Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 18 – Ein kurzes Schreiben

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Destruktive Beziehungen zu pathologischen Narzissten 17 – Das Diabolische Schauspiel Krankhaft Narzisstischer Mütter und die verheerenden Auswirkungen auf das Leben ihrer Kinder Teil I

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Nahezu Unfassbar

Diese Reihe an Texten wird für viele betroffene Leser schwer zu ertragen sein – der Prozess der Akzeptanz ist hochgradig schmerzhaft. Haben Sie das Konzept aber erst verstanden und verinnerlicht, wartet ‚The New Normal‘ auf  Sie, – Ihr eigentliches Leben voller neuer Möglichkeiten

Ein Bericht

Ich werde hier so kompakt und klar umrissen wie möglich die oben genannte Problematik beschreiben. Auch für mich ist das Thema hoch emotional. Nur aufgrund des Verarbeitungsvorsprunges, den ich im letzten Jahr durch eine mehrmonatige Abkehr von der Zivilisation bewusst herbeigeführt habe, kann ich jetzt so rational und für Sie in Hochauflösung von diesem unausgesprochenen und gesellschafts-beeinflussenden Krankheitsbild pathologisch verdeckt narzisstischer Frauen erzählen.

Für viele von Ihnen wird wahrscheinlich eine Welt zusammenbrechen. Aber während des darauf folgenden Emanzipationsprozesses werden Sie mehr und mehr die ganze Fülle Ihrer Persönlichkeit erleben, wie sich Ihre Talente herausbilden und welche Erfolge in Ihrem Leben überhaupt möglich sein können. Sie werden erstaunt sein, was passiert, wenn Sie endlich damit aufhören, sich anderen gegenüber reflexartig in eine untergeordnete Position zu begeben. Erst nach der äußerst schmerzvollen und beschämenden Erkenntnis, nur ein losgelöstes, manipulierbares Objekt innerhalb des Regimes Ihrer Mutter gewesen zu sein, werden Sie langsam Ihr wertvolles Selbst kennen lernen. Es geht um Sie. Vielleicht zum ersten Mal.

Zwei Kategorien – Verabschieden Sie sich innerhalb der zweiten Kategorie von dem Mutter-Begriff, so wie Sie ihn bis jetzt immer verwendet haben

Die liebesfähige Mutter

Es gibt genau zwei Kategorien von Frauen mit Kindern. Die einen lieben ihre Töchter und Söhne, so wie die Natur es programmiert hat, und haben von Anfang an eine enge Bindung zu ihnen. Sie verhalten sich selbstlos, beobachten, unterstützen, geben Sicherheit, halten Rückschläge aller Art aus und bleiben souverän. Sie lieben und feiern ihre Kinder und würden alles für sie tun. Diese Mütter erleben kein Neid- und Konkurrenzgefühl gegenüber ihren heranreifenden Töchtern, gönnen ihren Kindern Überlegenheiten und sind, im Gegenteil, stolz auf deren charakterliche Besonderheiten und ihr Potenzial. Sie kennen ihre Söhne genau, wissen um deren Empfindlichkeiten und lieben ihre Töchter sogar für alles, was sie an Drama und Chaos verbreiten. Sie versuchen jeden Tag neu das Innenleben ihrer Töchter und Söhne zu verstehen, empathisch nachzuvollziehen und respektieren die Unterschiede zu sich selbst.

Souverän liebende Mütter projezieren nicht. Sie bewahren Haltung und zeigen Stärke und ihre Kinder wissen, dass sie ihnen glauben, vertrauen und sich an ihnen orientieren können. Es ist für sie eine Selbstverständlichkeit, ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zukommen zu lassen, auch wenn sie sich selbst deshalb materiell zurücknehmen müssten. Hätten sie keine materiellen Mittel zur Verfügung, unterstützten sie, vollkommen selbstverständlich, ihre Kinder moralisch und mit allem, was es den Töchtern und Söhnen erleichterte, ihren individuellen, beruflichen Weg zu gehen.

Im Idealfall geben diese Mütter ihren Kindern ein Konzept mit, eine Idee von der Welt, so wie sie auf die jungen Erwachsenen  zukommt, wenn sie das Haus verlassen. Allein um die Kinder nachhaltig vor möglichst vielen Eventualitäten zu schützen. Sie wissen, dass die Energie, die sie in sanfter und liebender Haltung ihren Kindern entgegenbringen, am Ende ihres eigenen Lebens zu ihnen zurück kommt.

Grundvoraussetzung: für alle diese mütterlichen Eigenschaften müssen diese Frauen eine intakte Empathiefähigkeit besitzen. Das ist entscheidend. Die narzisstische, bindungsunfähige Mutter verfügt darüber nicht. Ihre Gehirnanatomie, genauer, ihre neuronalen Verlinkungen ermöglichen es nicht, Empathie, Gefühle wie bedingungslose Liebe und eine auf die Individualität des Kindes ausgerichtete Fürsorge sowie ein Gewissen zu entwickeln. (Quelle: Charité Berlin: Veränderte Anatomie des Gehirns bei pathologischen Narzissten.2013)

Die pathologisch narzisstische Mutter

“Sie können es nicht, sie sind dazu nicht in der Lage“, so die Aussagen von Psychologen über Frauen, die aus oben genannten Gründen keine authentische Bindung zu ihren Kindern entwickeln.

Und jetzt kommt die entscheidende Stelle für alle Betroffenen: wüssten sie von Anfang an, dass es so ist, könnten sie oder andere Familienmitglieder für sie handeln. Wohl dem, der Alternativen hatte. In unserem christlich geprägten Kulturkreis hat den Eltern, speziell den Müttern, Respekt entgegengebracht zu werden. Alle gehen vom Normalfall aus. Nämlich, dass die Mutter ebenso ihre Kinder respektiert.

Und verhielte sich eine Mutter offen narzisstisch, könnte ebenfalls präventiv gehandelt werden. Der verdeckte, maligne Narzissmus allerdings lässt zunächst von außen nichts Ungewöhnliches erkennen. So ist es beabsichtigt. Erst im Laufe der Jahre, innerhalb der Biographien der Kinder oder des Ehemannes, finden sich merkwürdige Stagnationen oder Brüche, für die es zunächst keine Erklärungen gibt. Es entwickeln sich unter anderem psychische Auffälligkeiten, Süchte oder körperliche Beschwerden durch hartnäckig Verdrängtes. Ich möchte im Folgenden gern näher auf die Methoden dieser Frauen eingehen und in einem weiteren Artikel dann auf  die CPTSD, – die ‚Complex Posttraumatic Stress Disorder’ oder Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung als mögliche Konsequenz verdeckten emotionalen Missbrauchs (innerhalb toxischer Familien-Atmoshären) durch pathologische Narzisstinnen näher erklären. Im Anschluss daran zeige ich Ihnen Ihre neuen Perspektiven auf.

Erste Strategien und Methoden (Beispiele)

Eigentlich sollte ich froh sein (Ironie), hätte ich einen Lehrstuhl in Psychologie, Medizin oder ginge ich einer anderen akademischen Tätigkeit nach, hätte ich niemals so viele Frauen getroffen, die mir von den Neid- und Konkurrenz-Exzessen ihrer Mütter erzählen. Es würden sich jetzt nicht Lebensgeschichten auf meinem Schreibtisch stapeln, in denen es beispielsweise heißt: „Zu erkennen, was für ein Spiel die eigene Mutter mit einem selber und mit der Umgebung getrieben hat, ist wie in einem Thriller. Wie in einem Psycho-Thriller, wo man als Zuschauer in einer entscheidenden Szene merkt: Moment mal, hier stimmt etwas nicht. Der Gute ist gar nicht der Gute..alles ist ganz anders, als ich erwartet hatte“.

Ich würde ein langweilig erfolgreiches (wieder Ironie, vorsichtshalber) Leben führen, so wie es mein genetisches Potenzial eigentlich vorgesehen hatte, aber es sollte anders kommen. Am Tag meiner Abiturzeugnis-Ausgabe hieß es:

“so, wir haben hier eine Lehrstelle als … für dich bei … arrangiert und wenn dir das nicht passt, dann kannst du ja deine Koffer packen“.

Den Koffer gepackt habe ich erst 33 Jahre später, um mich in der Stille der norwegischen Natur zu fragen, was eigentlich damals passiert ist. Und ich habe es geschafft. Ich habe unter Zurhilfenahme einiger us-amerikanischer, zwei britischer und einer isrealischen Quelle das ganze Ausmaß dessen, was damals passiert ist, zu 100% durchdrungen und verstanden.

