unterstützung hätte ich mich schon sehr gefreut …

Auch auf die Gefahr, mich zu oft zu wiederholen: narzisstische Eltern manipulieren ihre Kinder sehr verdeckt. Fast immer spielen Schuld und Gewissen eine Rolle. Ein Kind, das in seiner servilen Rolle, als Teil der Anhängerschaft seines narzisstischen Elternteils aufwächst, kennt es nicht anders, als emotional manipuliert und in seinen wahren Bedürfnissen ignoriert zu werden. Es kennt keine Meinungs- und Handlungsfreiheiten, denn jede Freiheitsbestrebung wird sofort massiv sanktioniert. Seine Überlebensstrategie bedeutet die bedingungslose Unterordnung. Was ein von Unterordnung geprägtes Leben als Kind zur Folge hat, kann man sich denken. Das Individuum hat später natürlich genauso viel Angst, sein Selbst zu zeigen, wie ‚zu Hause‘. Dieser Zustand manifestiert sich und wenn das Individuum sehr viel Glück hat, dann begreift es eines Tages die psychischen Mechanismen, die die Ursache für sein lebenslanges selbst- limitierendes Denken und seine fehlende Selbstgewissheit sind.

Was für ein Glück: ich habe mich vor einiger Zeit aus diesen Mechanismen befreien und sehr positive Entwicklungen in die Wege leiten können …

Ein verdeckter, familiärer Autoritarismus, – mit einem offenen wäre ich durchaus zurecht gekommen, kann bei Kindern zu gravierenden seelischen Fehlentwicklungen führen. Es existierte keine emotionale Wechselseitigkeit. Emotionen haben nie eine Rolle gespielt, – ausschließlich die Machterhaltung und das Manipulationsspiel von oberer Stelle, die gar keine obere Stelle hätte sein müssen, sondern nur durch die stille Akzeptanz anderer Familienmitglieder zu einer wurde. Warum nur thematisiert eine Gesellschaft diesen Zusammenhang nicht, der sie sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen so marode entwickeln lässt? Es ist mir ein Rätsel.

 

Beispiele fataler Glaubenssätze:

„Wer liebt, der gibt“ – gilt allerdings auch für die andere Seite

„In Beziehungen sollte man nicht aufrechnen“ müssen, – wenn doch, stimmt etwas nicht

„Wahre Liebe ist selbstlos“ – Wahre Liebe achtet auf Balance, sage ich.

„Du sollst Vater und Mutter ehren“, innerhalb funktionaler Familien bestimmt, im missbrauchlichen Kontext dagegen hoch gefährlich

„Die Dual- Seele ist einfach noch nicht bereit“, aus dem Bereich der Esoterik, – und deshalb warten Einige ihr Leben lang