Im Sog des Familien-Narrativs

Ich blickte damals, 1984, auf meine 15 Punkte in Biologie, dachte an alle meine Artikel, die ich für einen Ableger unserer Tageszeitung geschrieben hatte  und verstand die Welt nicht mehr. Ich war vollkommen perplex. Was, um Himmels Willen, war passiert? Sie hatten mich eiskalt erwischt.

Manipuliert, wie ich es zu dem Zeitpunkt war, machte ich diese gruselige Ausbildung bei einem ziemlich autoritären Chef. Ich zog sie durch. Drei lange Jahre lang. Bis zum Magengeschwür. Denn „man bricht grundsätzlich nicht ab, was man angefangen hat“. Ich erinnere an die Textreihe, die ich vor ein paar Monaten über Kommunikationsstrategien von Narzissten schrieb. Ein Argument aus einer logischen Konstruktion wird extrahiert und in einen komplett anderen Zusammenhang gesetzt. Alles hört sich von außen nachvollziehbar an. Die wesentlichen Aspekte, die zu einer authentischen Entscheidungsfindung führen würden, werden seitens des Narzissten vorsätzlich vernachlässigt. Ich werde in der Folge noch deutlichere Beispiele geben.

Ja, durchaus, man darf eine Ausbildung abbrechen, wenn das persönliche Unglück über diese Situation sich in Krankheiten niederschlägt, sage ich heute. Wie brutal diese Grenzverletzung, – wie wenig wehrhaft ich doch war. Ich bitte um Verständnis, aber niemand außerhalb kann sich vorstellen, wie subordiniert es im Inneren eines toxischen Haushaltes abzulaufen hat. Was wirklich dahintersteckte, war die gesetzliche Verpflichtung der Eltern, dem Kind eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Für ein Studium sei kein Geld vorhanden, hieß es. Mein Vater war selbständig, ich bin das einzige Kind und die nächste große Uni lag zwanzig Minuten entfernt, mit dem PKW. – Es ging um mehr als die Verweigerung der finanziellen Unterstützung. Es ging um reine Sabotage. Niemand darf dem vorherrschenden Narzissten in irgendeiner Form überlegen sein.

Wichtig: verdeckte, maligne Narzissten erkennt man an dem, was sie nicht für einen tun.

Es sollte übrigens auch nicht bei dem einzigen Überraschungscoup bleiben, wie sich im Laufe der Jahrzehnte herausstellte.
Und nein, ich bin keine Verschwörungstheoretikerin.

Mit großem Dank an C. L.

Zurück zu weiteren Berichten meiner Leser. „Filmisch gesprochen, wenn man sagt, dies wäre ein Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, würde jeder sagen, man könne es nicht glauben, alles sei erfunden. So viel Drama kann einem einzigen Menschen in einem einzigen kurzen Leben nicht widerfahren,“ heißt es in einer weiteren Geschichte, die mir geschrieben wurde. Man muss, will man Narzissten einigermaßen verstehen, 23 Mal um die Ecke denken. Auf diese Pläne käme ein normal denkender Mensch gar nicht. Aber der wäre ja auch nicht ausschließlich durch seinen eigenen Vorteil motiviert.

Nein, es ist kein Film. Es ist abscheuliche Realität.

Fortsetzung folgt

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Destruktive Beziehungen zu Narzissten 15 – Systematische Nicht-Anerkennung als manipulative Strategie

Wie Narzissten einen mit gezielt ausbleibender Anerkennung austrocknen und mit Pseudo-Komplimenten korrumpieren wollen

Eine der erfolgreichsten Methoden pathologischer Narzissten und Psychopathen

 

Diese maligne Vorgehensweise ermöglicht es ihnen, ihre Zielpersonen zu destabilisieren und bei ihr Selbstzweifel und Widersprüche zu implementieren. Nicht nur, dass fehlende Anerkennung an der entscheidenden Stelle die Selbstgewissheit eines Menschen unterminiert, der Geschädigte überlegt auch unterschwellig permanent, warum er im Vergleich zu anderen erfolglos bleibt, in seiner Entwicklung stagniert oder falsche Entscheidungen trifft. Er weiß nicht, warum es in seinem Leben einfach nicht weitergehen will. Dieser innere Konflikt strengt ihn an.

 

Eine Basis-Kriegsstrategie für Anfänger

Diese innere Beschäftigung kostet ihn Kraft. Es kostet ihn Energie, die er eigentlich an anderer Stelle brauchte. Das alles ist natürlich kein Zufall. Der Narzisst beschäftigt auf diese Art gezielt seine empathische Beute nach dem Motto: man kann nur eines zur Zeit, ’sich entweder auf einen Krieg vorzubereiten oder ihn zu führen‘. Beides gleichzeitig funktioniert nicht. Der Empath wird künstlich in einem Modus gehalten, in dem er sogar weder das eine, noch das andere konstruktiv darstellen kann (ohnehin weiß er ja auch noch gar nicht, dass Krieg mit ihm geführt wird…). Der krankhafte Narzisst will auf jeden Fall verhindert, dass sein Opfer an Stärke gewinnt und möglicherweise die Konzentration und Analysefähigkeit aufbringt, seine manipulativen Machenschaften zu verstehen. Jeder Mensch braucht in seinem Leben das Gefühl von Signifikanz. Ein Narzisst kämpft täglich dafür. Er ist bereit, alles dafür zu tun, damit er an erster Stelle des Hierarchie-Gefüges bleibt und kein anderer ihm in dieser Position gefährlich werden kann.

Noch einmal zur Erinnerung: der krankhafte Narzisst kann sich aufgrund seiner gehirn-anatomischen Anomalie nicht vorstellen, dass man Signifikanz auch durch weiche, empathische Zwischenmenschlichkeit erreichen kann. Diese Form der Abstraktion ist ein Bereich, in den vorzudringen ihm nicht möglich ist. Sein Vorgehen ist immer indirekt, als Charakteristikum von Manipulation, niemals transparent, klar und offen. Allein die Vorstellung, auf eine offene Frage eine ablehnende Antwort zu bekommen, wäre für eine manipulative Persönlichkeit unerträglich. So sehr abhängig ist sie vom Erfolg ihres Handelns, als reine Materialistin. Nur der zweifelhafte Erfolg, einen anderen übervorteilt zu haben, generiert die Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin. Deshalb reagiert sie auch, wie in einem meiner vorhergehenden Texte besprochen, so (passiv-)aggressiv, wenn sich ihre Pläne nicht durchsetzen lassen.

 

Sabotage zunächst als solche erkennen

Personen des engeren Umfeldes, deren einflussreiche Meinung von Bedeutung für einen Menschen  ist, seien es Eltern, Geschwister, Partner, Vorgesetzte o.ä. wollen verdeckt nicht, dass er sich in seinen Qualitäten bestärkt fühlt und so möglicherweise über sie hinaus wächst. Sie sabotieren sein Selbstwertgefühl. Ohne das Bewusstsein über diese malignen Vorgänge bleibt der betreffenden Person lediglich ein unbefriedigendes Gefühl, für das sie keine plausible Erklärung hat. Das Unausgesprochene wird zu einem entscheidenden Faktor innerhalb seiner erfolglosen Biographie.

 

Wenn Sabotage von außen allmählich zu Selbstsabotage wird

Wenn das passiert, dann sind pathologische Narzissten und Psychopathen am Ziel.

Aber der erste Schritt ist zunächst, Sabotage von außen als solche erkennen zu können. Das hört sich leichter an, als es ist und beschreibt eher ein Gefühl, als einen rationalen Vorgang. Die Strategie des gezielten Vermeidens von Anerkennung beschreibt eine Unterlassung. Es wird, an einer wesentlichen Stelle im Leben der Zielperson des Narzissten/ Psychopathen, nicht gelobt, anerkannt, erwähnt, gefördert, davon erzählt, darüber geschrieben, mit Stolz zum Ausdruck gebracht, ins Zeugnis diktiert, transparent gemacht und so weiter, was die Qualitäten und Qualifikationen derjenigen Person sind. Dies geschieht systematisch. Es kann passieren, dass das erwachsene Kind eines Elternpaares daraufhin nichts über seine eigenen, einzigartigen Fähigkeiten weiß. Es ist nie an der Stelle gelobt worden, die es in seiner Biographie weitergebracht hätte, – als Träger vielleicht sogar herausragender Qualifikationen. Das Kind hätte an genau dieser Stelle seiner Persönlichkeit Enormes leisten können, wurde aber statt dessen gezielt verunsichert.

Nun könnte man annehmen, entweder dem weiteren Umfeld der Familie wäre die Vorgehensweise der Eltern aufgefallen oder das Kind hätte an anderer Stelle die Chance gehabt, sein Können unter Beweis zu stellen.

Es kann sein, dass dem Umfeld rein nichts auffällt, wenn die Eltern nach außen vorgeben, normal fürsorglich und verantwortungsvoll zu handeln. Das Umfeld geht normalerweise nicht von verdeckt handelnden Eltern aus.

Wenn ein Kind von seinen Eltern nicht an den entscheidenden Punkten seiner Persönlichkeit gestärkt, für Banalitäten gelobt und ansonsten bei nicht familiensystem-konformen Verhaltensweisen abgelehnt und zurückgewiesen wird, wird das Kind sich in anderen Zusammenhängen nicht frei entfalten können, es sei denn, es durchschaut früh genug die Mechanismen und befreit sich aus der Maschinerie. Das allerdings gestaltet sich schwierig und bedarf zumindest einer anderen Person außerhalb des Systems, der das Kind vertrauen kann.

Meistens lebt die in ihrem Charakter und in ihren Fähigkeiten beschnittene Persönlichkeit auf einem Gleis ihr Leben weiter, das sie immer weiter von sich selbst wegführt. Dieser Sachverhalt entwickelt  bei vielen Persönlichkeiten auf Dauer eine stabile Selbstsabotage und ’self-medication‘, wie z.B. Substanz-Missbrauch oder ähnliche selbstschädigende Maßnahmen (siehe vorhergehende Texte dieser Reihe).

 

 

Übertragung auf andere Beziehungen bzw. hierarchische Systeme

Man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, dass systematische fehlende Anerkennung in der Ursprungsfamilie (und die damit verbundene zwangsläufig hierarchische Ordnung) einen geeigneten Nährboden für ebenfalls subsidiäres Verhalten der geschädigten Person innerhalb späterer Beziehungen oder innerhalb seines beruflichen Umfeldes bietet.

Wenn ein Vorgesetzter seinen Mitarbeiter für Banalitäten lobt, seine herausragenden Leistungen aber nicht erwähnt und, im Gegenteil, ihn an anderer Stelle verdeckt schikaniert, ist dieses narzisstische Verhalten schwer nachzuweisen. Ich kann nur dazu raten, Gespräche mit dem Vorgesetzten möglichst unter Hinzuziehung einer weiteren Person zu führen und die Unterlassung konkreter Anerkennung offen anzusprechen. Bleibt die Anerkennung für eine positive Leistung aus, so ist das als ‚manipulativ‘ zu bezeichnen.

 

Pseudo-Komplimente

Fühlt sich ein triviales Kompliment nicht schlimmer an, als jede Kritik? Man muss sich bewusst machen, dass in manchen Fällen gezielte Strategie dahinter steht. Auch hier greift eine Systematik.

Lobt der Vorgesetzte, vielleicht sogar vor Publikum, seinen Mitarbeiter für eine Nichtigkeit, erwähnt aber nie die wirklich überdurchschnittlichen Leistungen, entbehrt das Verhältnis zwischen den beiden selbstverständlich jeglicher Authentizität. Und nein, es ist nicht so offensichtlich, wie es sich anhört. Ich hörte von ganzen Bereichen großer Unternehmen, die seit Jahrzehnten auf diese Art ihr hoch qualifiziertes Personal mit Trivial-Komplimenten korrumpieren und damit versuchen, es motiviert zu halten. Dort herrsche ein Klima alarmierend übertriebener, künstlicher Freundlichkeit, das sämtliche Fluchtreflexe in einem in allerhöchste Bereitschaft versetze. Es heißt: alle spüren es. Keiner sagt etwas. (Neu ist übrigens auch eine Form der Pseudo-Mitgestaltung als geeignetes Mittel zur Infiltration)

Während meines Aufenthaltes in Norwegen erfuhr ich von Freunden, dass dort innerhalb von Unternehmen bewusst eine Kultur absoluter Offenheit in alle Richtungen gepflegt wird. Es ist also möglich. Nicht umsonst sind die Norweger das glücklichste Volk der Welt. Es ist anzunehmen, dass allgemeines ‚Vertrauen‘ und ‚Transparenz‘ innerhalb menschlicher Beziehungen und innerhalb von Systemen zu dieser Haltung beitragen.

 

Pseudo-Anerkennung im Kontext ‚Paarbeziehung mit einem Narzissten/ Psychopathen‘

Hier möchte ich kurz noch einmal den Begriff der Flying Monkeys ins Spiel bringen. Ein Psychopath geht im Vergleich zu einem krankhaften Narzissten noch wesentlich kaltblütiger und gerissener vor. Seinen naiven Freunden gegenüber lobt er seine Ehefrau, oder die Psychopathin ihren Ehemann, über Jahrzehnte in den höchsten Tönen. Das hat für eine manipulative Persönlichkeit  mehrere Vorteile.

Zunächst fühlt sich der Partner natürlich enorm geschmeichelt, öffentlich verehrt zu werden. Er sieht nicht, was dahinter steckt. Er weiß nicht, was der Psychopath eigentlich beabsichtigt.

Seine Flying Monkeys können sich bei Problemen dieses Paares oder bei einer Trennung nicht vorstellen, dass Psycho-Terror seitens des (unerkannten) Psychopathen der Grund sein kann. So oft hat er, hat sie, liebevoll über den jeweiligen Partner gesprochen…

 

Vorsicht

Bleiben Sie vorsichtig. So anstrengend es auch klingen mag. Mit der Zeit verinnerlichen Sie Ihr Wissen über krankhaft manipulative Personen und wenden sich immer schneller von diesem Menschentypen ab, der Ihnen täglich und überall begegnen kann. Sie entwickeln es und stärken Ihr Gespür für Widersprüche und Zusammenhänge, Sie können sich immer schneller erklären, was die eigentliche Motivation einer Ihnen gegenüber widersprüchlichen Persönlichkeit ist und dass es ausschließlich um deren Bereicherung geht, in welcher Form auch immer diese sich gestaltet.

 

 

 

Nach einer schreibfreien Phase geht es unter anderem bald weiter mit: Destruktive(n) Beziehungen zu Narzissten 15

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Warum wir Selbstwirksamkeit spüren müssen und
was unser Nervensystem registriert, wenn wir manipuliert werden.

Die Reaktivität des pathologischen Narzissten und die Reaktionen seiner Zielpersonen darauf.

Warum narzisstische Partner mit dem Begriff Liebe nichts anfangen können.

Was bedeutet eigentlich  ‚hoovern‘?

Vielleicht muss der Trauma– Begriff neu definiert werden?!

Wenn den Opfern niemand glaubt!

Weitere Kommunikationsmuster von Cluster B Persönlichkeiten …

‚Sie müssen doch auch die Narzissten verstehen …‘, als Antwort eines Psychologen auf seinen emotional missbrauchten Klienten. – Ich fuhr im Regen zurück nach Hause und fühlte mich so unverstanden, wie noch nie …

Es wird weiterhin um die Komplexität im Umgang mit Raub-Charakteren gehen.


Destruktive Beziehungen zu Narzissten 14 – Woran ich sie erkenne

oder Wie man es frühzeitig vermeidet, zu einem Funktionsträger degradiert zu werden

Ein Pathologischer Narzisst ist ein Gewinn- Maximierungssystem, – keine soziale Einrichtung. Soweit waren wir bereits. Es ist bitter, zu erkennen, dass es sich beispielsweise bei einem nahen Familienmitglied, dem sogenannten Partner oder Freund um jemanden handelt, der sich verdeckt nicht für uns, sondern ausschließlich für die Durchsetzung seiner eigenen Vorteile interessiert.

Eine pauschale Antwort auf die Frage zu geben, wie man möglichst schnell herausfinden kann, ob es sich bei einer bestimmten Person um einen verdeckten Narzissten handelt, ist nicht leicht. Ich will es dennoch versuchen.

 

Wenn das narzisstische System funktioniert

Das gewinnmaximierende System Pathologischer Narzisst rekrutiert ständig eine ganze Entourage an Objekten, die sich lohnen, auf eventuelle Gewinnerzielung hin von ihm überprüft zu werden. Kurz zur Erinnerung: mangels Gehirnmasse an dafür notwendiger Stelle (das ist natürlich extrem vereinfacht dargestellt, jedoch in meinem vorhergehenden Text ausreichend belegt) entwickelt er weder ein schlechtes Gewissen, während er forscht, noch Empathie, Zweifel oder Skrupel, – einzig seine Gewinnprognose treibt ihn an. Ebenfalls kurz zur Erinnerung: es kann sich dabei um finanzielle Vorteile, um Sex, um Aufmerksamkeit, einfach um Gesellschaft oder vieles andere handeln. So unterschiedlich Individuen sind, genauso unterschiedlich ist natürlich auch die Motivation eines jeden narzisstischen Jägers.

 

Was normalerweise passiert

Angenommen ein Vertreter der Psychologischen Klassifizierung Cluster B, also eine krankhaft manipulative Persönlichkeit, hat sich eine Strategie überlegt, wie er oder sie möglichst unerkannt (und das trainieren und perfektionieren sie täglich) ein menschliches Objekt dahin bewegt, ihm einen Vorteil zu verschaffen, dann hat sich der Narzisst zunächst auf eine seiner verschiedenen Methoden festgelegt. Er tat dieses nachdem er seinerseits sein Objekt erst beobachtet und dann klassifiziert hat. Zur Manipulation geeignete Objekte verfügen ja, wie in vorhergehenden Texten erschöpfend herausgearbeitet, über ein hohes Maß an Empathie, einen starken Willen zu helfen aber auch oft über überdurchschnittliche Intelligenz. Es sind Personen, die statt auf ihre Intuition zu hören, dazu neigen, zu rationalisieren. Sie finden nach einigen Hin- und Herüberlegungen immer eine rationale Erklärung selbst für das merkwürdigste Verhalten ihrer Mitmenschen und leider auch für Widersprüchliches und auf den ersten Blick nicht erkennbare gefährliche Argumentations-  Manöver von Narzissten. Sie lenken den Blick dabei oft weg von sich selbst auf die jeweiligen Befindlichkeiten des Unerkannten und verstehen, vollziehen nach und begründen. Dabei verschiebt sich der sogenannte ‚locus of control‚ nach außen, das heißt der Narzisst spielt und führt beliebig sein Objekt am Nasenring durch die Manege. Es hinterfragt üblicherweise nicht. Die Argumentationskonstrukte, die er gebaut hat, klingen plausibel. Den Rest erledigt das Objekt, das nicht aufhören will, bereitwillig zu verstehen und zuzustimmen, weit entfernt von seiner Intuition und seinen eigenen Bedürfnissen. Das narzisstische Ausbeutungssystem funktioniert.

 

Aber was ist, wenn es nicht so läuft, wie der Narzisst es geplant hat? – Zur Störanfälligkeit des Systems

Nicht umsonst raten weltweit alle im Netz mit dem Thema Befassten, sich innerhalb eines Kennenlernprozesses ausreichend Zeit zu lassen, um etwaige maligne Motive seines neuen Gegenübers frühzeitig zu entlarven.

Machen Sie es wie Bartleby.

Sollten sie in einem Fall den Anfangsverdacht haben, es handele sich eventuell um einen Vertreter der Gruppe manipulativer Persönlichkeiten, dann spielen Sie einmal nicht mit. Machen Sie den Test. Sagen Sie: „Nein, – nicht so gern“, wenn es um eine Wunscherfüllung oder eine Anweisung seitens ihres Gegenübers geht.

Und dann achten Sie auf die Reaktion. Besonders einfach wird es, wenn das störanfällige narzisstische System empört und verärgert reagiert. Wenn Sie dafür bestraft werden, dass Sie seiner Wunscherfüllung nicht sofort nachkommen und statt dessen eigene, andere Pläne haben. Dieser Fall ist verhältnismäßig einfach und Sie können daraus Ihre wertvollen Schlüsse ziehen.

Etwas komplizierter wird es, wenn der innerlich verärgerte Narzisst versucht, es nach außen zu verbergen. Die Betonung liegt auf ‚versucht‘, denn wenn man sensibilisiert ist, wird man ihm die Verärgerung anmerken. Sein ausgesuchtes Objekt hat ‚Nein‘ gesagt und ihm somit seinen Plan zerschossen. Es wird in jedem Fall eine Reaktion von ihm kommen, die von der eines emotional Normalentwickelten abweicht. Sei es eine Abkehr, also die Bestrafung durch den Entzug an Aufmerksamkeit oder die Streichung von Mitteln oder andere indirekte Sanktionierungen.

Jeder gesund fühlende Mensch akzeptiert das Nein einer anderen Person im Rahmen seines Respektes und seiner Wertschätzung für sein Gegenüber. Ein Individuum entscheidet selbstverständlich selbst über sich und erhält von außen normalerweise Verständnis, – dafür braucht man Empathiefähigkeit.

Da Pathologische Narzissten in anderen nur funktionale Entitäten sehen und die Komplexität ihrer Gefühlswelt ihnen verborgen bleibt, werden die ausgesuchten Objekte für sie schnell uninteressant und sie wenden sich neuen ‚Möglichkeiten‘ zu. Wie jedes System sich nach einer Störung neuen Gegebenheiten anpasst, um sich weiterzuentwickeln, ändert auch er nach einem Misserfolg seine Stragegie. Er dockt ab und versucht es woanders.

Ein Pathologischer Narzisst lebt ein vollkommen anderes Leben, als emotional gesund entwickelte Personen. Er ist angetrieben von der Macht und dem Vorteil über andere. Reüssiert er nicht, wird sein inneres Vakuum für ihn zu einer Bedrohung. Man kann sich diesen Sachverhalt nicht oft genug in Erinnerung rufen. Dieses Mantra schützt einen davor, manipuliert und betrogen zu werden.

Noch einmal: machen Sie es wie Bartleby, der Schreiber von der Wallstreet. Sagen Sie Nein und achten Sie darauf, was dann passiert …

 

Quelle

The Fastest, Easiest Test For Narcissism – Up to date: „The Smiling No Test“ by Richard Grannon Spartanlifecoach (youtube)

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 11 – Elementar: Be Prepared For The Unexpected

Nur wer sich in ihrem persönlichen Auswahlverfahren qualifiziert, darf zu ihnen durchdringen oder

Besteht Ihr Umfeld überhaupt aus geeignetem Charaktermaterial?

Bevor ich an Teil IV der Reihe ‚Kommunikationsstrategien von Narzissten‘ weiterschreibe, möchte ich unbedingt an Ihre Selbstschutz- Mechanismen appellieren. Denn jeder noch so kleine perforierte Streckenabschnitt ihrer Grenzen nach außen könnte Anlass bieten, durchbrochen zu werden und Sie könnten urplötzlich, durch eine seiner vielen verschlagenen Methoden, von einem verdeckten Narzissten manipuliert werden. Es ist so: dieser Vorgang spielt sich blitzschnell und unbemerkt ab. Meistens ist es schon zu spät, um noch adäquat zu reagieren.

Günstige und ungünstige Startbedingungen

Wer aus intakten, funktionalen und daher liebevoll beschützenden, sicheren Verhältnissen kommt, hat es später nicht schwer, einen Eindringling schnell zu identifizieren, der es auf ihn abgesehen hat. Irgendetwas fühlt sich ‚nicht richtig‘ an, es gibt Widersprüche, das Gesagte und die Mimik passen nicht zusammen, es folgen keine oder vollkommen andere Taten, Unzuverlässigkeit etc. Aus einer gesunden Familie kommend, fällt man vielleicht ein Mal auf eine manipulative Person herein, hat damit dann aber gelernt und nachhaltig verstanden, wovor man sich in Zukunft schützen muss.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn schon die Ursprungsfamilie keine verlässliche Sicherheit geboten hat. Wenn man als Individuum nicht bestärkt, sondern geschwächt, man als potenziell erfolgreich, von den eigenen Verwandten gnadenlos sabotiert wurde. Es fehlt einem an realistischen Anhaltspunkten, an einer soliden Basis, um seine Persönlichkeit konstruktiv wachsen und sich entwickeln lassen zu können. Einmal erkannt, funktioniert ausschließlich die Methode des strikten Kontaktabbruches, um nicht weiter in seiner gesunden, erfolgreichen Expansion von der eigenen Familie daran gehindert zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt lebt man in einer ‚false reality‘, in einer vorgegebenen, seitens des manipulativen Charakters konstruierten und kommunizierten Realität. Manchmal ist es sogar die eigene Mutter, die ihr Kind verrät. Es handelt sich hierbei um eine pathologische Störung, denn ein solches Verhalten widerspricht natürlich der Natur und damit der Normalität.

Man steht im Morast. Man balanciert auf einer Kugel oder ist permanentes Ziel einer überdimensional großen Wanderdüne, die einen verfolgt. Das ist anstrengend. Es lenkt von dem ab, was man sich für sein eigenes, erfülltes Leben wünscht. Man wird festgehalten und gequält. Meistens auf sehr subtile Art. Eines ist klar: das Wichtigste ist, sich aus dieser prekären Situation zu befreien. Am besten, man wechselt den Kontinent …

Hat man erst verstanden, dass es unter uns gefährliche Prädatoren gibt, die zwar (fast) unauffällig aussehen, jedoch in Wirklichkeit das Bild von ‚Der Mensch ist des Menschen Wolf‘ zu 100% erfüllen, dass man sich vorsehen muss, nicht ausgebeutet zu werden, sich nicht in seiner eigenen prosperierenden Entwicklung aufhalten lassen zu müssen, dass jemand ‚my own best interest‘ attackiert (und sei es auch nur durch weiche Manipulation, wie z.B. permanent Mitleid zu erzeugen, ständig Verbesserungsvorschläge zu platzieren, ständige What‘s app‘s oder mails zu verschicken und einen damit aufzuhalten), dann entwickelt man hoffentlich schnell ein Bewusstsein dafür, andere nicht vorschnell an seinem Leben teilhaben zu lassen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für jeden ‚Neuzugang’. Man spürt nach einer Zeit, wer wirklich daran interessiert ist, dass man immer glücklicher und immer besser wird. Es sind exakt diese Personen, die Sie mit Anerkennung versorgen. Innerhalb der konsensuellen Diktion zum Thema Verdeckter Maligner Narzissmus spricht man von einer ‚3 Monats- Regel‘. Beobachten Sie in dieser Zeit Ihre neue Situation inklusive aller Personen, die in ihr eine Rolle spielen. Entwickeln Sie ein Bewusstsein vor allem für verdeckt parasitäre Praktiken potenzieller Narzissten (die von mir verwendeten englischsprachigen und dick gedruckten Begriffe sind innerhalb der Internet Community üblich).

Und setzen Sie die Standards. Akzeptieren Sie ausschließlich  eine klare Kommunikation und Reziprozität, das Grundprinzip  jeden sozialen Miteinanders. Es ist das Prinzip der Gegenseitigkeit.

Stellen Sie sich vor

So, wie ein Felsen in der Brandung nicht zu verschieben ist, so sollte man sich selbst positionieren. Man muss in diesem Zusammenhang sehr genau wissen, wer man ist, wo man steht und was man kann. Distanzieren Sie sich deutlich von dem Narrativ anderer. Eine starke, unmanipulierbare Persönlichkeit weiß sehr präzise, wohin sie will. Sie kennt ihre persönlichen Ziele, die sie erreichen möchte. Sie visualisiert Bilder ihrer Wünsche täglich, mehrfach. Eine stabile Psyche wird sich ganz sicher durch niemanden davon abbringen lassen.  Schützen Sie sich und freuen Sie sich an dem, was Sie bisher bereits erreicht haben.

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 10 – Achtung: Wenn Sprache zur Waffe wird Teil III


Über die gefährliche Pseudo- Logik verdeckt narzisstischer Argumentationen, aufgebaut auf zweifelhaften Prämissen

 

Ein mikroskopischer Blick auf Social Engineering

Die Thematik, die ich in dieser Serie an zusammengehörenden Texten veranschaulichen möchte, ist sehr komplex. Leider sind es gerade viele deutschsprachige Quellen, deren Erklärungsmodelle sich in unüberschaubaren Details verlieren und deshalb oft nicht den gewünschten Effekt erzielen. Ich reduziere die Informationen in diesem Artikel daher auf das Nötigste, um die Problematik straff und strukturiert darstellen zu können.

Manipulation und verdeckter Narzissmus begegnen uns täglich, beispielsweise:

  •  in jedem schrecklichen Fall sexuellen Missbrauchs von Kindern, der an die Öffentlichkeit kommt (und die abscheulichen Argumentations- Konstrukte der Täter, wie z.B. das des Team-Arztes der US- Turnerinnen)
  •  in dem Mangel an offener Kommunikation innerhalb von Unternehmen (Pseudo- Mitgestaltung)
  •  in einseitiger und selektiver Darstellung durch Mainstream- Medien
  •  durch politische Intransparenz, – hier besonders im Zusammenspiel mit Lobbyismus
  •  in der Verweigerung offener Diskussionen seitens Führungspolitikern
  •  im Vertrauens- Missbrauch von Konsumenten auf vielen verschiedenen Ebenen
  •  durch verdeckte Seilschaften auf verschiedenen Ebenen
  •  durch das ‚Wegsehen‘ in Fällen, in denen dringender Handlungsbedarf bestände, auf vielen  unterschiedlichen Ebenen
  • durch Zurückhalten wichtiger Informationen auf zahlreichen und unterschiedlichen Ebenen
  • durch bewusst kryptisch verfasste Klauseln in Verträgen, geeignet um Verbraucher zu verwirren und zu täuschen
  • durch unsachliche, schein- seriöse Diskussionen, z.B. via Social Media, Fehlinterpretationen und falscher Gebrauch von Begriffen/ (bewusste) Recherche- Nachlässigkeit
  • in Populismus
  • in Propaganda
  • indem der öffentliche Focus auf einen vermeintlichen Missstand gerichtet wird, um an ganz anderer Stelle ungestört und unbemerkt verändern zu können
  • auf dem Aktien- und Kryptomarkt, auf dem naiven Anlegern suggeriert wird, es gäbe gleiche Chancen für alle

und Ähnliches.

Das alles geschieht täglich in Makro- Zusammenhängen innerhalb von Gesellschaften. Im Kleinen, also in einzelnen zwischenmenschlichen Beziehungen, handelt es sich um nach außen nicht erkennbare, um verdeckte Strategien einzelner manipulativer Charaktere. Sie agieren aus dem Hinterhalt um, auf Kosten  einer anderen Person, resp. anderer Personen, einen persönlichen Vorteil zu erreichen. Es geschieht in Familien, in sogenannten Freundeskreisen, in Paar- Beziehungen und zwischen Arbeitnehmern. Es kann geschehen zwischen Lehrern und Schülern, zwischen Ärzten und Patienten und leider sogar zwischen Psychologen und ihren Klienten. Hierarchien spielen dabei eine große Rolle. Sind sie strukturell nicht gegeben, sorgen verdeckte Narzissten dafür, dass sie entstehen, – eines der entscheidenden Charakteristika verdeckt narzisstischer Kommunikation.

Aufgebaut sind diese missbräuchlichen Taktiken auf Skrupellosigkeit des Täters und falsch investierten Vertrauens seitens der geschädigten Person. Für uns alle immer wieder erschütternd zu erfahren, dass Manipulation leider auch zwischen engsten Familienmitgliedern vorkommt. Hierbei ist die schlimmste Variante sicher der emotionale Missbrauch einer Mutter in Richtung ihres Kindes. Eine Frau, die aus pathologischen Gründen nicht lieben kann (was ihr von außen niemand anmerkt), betrügt ihr eigenes Kind. Mögliche Gründe für ein solches Verhalten habe ich in meinen vorhergehenden Texten bereits erläutert. Ich selbst kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als das schwere und lebenslange Trauma eines ahnungslosen, abhängigen Kindes, verursacht durch missbrauchtes Vertrauen seitens seiner eigenen Eltern.

 

Vergleichsweise offensichtliche Methoden

Noch einmal kurz zur Erinnerung, – in diesem Text geht es nicht um die offensichtlichen kommunikativen Manipulations- Methoden innerhalb toxischer Beziehungen, wie beispielsweise:

  • pathologische, d. h. krankhafte (permanente) Lügen
  • dem Gegenüber das Wort im Mund umzudrehen
  • das Gespräch abzubrechen und den Kontakt zu verweigern (Silent Treatment)
  • den anderen zu erpressen
  • den anderen einzuschüchtern (cornern)
  • innerhalb von Triangulation gegenüber eines Dritten schlecht über die manipulierte Person zu sprechen
  • Person A benutzt eine Aussage von Person B, um diese gegen Person B zu verwenden

Diese Methoden sind von außen erkennbar. Hat man die Hoheit über sich selbst, ist man also in der Lage, seine eigenen Grenzen zu schützen, wird man vielleicht kurz destabilisiert, besinnt sich aber schnell und erkennt, dass man nicht in etwas hineingedrängt werden möchte. Normal wäre, dass die Ziel- Person die Konsequenzen aus diesem malignen Verhalten zieht und sich klar abwendet.

 

Aber was passiert, wenn die kommunikative Methode nicht identifizierbar ist, beziehungsweise was genau macht eine manipulativ motivierte Methode ‚unsichtbar‘?

Sich das Vertrauen einer möglichen Ziel- Person zu erschleichen und die Vorteilsnahme zu einem Selbstläufer werden zu lassen ist das eine, seinen ‚Wirt‘ massiv zu schwächen und dauerhaft an sich zu binden ist das andere. Verdeckte Narzissten haben kein Gewissen. Es sind Raub- Charaktere.

Hat man sich auch noch so sehr bemüht, seine persönlichen Grenzen zu festigen und sich durch sie zu schützen, durch

  • einen schwachen Moment zur falschen Zeit
  • verfrüht entwickeltes Vertrauen
  • Verliebtheit
  • biologisch bedingtes aber ansonsten unbegründet enges Vertrauen in Familienmitglieder
  • vorgespielte Spiegelung gleichen Schicksals
  • plausibel klingende (Schein-) Argumentationen
  • Suggestionen
  • Schein- Analogien
  • durch veruntreute Informationen Dritter
  • die Mitleids- Masche
  • in Aussicht gestellte Wunscherfüllungen
  • in Aussicht gestellte Gewinne
  • durch einen Appell an das Verantwortungs- und Mitgefühl
  • durch ein injiziertes schlechtes Gewissen
  • gestreute Zweifel an der eigenen Person
  • gerissene Schmeichelein, meist nur in der Anfangsphase des neu entstandenen Kontaktes
  • unverschämtes Vorpreschen, was man anfangs noch als charmant einordnen könnte aber nichts anderes ist, als eine Grenzverletzung

wirken seine Worte wie quecksilbrige und daher giftige Flüssigkeiten aus Reagenzgläsern, die sich ihren Weg zu einer sorgfältig ausgesuchten und vermeintlich schwachen Beute- Person bahnen, feinste Haarrisse in ihren Boundaries (Grenzen) finden, in sie eindringen, sich in ihrem Organismus verteilen und in ihr arbeiten. Diese Worte setzen sich fest und werden zu Glaubenssätzen. Ist eine Persönlichkeit auch noch so stark, ein verdeckter Narzisst schafft es, die eine verwundbare Stelle, diesen einen feinen Riss zu finden, dort einzudringen und Profit aus ihm zu schlagen. Die destabilisierte Ziel- Person gerät in ein für sie unerklärliches Abhängigkeitsverhältnis, – einer Drogenabhängigkeit gleich. Zusammenhänge dazu hatte ich in einem der vorhergehenden Texte beschrieben. In der Folge höchst problematisch: die emotional missbrauchte Person, je nach Art und Intensität der Tat, entwickelt Traumata, die sie ohne professionelle Hilfe nur sehr schwer bewältigen können wird. Das also ist die bittere Konsequenz aus unzureichendem Eigenschutz in Kombination mit verfrühtem und unbegründetem Vertrauen.

Oft findet eine systematische Schein- Argumentation statt. Die Begründungen des verdeckten Narzissten dafür, seine Ziel- Person zu einer bestimmten Handlung zu bringen oder dazu, sich nicht gegen seine Übergriffe zu wehren, klingt meistens plausibel und basiert auf einer gewissen Logik. Diese Logik greift allerdings nur innerhalb seines eigens dafür konzipierten Konstruktes aus zweifelhaften Argumenten und Prämissen. Seine Argumente sind oft nur innerhalb eines sehr begrenzten Kontextes verwendbar und wirksam. Bei seinem Opfer hat er aber zu diesem Zeitpunkt bereits Selbstzweifel initiiert, die ihm helfen, sich mit seinen Pseudo- Begründungen durchzusetzen. Dass er mit seinen Behauptungen ständig von einem Zusammenhang zum nächsten springt, blitzschnell die Parameter wechselt und  somit die Diskussionsgrundlage permanent verändert, das ist für andere schwer greifbar. Man könnte ebenso gut versuchen, einen Pudding an die Wand zu nageln. Und spricht man ihn darauf an: wie an einem Wall prallen sämtliche gegen ihn aufgebrachte Punkte an ihm ab oder sie werden wie fliegende Pfeile von ihm noch in der Luft abgefangen, umgedreht und in mindestens doppelt so großer Geschwindigkeit wieder zurückgeschickt.

Besonders Außenstehende können oft an seiner Logik nichts Unmoralisches finden. Seine Flying- Monkeys sind sogar große Fans seines vermeintlich sprühenden Intellekts. Speziell darauf ist sie ausgerichtet, seine plakative Debattierkunst, denn wenn die Opfer- Person Dritten über die Vorhaben des (bisher unaufgedeckten) Narzissten berichtet, darf seine eigentliche Motivation nicht erkennbar sein. Das Problem: Außenstehende erkennen nie sämtliche Zusammenhänge. Weder bemerken sie seine unseriöse ‚Diskussionskultur‘, noch wissen sie etwas über die verletzenden Provokationen (Gaslighting) und die Demontage, der das Missbrauchsopfer hinter verschlossener Tür und selbstverständlich ohne Zeugen jahrelang ausgesetzt ist.

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 4 – Es geht nicht immer um Sex …

… Narzissten depersonalisieren andere aus vielen unterschiedlichen Gründen

Eines haben alle Fälle emotionalen Missbrauchs gemeinsam: die eingeschüchterten Zielpersonen werden in eine Hierarchie gedrückt, aus der sie sich, aus komplizierten psychologischen Gründen, nur selten selbst befreien können. Sie werden angelogen, erpresst und im Falle des sich wehrens demontiert, ihr Ruf wird geschädigt, sie werden erniedrigt, ruiniert und vieles mehr. Die betreffenden Narzissten oder Psychopathen werden von ihrem Kartell geschützt und abgeschirmt. Was zur Zeit in Hollywood passiert, ist eine Revolution. Und dabei handelt es sich nur um eines der vielen narzisstischen Systeme, die weltweit langsam aufgedeckt werden. Es bleibt zu wünschen, dass auch innerhalb narzisstischer Familiensysteme, durch breite Aufklärung, manipulativen Mitgliedern die Möglichkeit genommen wird, ihre Zielpersonen zu sabotieren …

Die Methoden männlicher und weiblicher Narzissten unterscheiden sich deutlich. Sowohl geschädigte Frauen, als auch Männer, die Opfer schwerer narzisstischer Manipulationen geworden sind, sind sich oft erst viele Jahre später ihrer Traumata bewusst.

In der Hoffnung, dass das emotional missbrauchte Individuum sich nicht wehrt, Angst hat, ihm keiner glaubt, es zu geschwächt ist etc. fahren Narzissten mit ihren perfiden Methoden fort, um ihre Bedürfnisse erfüllt zu wissen. Es kann, außer um Sex, auch um Diebstahl gehen und dabei um Enteignung in verschiedener Hinsicht, um verdeckte Wirtschaftskriminalität, um die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, um Wohnmöglichkeiten, um Transportmittel, um Urlaubsgelegenheiten, um Erledigungen zeitraubender Arbeiten, um Ideen, um enorme Aufmerksamkeit und Bewunderung, um unmäßige Inanspruchnahme der Empathie ihrer Zielpersonen, um Kinderbetreuung, um Informationen, um als Stress-Katalysator zu fungieren, um Lustgewinn durch puren Sadismus und so weiter. Manchmal schädigen sie andere perfiderweise auch einfach nur aus Langeweile. Sie beuten aus. Sie sind parasitär. Sie haben kein Gewissen.

Begriffe aus diesem Kontext (USA,UK):

social engineering

psychopathic positioning

shortcoming of social reciprocity

social anxiety after emotional abuse

(Quelle: Dr. Kathleen Ware on youtube, her channel ‚peace and harmony‘)

Als Basislektüre unverzichtbar:

https://www.amazon.de/Die-Masken-Niedertracht-Seelische-dagegen/dp/342336288X

Ein heute erschienener, sehr lesenswerter Beitrag aus der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sexismus-warum-sexuelle-belaestigung-spaet-angezeigt-wird-15281711.html

Der aktuell bekannteste Fall in Deutschland: Peter Stadtmann, Apotheker aus Bottrop

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-die-Reporter/Der-Krebsapotheker/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049192&documentId=47416742

Ebenfalls ein besonders aufsehenerrender Fall schweren Narzissmusses: Oskar Pistorius

https://narcsite.com/2017/11/2

Einer der brillantesten Referenten zum Thema Cluster B Persönlichkeitsstörungen: Richard Grannon, UK

http://clicks.aweber.com/y/ct/?l=H4W9L&m=3i_PMiP3DAe1Z_R&b=IPBru_dd5GiT91T8hfDaRQ

Destruktive Beziehungen zu Narzissten 3 – Pathologische Lügen, Heimtücke und Verschlagenheit

Narzissten agieren aus dem Hinterhalt

Das ganze Thema verdeckter, maligner Narzissmus ist sehr abstrakt. Einige namhafte Schriftsteller haben sich daran versucht. Die künstlerische Aufbereitung gestaltet sich äußerst schwierig. Man kann etwas Abstraktes nicht auch noch abstrahieren. So funktioniert es nicht. Es funktioniert genau deshalb nicht, weil emotionaler Missbrauch durch das narzisstische Individuum über non verbale Methoden, in Kombination mit undefinierter, nebulöser Sprache geschieht. Gefühle des betroffenen Empathen darzustellen, ist ebenfalls kompliziert. Die manipulative Behandlung durch den Narzissten findet über einen sehr langen Zeitraum statt, sodass das geschädigte Individuum seinem eigenen Weltbild, sich selbst nicht mehr vertraut und sein ‚Ich‘ verliert, quasi mental von einem Parasiten, von einem Virus besetzt wird und am Ende nur noch im Sinne des Aggressors funktioniert. Wie ein ferngesteuerter Roboter. Das Ausmaß, der immense seelische Schaden, der den Betroffenen zugefügt wird, ist sozusagen der schleichende Tod ihrer Individualität. Diese Vorgänge sind sehr schwer künstlerisch und somit eindrücklich darzustellen. Film und Theater sind hier vielleicht noch die am besten geeigneten Ausdrucksmittel, um diesem hoch komplexen Thema Konturen zu verleihen und damit Aufmerksamkeit zu erregen.

Mimik, feinste Details in Bewegungsabläufen, das Auslassen wichtiger Sätze,  kleine, subtil abwertende Bemerkungen über Jahre und Kombinationen daraus, kann man schwer literarisieren. Ich selbst bin zur Zeit dabei, es trotzdem zu versuchen, –  innerhalb eines Buchprojektes. Deshalb habe ich jahrelang recherchiert und befasse mich damit, die komplizierten Verhaltensweisen sowohl der Narzissten selbst, als auch ihrer ‚Beute‘-Personen, präzise zu analysieren.

 

Der Kardinalfehler seiner Zielpersonen hier im Kontext ‚Paarbeziehungen‘

Dieser Sachverhalt ist vergleichsweise leicht auf den Punkt zu bringen. Die Zielpersonen von Narzissten machen genau das, was eigentlich gesellschaftlicher Konsens ist. Sie glauben, was ihnen gesagt wird. Das ist der größte Fehler, den sie begehen. Eine Gesellschaft funktioniert bekanntlich nur dann, wenn wir einander glauben und uns ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen entgegen bringen. Man stelle sich vor, sämtliche Informationen, die man anfragte und bekäme, sei es bei der Telefonauskunft, bei Banken, bei Informationsschaltern an Bahnhöfen und am Flughafen, beim Arzt, Steuerberater und Rechtsanwalt, im Einzelhandel oder bei Online-Anbietern und untereinander, basierten auf der Verbreitung von Unwahrheiten (es ist mir bewusst, dass man hierzu kritische Bemerkungen machen könnte). Was passierte, wenn wir bewusst in die Irre geführt würden? Wenn wir uns auf Universitätsabschlüsse vorbereiten wollten, man uns aber bewusst falsch unterrichtet hätte, im wahrsten Sinne des Wortes? Wir wären völlig verwirrt und wüssten nach kürzester Zeit nicht mehr, worauf wir uns wirklich verlassen könnten. Desinformation zu streuen und unklar zu kommunizieren: das ist die grundlegende Methode von Narzissten.

Die Zielgruppe offener und verdeckter Narzissten ist das Komplementär ihrer selbst. Es handelt sich um höchst empathische, sehr sozial denkende, überaus kreative und sensible Charaktere, die in allem das Gute sehen, sich für alles verantwortlich fühlen und altruistisch leben. Das geht sogar soweit, dass sie Psychopathen verteidigen, mit dem Argument, derjenige sei schließlich auch nur das Produkt seines Umfeldes etc. Empathen stellen oft das Verständnis für andere über ihr eigenes Wohlergehen. Sie schützen ihre Grenzen nicht genug und das spürt ein Narzisst. Er oder sie erkennen diesen Typus ‚Objekt‘ sofort und nach einigen Tests, nämlich nach subtilen Grenzverletzungen und der genauer Beobachtung, wie das ausgesuchte Objekt darauf reagiert, gewinnen sie an Gewissheit, dass sich höchstwahrscheinlich der volle Einsatz ihres Manipulationsspektrums, mit voraussichtlich maximalem Profit, lohnen wird.

 

Fehler Nummer Zwei

Das Zielobjekt des Narzissten lässt sich zunächst einwickeln. Es lässt sich betören und hält den Schauspieler für authentisch. Selten hat ein anderer Mensch sie so sehr umgarnt, beschenkt und ihnen genau die Zukunft in Aussicht gestellt, von der das arme Opfer immer schon geträumt hatte. Endlich ist er oder sie da. Endlich hat der Sehnsüchtige auch einmal Glück. Endlich ist da jemand, zu dem er aufschauen kann, der voller Energie ist, ein Macher, oder eine Macherin. Charismatisch, durchsetzungsfähig, oberflächlich betrachtet bei allen beliebt, erfolgreich, planvoll und führungsstark, – die Liste ließe sich beliebig fortführen. So ist das gängige Muster. Dieser Zustand kann in seltenen Fällen sogar über Jahre anhalten. Er hält an, bis sich die ersten kleinen Widersprüche ergeben. Man erkennt sie nicht sofort. Es sind minimale, schwächende Gefühle, die aus dem Bereich des Solarplexus kommen. Der Manipulierte spürt sie, geht aber über sie hinweg, denn sie trüben das Bild von seiner intakten, seriösen Beziehung, die er glaubt, zu haben. Er verdrängt diese Intuition. Vielleicht hat er nie gelernt, auf sie zu hören und sie in seine Entscheidungen mit einzubeziehen.

Der Narzisst selbst triumphiert über seinen Erfolg, das Opfer verunsichert zu haben, und fährt mit seinem perfiden Vorhaben fort. Klar ist, der Narzisst hat von Anfang an keinen Respekt vor Objekten seiner Zielpersonengruppe und wird ihn niemals haben. Es geht ihm nicht um den Menschen selbst. Im Gegenteil. Er belächelt sein Gegenüber und hält es für schwach. Das ‚dumme Naivchen‘ (ob männlich oder weiblich) fällt auf ihn herein. Entscheidend ist für ihn nur, ob seine Beeinflussungen funktionieren, oder nicht. Die Basis für eine seriöse Paarbeziehung ist hier nicht gegeben. Jeder Kennenlernprozess zwischen zwei Personen sollte sich mindestens über einen Zeitraum von drei Monaten hinziehen. Mit dem Bewusstsein über die Existenz Cluster B gestörter Persönlichkeiten, deren Merkmale und ihre destruktiven Methoden, ist die Chance groß, durch höchste Aufmerksamkeit Widersprüche im Verhalten des Narzissten zu entlarven und so früh genug gewarnt zu sein.

 

Ihre gewissenlose Arroganz unterscheidet sie von gesund fühlenden Personen

Sie fühlen sich überlegen und sie belächeln ihre Zielpersonen. Narzissten haben vollkommen andere Vorstellungen von einer erfolgreichen Lebensgestaltung. Meistens sind sie extrem materialistisch eingestellt, da Besitz als solcher für sie Substanz darstellt. Eine materielle Substanz, die den Mangel an emotionaler Substanz und Freude über Abstraktes ersetzen soll. Analog kann das übrigens auch auf ganze Gesellschaften übertragen werden. Die narzisstisch Gestörten ziehen Erfolgsgefühle, Dopaminschübe, aus ihrer vermeintlichen Kontrolle über andere. Sie fühlen sich berechtigt, andere zu unterminieren und sich durch sie Vorteile zu verschaffen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Jeder, der im Zusammenhang mit einem erfüllten Leben vor allem Emotionen, Harmonie und Freude in Verbindung mit sozialen Erlebnissen sieht, wird von ihnen abgewertet und als schwach kategorisiert. Sie müssen die Oberhand behalten, dirigieren und die Stimmung beeinflussen. Es ist für mich unverständlich, dass die Existenz dieser Personengruppe mit klar narzisstischer Störung gesellschaftlich nicht viel deutlicher thematisiert wird, als es im Moment der Fall ist. Nur durch Unwissenheit über die Gefahr, die von diesen Menschen aus geht, passieren innerfamiliäre Dramen, entstehen Süchte, Suizide und verdrehte, verquere Lebensgestaltungen, die ohne den Einfluss dieser Menschen nicht stattfinden würden. Eine schlimme Konsequenz aus jahrelangem emotionalen Missbrauch durch diese Personengruppe ist CPTSD, Complex Post-traumatic Stress Disorder (Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung). Dadurch, dass Lebenspartner und Partnerinnen über Jahre ihres eigenen Selbst, durch verachtenswürdige Methoden ihrer Selbstbestimmung beraubt werden, können erfolgreiche, glückliche und erfüllende Biographien sabotiert und vereitelt werden.

 

Vorsichtiges Verhalten gegenüber Cluster B Persönlichkeiten

Um es auch hier kurz auf den Punkt zu bringen: Personen mit narzisstischer und antisozialer Störung kann man nur mit einer Null Toleranz Einstellung begegnen. Die erste Lüge, die erste verdeckte Verhaltensweise, die zu einem Vorteil für diese Person führt, der erste Hinterhalt, seine oder ihre heimtückischen Pläne, die die empathische Person vor vollendete Tatsachen stellen und Manipulationen aller Art sollten zu einem radikalen Kontaktabbruch führen. Diese Menschen sind nicht therapierbar. Sie haben die anatomischen Voraussetzungen dafür nicht. Ihnen fehlen neuronale Verbindungen, die sie meta-kognitiv denken lassen könnten. Sie reflektieren nicht über ihr Handeln und haben kein Gewissen. Sie sind nicht gesund. Bevor man als gesund fühlender und moralisch denkender Mensch größeren Schaden nimmt, muss man handeln, sich abwenden und sich damit schützen.

 

Dringender Hinweis

Da ich, wie in meinen beiden vorhergehenden Artikeln ‚Destruktive Beziehungen zu Narzissten 1 und 2‘  bereits erwähnt, weder Ärztin, Psychologin oder Therapeutin bin, sondern aufgrund meiner Recherche aufklärenden Handlungsbedarf sehe und deshalb über das Thema Narzissmus schreibe, empfehle ich an dieser Stelle allen betroffenen Lesern den Kontakt zu spezialisierten Vertretern der oben genannten Berufsgruppen. Nehmen Sie professionelle Unterstützung in Anspruch und lernen Sie, Narzissten im Alltag schneller zu identifizieren, um sich vorzeitig zu schützen. Für Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jeder Zeit zur Verfügung.

 

 

amongst other sources inspired by: Dr. Kathleen Ware, New England, and her professional youtube channel ‚peace and harmony‘

Vier auf einen Streich – die Narzisstenfliegenfalle

So unterschiedlich sie auch sind

Meine Ausbeute der letzten Tage kann sich sehen lassen. Auch wenn der, dem ich am meisten vertraue, mir langsam eine beginnende Paranoia attestiert, ich bleibe dabei. Wie an einem halb ausgerollten und von der hohen Decke hängenden, gelblich glänzenden Fliegenfängerklebeband im Hochsommer, bleiben ganze Kolonien an mir haften. Sterben werden sie allerdings klebenderweise nicht müssen, auch wenn ich damit sicher noch einigen anderen Empathen ihres jeweiligen Umfeldes einen großen Gefallen tun würde. Mir persönlich reicht der Schlussstrich.

Ich bin noch etwas benommen von diesen klaren Entschlüssen und frage mich, warum ich sie erst jetzt, nach vielen Jahren, treffen konnte. Die Gründe sind unterschiedlich. Nicht immer liegt es an einem fehlenden Bewusstsein darüber, mit welch‘ einer Person ich es genau zu tun habe. Im Gegenteil. In einem Fall beispielsweise weiß ich seit langem, dass mir gegenüber eine Neid- und Konkurrenzproblematik vorliegt. Wenn man in einem emotional mißbräuchlichen, hoch manipulativen System aufwächst, ist es sogar schwer, sich als Erwachsener daraus zu lösen. Ich habe Jahr für Jahr verstreichen lassen und mir die Situation angetan. Und das, obwohl anerkannte Ärzte mir rieten, diesen ‚Vertrag‘ endlich aufzulösen. Ein Grund zu bleiben waren wohl Konventionen an sich, die Art der Verbindung und eine Form sozialer Kontrolle seitens des Umfeldes, das mir gegenüber jahrzehntelang fast mantraartig über das Thema Vergebung referierte. Nun habe ich die für mich beste Lösung gefunden. Um zu 100% weiteren Attacken gegen mich und den daraus resultierenden Verletzungen vorzubeugen, muss ich leider gehen.

In einem anderen Fall gab es nach ca. 6 Jahren ein Wiedersehen. Die Umstände damals waren denkbar leicht und heiter. Wir verbrachten gemeinsame Zeit in Rio, sie hatte ihren Schatten dabei und wir genossen alle zusammen diesen unverschämt traumhaften Blick vom Corcovado über die Buchten. Natürlich war unsere Begegnung damals eher oberflächlicher Art. Jetzt, nach diesen Jahren, in denen bei uns beiden dramatische Dinge passiert sind, saßen wir nicht mehr so leicht zusammen. Nun sollte man ja meinen, dass Grenzerfahrungen die Menschen demütig werden lassen. Genau diese Entwicklung musste ich bei der betreffenden Person vermissen. Ich hörte mir nacheinander Details über Episoden an, in denen sie, eiskalt geplant, nur eine Sache im Visier hatte und das war ihr eigener Vorteil. Nach einem langen Abend und einem kurzen Frühstück sah ich mich gezwungen, den Rückwärtsgang einzulegen. Ich fühlte mich, als wäre 24 Stunden lang ein Industriestaubsauger über mich hergefallen. Immer dünner wurde meine Haut und immer größer mein Unbehagen bei jedem ihrer neuen Versuche, aus mir eine brauchbare Information herauszuquetschen. – Ich habe nichts mehr zu geben.

Wieder anders und doch ähnlich, allerdings um einiges subtiler der folgende Fall. Vor über 20 Jahren begann eine freundschaftliche Verbindung deren fundamentaler Bestandteil die Tatsache war, dass sie einige Jahre älter und somit wie selbstverständlich die Dominante war. Von gleicher Augenhöhe konnte man nicht sprechen. Die Essenz dieser Verbindung lag mit Sicherheit in den lebendigen Gesprächen voller Esprit, in gemeinsamen Unternehmungen und in unbestritten witzigen Dialogen. Als ich mich in der mir zugewiesenen Rolle nicht mehr wohlfühlte, ging ich. Dank der Digitalisierung fanden wir uns im Netz wieder. Der Vorschlag, es wieder miteinander zu versuchen, gefiel uns beiden.

Ich kann gar nicht genau sagen, warum es nicht zu einem persönlichen Wiedersehen kam. Ich ahnte wohl, dass auch meine zahlreichen Veröffentlichungen über meine Themen (besonders diejenigen über die beiden Themenkomplexe ‚Hochbegabung‘ und ‚Narzisstische Persönlichkeitsstörungen‘) und der ganz offensichtlich große Wandel, den ich vollzogen hatte, mich nicht davor bewahren würde, erneut diese Rolle von vor 20 Jahren zugewiesen zu bekommen. Anhand kürzerer Bemerkungen innerhalb ihrer Messages konnte ich das erkennen. In meinen Freundschaften gibt es keine Hierarchien. Auch interessant in dem Zusammenhang; die fehlende Offenheit. Ich weiß, wer meine Texte liest. Das zeigt mir die Statistik von WordPress. Wenn jemand, der mit mir im reellen Leben befreundet sein möchte, hunderttausendmal meine Geschichten liest, nicht aber in der Lage ist, sich über den Zeitraum eines langen Jahres auch nur ein einziges Mal (selbst wenn es negativ kritisch gewesen wäre oder überhaupt eine Bezugnahme) dazu zu äußern, dann finde ich das nicht normal.
Zumindest würde ich es anders gestalten und allein das ist meine Referenz.

Und dann die letzte Variante. Sie ist von mir schon so oft thematisiert worden, dass ich Gefahr laufe, meine Leser sterben beim Lesen vor Langeweile.

Ein für alle Mal, exemplarisch für alle männlichen Interessenten, die es vor kurzem versucht haben, aktuell versuchen und in Zukunft versuchen werden, mich zu hypnotisieren:
ich bin nicht daran interessiert, das in Ihnen vorherrschende Vakuum auszufüllen, wenn sich für Sie gerade nichts anderes ergibt, meine Herren.
Hüten Sie sich davor, mich tage- und wochenlang mit Messages und Anrufen zu bombardieren, um mich einzuwickeln. Es wird Ihnen nicht gelingen. Ich werde deshalb kein Dopamin produzieren und dann natürlich auch keine Entzugserscheinungen haben, wenn Sie dann, plangemäß, mit ihrem silent-treatment beginnen. Das soll mich dann verwundern, irritieren und dazu veranlassen, Ihnen hinterher zu telefonieren. Nein, das wird nicht passieren. Im Gegenteil. Ich werde nicht damit aufhören, Ihre Machenschaften schriftlich zu verbreiten, um andere
vor Ihren Methoden zu warnen und zu schützen.

Nun entsage ich also sämtlichen Velociraptoren, in der Hoffnung, zukünftig bevor sie um die Ecke kommen ihr schnarrendes Zischen zu bemerken und mich schneller hinter verchromten Laborkühlschränken oder aufgetürmten Reagenzglashaltern verstecken zu können.

Ich habe keine Zeit zu verschenken.

http://www.narcsite.com